Beiträge von Soulshadow

    Da wieder ein wenig stockende Fortschreibung auftritt...
    Zum WE wird der nächste Tag angestrebt und danach wird eine gewisse Zügigkeit gefordert.
    Rechnet für eventuelle Nebenentwicklungen an euren Chars vorerst nicht mehr als drei Tage ein, da jetzt die nächste Phase reingedrückt wird!
    Um den lesern auch mal wieder eine Linie zu bieten ist dann nur innerhalb der neuen Situation ein mitführen möglich, was Nebenentwicklungen an euren Chars betrifft!


    Von der Entwicklung der Storyline befinden wir uns damit am Wendepunkt des Mittelteils. Ab jetzt werde ich stärker auf die Situation einwirken und euch sozusagen in die "Nur-noch-reagieren" Ecke drängen. Da wir inzwischen eine Menge Mitschreiber verloren haben, bleiben eine Menge Chars in NPC Positionen zurück, aber das passt zu diesem Zeitpunkt dann schon.
    Stellen Sie die Sitze in eine aufrechte Position und klappen sie das Tischchen hoch, wir beginnen in Kürze mit einem Sturzflug!

    Das ist auch eher für die anderen, die nun Solon da erst einmal aufspüren müssen ;)


    Das mit der Stadt musste nur mal gesagt werden, da ich es dort selber so gesehen habe. Das es ein RPG ist, sind schon bestimmt Freiheiten erlaubt. Es hatte nur Lardo auch schon mal sowas geschrieben, deshalb fühlte ich mich einfach genötigt, dazu mal was hier außerhalb zu sagen.

    Warum denkt ihr nur, dass es dort in den Nebengassen so schmutzig ist?
    Da fegen die sogar noch vor ihrer Bleibe, wenn sie unter Brücken wohnen!


    Solon steht nun leicht vorgebeugt da, ohne sich rühren zu können. Die Projektile haben seine Nervenleiter unterbrochen, so dass er wie ein Fels steht. Seine Gehirnfunktionen sind weiterhin aktiv. Ixie kann wüten, wie er will, so rührt sich da nichts...
    Da er von den anderen weggelaufen ist, müssten diese ihn erst einmal suchen...

    10. Oktober – 09:56 Uhr - Kōchi Asakura - In den Straßen

    Das kleine Mädchen mochte gerade mal sieben Jahre alt sein, als es da mit den zu Zöpfen geflochtenen Haaren hinter einem Fahrradständer hervortrat.
    Ihre Augen musterten den Jungen, der mit einer bösartigen Miene und in angriffslustiger Haltung auf der Straße stand. In seinem Gesicht veränderte sich die Form zu etwas nicht menschlichen. Die braunen Augen musterten den Jungen trotzdem ohne jede Regung.
    Scheinbar suchte er wohl etwas, dass er in seiner Wut vernichten konnte...
    Jedenfalls hatte er seinen Lauf sofort unterbrochen und stierte auf das kleine Mädchen.
    Die Lächelte ihn sogar an.
    Dann, langsam als würde sie einen Lutscher aus der Tasche ziehen, zog sie etwas aus der Tasche ihrer Latzhose und richtete es auf den Jungen.
    In dessen Augen blitzte das Erkennen auf, aber trotz dessen hochgepuschten Reflexen konnte er nicht mehr reagieren.
    Mit der Präzision ein Chirurgen schoss das Mädchen ihm in beide Knie und Ellbogen. Danach streckte sie ihm die Zunge raus und rannte weg.


    Solon wollte sich bewegen, aber weder die Arme noch die Beine gehorchten den Befehlen. Nur das Blut, dass an ihm herab lief, konnte er deutlich spüren. Die rasende Wut in seinem Inneren wütete ungebremst, aber es bewegte sich kein Glied seines Körpers.
    "Noch ist das Spiel nicht zu ende, Geteilter. Also reiß dich zusammen und überlasse dich nicht dem Tier!" rief das Mädchen, bevor es ganz aus seiner Sicht entschwand.
    In der Nähe äußerte sich ein Vogel und es klang wie spöttisches Gelächter...

    Und die Sache mit "Hiro" beginnt langsam verwirrend zu werden...
    Falls er sich geirrt hat und die anderen verwechselt hat, so kommt das für den Leser nicht rüber.
    Ebenso falls er Cale kennen würde... da macht das Hiro noch immer keinen Sinn.
    Bitte erklär das innerhalb eines Posts möglichst bald, damit die Leser es einstufen können ;)

    10. Oktober – 09:55 Uhr - Kōchi-shi – Präfekturpolizei

    Das Klingeln des Telefons riss Hirake aus seiner konzentrierten Lektüre. Mit einem ärgerlichen Blick starrte er für einen Lidschlag auf das Telefon, bevor er ran ging.
    Aus dem Display konnte er sehen, dass es eine interne Nummer des Gebäudes war.
    „Ja?“ meldete er sich knapp.
    „Hauptkommissar, es hat einen merkwürdigen Aufruhr unter der Bevölkerung beim Asakura Campus der Universität gegeben“, meldete sich ein Beamter der Einsatzzentrale.
    „Was für einen Aufruhr?“ hakte Hirake beunruhigt nach.
    „Scheinbar wollen die Leute ein paar verdächtige Personen entdeckt haben, auf die sie dann wie ein wildgewordener Pöbel losgegangen sind!“ fasste der Beamte die Hauptsache zusammen und fügte die Beschreibung der Personen hinzu.
    Ein eisiger Hauch schien Hirake zu streifen, als er die Beschreibungen auf die drei Fremden eingrenzen konnte, die eigentlich gleich wieder hier sein wollten. Wer die junge Frau war, konnte er nicht sagen. Möglicherweise noch jemand mit diesen seltsamen Tierbegleitern? Jedenfalls war es ebenfalls eine Ausländerin der Beschreibung nach.
    „Ich werde mir das selbst ansehen!“ unterbrach er den Beamten, während er bereits um seinen Schreibtisch lief. Danach warf er den Hörer regelrecht in seine Schale zurück.
    Verdammt, da wollte die Gegenseite nun auch noch seine beste Spur seit Wochen auslöschen! Wenn die Fremden sich von denen kriegen ließen, dann wären die Chancen auf eine Lösung dieser Vorfälle wohl endgültig dahin.

    Mit wehendem Mantel verließ er das Präsidium und eilte zu seinem Wagen, mit dem er sich unverzüglich auf den Weg nach Asakura machte. Er würde nicht zulassen, dass das passierte!

    10. Oktober – 09:50 Uhr - Kochi Asakura - In den Straßen


    Ohne ein sichtbares Ziel und weitere Stimulation verrauchte der Zorn der Menge. Beschämung mischte sich zu der Verzweiflung, dass man wieder nichts hatte unternehmen können. Die Leute zerstreuten sich, ohne die Mauer weiter zu beachten, an deren Krone ein paar Fäden hingen...


    "Das war doch richtig lustig", meinte eine Stimme in einer Nebengasse. Noch immer hielten sich die Puppenspieler aus der Reichweite.
    "Aber nun wollen wir ihnen etwas zum Nachdenken geben!" gesellte sich einer zweite Stimme hinzu.
    Die Reaktionen der einzelnen Gruppenmitglieder waren sehr genau beobachtet worden. Obwohl einer bereit zu sein schien, sein Leben zu opfern, war bei keinem die Kaltblütigkeit gefunden worden, die einem von ihnen das Leben gekostet hatte.
    Es musste noch ein Verfluchter in der Stadt sein!

    Jedenfalls liegt das Präsidium der Präfekturpolizei bestimmt nicht hinter der Mauer... Polizeistation ist in Ordnung, aber die Präfekturpolizei ist noch immer gute sechs Kilometer Luftlinie entfernt.
    ...wie bereits gestern geschrieben.


    Erst mal bleibt die Menge hinter der Mauer... das Spiel soll ja schließlich interessant bleiben ;)

    Tag 29 - 16:25 Uhr - Gelände der Akademie – Zwischen den Felsen im Norden

    Hagen atmete tief und langsam während sich die Bilder in seinem Kopf formten. Er saß mit Blick auf das Meer oben auf der Klippe, auf der Haru ihn abgesetzt hatte. In seinem Kopf sah er ebenfalls die Akademie, aber die Gesichter wirkten älter…


    Schülerinnen und Schüler rannten auf dem Platz beim Brunnen durcheinander, Sirenen heulten. Am Himmel tauchten irgendwelche Objekte auf, die sich nicht genau erkennen ließen. Scheinbar waren die Erinnerungen daran zu ungenau.
    Von einem Augenblick zum anderen begann es zu regnen… Aber es war kein Regen. Es war die Masse, die da vom Himmel herab auf alle fiel!
    Schreie gellten auf, als die Masse einfach dort haften blieb, wo sie auf den Körper traf. Und wie es Hagen bereits zu einem anderen Zeitpunkt gesehen hatte, breitete sich diese Masse auf den Körpern aus.
    Das Prasseln vom Himmel wurde schlimmer, aber es wurden auch Gegenmaßnahmen getroffen. Kinetische Schilde hielten in einigen Bereichen die Masse auf, bevor sie auf Schüler treffen konnte. Dann sah Hagen sich selbst, wie er seine Pyrokinese einsetzte.
    Am Himmel explodierten Dinge.
    Das konnte er niemals alleine vollbracht haben!
    Mehrere Schüler waren von der Masse umhüllt worden. Ihre Augen waren extrem weit aufgerissen, die Gesichter verzerrt. Von einem Moment auf den nächsten begannen sie andere anzugreifen. Wind, Eis und andere Kräfte wirkten plötzlich als feindliche Kräfte auf die übrigen Schülerinnen und Schüler ein.


    Inmitten des entstehenden Chaos endeten die Bilder. Hagen seufzte erleichtert, als deren Intensität ihn aus den Klauen ließ. Die andere Yuna musste furchtbares erlebt haben. Nur anhand der Bilder und Informationen, die Hagen jetzt zur Verfügung standen, ließ sich nicht festlegen, wie weit dieses Ereignis in der Zukunft lag. Offenbar war die andere Yuna irgendwie in der Zeit zurück gegangen, um alle vor dem Geschehen zu warnen.
    Leider war das nur ein Bruchteil der Informationen gewesen, die sie Hagen mit Gewalt übermittelt hatte. Trotzdem war es genug, um sich wirklich Sorgen zu machen!


    Tag 29 - 17:25 Uhr - Gelände der Akademie – Zwischen den Felsen im Norden
    Nachdem Hagen die Eindrücke einigermaßen verarbeitet hatte stand er langsam wieder auf und wandte sich der Tiefer stehenden Sonne zu. Seine Sinne nahmen die Umgebung in ihrer Gänze wahr und ließen ihn die Abwesenheit von technischen Geräuschen genießen.
    Hagen war nach den Fragmenten von Informationen inzwischen sicher, dass die ruhigen Tage an dieser Akademie gezählt waren. Die Mächte im Hintergrund würden ihre Züge nicht mehr lange hinauszögern, das war ihm nach seinen Erfahrungen nur zu bewusst.
    Genau wie hier auf der Insel waren da draußen viele Personen, die erst einmal ihre Bedürfnisse betrachteten und entsprechend handelten.
    Automatisch begannen die Narben auf seinem Rücken zu jucken, als er an die Behörden dachte, die sich seiner vorher schon bedient hatten. Hagen bezweifelte, dass diese Gruppierungen sich aus den Geschehnissen heraushalten würden.
    Nach dem Vorfall mit Lena Kurnikowa war eher zu erwarten, dass noch weitere Schülerinnen und Schüler irgendwie manipuliert sein könnten.

    10. Oktober – 09:46 Uhr - Kochi Asakura - In den Straßen


    Das einer von ihnen in die entgegengesetzte Richtung gelaufen war, hatten man schon erwartet. Das einer der anderen irgendwelche Möglichkeiten hatte, um sich mit zwei Personen belastet auch noch schneller und weiter zu bewegen, als ein normaler Mensch nicht. Aber genau das machte den Reiz des Spiels aus!
    Den Jungen mit seinem Tier konnten sie leicht aufspüren. Auch die anderen waren nicht aus ihrem Bereich entkommen.
    Einzig den Mopp mussten sie nun so dirigieren, dass er die kleine Gruppe wieder fand.


    "Da hinten sind sie!" alarmierte eine Puppe die wütende Menge.
    So hatte der eine von ihnen sich für die Puppenspieler nützlich gemacht und alle wieder zu seinen Freunden zu geleitet. Mit einem wilden Heulen stürmten die Menschen erneut los.

    10. Oktober – 09:46 Uhr - Kochi Asakura - Universitätscampus


    Unbemerkt waren einige Puppen den drei entdeckten Splittern gefolgt und hatten sie auf ihrem Weg nicht aus den Augen gelassen. Durch die Koordination von verschiedenen Puppenspielern waren immer wieder andere Leute als Beobachter eingesetzt worden.
    Noch hatten die drei nichts unternommen. Sie waren recht ziellos durch die Stadt gelaufen und hatten sich verschiedene Häuser, Tempelanlagen und Geschäftsauslagen angesehen, ganz so, als wären sie Touristen.
    Die Puppenspieler hatten an der ganzen Sache Gefallen gefunden. Es war ein Spiel, wie sie es gerne trieben!
    Ohne durch ihre Sphären die Opfer aufmerksam zu machen, wichen sie ihnen nicht von der Fährte.


    Als sie auf dem Gelände der Universität plötzlich mit einer weiteren Person Kontakt aufnahmen, ließen sie das Gespräch mit den Mitteln der Menschen belauschen. Und ein Verdacht keimte in ihnen auf. Diese junge Frau war ebenfalls eine dieser verfluchten Geteilten!
    Mindestens einer aus der Gruppe kannte sie schon viel länger.
    Aber gegen vier von den Verfluchten wollten sie nicht auf einmal kämpfen, deshalb machten sie erneut ein Spiel daraus...


    "Diesen Fremden dort... Sie haben gestern meine Schwester angegriffen!" schrie ein junger Mann und deutete auf die kleine Gruppe.
    Die umstehenden Menschen blieben alle stehen. Viele hatten gerade die letzten Nachrichten gehört oder gelesen und wussten von den Fällen der letzten Nacht.
    Ihre Angst, ihre Hilflosigkeit, bekam plötzlich ein bestimmtes Ziel.
    "Ja, ich habe sie auch gesehen!" rief eine ältere Dame auf der anderen Seite.
    Ein Raunen ging durch die Menge. Weitere Personen blieben stehen und die Wachleute vom Tor kamen langsam näher.
    Weitere Stimmen bezichtigten die kleine Gruppe vieler Dinge, die in den letzten Tagen die Einwohner geängstigt hatten.
    Das Raunen wurden zu einem Brüllen, als die Angst der Menschen plötzlich auf ein sichtbares Ziel gerichtet war. Und diese Angst war die Zündflamme eines rasenden Zorns, der genährt von der Hilflosigkeit, sengend in den Menschen entflammte.


    Die Puppenspieler waren entzückt. Die Kontrolle von größeren Menschengruppen erwies sich einmal mehr als einfach, wenn man ihnen ein gemeinsames Ziel gab.
    Fäuste wurden geballt und Zähne gefletscht.
    "Sie sind Schuld!" peitschte eine weitere Stimme die Menge noch mehr an.
    Wut und Zorn spülten das rationale denken der Leute fort und ließen nur noch Platz für Rachedurst!
    Wie eine Wand schloss sich die Menge um die kleine Gruppe...

    Noch mal zusammengefasst...

    • Das nächste Treffen mit dem Hauptkommissar ist um 10 Uhr angesetzt.
    • Die Universität mit dem Asakura Campus ist etwa sechs Kilometer Luftlinie von der Präfekturpolizei entfernt.
    • Dimensionsfalten gibt es in dieser Welt nicht ^^


    Kochi ist kein Dorf mit schmalen Straßen und nur einer breiten Straße... Da gibt es Autobahnen und auch eine Straßenbahn...
    Falls es überlesen wurde... Die Bibliothek ist wegen des Brandes vorerst geschlossen! Aber das konnte Solon ja nicht wissen, ohne da gewesen zu sein.


    Und Lardo, noch einmal, diesmal an dich gerichtet, keine Doppelposts!
    Wenn der zweite Char etwas unternimmt, so kommt einfach die eckige Klammer mit seinem Namen und dann das, was er erlebt unter das, was der Charakter davor gerade unternommen hat!

    10. Oktober – 09:45 Uhr - Kōchi-shi – Präfekturpolizei

    Hirake Togusa hatte sich den Schaden im Archiv der Bibliothek ebenfalls angesehen, so dass er seine These untermauern konnte. Jemand versuchte hier massiv die Informationsfindung zu behindern!
    Mit Blick auf die Uhr fuhr er nun zurück zum Präsidium der Präfekturpolizei, da dort die drei Fremden wieder auftauchen wollten. Viel würden sie wohl nicht erreicht haben, da die Bibliothek vorerst geschlossen blieb. Wären sie dort eingedrungen, dann hätte man sie bereits verhaftet. Hirake hatte die beunruhigten Blicke der Wachmänner und der Stadtpolizei gesehen. Nicht einer von ihnen würde zu etwas zu überreden sein!
    Andererseits hatte er von den letzten Tatorten ein paar Informationen erhalten können, die bestimmt nicht in den Berichten auftauchen würden.

    10. Oktober – 08:05 Uhr - Kōchi-shi – Präfekturpolizei

    Hirake Togusa hatte die Nacht nicht sonderlich gut geschlafen und war deshalb schon früh wieder im Büro gewesen. Dabei hatte er auf seinem Schreibtisch die Berichte der letzten Nacht vorgefunden. Und dabei waren neben weiteren Opfern des Blutraubes nun auch wieder einige andere Schäden.
    Bislang hatten diese anderen Schäden, Zerstörungen und Sabotagen kein richtiges Muster ergeben, aber nun zeichnete sich so langsam etwas ab.
    Jemand versuchte mit allen Mitteln den Informationsaustausch zu behindern und gleichzeitig den Bereich von Kochi zu isolieren!
    Wenn diese Puppenspieler hinter dem ganzen steckten, dann wies dieses Schema darauf hin, dass sie etwas hier in der Stadt vorhatten. Der Hauptkommissar blickte auf die Uhr. Bis zu dem Treffen mit den Dreien waren es noch fast zwei Stunden.
    Entschlossen stand er auf und machte sich auf den Weg, um einige Informationen aus erster Hand zu besorgen.