[Geschichte] Angel Beats! Again

  • [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 11:58 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A - Krankenzimmer

    Rika blickte sich noch einmal im Raum um, als Kenichi seine Frage stellte.
    "Da wir mit dieser Aktion gerade beginnen, gibt es keine wirklichen Möglichkeiten, den Umfang des Interesses festzustellen. Ich rechne noch nicht mit einem Massenansturm, aber hab ein Auge drauf. Derzeit wissen die Schülerinnen ja noch nichts hiervon. Da wir mit etwas Schmuck schon einmal etwas gemacht haben, wird es leichter sein, sie anzusprechen. Aber dazu muss ich erst mal runter in die Halle..."
    Sie ließ ihre Worte ausklingen und blickte zu Yuki.
    "Kümmere dich hier um alles, ich bring die Dinge mal ins Laufen!" meinte sie lächelnd und ging dann mit einem Nicken in Richtung Kenichi aus dem Krankenzimmer.


    [Hayato Akuma]
    Von einem Augenblick zum nächsten klappten die Augen bei dem Jungen wieder auf und er ruckte mit dem Oberkörper in eine sitzende Position hoch.
    "Willkommen unter den Lebenden... mal wieder!" begrüßte Hayato den Jungen, in dessen Augen erst jetzt sein Bewusstsein erwachte.

    Nicht immer ist das, was wir sagen auch das, was wir meinen. Doch wenn wir sagen, was wir


    meinen, kann man immer noch falsch verstanden werden.

  • [Leo Leopold]
    Tag 3 – 11:59 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A


    Leo joggte enttäuscht den Weg entlang in Richtung des Schulgebäudes. Er konnte Ibuki nicht einmal richtig suchen, denn eine Lehrerin beim Wohnheim jagte ihn sofort wieder weg. Nun musste er jedoch die anderen wiederfinden. Leider hatte er keinen Plan wo sich diese befinden würden.
    Beim Schulgebäude angekommen klingelte es gerade zur Pause und er dachte kurz Rika gesehen zu haben, welche sich mit einigen Schülern zu unterhalten schien. Leo versuchte in ihre Richtung zu gehen, kam aber nur schwer durch die Schülermassen welche nun zur Pause aus den Klassen strömten.
    Da er Rika in der Menge nicht mehr sehen konnte, rief er "Sumiyoshi-san, Sumiyoshi-san! Bist du noch da?"
    Einige Schüler drehten sich um und warfen Leo fragende Blicke zu. Einige schienen sich sogar an ihn und seine Aktion in der Cafeteria zu erinnern. Durch all diese Blicke fühlte er sich ziemlich unwohl und eingeengt, doch im Moment musst er die Anderen finden und den Rest bei Seite lassen.

    Even if I cant see you... no matter how far away you may be...



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  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 11:59 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A - Krankenzimmer


    Rika hatte Yukiko ein wenig auf dem kalten Fuß erwischt, als sie ihr die Krankenstation anvertraute. Jedoch lächelte sie und nickte ihr zu, bevor sie sie verabschiedete.
    Motiviert begab sie sich dann mit den anderen beiden Jungs an die letzten Arbeiten, brachte noch ein wenig Ordnung in ihre versteckten Austellungsstücke und perfektionierte nervös die Auslagen. Kenichi brachte sich sogar mit konstruktiven gemeinten, wenn auch wenig brauchbaren Vorschlägen mit ein. Auch wenn er sich ein wenig beleidigt gab, als Yukiko seine Vorschläge mit dem Satz "Du weißt einfach nicht worauf Frauen achten", in den Wind schlug. Als sie seinen Blick bemerkte kicherte sie, worauf ihr Kenichi mit dem Finger in die Seite pickste.
    Vor nicht all zu langer Zeit, wäre sie allein deswegen aus ihrer Komfortzone geraten und wäre im besten Fall lediglich auf Abstand gegangen. Wahrscheinlicher wäre es jedoch gewesen, dass sie sich an die ewigen Vorträge ihres Vaters erinnert hatte, die jegliche "normalen" Jungs als brutale, bestialische Monster geschildert hatten. Lediglich jene, die sich seine Zustimmung verdient hatten, ironischer Weise meist eher durch ihre Abstammung als durch ihr Verhalten, durften sich mit ihr abgeben. Und dann auch nur unter Aufsicht.
    Sie konnte nicht verhindern, dass all seine Predigten noch in ihrem Hinterkopf rumschwirrten. Beobachtete sie jedoch Kenichi, der all das war, was ihr Vater als böse bezeichnet hätte, fühlte sie sich in ihrer Skepsis bestätigt. Vielleicht sah er sie an mit Augen, die mehr als nur einfaches Interesse zeigten. Ab und zu lag in ihnen sogar etwas animalisches. Besonders wenn sie ihn dabei erwischte, wie er in Momenten, in denen er sich unbeobachtet fühlte, den Blick zu unangebrachten Stellen schweifen ließ. Zuerst hatte ihr das Angst gemacht. Heute hatte sie jedoch begriffen, dass sie sich keine Sorgen machen brauchte. Jedes Mal wenn sie ihn dabei erwischte, stand er dazu und erwiderte ihren Blick. Anfangs hatte sie es tatsächlich als unangenehm empfunden. Wie Beute hatte sie sich gefühlt. Nachdem sie jedoch angefangen hatte seine Blicke mit Strenge zu erwidern, angefangen hatte klar zu machen, dass es ihr unangenehm war, reagierte er entsprechend. Er steckte nicht völlig zurück, sondern leistete sich mit ihr Blick, Gesten und Wortduelle, die sie in erster Linie als verspielt empfand. Hätte es nicht seine Erweckung aus dem System gegeben, wäre sie sich sogar sicher gewesen, wie sie zu deuten gehabt hätte. Er hatte es schließlich ganz klar gesagt. Jetzt jedoch, gab es in ihrem Hinterkopf noch immer die Möglichkeit, dass er sie dafür verantwortlich machen würde. Und das in einer negativen Art und Weise. Vielleicht hatte er also etwas tierisches an sich. Jedoch war das keine Bestie. Eher ein noch kleiner Schäferhund, der einem gerade einen Ball zwischen die Füße legt und erwartungsvoll hechelt.


    Nachdem alles fertig war setzte sie sich zufrieden auf ein Bett, betrachtete ihr Werk und wartete nur noch darauf, dass sich etwas tun würde.



    [Kenichi Inugami]


    Nachdem sie auch noch mit dem kleinsten Feinschliff fertig geworden waren, hatte sich Yukiko auf ein Bett gesetzt und grinste erwartungsvoll, wie auch angespannt vor sich hin. Kenichi war unglaublich versucht sich neben sie zu setzen, entschied sich dann aber dagegen, als er mitbekam wie sich Kouta in eine Ecke verdrückte. Es würde wahrscheinlich nicht schaden, wenn er hören würde, was er zu sagen hatte, aber trotzdem hinderte es ihn daran. Manche Dinge waren dann doch nicht für die Ohren anderer gedacht. Auch wenn sie es für sich behalten würden und keinen Schaden anrichten. Da er allerdings ein paar Antworten erwartete, wollte er sie nicht unnötig in Verlegenheit bringen.
    Er positionierte sich ihr gegenüber und lehnte sich an die Wand. Dabei beobachtete er sie und wartete darauf, dass Rika zurück kommen würde. Nach ein paar Minuten hörten sie die Schulglocke, die das Ende der Pause einläutete. Da auch Yukiko aufgehorcht hatte, meinte er:
    "Ich bin mal gespannt wie viele Schüler später kommen werden. Und wie viele Marken wir dadurch zusammen bekommen."
    Als Yukiko ihn ansah und plötzlich anfing zu kichern, statt zu antworten, fragte er überrascht:
    "Yuki? Was ist so lustig?"
    "Ah nichts", erwiderte sie, wobei sie ganz klar versuchte das Kichern zu unterdrücken.
    "Tatsächlich?"
    Sie sah wieder auf, blickte ihm in die Augen und kicherte erneut. Dann meinte sie entschuldigend:
    "Nur ein interessantes Bild, an das ich gedacht habe."
    "Was denn für eins?", fragte er trocken und federte sich geschmeidig von der Wand ab. Er hatte es sich doch anders überlegt und setzte sich neben sie auf das Bett.
    Sie zögerte plötzlich unsicher, was er ausnutzte.
    "Ich glaube ich habe mich geirrt."
    "Bitte?", fragte sie verwirrt, aber noch immer mit einem vergnügten Funkeln in den Augen.
    "Zuerst dachte ich, dass du ein kleines, scheues, Kätzchen wärst."
    "Ein Kätzch... Wie..." Kenichi unterband ihren mit sich rötenden Wangen vorgebrachten Einwand jetzt ebenfalls grinsend.
    "Aber jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass du etwas ganz anderes bist. Ein Kitsune. Eine kleine, einschwänzige Füchsin, die ihren restliche 8 Schwänze noch nicht gefunden hat."
    "Wa...", gab Yukiko von sich und errötete dann vollends. Empört sagte sie:
    "Ich bin keine Füchsin!"
    "Dann willst du also ein Kätzchen sein?"
    "Was? N-nein!"
    "Also dann doch Füchsin?"
    "Weder noch!"
    "Doch, doch, ich kann dich mir zu gut mit ein paar Fuchsöhrchen vorstellen, die nur zum Vorschein kommen, wenn du kicherst und gerade keiner hinsieht."
    Ihre Augen weiteten sich sofort und ihre Hände vergruben sich in ihrem Rock.
    "Glaubst du wirklich ich würde ein Fuchskostüm anziehen?"
    "Weiß nich, würdest du?"
    "A-als ob!"
    Kenichi lachte und meinte:
    "Schade, würd dir bestimmt gut stehen. Aber brauchst du auch nicht. Schließlich war das eher auf deinen Charakter bezogen."
    Sie wurde noch einen Tick röter und starrte ihn an.
    "Idiot! Dummer Hund!", murmelte sie mit zahlreichen Seitenblicken.
    Kenichi ließ das natürlich nicht auf sich sitzen und neckte sie weiter. Sie reagierte natürlich sofort und so ging ihr kleines Geplänkel weiter.

  • [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 12:00 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A


    Rika hatte sich gleich am unteren Ende der Haupttreppe vom Gebäude A hingestellt, als auch schon die Pause eingeläutet wurde. DieTüren zu den Klassenzimmern sprangen auf und die Schülerinnen und Schüler strömten heraus. Trotz der Gespräche bemerkten viele die einzelne Gestalt unten an der Treppe.
    Bei den Mädchen waren die kleinen Personifizierungen des ersten Angebotes gut angekommen, so dass sie gleich bei Rikas Anblick erneut Interesse verspürten.
    Während die Jungs an ihr vorbei in Richtung der Stände stürmten, blieben viele Mädchen erst einmal stehen.
    „Gibt es wieder etwas Besonderes zu tauschen?“ fragte gleich die erste, die bei Rika inne hielt. Viele der Nachfolgenden lauschten gespannt auf ihre Antwort.
    „Wir bieten einige neue Artikel an“, antwortete Rika ruhig. „Einige Blusen, MakeUp und andere nützliche Dinge. Probieren kann man oben im Krankenzimmer, bestellen ist auch möglich. Der Tausch erfolgt erst nach Unterrichtsschluss gegen Essensmarken.“
    Die inzwischen gewachsene Traube von Schülerinnen redete eifrig durcheinander, wobei nur einige etwas genauer wissen wollten, was es eigentlich gab. Die meisten machten bereits Verabredungen untereinander,wann sie sich das Angebot anschauen wollten.
    "Sumiyoshi-san, Sumiyoshi-san! Bist du noch da?" durchdrang eine Stimme den allgemeinen Geräuschpegel. Rika erkannte die Stimme als die von Leopold-san.
    Hatte er nicht mit „Miss Eisenhart“ sprechen wollen? Was wollte er dann hier von ihr?
    Durch das Gedrängel hindurch sah sie ihn neben der Treppe stehen, wobei ihn viele der vorbei strömenden Schüler etwas befremdet anschauten.
    „Habt ihr das Angebot fest ausgepreist?“ unterbrach ein anderes Mädchen ihre Gedanken.
    „Nein, durch die Unterschiede bei den Essensmarken wird da gehandelt, um den Wert festzulegen“,ging sie auf die Frage ein. Schließlich wollten sie nicht nur haufenweise die billigsten Gerichte haben.
    Wenn sie sich selbst gegenüber ehrlich war, dann hatten sie diesen Punkt nicht wirklich ganz durchdacht. Aber klar war jedenfalls, dass die unterschiedlichen Gerichte der Marken je nach Beliebtheit auch einen anderen Wert besaßen.
    Als die nächste Fragen auf sie einprasselten, winkte sie kurz in Richtung Leopold-san, damit dieser den Ansturm abwartete.

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  • [Yoshio Ishiguro]
    Tag 3 – 12:00 Uhr – Gelände der Schule - Agrargebäude


    Als wäre er aus einem Traum gerissen worden, schlug Yoshio die Augen auf und setzte sich kerzengerade hin. Orientierungslos blickte er verdutzt eine Weile vor sich, wobei das grelle Licht ihn in den Augen schmerzte. "Willkommen unter den Lebenden... mal wieder!" Dieser Satz erinnerte den verwirrten Yoshio wieder an seine Situation und daran, wo er sich befinden musste. Sie hatten eben noch über einen Plan geredet und Yoshio hatte sich nicht gerade klug angestellt... Er schüttelte den Kopf. Was war dann passiert? Das letzte, an das er sich erinnern konnte, war ein Schmerz gewesen. Ein Schmerz, der sich durch den gesamten Körper zog, vom Nacken an.
    "Was... was ist los?" stöhnte Yoshio, dessen Gelenke und Nacken nun bei jeder Bewegung knackten. "Ich fühle mich, als hätte mich ein Laster überfahren...", fügte er hinzu und blickte dann Akuma-san an, welcher wohl eben zu ihm gesprochen hatte. "Wahrscheinlich hat die komische Schwarzhaarige mich ausgeknockt..." kommentierte Yoshio unter Kopfschütteln. Mit einem erneuten Knacken der Gelenke streckte er sich und stand auf. 'Apropos Ibuki...', wunderte er sich, während er sich umblickte, 'wo ist eigentlich der Rest der Truppe?' Mit hochgezogener Braue wand Yoshio sich fragend an Akuma-san.

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  • [Leo Leopold]
    Tag 3 – 12:01 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A


    Leo sah nur kurz Rikas Gesicht und die passende Hand dazu. Diese signalisierte ihm kurz zu warten. Zumindest so lange bis sich der Ansturm gelegt hatte.
    Damit er nicht im Getümmel unterging, stellte er sich an die Wand neben dem Eingang und wartete geduldig ab.

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  • [Kouta Nemura]
    Tag 3 – 12:01 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A - Krankenzimmer


    Kouta hatte sich in den letzten Minuten möglichst unsichtbar gemacht, da die beiden mit ihren kleinen Wortgefechten scheinbar gar nicht merkten, wie sehr sie ihre Umgebung beeinflussten. Er selbst hatte noch keine echten Erfahrungen mit einer Freundin, da seine Hobbies ihn eher zu einem Freak abstempelten. Trotzdem konnte er als Außenseiter offenbar die Zeichen besser deuten, als es den beiden selbst möglich war.
    Während Yukiko nun auf dem Bett sitzend die ersten Kunden abwartete, schien sich Kenichi nicht so ruhig verhalten zu können. Als sich dann die Tür öffnete, schnellte er förmlich in die Richtung herum.
    Das Mädchen war aus der ersten Klassenstufe und blickte Kenichi erschrocken an. Wenn man mal von seinem Ruf ausging, dann dürfte die Reaktion wohl ziemlich normal sein. Kouta blickte um einen Sichtschirm herum.
    "Zu den Proben bitte nach hinten durchkommen!" sagte er mit möglichst neutraler Stimme. Das Mädchen blickte in seiner Richtung und schob sich mit einer gemurmelten Entschuldigung an Kenichi vorbei.


    Zeitgleich im Agrargebäude:
    Hayato wunderte sich ein wenig, dass Yoshio etwas länger gebraucht hatte, um ins hier und jetzt zu finden. Scheinbar gab es da doch ein paar Unterschiede.
    "So weit wir bislang wissen, braucht der Körper zwei Stunden, bis er wieder reaktiviert wird. Die anderen sind in der Zwischenzeit zum Schulgebäude aufgebrochen. Und es war nicht Ibuki, die dich umgehauen hat. Allerdings kann ich dir auch nicht wirklich sagen, wer es war. Der Typ tauchte auf und verschwand wieder." erklärte er Yoshio zu dessen Fragen.

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  • [Yukiko Sakamato]
     Tag 3 – 12:01 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A - Krankenzimmer


    Yukiko war zunächst zu sehr überrascht um zu reagieren. Jetzt wurde es ernst und wegen Kenichi hatte sie sich nicht überlegt wie sie sich verhalten sollte. Trotzdem musste sie jetzt ihren Job machen. Nachdem sich das Mädchen an Kenichi vorbeigeschoben hatte, warf sie ihm einen warnenden Blick zu. Er erwiderte ihn verständnislos, worauf sie leise fauchte:
    "Du sollst die Mädchen nicht sofort vertreiben!"
    "Wa... Aber", setzte er an, doch sie schüttelte nur den Kopf und sagte bestimmt:
    "Stell oder setze dich in eine Ecke und versuch nicht böse zu wirken!"
    "Böse?", widerholte er verdutzt, ließ Yukiko aber dann schweigend hinter dem Mädchen hereilen.


    Sie sammelte ihren Mut, holte das Mädchen ein und sagte sanft:
    "Du musst Kenichi entschuldigen. Er ist eigentlich ganz lieb, nur hat ihm nie einer beigebracht wie man sich zu verhalten hat." Während sie sprach warf sie einen letzten bösen Blick in Richtung Kenichis, dem das Mädchen zögernd folgte. Als sie sah, wie er tatsächlich auf dem Bettrand eines Betts an der Türseite des Raums saß und schmollte. Sie lächelte schüchtern und schien sich ein wenig zu entspannen. Erleichtert von ihrer Reaktion stellte sich Yukiko ihr vor und fing an sie zusammen mit Kouta durch ihr begrenztes Sortiment zu führen.

  • [Yoshio Ishiguro]
     Tag 3 – 12:01 Uhr – [B]Gelände der Schule - Agrargebäude


    [/B]Verwundert kratzte sich Yoshio am Kopf. "Oh... zwei Stunden war ich also weg..." Noch immer etwas irritiert blickte er zu Hayato herüber. "Was ist in dieser Zeit gewesen? Und..." er stellte sich auf und begann, die Gelenke zu dehnen, "dieser Kerl... was hat der gemacht? Ich meine..." Er gestikulierte einen Moment unsicher in der Luft und seufzte dann. "Wo sind wir hier nur gelandet?" Mit einem Blick zu Hayato und dem Wissen, dass er diese Frage wohl auch nicht beantworten konnte, legte Yoshio den Kopf schräg und machte sich klar, dass er bis vorhin ohne Vorwarnung für zwei Stunden tot gewesen ist.

    [SIGPIC][/SIGPIC]
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  • [Hayato Akuma]
    Tag 3 – 12:02 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    Hayato legte den Kopf leicht zur Seite, als er wegen der letzten Aussagen ins Nachdenken geriet. Er schien irgendwie zu erwarten, dass sich alle Ereignisse für ihn erklärten. War er selbst da genügsamer? Oder interessierte es ihn einfach nicht?
    Klar, auch er war bereits in dieser Welt gestorben. Nur dass er dem Zeitraum bis zu seiner Auferstehung nicht so viel Interesse gewidmet hatte. Was inzwischen geschehen war unterlag in keinerlei Weise seinem Einfluss, also ließ er es einfach links liegen.
    Warum Yoshio daran so viel Interesse hatte konnte er sich nicht vorstellen. Dabei stellte er Fragen, die ihm auch keiner beantworten konnte. Und er schien es sogar zu ahnen.
    "Niemand von uns kannte ihn, deshalb wissen wir auch nicht, wer er war. Wir vermuten, dass er vor uns in dieser Welt war. Und es scheint so gewesen zu sein, dass bereits zu der Zeit eine Auseinandersetzung zwischen Schülerratspräsident und einer Gruppe von Schülern stattgefunden hat." Hayato hielt ihm die Jacke entgegen, die er von dem Jungen bekommen hatte, so dass er das Emblem auf dem Ärmel sehen konnte.
    "Sie nannten sich Shinda Sekai Sensen. Viel mehr wissen wir dazu auch nicht. Dieser Junge wollte uns wohl nur einen Hinweis geben, dass es mindestens zwei Möglichkeiten gibt, diese Welt endgültig wieder zu verlassen. Die Möglichkeit, sich den geltenden Regeln zu unterwerfen, scheint dabei für die meisten NPC zu gelten. Aber die Erfüllung der eigenen offenen Wünsche stellt da eine zweite Möglichkeit dar. Bitte frag nicht, welche Wünsche. Dass haben wir auch nicht erfahren. Es ist wohl eher eine persönliche Sache, sich von den Lasten des alten Lebens zu befreien." Er zuckte noch einmal in den Schultern, um sein mangelndes Wissen zu unterstreichen.
    "Wir sollten jetzt wohl am Besten zum Schulgebäude rüber gehen. Dort dürfte der Großteil der anderen inzwischen sein. " Mit diesen Worten wandte er sich der Tür zu und öffnete sie. Danach wartete er, bis Yoshio sich in Bewegung setzte.


    Zeitgleich im Schulgebäude
    Rika hatte inzwischen schon ein leichtes Kratzen im Hals, da sie so viele Fragen beantworten musste. Die Mädchen hatten anfangs noch etwas zurückhaltend reagiert, aber einige waren noch immer begeistert wegen der Haarspangen, so dass sich schnell eine größere Gruppe gebildet hatte.
    Nachdem einige von den neuen Angeboten erfahren hatten, schien der Ansturm noch zuzunehmen. Rika war froh, dass Anfangs nur wenige zum Krankenzimmer gegangen waren, so dass Yuki sich etwas auf die Situation einstellen konnte.
    Durch den anwachsenden Pulk von Mädchen wuchs auch die Aufmerksamkeit. Dabei blieb nur zu hoffen, dass der Schülerratspräsident nicht gleich wegen unerlaubtem Auflauf in der Halle eingreifen würde. Rika war sich derzeit nicht wirklich sicher, wie man die Zusammenhänge in dieser Welt interpretieren musste. War es jetzt auch von der individuellen Einstellung abhängig, oder gab es feststehende Vorgehensweisen? Bislang hatten sie einfach zu viele unterschiedliche Eindrücke bekommen, um sich vollkommen sicher zu sein.
    Aus dem Bauch heraus würde Rika beim Schülerratspräsidenten auf individuelle Vorgehensweise tippen. Auch wenn er hier die Rolle des Tenshi inne hatte. Bei den anderen waren ja auch die persönlichen Beweggründe im Vordergrund, ohne dass sie jemand auf eine Rolle festlegen ließ.


    Krankenzimmer
    Das Stimmengemurmel im Raum war beträchtlich angeschwollen, als nach dem anfänglich wenigen Mädchen ein größerer Zustrom eingesetzt hatte. Während bei den meisten das Interesse eindeutig beim Make Up lag, gab es auch welche, die an den Kleidungsstücken Gefallen fanden.
    Kouta hatte sich aus dem hintersten Bereich zurückgezogen, da dort die Anproben stattfanden. Er behielt dafür die improvisierten Schminktische im Auge, die ziemlich begehrt waren. Einige der Mädchen schienen ihren Probezeiten eindeutig zu viel Gewicht beizumessen, denn es erhoben sich bereits leichte Proteste. Kouta kam sich zwar komisch dabei vor, dass er die Schminktische verwalten musste, aber alleine die Anwesenheit von Kenichi schien jede Eskalation der Unwilligkeit zu verhindern.
    Kouta wunderte sich noch immer, wie er plötzlich in die jetzige Situation geraten war. Auch Kenichi hatte in dieser Welt anfangs nichts von seinem vergangenen Leben gewusst. Erst mit dieser Erinnerung nahm man diese Welt anders wahr. Rika hatte ihm kurz von dem Auftauchen dieses merkwürdigen Schülers berichtet, der scheinbar vor ihnen bereits in dieser Welt gewesen war. Aber er war wohl auch ein Austauschschüler mit hauptsächlich englischen Sprachkenntnissen gewesen. Und zudem war seine Sprechweise auch noch ungewöhnlich ausgefallen. Jedenfalls schien er bei allen, die dabei gewesen waren, auch eine Menge Fragen hinterlassen zu haben. Sicher war nur, dass bereits vorher eine Gruppe von Schülern mit dem Tenshi gekämpft hatten. Dabei galt wohl die eiserne Regel, dass die NPC außen vor zu bleiben hatten. Warum nur einige wenige Schüler in dieser Welt ihre Erinnerung an das frühere Leben besaßen? Lag es etwa daran, dass ihnen allen ein früher und unangenehmer Tod zugestoßen war?
    Kouta wusste es nicht. Aber einige andere schienen mit Nachfragen ständig weiter zu machen. So als ob man nur oft genug Fragen musste, um etwas beantwortet zu kriegen. So einfach machte einem das Leben es nie!

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  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 12:03 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A - Krankenzimmer


    Zunächst lief alles in geregelten Bahnen ab. Yukiko begrüßte jedes einzelne Mädchen, dass hinzu kam und führte sie durch das Sortiment. Anfangs war es ein wenig steif auf beiden Seiten. Sowohl die Schüler, als auch Yukiko selbst, schienen nicht ganz zu wissen, wie sie mit ihrem gegenüber umgehen sollten. Doch nach und nach füllte sich die Krankenstation immer mehr und mehr, was dazu führte, dass Yukiko keine Zeit mehr hatte darüber nachzudenken wie sie sich am besten geben sollte. Stattdessen konzentrierte sie sich darauf alles gleichzeitig zu managen, die Anproben zu überwachen, Tauschgeschäfte abzuschließen und um gute Essensmarken zu handeln, Kouta beim Schminktisch zu helfen immer wenn er anfing überfordert auszusehen und stets ein Auge auf Kenichi zu haben, damit er nichts Dummes anstellte. Irgendwann nahe dem Ende der Pause war auch der Punkt erreicht, an dem einfach zu viele Personen gleichzeitig im Raum waren und noch mehr versuchten sich hinein zu quetschen. Also funktionierte sie Kenichi kurzerhand zu einer Art Türsteher um, der nur so viele neue Leute rein ließ, wie andere die Krankenstation verließen.



    [Kenichi Inugami]


    Am Anfang gab es immer wieder Situationen in denen er ihr beinahe unter die Arme gegriffen hatte, wie zum Beispiel zu neugierige Schülerinnen, die wissen wollten woher das alles kam, oder jene die hartnäckig versuchten den Preis runterzuhandeln. Besonders nervig waren aber die, die sich als privilegiert genug erachteten Stunden damit zubringen zu können wirklich alles auszuprobieren und anzuprobieren ohne auf die anderen Rücksicht zu nehmen. Kenichi hatte erwartet, dass so etwas in der Ecke geschehen würde. Immerhin gab es in dieser Welt plötzlich die Möglichkeit zu shoppen. Das Shopping Gen der Frauen kannte weder in dieser, noch in der richtigen Welt Gnade.
    Umso überraschte war er aber, als Yukiko anfing mit steigender Zahl an zu hütenden Lämmern und Zicken über sich hinaus zu wachsen. Zuerst war sie schüchtern und steif. Aber mit der Zeit wurde sie sicherer und zeigte warum man sie unter den Schülern auch die kleine Prinzessin nannte. Ihre ohnehin schon beherrschten und eleganten Bewegungen wurden zusätzlich noch selbstsicher und absolut. Sie schien all ihre Sorgen angesichts der Herausforderung zu vergessen und handelte natürlicher als je zuvor. Das führte dazu, dass ihr kleiner Körper größer und präsenter erschien. Lächelte sie war es herzlich und ehrlich, gleichzeitig aber in einer unbeschreiblichen Art erhaben, als wäre sie direkt aus einem Shôjo Manga entsprungen. Und das Lustige daran war, dass sie es selbst nicht zu bemerken schien. Sie war zu sehr in ihre Aufgabe vertieft, dass sie nicht bemerkte, dass ein paar Mädchen derart von ihr angetan waren, dass sie erröteten und dass selbst die vorlautesten, arrogantesten und rebellischsten Zicken ihr nichts abschlagen konnten.

  • Tag 3 – 12:03 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A - Krankenzimmer


    Kouta konnte gar nicht glauben, was in diesem Raum so abging. Das plötzlich etwas zur Verfügung stand, dass ihm als Jungen nicht so sonderlich wichtig war, führte zu einigem Tumult. Das die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Mädchen sich besonders in solchen Situationen zeigten, lernte er mitten im Getümmel.
    Nicht nur versuchten einige, die begehrten Sachen mit den einfachen "Brötchen"-Marken zu erwerben, was Rika ihm eingeschärft hatte auf keinem Fall zuzulassen. Nein es waren sogar ein paar darunter, die einige Sachen einfach "mitgehen" lassen wollten! Aber auch wenn er sich nicht so wohl dabei fühlte, so griff er trotzdem durch.
    Kenichi nahm sich der Mädchen an, die sich ohne Bezahlung versucht hatten. Es waren zum Glück nur drei Schülerinnen, die sich nun auch den Blicken der anderen ausgesetzt sahen, die den Aufstand natürlich mitbekamen. Yukiko war nach anfänglicher Zurückhaltung irgendwie überall und hielt die Sache am Laufen.
    Als dann der Zustrom an Neugierigen begrenzt werden musste, übernahm Kenichi die Türsteher-Funktion, um die Massen zu kontrollieren.


    [Rika Sumiyoshi]
    Nachdem der Strom der Interessenten sich endlich kanalisieren ließ, wurde Rika gleich das nächste Problem bewusst. Durch die Mundpropaganda kamen inzwischen viel zu viele Mädchen im Krankenzimmer zusammen, so dass der Zustrom von außen viel zu auffällig war.
    "Komm mit, Leopold-san!" rief sie dem Wartenden zu und schob sich die Treppe wieder hoch. Das jetzt unten in der Halle viel weniger Schüler an den Ständen waren, nahmen die Meisten dort eher dankbar zur Kenntnis, da das Gedrängel ausblieb. Dieses hatte sich zum Eingang des Krankenzimmers verlegt, wo Kenichi wohl schon den Türsteher machte. Offenbar war es drinnen schon so schlimm geworden, dass Yuki diese Maßnahme ergriffen hatte. Da trotzdem jede Menge Mädchen im Bereich der Tür versammelt war, wandte sich Rika auch gleich direkt an sie:
    "Bitte, es wird zu auffällig, wenn ihr hier alle rumhängt, als wäre es der beliebteste Brötchenstand! Die Lehrer werden noch aufmerksam, wenn hier zu viele herum stehen! Wir lassen jetzt sowieso nicht mehr alle auf einmal rein, also könnt ihr euch auch verteilen und erst mal etwas essen. Die meisten Tauschgeschäfte werden nach der Schule mit den "richtigen" Essensmarken durchgeführt, es gibt also keinen Grund so zu drängeln."


    [Hayato Akuma]
    Obwohl Yoshio wohl noch weiter fragen wollte, hatte er sich vorerst entschieden mitzukommen. Hayato war darüber weitaus mehr erleichtert, als er sich selbst eingestehen wollte. Diese ganzen Fragen konnte eh niemand hier beantworten!
    Also erklärte er auch genau das Yoshio auf dem weiteren Weg zum Schulgebäude. Das sie ebenfalls hier ohne jedes Wissen über das wieso und warum aufgewacht waren. So lange er zu erklären versuchte, dass hier auch keiner so viel mehr wusste, stellte sein Gegenüber jedenfalls keine Fragen.
    Hayato kam daher auf die Gruppe zu sprechen und dass sie eben nicht wie die anderen als NPC hier leben wollten. Dabei vermied er vorerst die Frage, ob Yoshio sich vielleicht anschließen wollte, denn er hatte im Augenblick keine Position inne.

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    meinen, kann man immer noch falsch verstanden werden.

  • [Leo Leopold]
    Tag 3 – 12:03 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A
    - Treppenhaus

    Langsam aber sicher war der größte Teil der Mädchen in Richtung des Krankenzimmers verschwunden. Da rief Sumiyoshi-san auch schon nach Leo und rannte die Treppe hoch. Sichtlich erleichtert lief er ihr hinterher. Endlich waren die ganzen Schüler weg welche ihm dauerhaft verwirrende Blicke zu warfen.
    Oben angekommen versuchte Sumiyoshi-san die Mengen etwas zu verringern, denn langsam wurde es etwas voll hier oben.


    Da Leo noch nicht komplett in die Geschehnisse eingeweiht wurde, war er etwas verwirrt. Als Sumiyoshi-san kurz etwas Luft zum atmen bekam, fragte Leo sie: "Du, Sumiyoshi-san! Was genau ist hier eigentlich los? Hab ich etwas verpasst?".

    Even if I cant see you... no matter how far away you may be...



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  • [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 12:07 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A - Vor dem Krankenzimmer

    Rika nahm erleichtert wahr, dass inzwischen der Zustrom an Interessierten wieder geregelte Bahnen angenommen hatte. Außerdem hatte wohl auch der Hunger eine Rolle zu spielen begonnen, denn eigentlich war die große Pause ja für eine Mahlzeit da, bevor es mit dem Unterricht weiter ging.
    Als sich die Reihen etwas lichteten, wandte sich Leopold-san an sie: "Du, Sumiyoshi-san! Was genau ist hier eigentlich los? Hab ich etwas verpasst?"
    Er war am Morgen alleine auf Tour gewesen und erst zu dem Vorfall auf der großen Treppe wieder aufgetaucht. Da er dort auch gleich gestorben war, hatte er von den ganzen Gesprächen nichts mitbekommen. Andererseits war hier draußen auf dem Flur auch nicht der richtige Platz, um solche Dinge zu besprechen.
    "Hab da etwas Geduld, denn das können wir nicht hier diskutieren!" antwortete sie ihm knapp, so dass die anderen Mädchen nicht aufmerksam wurden.
    Da nun ein großer Teil der Schüler unten in der Halle vom Schulgebäude B war, wo sich auch die Stände mit den Brötchen und den Getränken befanden, konnten sie wohl in die Krankenstation gehen, um dort nach dem rechten zu sehen.


    Wenn es schon ein paar Absprachen aus dem Tauschhandel ergeben hatten, dann würden sie so langsam den konkreten Handel absprechen müssen.
    Kenichi machte an der Tür ein angespanntes Gesicht, da er versuchte, den ganzen Rummel im Auge zu behalten. Kouta wirkte etwas verwirrt, da ihn einige Mädchen mit Begriffen bombardierten, die er nicht kannte. Weiter hinten schien Yuki die Umkleideaktion ganz gut im Griff zu haben.
    Rika nahm den Schreibtisch der Krankenschwester als Büroplatz ein und wendete sich an die Mädchen im Raum: "Wer nach dem Anprobieren oder Ausprobieren Interesse daran hat etwas mehr zu erwerben, der meldet sich bitte hier bei mir, damit wir den Tauschhandel abstimmen können. Jeder größerer Tausch ist nur gegen die Cafeteria-Marken möglich!"
    Die Gesichter schwenkten in ihre Richtung und schon setzte ein Strom an Anfragen und Geboten ein. Rika sortierte die einzelnen Anfragen und stellte eine Liste zusammen.

    Nicht immer ist das, was wir sagen auch das, was wir meinen. Doch wenn wir sagen, was wir


    meinen, kann man immer noch falsch verstanden werden.

  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 12:07 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A - Krankenzimmer

    Yukiko hatte alle Hände voll mit den Schülerinnen und all ihren Wünschen zu tun, sodass sie Kouta nur selten aushelfen konnte und Kenichi vertrauen musste keinen Blödsinn anzustellen. Allerdings hatte sie deswegen auch keine freie Hand die Tauschgeschäfte an sich abzuwickeln. Da sie aber mit immer weiter verstreichender Zeit zunehmend nach Preisen gefragt wurde von Schülerinnen, die ihre Beute ungeduldig und verteidigend an sich drückten, war Rikas Rückkehr Rettung in letzter Sekunde. Oder zumindest fühlte es sich für Yukiko so an.


    Nachdem Rika die Aufmerksamkeit des halben Raumes auf sich gezogen hatte, bekamen sie und Kouta wieder Platz zum atmen. Dankbar warf sie Rika einen erleichterten Blick zu und kümmerte sich dann um die noch wartenden Interessenten.

  • [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 12:10 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A - Krankenzimmer


    Nachdem Rika sozusagen die Bestellannahme eingerichtet hatte, brachte ihr das nicht nur einen erleichterten Blick von Yukiko ein. Mit den nötigen Stationen des Aus- und Anprobierens brachte diese Funktion wohl das notwendige Einkaufsgefühl mit sich, denn die Mädchen orientierten sich nun viel besser an den freien Positionen, so dass nur noch Umfang und Dauer des Ausprobierens überwacht werden mussten.
    Mit der Erfassung ihrer Bestellung war für die Mädchen dann der erfolgreiche erste Abschnitt der Pause vollzogen und sie begaben sich in die Halle des Schulgebäudes B, um dort noch etwas zu essen. Dass sie zeitgleich auch die Mundpropaganda vorantrieben, sorgte auch weiterhin für einen gewissen Zustrom an Interessenten.
    Rika blickte auf die vollgeschriebenen Seiten, die sich neben ihrem Platz angesammelt hatten. Sie hatte beim Überschlagen festgestellt, dass die benötigten Waren nicht mehr so zahlreich zur Verfügung standen.
    "Kenichi-san, ab jetzt nur noch Leute zum Schauen und Probieren reinlassen. Für weitere Tauschgeschäfte geht uns die Ware langsam aus!" rief sie zur Tür.
    Nach einem Blick zur Uhr war sie doch erstaunt, wie schnell all dies vonstatten gegangen war. Alleine die Zeit zum Herstellen all der Tauschwaren hatte Stunden in Anspruch genommen. Und hier war es in Minuten in Vorbestellungen ausverkauft.
    Das sie eine kleine Regel für das Abholen mit auf den Weg gebracht hatte, sollte einen weiteren Ansturm nach dem Ende des Unterrichts verhindern. Die Kundinnen würden nur einzeln eingelassen, um ihre bestellten Waren mit Marken zu bezahlen und mitzunehmen. Dazu sollte keine Schlange vor der Tür gebildet werden, sondern eher so etwas wie kleine Gesprächsrunden, um nicht unnötig die Aufmerksamkeit der Lehrer anzuziehen.
    Ganz nebenbei stellte sie fest, dass es ganz gut gewesen war, dass sie noch etwas essen gegangen waren, denn sonst hätte jetzt ihr Magen zu laut geknurrt.

    Nicht immer ist das, was wir sagen auch das, was wir meinen. Doch wenn wir sagen, was wir


    meinen, kann man immer noch falsch verstanden werden.

  • ***ANGEL PLAYER 2.1.7.***
    Mit dem Einrichten der kleinen Tauschbörse waren die Parameter für einen neuen Durchlauf aufgebaut. Die einzelnen Komponenten, deren abweichendes Verhalten den Kontrast zu den Übrigen darstellte, hatten eine Gemeinsamkeit gefunden. Die unbekannten Faktoren der Einzelkomponenten waren von Anfang an sehr schwierig für die Gruppenmentalität gewesen, aber trotzdem hatte sich eine Gemeinschaft gebildet. Jetzt konnte das eigentliche Handlungsgeschehen beginnen.



    In der Schule hatte die Verkaufspräsentation einen ziemlich großen Erfolg erzielt, der für die erste Zeit die Ernährung aller sicher stellen würde. Aber den meisten von ihnen war auf die eine oder andere Weise klar, dass es nicht ewig mit dieser Methode klappen würde. Sobald der Bedarf der Schülerinnen und Schüler größtenteils gedeckt war, würden sie andere Vorgehensweisen benutzen müssen, um auch weiterhin an Essensmarken zu kommen.
    Aber erst einmal hatten sie eine ruhige Phase vor sich, in der sich die Dinge entwickeln konnten.


    ENDE

    Nicht immer ist das, was wir sagen auch das, was wir meinen. Doch wenn wir sagen, was wir


    meinen, kann man immer noch falsch verstanden werden.