Tag 3 ~ 14:36 Uhr ~ Freiübungsplatz
"Herzlichen Glückwunsch", meinte Lena und übergab dem erschöpften Jungen sein Schwert zurück, dass sie zuvor die ganze Zeit bei sich hatte. Dabei beobachtete sie die nächsten, die über den Parcour mussten. 'Es scheint gar nicht so einfach zu sein, wie es aussieht...' Mit diesen Gedanken im Kopf wurde sie aufgerufen "Lena Kurnikowa!". Sie erwiederte den Ruf mit einem Nicken und begab sich auf das Gelände.
Parcourpunkt Eins: Die Kletterwand!
Leichtfüßig hüpfte Lena auf die ersten Vorsprünge und kletterte die Wand ganz gemütlich hoch. 'Was war daran schwer?', dachte sie und nahm einen Vorsprung nach dem anderen, bis sie oben ankam
Parcourpunkt Zwei: Der Stangenpfad!
Bevor sie sich auf die Stangen begab, zog sie ihre Schuhe aus und tippte leicht auf das Bambus. 'Hmm... beweglich...' Doch sie musste dadurch. Langsam balancierte sie über die Stangen und es war gar nicht so schlimm, wie sie gedacht hatte. Sie erlaubte sich sogar ein kleinen Hüpfer und eine Drehung, denn für sie war das schon eine Leichtigkeit.
Parcourpunkt Drei: Die Tunnel.
Am Ende der Stangen machte Lena einen kleinen Vordersprung und landete auf allen Vieren in dem Tunnel. 'Etwas eng...' Da sie etwas zu sehr mit den Wänden in Berührung kam, machte sie sich lang und robbte durch den Tunnel, als sie herauskam, merkte sie, wie ihr das Klima mal wieder zum Verhängnis wurde. Um das auszugleichen, wischte sie sich die Hand über die Stirn und kleine Eiskristalle bildeten sich. So sollte sie diesen Parcour doch schaffen!
Parcourpunkt Vier: Das Gerüst!
'Schon wieder Bambus...' Mit einem Seufzer stieg Lena auf das Gerüst und hangelte sich elegant von einer Stange zur anderen, doch die Erschöpfung machte sich langsam und sie bemerkte, dass ihr Atem immer schwerer und schwerer wurde. Mit mehr Überwindung als üblich, hangelte sie das Gerüst weiter empor und kühlte sich am Ende etwas länger ab. "Dieses Wetter...", stöhnt sie und schaute zur nächsten Station.
Parcourpunkt Fünf: Der Pfad des Himmels!
Lena entschied sich für das Seil, denn das kannte sie noch ziemlich gut von ihrem Zuhause, doch nur im zugefroren Zustand... 'Es hilft nichts' Sie schlug das Ende des Seiles um ihr Bein und zog sich mit ihrer Körperkraft das Seil hoch. 'Ich hätte mich doch für die Wand entscheiden sollen...' Fast am Ende angekommen, hätte sie fast die Kontrolle verloren und wäre runtergefallen, doch sie riss sich zusammen und schaffte auch noch den letzten Rest. Ganz langsam und mit letzten Kräften zog sie das zweite Seil durch die vorgesetzte Seilöse und hangelte sich langsam über den Abgrund. Ihre Hände hatten schon rote schmerzhafte Abdrücke, die ihr langsam zur Last gingen.
Parcourpunkt Sechs: Die Serpentine
'Noch eine Felswand? Ah!' Mit einem großen Seufzer lief sie leichtfüßiger als gedacht, die engen Serpentinen hindurch und sah am Ende den Sandpfad. 'Oh nein... wie soll ich das bloß schaffen?' Viele, die sie vorher gesehen hatte, waren fast alle an der Treibsandstation gescheitert, aber sie durfte es einfach nicht...
Parcourpunkt Sieben: Treibsand!
Am Anfang des Sandpfades stand Lena reglos da. 'Es muss doch einen Weg geben, da auch anders rüberzukommen, denke nach Lena!' Einige Sekunden stand sie weiter ohne Regung da, bis sie es einfach wagte: Mit weiten Sprüngen lief sie über den Sandpfad und sie hätte es auf diesen Weg auch fast geschafft, wenn ihr Knöchel nicht umgeknickt wäre und sie vollends auf dem Sandpfad landete. 'Schnell, bevor..' Sie spürte, wie sie leicht nach unten gezogen wurde und hechtete mit noch übrig gebliebener Willenskraft zur rettenden Rampe.
Parcourpunkt Acht: Die chinesische Mauer!
An der Rampe angekommen, schaute Lena sich die Krönung des ganzen Parcours an: die 3m Mauer. Als sie aufstehen wollte, tat plötzlich ihr Knöchel weh 'nein.. bitte nicht' Sie sah ihn an und bemerkte, dass er etwas angeschwollen war. 'Nein, ich werde jetzt bestimmt nicht aufhören!' Ihre Hand wurde auf einmal hellblau und sie legte diese Hand auf ihren Knöchel. 'Mach schnell... ich muss noch über diese Mauer!' Langsam spürte sie den Schmerz in ihren Knöchel nichtmehr und das nutzte sie aus: Lena rannte die Rampe runter, sprang und griff die Kante der Mauer, wo sie sich langsam hochziehen konnte.
Sie hatte es geschafft und schwer humpelnd kam sie zu den anderen Schülern.




