23:00~ Im Hause der Tar'Conantur
Nach einem schrecklichen Alptraum liegt Crysis schweißnass in ihrem großen luxoriösen Schlafzimmer. Vor ihrem inneren Auge geht sie alle Einzelheiten von dem tragischen Unfall ihrer Familie nach, wo sie als Einzige überleben konnte. Kleine Tränen bilden sich an ihren Augen und fließen langsam ihr blasses Gesicht runter.
Nachdem sie ihren Blick nach links senkt, erblickt sie das Telegram. Das Telegram, dass den Tod ihrer Tante verkündet.
"Und noch ein Mitglied, dass nicht mehr unter uns weiht...", murmelte Crysis zu sich. Sie steht auf und schreitet langsam auf das Fenster zu. "Der Mond ist heute wunderschön". Sie versucht zu lächeln, doch weitere Tränen fließen ihre Wangen runter.
Hinter ihr ertöhnen auf einmal Schritte. Schnell dreht sie sich um und bemerkt ein Klopfen an ihrer Tür. "Wer ist da?", fragt sie in einem herrischen Ton, nachdem sie sich die Tränen weggewischt hatte.
"Entschuldigen sie die späte Störung, Madam,aber...", sagte ihre Maid mit einer piepsigen Stimme "aber sie haben Besuch". "Besuch, um diese späte Stunde?", erwiederte Crysis. "Ja. Monsieur Béllisent".
Crysis seufzt und lässt sich von ihrer Maid ihr Kleid anziehen. Langsam schreiten die beiden die Treppen zur großen Eingangshalle hinunter.
"Monsieur Béllisent, es ist aber nicht höflich eine Lady um diese späte Stunde zu beehren", beginnt Crysis.
"Oh, exuse-moi, Madame Tar'Conantur, aber wenn sie sehen, was isch ihnen mitgebrascht hab, werden ihre Augen anfangen zu glitzern, wie ein Diamont und isch hoffe, dass dann endlisch ihr 'erz für misch schlagen wird."
"Dies bezweifle ich, Monsieur. Aber lassen sie mich doch sehen, was sie mir mitgebracht haben.", meint Crysis in einem kühlen Ton.
"Aber natürlisch, Madame. Sehen sie ~"
Hinter seinem Rücken erscheint ein geknebeltes Wesen.