Beiträge von Soulshadow

    [Alex]
    Z-Day - 18:40 Uhr - Takatsu Bezirk - Das Haus am Fluss


    Die Antworten der beiden zeigten mir, dass sie sich wirklich entsprechende Gedanken gemacht hatten.
    "Ein Schwert ist eine ausgezeichnete Waffe, wenn man es zu führen versteht. Du wirst dies in einem Dojo gelernt haben, wo man gegeneinander antritt. Ähnlich verhält es sich mit einer Waffe. Abfeuern kann sie eigentlich jeder... aber damit auch was treffen, das ist eine ganz andere Sache! In der heutigen Nacht werden wir wahrscheinlich Ruhe haben, so dass es ausreichend ist, wie wir es gerade haben. Japan ist kein Land, in dem Schusswaffen in fast jedem Geschäft zu bekommen sind!" erwiderte ich daraufhin.
    "Wir passen nur auf, um nichts dem Zufall zu überlassen!"
    Ich ging an den beiden vorbei in die Küche und nahm aus der Abfalltrennung die Dosen heraus. In dem Beutel ließ ich sie aneinander klimpern.
    "Mit denen werden wir, bevor es dunkel wird, ein paar Alarmschnüre anbringen. Somit braucht niemand von uns da draußen rumlaufen, sondern nur hier im Haus aufpassen. Oben an der Treppe ist dazu wohl der strategisch günstigste Platz, falls etwas in das Haus einbricht!"
    Ich ging wieder an den beiden vorbei, um etwas Schnur zu suchen, damit ich die Alarmschnüre basteln konnte.
    Das mit dem Gewehr für Risa würde ich angehen, wenn ich Zeit hatte, es ihr richtig zu zeigen. Heute wollten wir lieber die Stille nicht mit Lärm von Schüssen anfüllen, da das nur unliebsame Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde!

    Die Amerikaner haben Kühlmittel zum Kernkraftwerk gebracht, da der Kühlmittelspiegel um zwei Meter abgesunken war, nachdem sie es runtergefahren hatten.
    Die Notstromversorgung der Reaktorkühlung war nicht sichergestellt, deshalb war die Hilfe wohl gerne genommen.

    [Alex]
    Z-Day - 18:39 Uhr - Takatsu Bezirk - Das Haus am Fluss

    Die vehemente Reaktion von Kori hatte ich schon fast erwartet, Risa hatte wenigstens eine Unterscheidung gemacht. Allen beiden war nicht klar, zu was Menschen fähig waren! Sie hatten noch nicht erlebt, wie Menschen aufeinander schossen.
    "Ich weiß, es ist in dieser Situation nicht leicht sich gewisse Dinge vorzustellen!" setzte ich ruhig wieder an. "Aber trotzdem dürft ihr nicht alle Menschen als unschuldig ansehen. Ich wollte nicht zum Ausdruck bringen, dass wir wahllos Menschen töten, sondern eher, dass unter denen, die uns noch begegnen werden, auch welche sein können, die uns töten wollen!"
    Gutmütigkeit war das Attribut des Schafes, das man zur Schlachtbank führte. Menschlich bleiben in einer Welt voller toter Wesen...
    "Also noch einmal deutlich gesagt... Es geht nicht darum unschuldige Hilfesuchende zu töten! Aber ihr dürft auch nicht so naiv sein, dass alle Menschen da draußen so nett sind, wie ihr es euch vielleicht vorstellt!" versuchte ich es noch einmal. "Ihr sollt nur bereit sein, dass es Leute geben wird, die euch ausrauben, töten oder auch anderes wollen. Nicht jeder, der mit weinerlicher Stimme auf uns zukommt, wird sich als freundlich und ehrlich erweisen! Und darauf solltet ihr euch vorbereiten!"
    Ich blickte die beiden ernst an.
    Sie hatten nicht erlebt, wie ein lächelnder Mann plötzlich Handgranaten schleuderte und damit mehrere Menschen tötete.
    "Und, um zu deiner Frage zurück zu kommen, Risa... Helfen ist eine Sache, aber pure Gutmütigkeit ist ein gefährliches Spiel in einer Welt, in der Ressourcen plötzlich endlich sind. Wenn wir Glück haben, wird euer Gewissen niemals in Frage gestellt!"
    Ich wandte mich leicht von den beiden ab, um ihnen die Möglichkeit zum Nachdenken zu geben. In dieser neuen Welt würde so mancher Mensch, der Hilfe suchte, von anderen aus Angst oder Habgier getötet werden. Ob das logisch war? Wer hat je behauptet, das Menschen nur logisch handelten?
    Ich biss erneut in den Apfel und kaute kräftig. Auch frisches Obst würde es bald nur noch in den entsprechenden Regionen geben, wo diese auch wuchsen.

    Tag 28 – 18:12 Uhr – Gelände der Akademie - Verwaltungsgebäude


    Nachdem der Junge gegangen war, stand Akim Sokolow auf und ging rüber an den Tisch, an dem Merriman Trojimura, auch Metro genannt, sich niedergelassen hatte. Der blasse Junge neben ihm war noch mit dem Essen beschäftigt, würde aber auch bald fertig sein. Beide sprachen dabei kein Wort.
    "Merriman Trojimura, auch Metro genannt", sprach er den Jungen an. "Mein Name ist Akim Sokolow und ich bin Ausbilder hier an der Abunai Akademie. Es hat eine Herausforderung zu einem Duell der reinen Kampfkunst mit dem Schwert an dich gegeben. Der Einsatz jeder Fähigkeit ist damit untersagt! Besondere Vorteile, wie es wohl die Äon-Klingen sind, fallen wegen ihrer Abhängigkeit von deinen Fähigkeiten damit weg. Da du weitere Schwerter in deinem Besitz hast, sind diese von dir zu verwenden. Um 20 Uhr findet ihr euch vor dem Schulgebäude auf der anderen Seite des Platzes ein und werdet dann zum Austragungsort des Duells verbracht. Einzelheiten werden wir kurz vorher am Treffpunkt absprechen."
    Er nickte dem Jungen, der ihn wortlos ansah kurz zu und ging zurück an den Lehrertisch.


    Heitani Ichiru und Ricarda Montenegro schoben wortlos eine 1000 Yen Note über den Tisch zu ihm. Akim grinste schmal und strich das Geld ein.
    "Wieso wetten wir eigentlich noch mit dir, zu wem die Schüler gehen?" fragte Ricarda amüsiert.
    "Du warst nicht einmal im Raum, als die beiden sich gegenüber standen! Wir schon. Und trotzdem kommen sie zu dir!" meinte Heitani fassungslos.
    "Und besonders wohl hat sich der Junge dabei auch nicht gefühlt!" erklang Seans Stimme in ihren Köpfen.
    "Irgendwas musst du Klotz wohl an dir haben!" schloß Ricarda das Thema ab.
    Am Lehrertisch hatte es diese kleine Wette gegeben, nachdem Samirall den Tisch von Metro verlassen hatte. Da kurz darauf auch Akim eingetroffen war, hatte er sich an dieser auch beteiligt.
    Es war genau 18:16 Uhr als Metro mit seinem Zimmergenossen den Speisesaal verließ...

    Tag 28 – 18:11 Uhr – Gelände der Akademie - Verwaltungsgebäude


    Akim hielt einen Moment lang inne, ohne jedoch einen Muskel zu bewegen. Der Junge hatte scheinbar nicht einmal das Duell vorher mit seinem Gegner soweit klar gemacht. Außerdem fühlte er sich scheinbar mit jedem Augenblick unwohler.
    Was auch immer diesen Jungen momentan antrieb, es war ihm wohl selbst nicht vollständig bewusst.
    "Ich werde ihn unterrichten und über Zeit und Ort informieren!" sagte er nach einem längeren Augenblick.

    Tag 28 – 18:10 Uhr – Gelände der Akademie - Verwaltungsgebäude

    "Hm, ausnahmsweise werden wir den Termin mal so belassen. Da es wohl ein gewisses Bedürfnis betrifft, werden wir einen Ort wählen, an dem Zuschauer nicht ohne weiteres gelangen können! Seid um 8 Uhr vor dem Haupteingang der Schule, dann bringen wir euch zum Austragungsort. Nur Schwerter, keine Fähigkeiten, keine Schusswaffen und keine Ausnahmen!" stimmte Akim nach kurzem Überlegen zu.
    "Da ihr beide euch messen wollt, werden wir entsprechende Maßnahmen treffen, um die gewählte Arena abzusichern!" fügte er noch hinzu.
    Er blickte kurz zu seinen Kollegen, bevor er auf die letzte Frage reagierte.
    "Nein, tut mir Leid. Einen Rutherford Trojimura kenne ich nicht, aber ich bin auch kein Kampfsportler", beantwortete er dann diese Frage. In seiner Laufbahn bei den PSI Truppen hatte er niemals etwas von diesem Mann gehört.

    Tag 28 – 18:09 Uhr – Gelände der Akademie - Verwaltungsgebäude


    Akim blickte von seinem Tablett auf, als er neben sich eine Stimme vernahm. Er kannte Samirall von diversen kleinen Abweichungen her schon recht gut.
    "Ein Duell also. Kampfkünste ohne Fähigkeiten. Dein Gegner soll vermutlich der Neue mit den Schwertern sein?" antwortete er ruhig und musterte den Jungen vor sich.
    Der etwas zu steifen Haltung nach zu urteilen, hatte er noch niemals vorher ein Duell angekündigt.
    "Mal sehen, ob das mit der Zeit so passt", fuhr er fort. "Eigentlich ist es besser, wenn der Zeitpunkt von uns festgelegt wird. Dann lässt man uns auch nicht wie Erfüllungsgehilfen aussehen, weißt du?!"

    [Alex]
    Z-Day - 18:38 Uhr - Takatsu Bezirk - Das Haus am Fluss


    "Hast du schon mal eine Waffe in der Hand gehabt?" wollte ich von Risa wissen. "Damit meine ich eine Schusswaffe!"
    Bei den glücklicherweise langsamen Schlurfern konnte man sich mit Nahkampfwaffen behelfen, so lange es nicht zu viele wurden. Da die Viecher nach ihrer Umwandlung jeden Intelligenztest gegen einen Backstein verlieren würden, worüber ich mich keineswegs beschweren will, hatte man genug Zeit.
    Bei Menschen war das etwas anderes! Was manchen an Intelligenz fehlte machten sie an Verschlagenheit wett.
    "Es könnte in dem Fall sein, dass du auf lebende Menschen schießen oder sie auf andere Art töten musst!" setzte ich wieder an bevor sie antworten konnte. "Von jetzt an können wir in dieser Situation nicht grundsätzlich hilfsbereit sein! Viel mehr müssen wir sehr vorsichtig sein, wen wir in unsere Nähe lassen."
    Ich hoffte, dass es nicht zu paranoid klang, da sie sich der jetzt da draußen herrschenden Lage durchaus bewusst waren.

    War das jetzt wieder nur quergelesen? Oder wird nun absichtlich zu zweit da im Zimmer aufgetreten?


    Eigentlich war doch etwas weiter oben das erscheinen nur einer Person erwünscht worden ^^

    Tag 28 – 18:08 Uhr – Gelände der Akademie - Verwaltungsgebäude

    Rika blickte auf, als sie angesprochen wurde.
    "Ich würde gerne ein Duell um 8 Uhr anmelden." Der Junge hatte sein Schwert bereits dabei und Rika erinnerte sich, dass er bei seiner Ankunft auch eine entsprechende Genehmigung bekommen hatte.
    "Samirall Satoshi, richtig?" setzte sie an. "Wegen Duellen musst du dich schon an das Lehrerkollegium wenden. Ich bin da nicht die richtige Ansprechperson!"
    Als Verwaltungsassistentin hatte sie hier zwar vielfältige Aufgaben, aber das Thema Duell gehörte nicht dazu, da sie keine Ausbilderin war.
    "Am Besten du gehst zu den Lehrern, die gerade im Speisesaal sind und bringst dein Anliegen dort vor. Ach ja, überlege dir gleich, ob es reine Kampfkunst nach Turnierregeln oder ein Fähigkeitenduell sein soll!" Sie zeigte auf die Doppeltür zum Speisesaal.

    Aber dieses zweite Gebäude ist immer noch nicht bezugsfertig!
    Es ist etwas, das einmal so sein wird, aber derzeit sind da noch abschließende Arbeiten.

    Also, auch wenn dort physisch zwei Gebäude stehen, ist nur eines davon derzeit als Wohnheim bezogen! Aus diesem Grund wurde ja auch nur ein Zimmerbelegungsplan gemacht.

    Wo ihr immer wieder diese getrennten Wohnheime hernehmt weiß ich echt nicht...
    Es gibt dort derzeit nur ein Wohnheim! Es wird nur durch die Stockwerke eine Trennung vorgenommen!
    Und abgeschlossen ist da auch nichts, um genau so eine Nummer wie die von Lena überflüssig zu machen.
    Da hast du mehr Schwierigkeiten eingebaut, als tatsächlich vorhanden sind. Ich hab es trotzdem so belassen, Bomb.
    Nur die Wohnheimgeschichte hab ich abgeändert... Warum sie nicht drinnen durch die Tür gegangen ist? Na ja, Spannungsmoment...

    [Alex]
    Z-Day - 18:37 Uhr - Takatsu Bezirk - Das Haus am Fluss


    "Und sie scheint nicht schlecht in englisch zu sein!" fügte ich hinzu. Wir waren schon eine recht merkwürdige Truppe hier!
    Im Endeffekt wusste ich von den beiden Mädchen so gut wie nichts, also etwa genau so viel, wie sie von mir wissen konnten. Aber war es noch wichtig, was wir vor diesem Tag gewesen waren? Die Welt, in der wir bisher gelebt hatten, existierte nicht mehr!
    Ich biss herzhaft in den Apfel, da im Augenblick jeder seinen Gedanken nach hing und niemand sprach.


    Da sich die Regierungen in aller Eile zurückgezogen hatten und die normalen Strukturen der Gesellschaft sich aufgelöst hatten, war eine andere Art des Denkens angesagt. Da draußen waren noch andere Überlebende, so viel war sicher. Aber was diese Überlebenden vorhatten, war nicht so sicher!
    Dieses Chaos brachte das beste oder auch das Schlimmste im Menschen an die Oberfläche. Jemand, der heute früh noch ein kleiner Angestellter war, konnte jetzt schon der Anführer einer Gruppe von Überlebenden sein. Er konnte aber auch ein kleiner Diktator mit Waffe sein, der andere terrorisierte!
    Risa hatte etwas von kleiner Gruppe gesagt. Diesen Gedankengang hatte ich heute auch schon verfolgt. Auch wenn der Fuchs ein Mannschaftstransporter war, so musste er jetzt auch unsere ganze Ausrüstung in sich aufnehmen. Dies war kein Kampfeinsatz von begrenzter Dauer, sondern der Überlebenskampf in Reinkultur!


    Das was wir besaßen, würden andere uns neiden. Deshalb würde das weitere Geschehen mit Sicherheit kein Zuckerschlecken werden!
    "Ich fürchte, wir haben einige Dinge noch gar nicht richtig bedacht", setzte ich wieder an, nachdem ich das Stück Apfel zerkaut geschluckt hatte. "Außer den Schlurfern wird es unter den Menschen welche geben, die haben wollen, was wir besitzen! Diese Leute sind schlimmere Feinde als die Untoten. Deshalb greife ich Risas Vorschlag wieder auf..."
    Ich blickte kurz zu Kori, die diesen Teil ja nicht gehört hatte.
    "...ursprünglich war ich der Meinung, dass uns hier keine Gefahr droht. Aber falls andere Menschen hier Licht sehen, werden sie herkommen. Und nicht alle von denen werden mit friedlichen Absichten kommen! Mal ehrlich, Risa. Selbst du hattest da draußen Angst, das wir dich einfach über den Haufen knallen, oder?"
    Bei der Frage blickte ich sie direkt an.
    "Also werden wir vielleicht doch besser Wachen aufstellen! Und nach Einbruch der Dunkelheit sollte nichts hier für Menschenaugen verlockend wirken!"

    [Alex]
    Z-Day - 18:37 Uhr - Takatsu Bezirk - Das Haus am Fluss

    Mein Gesicht war bestimmt kein besonders intelligentes, während ich so auf Yuis Hinterkopf starrte. Da hatte die Kleine doch tatsächlich gesprochen! Ein Grund, in diesem ganzen Chaos doch weiter zu machen!
    "Hat sie gerade gesprochen?" vernahm ich Koris Stimme in der Nähe. Sie war wohl mit dem Baden oder Duschen fertig.
    "Zumindest ein Wort!" antwortete ich auf die Frage. "Senshi heißt so viel wie Soldat, richtig?"

    Tag 28 – 18:07 Uhr – Gelände der Akademie - Südstrand


    Hagen war einfach am Verwaltungsgebäude entlang runter zum Strand gegangen, wo Milena kurz oberhalb der Flutmarke im Sand saß.
    "Ich habe mal etwas anderes zum Essen mitgebracht, da Fisch ja sonst auch auf dem Speiseplan stand!" meinte er zu ihr und stellte den Korb ab.
    "Irgendwie ist es seltsam, wieder in dieser Form zu sein", meinte sie leise. "Wie es wohl Fabiola geht?"
    Hagen erinnerte sich an das Hausmädchen, das Milena näher gestanden hatte als ihre eigene Familie.
    "Sie hat eine neue Anstellung in Portofino angenommen, wo sie sich um Zwillinge im Alter von acht Jahren kümmert!" antwortete er ihr. Milena blickte überrascht auf.
    "Du hast sie im Auge behalten?" wunderte sie sich.
    "Du hast damals einen Handel vorgeschlagen und hast deine menschliche Form aufgegeben, um ihr Leben zu retten. Außerdem bist du seit dem an meiner Seite geblieben. Da ist es doch wohl das Mindeste, das ich mich davon überzeuge, dass es dieser Frau gut geht!" erwiderte er ernst.
    "Danke!" sagte sie leise und beschäftigte sich mit dem Korb.

    [Alex]
    Z-Day - 18:37 Uhr - Takatsu Bezirk - Das Haus am Fluss


    "Ja, die Viecher sind überall!" beantwortete ich die letzte Frage zuerst. "Den Nachrichten zufolge haben die Regierungen in allen Ländern ihren Stab inzwischen verlegt. Aus einigen Ländern, wie Russland und Großbritannien kommen keine koordinierten Meldungen mehr! Ob nun wie hier am Morgen, oder auf der anderen Seite der Welt am Abend, diese Seuche, wie sie es noch immer nennen, scheint zeitgleich auf dem gesamten Globus ausgebrochen zu sein. Und es ist nicht vom Land in die Städte gekommen, sondern meist mitten in der Stadt losgegangen. Man spricht da wohl von maximaler Ansteckung! Was auf den Flugplätzen in den vollen Abfertigungshallen abgegangen ist, möchte ich mir gar nicht erst vorstellen." Langsam drehte ich den Apfel in meiner Hand.
    "Das Haus im in Augenblick ein guter Stützpunkt, weil es hier keine Massen von diesen Schlurfern gibt! Trotzdem sind wir hier zu dicht an der Stadt dran. Nach meiner Einschätzung können wir hier höchstens noch einen weiteren Tag bleiben, wenn das Glück uns hold bleibt!" kam ich dann auf ihre anderen Fragen zurück. Nach diesen Worten biss ich in den Apfel und kaute ein kleines Stück. Yui hatte sich vom Fernseher abgewandt und blickte mich direkt an.
    "Senshi!" sagte sie mit einer hellen Stimme, deutete dabei auf mich und wandte sich dann wieder dem Fernseher zu.
    Ich war so erstaunt, das ich mit dem kauen aufgehört hatte. Aber mehr hatte sie im Augenblick wohl nicht zu sagen!

    Vom Zeitrahmen zur Handlung im Manga / Anime haben wir Band 1 hinter uns gelassen.
    In den großen Städten herrscht das Chaos und die Regierungen haben sich abgesetzt. Das Weiße Haus wurde evakuiert und die Regierung soll sich auf einem Flugzeugträger einfinden. Moskau und London geben gar keine offiziellen Meldungen mehr raus.
    <Diese Informationen sind so auch im Manga Band 1 mit drin>
    Die Situation ist also am frühen Abend für unsere Chars soweit konsolidiert. Zu den weiteren Zeiten hab ich in der Gruppe noch einige Punkte geschrieben.


    Hintergrundinformationen zum Wie oder Warum wurden bislang weder im Anime noch im Manga gegeben, so dass wir außer Spekulationen derzeit in der Richtung nichts unternehmen können.
    Was mit der Besatzung oben in der ISS geplant ist, hat man ja auch noch nicht verraten ;)
    Es naht also der Abend des ersten Tages...

    [Alex]
    Z-Day - 18:28 Uhr - Takatsu Bezirk - Das Haus am Fluss

    Es sah auf der ganzen Welt ziemlich übel aus! London und Moskau meldeten sich gar nicht mehr. Überall überrannten diese Untoten die eingerichteten Sperren.
    Was auch immer die da draußen planten, es würde diese Plage nicht eindämmen! Säure, Napalm oder ähnlich effiziente Mittel zur Vernichtung menschlicher Körper konnten nicht in ausreichender Menge an einem Ort bereit gestellt werden! Das einzige, was im Augenblick zu tun blieb, war diesen Dingern so gut es eben ging auszuweichen!
    Mit einem ärgerlichen Laut stand ich aus dem Schreibtischstuhl auf und verließ das Arbeitszimmer.


    Wir waren momentan hier auf diesem Grundstück ziemlich sicher. Möglicherweise würde das auch ein paar Tage so bleiben. Aber sobald Strom und Wasser ausfielen, waren wir hier ziemlich abgeschnitten. Bis zu den nächsten Geschäften war es ein ganzes Stück. Im Leben davor war das hier richtiger Luxus gewesen...
    Ich blickte ins Wohnzimmer, wo Risa neben Yui saß und gleichzeitig den Hund kraulte. Der Haltung ihres Kopfes nach zu urteilen, waren ihre Gedanken aber woanders.
    Aus bereits wieder angenommener Gewohnheit hatte ich die Einsatzweste über dem T-Shirt angelegt und trug somit auch gleich mehrere Waffen mit mir rum.
    Einige Sachen blieben einem wohl erhalten, so dass sie immer wieder kehrten!


    Ohne etwas zu sagen ging ich aus der Haustür, nachdem ich wieder in die Stiefel geschlüpft war. Die Sonne stand schon viel tiefer, aber es würde bestimmt noch eine Stunde dauern, bis sie hinter dem Horizont versank. Der Himmel war den ganzen Tag über klar gewesen, so dass man wohl bis zum Fuji blicken konnte. Außer den Rauchschwaden von den Feuern in der Stadt war hier draußen nicht viel zu sehen.
    Die Befehlsstrukturen der Behörden hatten sich schon längst aufgelöst, so dass viele Gruppen an Sperren und Barrikaden auf sich alleine angewiesen waren! Was auch immer da draußen während der langsam einsetzenden Dämmerung vorging, war nichts angenehmes. Das wir hier einen so relativ ruhigen Ort gefunden hatten war schon unglaubliches Glück gewesen. Ich konnte nur hoffen, dass diese launische Dame uns gewogen blieb!


    Nachdem ich ein weiteres Mal die Umgebung in Augenschein genommen hatte ging ich wieder ins Haus zurück.
    Mit einem Apfel aus einer Obstschale in der Hand blieb ich im Türrahmen zum Wohnzimmer stehen.
    "Du scheinst auch schon zu überlegen, wie es in nächster Zeit weitergehen soll!" meinte ich ruhig. "Wie hast du dir selbst die nächsten Schritte gedacht, Risa?"

    Noch einmal an in die Runde gesprochen:
    Fangt jetzt nicht alle an in der Ich-Form zu schreiben!!!
    Wer in der dritten Person begonnen hat, muss auch in der Form bleiben!


    Dadurch, das die Zeitlinien noch auseinander liegen müssen wir da besonders drauf achten, weil es echt verwirrend ist, wenn 18Uhr und 17 Uhr alles so vorgetragen wird, als ob es zeitgleich passiert.


    Jeder, der hinter der Zeitlinie her erzählt, sollte in der dritten Person und sowieso in Vergangenheitsform bleiben, damit der Leser auch den Zeitunterschied wahrnehmen kann.
    Kitsubou, ich habe deinen letzten Post jetzt in die Vergangenheit, gesetzt. Wenn du in der Ich-Form schreibst, dann trotzdem in der Vergangenheit, nicht Gegenwart.

    [Alex]
    Z-Day - 18:21 Uhr - Takatsu Bezirk - Das Haus am Fluss


    Mit einem geistigen Seufzer nahm ich den MP3-Player vom Kopf und stieg dann aus der Wanne. Gerne hätte ich mir das Vergnügen noch länger gegönnt.
    Mit einem Badehandtuch trocknete ich mich gründlich ab, bevor ich in Unterwäsche, T-Shirt und Jeans stieg.
    Da in japanischen Häusern eh keine Schuhe getragen wurden, schon gar nicht auf Tatami Matten, brauchte ich hier im Haus nichts weiter. Mit der Tasche, in die auch die Pistole wieder gewandert war, den nassen Handtüchern und dem Yukata verließ ich das Bad wieder.
    "Bad ist frei!" rief ich nach unten, während ich weiter ins Arbeitszimmer ging. Hier hatte ich das M4A1 auch gelassen. Da es nach dem Luftwaffenstützpunkt nicht gebraucht worden war, musste es auch nicht gereinigt werden.


    Mit dem MP3-Player um den Hals ließ ich mich am Schreibtisch nieder, um etwas ausgiebiger mit dem Laptop im Internet zu forschen. Einige der Nachrichten waren nicht gerade beruhigend. In Amerika hatten sie das Weiße Haus aufgeben müssen. Berlin war von den noch lebenden Politikern ebenfalls verlassen worden. In vielen Ländern waren Armee und Luftwaffe eingesetzt worden, um gegen die Seuche vorzugehen.
    Es würde nicht lange dauern, bis die mit Raketen in die Massen von Untoten feuern würden!
    Allerdings waren auch einige andere Dinge zu berücksichtigen. Die Atomkraftwerke würden ohne eine Kontrollmannschaft auch nicht ewig laufen. Solange die Sicherheitsanlagen nicht beschädigt waren, würden sie sich hoffentlich selbst abschalten.
    Hier in Japan gab es eine Menge von den Dingern. Ich wollte nicht unbedingt daneben stehen, wenn so ein Teil den Abgang machte! Wenn man mit einem Schiff eine der kleineren Inseln im Pazifik anlaufen würde, könnte man vielleicht einen ruhigen Platz finden. Allerdings gab es auch andere, die ebenfalls einen solchen Ort suchten...