Beiträge von Soulshadow

    Du hast mich da etwas falsch verstanden, Lardo.
    Genau dein Punkt des anderen Verlaufes... dazu sollte man etwas schreiben. Wenn so ein Vorschlag gemacht wird, dann sollte man sich als GM oder Spielführer sehen und entsprechend schon mal ein paar Gedanken zum Verlauf der Geschichte bringen!
    Es sollte nicht einfach nur eine Idee in den Raum geworfen werden, deshalb eben etwas mehr dazu schreiben.

    Vom Grundprinzip ist ja ein Spielführer, Handlungsleitender oder GM notwendig, um innerhalb eines RPG einen Handlungsfluss sicher zu stellen. Eine Idee, ohne jede weiterführende Handlung, ist nicht nachvollziehbar und damit zum Scheitern verurteilt. Der Grundgedanke beim RPG ist ja ein Handlungsfaden, der vom GM vorgegeben wird. Die Nebenhandlungen der Charaktere ranken sich dann um diesen Hauptfaden, der vom GM auch weiter geführt wird. Die anderen Mitspieler / Mitschreiber verlassen sich da auch auf den GM, dass er die Handlung entsprechend voran treibt.

    Und eine Handlung darf auch nicht zu sehr an der Originalhandlung stattfinden, da sonst der Copyright möglicherwiese angegriffen wird. Deshalb kann man in der Welt schreiben, sollte aber eine eigene Geschichte verfolgen!
    Ich hoffe, jetzt ist mein Anliegen klarer geworden ;)

    Hoi Lardo.

    Wenn du zu dem Vorschlag dann auch schon ein paar Ansätze mit einbringen könntest, dann wäre es für Interessierte einfacher.
    Ein Vorschlag sollte dann auch schon aufzeigen, wie man einsteigen möchte. Z.B. ob nach Abschluss der Handlung, oder zu einem anderen Zeitpunkt.

    Tag 28 – 20:21 Uhr – Gelände der Akademie – Südstrand

    In die stille Szenerie am Strand mischte sich plötzlich ein eigenartiges Geräusch und in der Luft lag mit einem Mal ein schwerer Ozongeruch.
    Hagen blickte überrascht auf, denn am Himmel waren keine Wolken zu sehen.
    „Was stinkt es denn auf einmal so?“ wurde auch Kaede aufmerksam.
    Einige Meter von ihnen entfernt hatte sich in der Luft eine Art Energiewirbel gebildet, der immer mehr an Konsistenz zunahm.
    „Das ist eine Menge Energie, die sich da gerade manifestiert“, murmelte Hagen fasziniert.
    Wie verschiedene Ströme flossen Energien in der Luft umeinander und bildeten eine Art von Blase. Winzige Blitze zuckten von der Ballung in die Umgebung, ohne jedoch Schaden anzurichten. Ein Effekt wie dieser war bislang im Training der Fähigkeiten noch nicht aufgetreten, so dass die drei am Strand nicht wussten, was da vor sich ging.

    Plötzlich empfing Hagen die Gedanken eines Lebewesens. Und er kannte sogar die Frequenz dieser Gedankensphäre! Nur dass es nicht die Ruhigen Gedanken waren, die von dem Mädchen normalerweise ausgestrahlt wurden.
    Intensive Bilder strömten auf ihn ein, die wie ein Blick in die Unterwelt wirkten. Hagen erstarrte förmlich unter der Intensität.
    In der Luft war jetzt innerhalb der Energieblase ein Schatten zu erkennen. Etwas brach mit Gewalt durch physikalische Grenzen und erzwang seinen Weg in das Hier und Jetzt.
    „Holt den Doktor her! Schnell!“ brachte Hagen hervor, der immer noch von den Gedankenbildern erschüttert wurde.
    Wie eine leichte Windböe ging eine Druckwelle von der Energieblase aus, als diese sich über dem Sand materialisierte. Mit einem letzten Flackern erlosch die Erscheinung dann so schnell wie sie vorher aufgetreten war und ein Körper plumpste in den Sand.

    Kaede war mit Hilfe ihrer Flügel bereits auf dem Weg zum Krankenhaus, um den Arzt zu informieren.
    Hagen war aufgestanden und eilte jetzt zu dem schmalen Körper im Sand. Milena folgte ihm langsam nach.
    Der Spezialanzug der Akademie war deutlich zu erkennen, so dass die Person wohl doch ein Mitglied hier war.
    „Das ist Yuna Sakaiba… aber irgendwie auch nicht!“ sagte Hagen, der jetzt neben dem zusammengesunkenen Körper hockte.

    [Hikaru Khanzu]
    12:02 Uhr – Gelände der Schule - Irgendwo unter den Bäumen


    „…Sakura, Corvin und Samusa.“
    Hikaru blickte zu der Vampirin auf. Er musste kurz die Vornamen den Gesichtern der Night Class zuordnen.
    „Tsuyu-san, waren alle aus der Klasse anwesend?“ fragte er höflich. Ito, Vrajescu und Mayakashi hatte er in Gedanken inzwischen die Familiennamen zugeordnet.
    „Ich konnte Yamada-san, Takahashi-san, Hirakawa-san und das neue Mädchen Ito dem Kreis der nicht betroffenen zuordnen. Meine Schwester weiß ebenfalls um die Ereignisse. Ich vermute weiter, das auch Minamoto-san aus dem Bereich der Unsterblichen dazu gehört.“
    Ihre Augen sprühten regelrecht, so sehr wurde sie von der Situation angeregt. Dass er ihr nun noch Night Class aufzählen konnte, die sie scheinbar vergessen hatte, ließ ein schmales Lächeln in seinem Mundwinkel erscheinen.
    Das Tori Yamada eine Hunterin war, hatte er ebenfalls nicht erwähnt, aber das würde sie ja auch selbst wissen. Da er sich sozusagen seine Frage selbst beantwortete hatte, ging er gleich zum nächsten Punkt über.
    „Es ist mir aufgefallen, dass bei vielen plötzlich Erinnerungen an Ereignisse vorhanden sind, die an dem Abend nicht stattgefunden haben“, fuhr er deshalb fort. „Dabei zeigt sich ein leider noch etwas verschwommenes Muster. Wäre es möglich, dass alle nicht Betroffenen von diesen falschen Erinnerungen betroffen sind? Dadurch würde auch der Vorfall mit den Klasse E in einem neuen Licht erscheinen.“ Er blickte sie an.

    Hehe, es hat aber doch geholfen ;)


    Manchmal ist sowas effektiver als langes Nachfragen.
    Es wäre ebenfalls nett, falls ihr es an diesem Tag nicht mehr zu lange rausarbeitet. Er hatte so schon genug Ereignisse ^^


    Und es sollte hier nicht immer notwendig sein, direkt vor den nächsten Charakter zu treten ;) Ich weiß, das in vielen RPGs immer diese direkten Übergänge drin sind, aber ich finde, eine Geschichte muss da einen Fluss haben, der nicht nur wörtliche Rede enthält ^^

    Hmmm, wenn Bomb bis morgen Nachmittag nichts geschrieben hat, dann wird Lena eben in einem Frostkokon gefunden, in den sie sich vor Sorgen eingewoben hat.
    Damit können wir dann zumindest erst mal nen Tag weiter kommen.
    Sollte dieser Fall eintreten, dann ist kein Rücksprung in die Zeit des Vorabends angesagt! Ab da dann höchstens im Rückblick ;)

    Z-Day – 19:30 Uhr – Großraum Tokyo

    Durch die schnelle Ausbreitung der Seuche war inzwischen der Fahrzeugverkehr fast ganz zum erliegen gekommen. An einigen Autobahnzubringern wie auch mitten in der Stadt war es durch Unfälle mit Infizierten zu Straßenblockaden gekommen.
    Inzwischen bewegten sich kaum noch Fahrzeuge auf den Straßen. Die Menschen hatten sich entweder in ihre Häuser zurückgezogen, oder sie versuchten zu Fuß in die gesicherten Zonen zu gelangen.
    Die Polizeibehörde hatte inzwischen auch die Armee zur Hilfe gerufen, um die errichteten Sperren gegen die anbrandenden Massen von Untoten zu verteidigen. Überall dort, wo Lärmquellen vorhanden waren, wurden die Schlurfer in großer Zahl angelockt und richteten deshalb auch am Meisten Schaden an.

    Bei Kontrollflügen über den Autobahnen um die Stadt herum waren zwischen den stehen gelassenen Fahrzeugen nur kleinere Gruppen von Untoten zu sehen. Zwischen den Hochhäusern ballten sich diese kleinen Gruppen immer schnell zu großen Ansammlungen zusammen, weil die Geräusche sie anlockten.
    Verlassene Krankenwagen und Polizeifahrzeuge, deren Sirenen noch in Betrieb waren, hatten die Schlurfer angelockt, so dass an solchen Stellen ein gefahrloses Passieren nicht mehr möglich war.

    Andere Menschen schienen durch die Situation den Kopf verloren zu haben, denn sie lieferten sich auf den Straßen Kämpfe. Diese endeten gewöhnlich dann, wenn die angelockten Schlurfer diese Plätze überrannten.
    Die langsam dem Horizont entgegen sinkende Sonne ließ noch immer zahlreiche Rauchschwaden über der Stadt erkennen.

    Die Menschen hatten sich furchtsam verbarrikadiert und bereiteten sich nun auf ihre erste Nacht in dieser neuen Weltordnung vor.
    In den Wohngegenden sammelten sich in den schmaleren Straßen ebenfalls die Untoten, angelockt von Geräuschen, Schreien oder Hundegebell. Eine Atempause war den wenigstens Menschen gegönnt.
    Und immer noch versuchten Flüchtlinge zu den Sperrzonen durchzudringen, wo die zusammengeballten Menschenmassen immer wieder zur tödlichen Falle wurden, wenn Infizierte dort hineingerieten.

    Die Sicherheitskräfte, die diese Sperrzonen absicherten, hatten inzwischen auch zu härteren Maßnahmen gegriffen, um die Zutrittskontrollen durchzusetzen. Wasserwerfer, Bulldozer und weiteres schweres Gerät hielt die Absperrungen aufrecht. Inzwischen wurden auch mobile Scheinwerfer herangeschafft, um auch weiterhin das Vorfeld beobachten zu können.
    Lange Schlangen von Menschen bildeten sich an den Zugangskontrollen.

    Man sollte bei all dem "es kostet ja nix" aber auch nicht aus den Augen verlieren, das jedes Anime wie auch jedes Manga durchaus Geld kostet, wenn es geschaffen wird. Die beteiligten Zeichner, Inker und die CGI-Leute wollen ja auch nicht von der Hand im Mund leben. Desgleichen gilt bei Anime, wo die Synchonsprecher schließlich auch ihren Job machen ;)
    Und wenn ihr mal einen Vergleich bei den Preisen von Manga zu anderen Comic-Alben macht, sind sie sogar noch erschwinglicher.
    Was wahrscheinlich daran liegt, das sie den Markt noch nicht so erobert haben, wie das in Japan der Fall ist.

    Der Manga hat in den allermeisten Fällen den Vorteil, dass er viele Fragen klärt, die bei einem Anime oft nicht beantwortet werden. Auch wenn sich ein Anime stark am Manga orientiert, so werden viele Nebenhandlungen weggelassen, die dann aber bestimmte Reaktionen der Chars klarer werden lassen ;)

    [Hikaru Khanzu]
    12:01 Uhr – Gelände der Schule - Irgendwo unter den Bäumen


    Hikaru sah sich die Bäume noch einmal genauer an. Es war die gleiche Baumgruppe wie am Vormittag. Ob die Vampirin wohl auftauchen würde?
    Was ihn viel mehr aufwühlte, waren die Auswirkungen die Amnesie, oder was es auch immer war.
    Fast alle auf dem Gelände der Schule waren betroffen, soweit es die Day Class betraf. Einige hatten sogar noch Dinge vom Ball aufgeräumt, wussten aber nichts davon, wenn er sie ansprach.
    Die ganze Szenerie hatte schon etwas Gruseliges an sich, wenn Mitschüler Girlanden und Schmuck abhängten, ohne sich an den Anlass erinnern zu können.
    Aber es waren nicht nur die Sterblichen davon betroffen, sondern auch die Unsterblichen. So viel hatte Hikaru auch schon rausfinden können.

    Das dieser magische Bann dann auch wieder nichts mit dem Angriff der letzten Nacht zu tun hatte, schien auch eher ein bequemer Gedankengang zu sein. Denn diese fremde Erinnerung, die einige Schüler wegen Felic und ihm besaßen, war ja auch mit dem Bann gekommen.
    Die Ärztin hatte von seinen Verletzungen am gestrigen Abend nichts mehr gewusst und selbst der Direktor war betroffen!
    Die ganze Angelegenheit schien nicht gerade einfache Verbindungen herzustellen. Viel mehr wurden dort verschiedene Interessen verwoben.
    Leider ließ sich das Bild dahinter nicht erkennen! Aber das Menschen und Vampire betroffen waren, war bereits schlüssig.
    Hikaru blickte sich noch einmal um, aber noch war niemand zu sehen. So ließ er sich an einem Baum zu Boden sinken, zog die Tasche an seiner Seite zu Recht und lehnte dann den Kopf an den Baumstamm.

    Tag 28 – 20:19 Uhr – Gelände der Akademie – Südstrand

    Milena Gabrielle D’Annunzio… wie lange war sie schon nicht mehr diese Person gewesen? Ihren wirklichen Körper hatte sie schon fast vergessen gehabt, während sie eine Katze gewesen war.
    Ihr Blick glitt über die verzehrten Speisen.
    „Über das Leben als Katze hab ich beinahe vergessen, wie schön es am Strand sein kann!“ meinte sie leise. Die Schuluniform, die Hagen ihr besorgt hatte, fühlte sich noch immer etwas ungewöhnlich an, aber man nahm sie nicht als Fremdkörper wahr.
    „Hier auf der Insel dürfte es nicht notwendig sein, das du eine Katze bleibst“, sagte Hagen leise, während er ausgestreckt im Sand lag. „Die Situation ist inzwischen eine andere, ganz besonders hier!“
    „Was waren es damals für gefährliche Informationen?“ konnte Milena sich nicht verkneifen zu fragen.

    „Es ging um ein Ausbildungslager für Mutanten, das in der Nähe existiert hatte. Durch Informanten in der Behörde war die Information durchgesickert, dass dein Vater an hochbrisante Informationen gelangt war und diese an die Öffentlichkeit bringen wollte. Ein Angebot, diese Informationen nicht zu veröffentlichen hatte er abgelehnt!“ erklärte Hagen ohne jede Regung in der Stimme.
    „Wahrscheinlich sah er darin wieder eine Möglichkeit, seine Publicity zu erhöhen!“ seufzte Milena.
    Ihr Vater war sehr auf seinen Ruf aus gewesen. Niemals hätte er eine Chance, in der Öffentlichkeit zu glänzen, ausgelassen. All das war ihm wichtiger gewesen, als seine eigene Familie.
    Die Sonne war langsam hinter den Baumspitzen im Westen verschwunden, aber noch nicht untergegangen.
    Plötzlich erklang das Rauschen von Flügeln über ihnen.
    „Oh, endschuldigt! Ich hatte niemanden am Strand erwartet!“ erklang eine Stimme über ihnen.
    Milena blickte überrascht auf.

    Über dem Strand flog ein Mädchen mit lederartigen Schwingen und sank jetzt dem Sandstrand entgegen.
    „Ich komme immer erst zur Pause raus und da entspanne ich mich gerne etwas!“ erklärte die junge Frau unaufgefordert. „Ich bin Kaede. Ich glaube euch habe ich noch nie beim Karaoke gesehen.“
    „Das liegt wohl daran, dass wir noch nie dort gewesen sind. Eigentlich noch nicht einmal im Funhouse!“ antwortete Hagen.
    Milena starrte noch auf die Flügel, die das Mädchen auf dem Rücken hatte.
    „Oh, es ist eine physische Mutation!“ fuhr Kaede fort. „Normalerweise trage ich sie zusammengefaltet unter der Kleidung. Aber manchmal muss ich sie einfach ausstrecken!“ Sie lachte.
    „Verständlich“, stimmte Hagen grinsend zu.
    „Wart ihr gar nicht zu dem Duell?“
    „Nein, warum auch?“

    Kaede ließ sich im Schneidersitz ihnen gegenüber in den Sand sinken.
    „Einige von euch mit diesen ganzen Fähigkeiten sind schon recht komisch geworden. Sie halten sich wohl für sowas wie die nächste Evolutionsstufe der Menschen!“
    „Andererseits wurden ja viele auch von den Menschen komisch behandelt“, erwiderte Hagen.
    „Na, das brauchst du mir nicht zu erzählen!“ Kaede schnitt eine Grimasse. „Was haben die mich wegen der Flügel gehänselt. Einige waren sogar neidisch!“
    „Im Gegensatz zu ihnen kannst du aus eigener Kraft fliegen!“ warf Milena ein.
    „Jaaah!“ Kaede grinste wieder. „Und es ist immer wieder ein tolles Gefühl!“
    „Trotzdem gehörst du nicht zum Ausbildungsprogramm auf der Insel, oder?“
    „Nein, ich arbeite hier bei den Karaokekabinen im Funhouse! Wie auch meine Schwester.“

    Hoi und herzlich Willkommen beim AFB.
    Zu deinen Lieblingsserien wie auch anderen wirst du hier vieles finden können.
    Für die einzelnen Bereiche gibt es auch immer Ansprechpartner, falls du etwas suchst.
    Ansonsten einfach mal in der ChatBox reinschauen, da findet sich auch meist jemand zum Austausch ;)

    Tag 28 – 20:18 Uhr – Gelände der Akademie - Krankenhaus


    Franka Milagrosso blickte auf Metro, der sich gerade erneut selbst verletzt hatte und nun eine Art Selbstabschaltung initiiert hatte. Durch den Schmerzensschrei hatten die anderen auch aufgeblickt.
    "Er ist immer noch davon überzeugt, dass er alles in der Welt selbst schaffen kann!" blitzte der gezielte Gedankengang von Sean Cuttlass in ihrem Kopf auf. "Anstatt seinen Körper zu schonen, verlangt er ihm mittels seiner Fähigkeiten auch weiterhin volle Funktionalität ab. In seiner Vorstellung wollte er sogar schwebend diesen Raum verlassen!"
    "So ein Dummkopf!" murmelte Franka, um ihre Gedanken besser konzentrierten zu können. "Glaubt er etwa, dass er besondere Heilkräfte besitzt? Oder das seine Gravitationsbeherrschung beschädigtes Gewebe heilen und Muskeln zusammensetzen kann?"
    In ihrem Inneren wallte Zorn... Wut auf denjenigen, der dem Jungen diese Art zu Leben und zu handeln beigebracht hatte.
    Gleichzeitig glitten ihre Hände in einigen Zentimetern Abstand über den gerade verletzten Arm. Ein unbewusst aufrecht erhaltenes Feld um seinen Körper ließ einen direkten Kontakt nicht zu, zumindest nicht ohne diese Fähigkeit von außen abzuschalten.
    Vor ihrem inneren Augen sah sie die zerrissene Muskulatur und wirkte auf die Zellen direkt ein. Metabiogruppierung hatte man ihre Fähigkeit einmal genannt.


    Langsam begannen die Zellen sich im Bereich der beschädigten Zonen zu regenerieren. Ein Vorgang, der sonst Wochen oder Monate gedauert hätte, lief hier innerhalb von Minuten ab. Selbst die Organe in Metros Körper hatten durch die Überbeanspruchung leichte Schäden erlitten. Franka legte eine kurze Pause ein und blickte zu den anderen Heilern.
    "Es wird wohl einiges an Arbeit erfordern, die beiden wieder herzurichten!" meinte sie.


    "Wir werden vorsichtshalber eine mentale Überwachung bei beiden herstellen, um sie von weiteren Dummheiten abzuhalten!" knurrte Dr. van Hooten angespannt. "Falls einer von ihnen meint, dass wir ihn hier mit Nadeln spicken wollen! Notfalls verpasse ich ihnen etwas von dem Teufelszeug, dass sie hier zur Unterdrückung der PSI-Fähigkeiten verwenden!"
    Der Arzt fühlte sich durch die Annahmen von diesem Metro in seinem Eid verletzt. Hielt man ihn für irgend so einen Hinterhofpfuscher oder einen dieser High Society Schnippler?


    "Der Bursche ist eben daran gewöhnt, alles alleine zu machen!" knurrte Franka. "Dabei hat er keine Ahnung, welche anderen Fähigkeiten es hier auf der Insel noch gibt! Und vor allem, wen er mit dieser, seiner Meinung nach vielleicht Glanzleistung, alles belastet hat!"
    Einige der empatischen Heiler hatten durch den Kampfstil der beiden wieder erhebliche mentale Belastungen mitbekommen, da sie die Verletzungen förmlich gespürt hatten.
    Sie hoffte wirklich, dass dieser Metro kein zweiter Ryu war. Diese ich respektiere nur mich selbst-Masche funktionierte bei derartigen Befähigungen nur, wenn man fortwährend andere verletzte oder tötete. Und genau das würde man hier auf der Insel nicht zulassen!
    Kazumi Akimoto lag nach den Vorfällen mit Ryu noch immer in einem künstlich verlängerten Coma. Franka hatte gerade erst vor ein paar Stunden nach ihr gesehen. Es würde nicht mehr lange dauern, bis sie wieder erwachen würde. Womöglich half das dann auch Fumiko Yoshida, die seit dem Tag des Unfalles kaum noch ein Wort sprach.
    Und jetzt tauchte aus dem Nichts wieder so ein Typ auf...


    "Du solltest ihn nicht gleich vom ersten Tag an verurteilen", durchdrangen Seans Gedanken in ihren Ärger.
    "Vielleicht hast du recht", gab sie mit einem innerlichen Seufzen zu. Als Heilerin war ihr diese bewusste Art zu verletzen schon von vorne herein zuwider.
    Nach einem tiefen Atemzug machte sie sich wieder ans Werk.

    Ah, Dissi...
    Zuerst einmal werden da keine Spritzen für sowas eingesetzt... Zweitens war da noch nichts mit ausziehen...
    Und drittens wird sich da niemand... wiederhole NIEMAND!!!!! einfach so absetzen.
    Eigensinnigkeiten hin oder her, aber irgendwo muss da mal ein P vor das X gesetzt werden!
    Die Akademie ist kein Grundschulclub und auch keine Hobbyveranstaltung... auch wenn einige Eigenmächtigkeiten toleriert werden, so ist diese Idee von dir eine mehr als schlechte!
    Bitte überdenke das noch einmal genau.
    Anhaltspunkte dazu:
    Es befinden sich mehrere Lehrer im Behandlungszimmer und sein mal eben so davon schweben ist nicht ohne weiteres denkbar.
    Es werden da keine Spritzen verabreicht und auch keine Geräte angeschlossen...
    Es gibt dort Heiler, die das alles viel schneller erledigen können!
    Aus dem Raum würde er vielleicht noch kommen, aber nicht aus dem Gebäude...

    Hey, sieh es positiv, Pipito. Normalerweise würden die beiden in dem Zustand Tage lang weg vom Fenster sein ;)
    ...und einmal muss dieser überaus ereignisreiche Tag ja auch mal zu Ende gehen, oder? ^^

    Nun halt doch erst mal die Füße still ^^
    Ich habe da schon eine Idee und wenn es dazu kommt meld ich mich bei dir. Keine Angst, du machst dann nur eine Einleitung und Ptolemäus ist dann der 3D-Projektor ;)
    Der Rest wird dir nicht aufgehalst ^^


    Erst einmal kannst du andere Dinge tun, oder lassen, ganz wie es beliebt ;)

    Jetzt sind erst mal alle damit beschäftigt, was um die Zwei herum passiert, Pipito.
    Vielleicht lässt es sich mit Ptolemäus Illusion sogar plastisch darstellen, wenn das Geschehen aufgearbeitet wird.


    Vorerst sollten jedoch die beiden Sorgenstränge abgearbeitet werden. Die beiden werden den Abend eh nicht mehr groß in Erscheinung treten, da sie sich nicht wie Batterien aufladen lassen! ;)

    Tag 28 – 20:18 Uhr – Gelände der Akademie - Im Felsenkessel


    "Das Duell ist beendet!" verkündete Akim laut, während Hanagata Kanazawa bereits mit einem Teleportersprung neben Metro auftauchte, Körperkontakt herstellte und ihn direkt in das Krankenhaus der Akademie brachte. Da Ptolemäus sich so stark an Metro festgehalten hatte, war dieser ebenfalls mit an den anderen Ort versetzt worden.
    "Lass mich meine Arbeit tun, Junge", sagte Dr. van Hooten und schob Ptolemäus zur Seite.
    Hanagata war bereits wieder verschwunden und tauchte einen Lidschlag später bereits mit Samirall auf, den er auf eine andere Behandlungsliege legte.
    "Wie alle jungen Leute...", murmelte Dr. van Hooten, während er den bewusstlosen Metro untersuchte. "...immer mit dem Kopf durch die Wand!"


    Franka Milagrosso kam mit weiteren Heilern in den Behandlungsraum und schob Ptolemäus durch die Tür nach draußen.
    "Hier können wir schon einiges mehr tun, als ein normales Krankenhaus!" versichterte sie ihm. "Wenn du was tun willst, dann such die Freundin von Samirall. Sie wird ihn sehen wollen!" Mit diesen Worten schloß sie die Tür und ließ Ptolemäus auf dem Korridor stehen.


    Im Felsenkessel waren die Lehrer bereits auf dem Weg nach draußen, während sich die Zuschauer oben auch zu zerstreuen begannnen.
    "Ist euch aufgefallen, dass der blasse Junge die steilen Felsenhänge mit einer Illusion abgeflacht hat und diese auch für seinen Weg nach unten nutzen konnte?" fragte Akim die anderen. Heitani nickte und Sean machte ebenfalls eine zustimmende Geste.
    "Es ist ihm bestimmt gar nicht bewusst gewesen, dass er seine Fähigkeit angewendet hat!" fuhr Akim fort, während sie durch den schmalen Felsengang wieder aus dem Kessel gingen. "Wie viele andere hier nutzt er seine Fähigkeit kaum bewusst. Deshalb kann er ihr Potential auch nicht ausschöpfen!"