Z-Day +1 - 05:46 Uhr - Oberste Etage eines Parkhauses
Die Strahlen der aufgehenden Sonne hatten das große Wohnmobil mit der amerikanischen Flagge in ihr rotgoldenes Licht getaucht und erzeugten so ein erinnerungswertes Bild. Aus dem Inneren erklang leise Musik, die offenbar von den Insassen vergessen worden war abzustellen.
In der Stille der Nacht hatten diese Klänge in der plötzlich recht stillen Stadt weit getragen und eine große Anzahl von Untoten über die Rampen nach oben gelockt. Die als Wagenburg aufgestellten Fahrzeuge hatten die immer größer werdenden Massen noch einige Zeit gestoppt, aber kurz nach Sonnenaufgang war ein weiterer Schwung hinzu gekommen. Als die vorderen lebenden Leichen einfach zu Boden gedrückt wurden, entstand ein langsam wachsender Wall, über den die Nachflogenden immer höher aufstiegen.
Irgendwann schluften die ersten Post Vitalen über Motorhauben und Dächer und plumpsten auf der anderen Seite zu Boden. Aber sie rappelten sich wieder auf und näherten sich weiter dem Wohnmobil.
Allein die schiere Masse des teuren Modells ignorierte die herangekommenen Gestalten, die mit einem dumpfen Geräusch gegen die Karosserie liefen. Die höher liegenden Fenster waren erst einmal aus der Reichweite der suchenden Arme und Hände.
Aber einige Gestalten waren über den Boden gekrochen und befanden sich nun unter dem Fahrzeug, wo ihre suchenden Hände sich dem Geräusch aus dem Inneren entgegen streckten.
Dabei erwischte eine grapschende Hand einen Schlauch, der sich wegen einer nicht ganz festgezogenen Schlauchschelle lösen ließ. Aus der nachträglich eingebauten Benzinleitung für den Ölofen im Fahrzeug begann Kraftstoff auszutreten. Andere Hände scharrten über den Unterboden des Fahrzeuges.
Ein metallenes Uhrband erzeugte an einem schlecht isolierten Kabel einen Funken...
Dank der wärmenden Strahlen der Sonne entzündete sich der Kraftstoff aus dem Zusatztank für den Ofen. Plötzlich waren die untoten Körper unter dem Fahrzeug in Flammen gehüllt. Je weiter sie sich bewegten, desto mehr verteilte sich der Kraftstoff.
Der abgezogene Schlauch geriet wegen den umherschlagenden Händen nun auch in Brand, so dass die Flammen an ihm in das Innere des Wohnmobils gelangten.
In dem Bereich hatte der eigentliche Besitzer einige Sprühdosen und Öle wie auch Schmierfette aufbewahrt, die den Flammen neue Nahrung boten. Nun bereits im Innenraum eines Schrankes angekommen, suchte sich das Feuer einen einfachen Weg. Durch die dünnen Seitenwände konnte es ssich dank der neuen Nahrung schnell ausbreiten, während die Dickeren Türen noch Stnd hielten. Dann fanden die Flammen die Leitung des Gasherdes und die dazu gehörende Gasflasche...