Beiträge von Soulshadow

    [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 10:18 Uhr – Gelände der Schule - Lehrerwohnheim – Direktorenzimmer

    Diese Frage hatte offenbar eine gewisse Unbehaglichkeit bei „Miss Eisenhart“ ausgelöst, denn nicht nur das sie sich deutlich zurücksetzte, sondern auch das ihre Augen sich bewegten. Was genau nun diese Unbehaglichkeit ausgelöst hatte, war nicht zu erkennen.
    In solchen Momenten wünschte sich Rika oftmals diese Fähigkeit aus einigen Geschichten, mit denen man einfach die Gedanken anderer Leute lesen konnte.
    Zumindest ließen die kleinen Bewegungen der Augen darauf schließen, ob sich Nukui-san gerade eine Geschichte ausdachte, oder die Wahrheit sagte.
    Der alte Mann in der Werkstatt hatte ihr von den Thesen erzählt, die von einigen Psychologen als Begründung für die Gewalt unter Jugendlichen in Japan anführten. Dabei ging es um Verbrechen im zweiten Weltkrieg, die wohl gewisse Tendenzen zur Gewalt bei den Japanern bewiesen haben sollten. Jedenfalls sollte es diese latente Bereitschaft zur Gewalt beweisen, die man für die Ereignisse in Schulen in Japan seit 1998 erlebt hatte.
    Da Rika Zeit ihres Lebens vor dieser Welt in Gunma gelebt hatte, war sie eine mehr ländliche Gegend gewöhnt. Von Koshigaya wusste sie nicht so viel. Dort waren Daruma ein berühmtes Erzeugnis und die Bunkyo-Universität lag dort. Obwohl beides zur Kantō-Region gehörte, waren die nördlichen Präfekturen eher nach dem ländlichen Tōhoku ausgerichtet. Tokyo prägte dafür mehr die sie umgebenden Präfekturen.
    Für Rika ließ es nur den Rückschluss zu, dass Nukui-san zumindest in der „richtigen“ Ecke für ihre Anwandlungen gelebt hatte.
    Da Rika durch ihre eigenen Erlebnisse eine vollkommen ausdruckslose Maske der Öffentlichkeit erlangt hatte, zeigte sich weder in Mimik noch Gestik etwas von ihren Überlegungen. Dies schien „Miss Eisenhart“ zusätzlich zu frustrieren, denn auch sie benutzte wohl ein paar Kenntnisse der Körpersprache.
    „Einigermaßen“, gab sie zurück, denn ohne zusätzliche Informationen ließen sich nur intuitive Schlüsse ziehen. Andererseits war im Augenblick keine Konfrontation im Raum, also musste sie sich damit zufrieden geben, wenn sie die Stimmung nicht aufheizen wollte.
    Rika blickte zu der Uhrzeit, die vom Computer auf die Leinwand projiziert wurde.
    „Wir sollten vielleicht die anderen dazu holen, bevor wir mit dem Schmieden irgendwelcher Pläne anfangen“, schlug sie daraufhin vor.

    [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 10:18 Uhr – Gelände der Schule - Lehrerwohnheim – Direktorenzimmer

    Obwohl nun nichts wirklich Neues auf den Tisch gekommen war, schien sich „Miss Eisenhart“ doch recht ausgiebig mit den Informationen zu beschäftigen. Dabei hatte sie eine Position eingenommen, bei der ihre Faust gegen die Lippen gestützt den Mund geschlossen hielt.
    Rika ließ sie nachdenken und auch Hayato schien nichts weiter zu sagen zu haben. Yuki schien im Augenblick auch die weitere Entwicklung abzuwarten.
    Als dann Nukui-san den Kopf schüttelte, schien sie am Ende ihrer Überlegungen angekommen zu sein. Sie blickte Rika direkt an und forderte sie auf, ihr eine Frage zu stellen.
    Abgesehen davon, dass diese Art von Angebot zumeist nur gemacht wurde, um eine Art von Ausgleich zu schaffen, fragte sich Rika, wer diesem Mädchen ihre Lebensweisheiten angedichtet hatte.
    Bislang schienen alle Aktionen von „Miss Eisenhart“ nur darauf ausgelegt zu sein, ihre Umgebung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Dass sie dabei im Manipulieren von einigen Personen durchaus Erfolge erzielt hatte, war nicht von der Hand zu weisen. Aber es gab auch genug Leute mit anderem Hintergrund, denen gewisse Vorgehensweisen bekannt waren.
    „Es gibt da tatsächlich etwas… Wo hast du vorher gelebt? Deine Verhaltensweise lässt zwar ein paar Rückschlüsse zu, aber wenn schon mal eine Frage gestattet ist…“, antwortete Rika, ohne den Blickkontakt abzubrechen.
    Einmal konnte sie so besser auf die Reaktion auf diese Frage schließen und zum anderen bekam sie vielleicht einen Hinweis auf den Hintergrund.

    [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 10:15 Uhr – Gelände der Schule - Lehrerwohnheim – Direktorenzimmer

    Dafür, dass sie nicht mit anderen zusammenarbeiten wollte, stellte „Miss Eisenhart“ ihre Fragen ziemlich auf den Punkt. Dabei schienen ihre eigenen Interessen nur im Erhalt von Essensmarken zu liegen, nicht wirklich darin, wie diese beschafft wurden. Das sie sogar ziemlich ignorant bei der Tatsache war, dass sie selbst einen Gegenstand erhalten hatte.
    In was für einer Umgebung sie wohl gelebt hatte? Sie zeigte sich nicht besonders intelligent, hatte aber eine Form von Straßenschläue entwickelt.
    Dabei schien sie nur die Position der Anführerin zu kennen, was sie hier eher gefährlich machte, da sie jederzeit wieder ihre Meinung ändern könnte.
    Rika bemerkte zwischendrin eine möglicherweise unbewusste Reaktion bei Yukiko, die sich über den Hals strich. Hatte sie die Erfahrung ihres Todes hier dazu gebracht?
    Nachdem sie wegen den Einteilungen bislang das Gespräch in ruhigen und konstruktiven Bahnen gehalten hatten, würde jetzt eine zu aggressive Reaktion der Atmosphäre eher schaden. Andererseits sträubte sich alles in ihr dagegen, hier offen die Karten auf den Tisch zu legen.
    Akuma-san hatte ja schon selbst gesehen, wie sie Dinge erschaffen hatte. Damit war diese Möglichkeit nicht wirklich ein Geheimnis. Diese Möglichkeit würde „Miss Eisenhart“ auf die eine oder andere Art erfahren, da konnte man es ruhig direkt angehen.
    „Es gibt in dieser Welt Möglichkeiten Dinge zu erschaffen, so dass sich Tauschware herstellen lässt. Es ist wie mit dem Messer, das du bei dir trägst. Es funktioniert nur mit Gegenständen, die man in und auswendig kennt, da man sie im wahrsten Sinne des Wortes aus Dreck neu konstruiert. Alles, was man nur äußerlich kennt, funktioniert nicht“, erklärte sie mit ruhiger Stimme.
    „Damit lässt sich diese Möglichkeit nicht von jedem anwenden. Man muss dabei die Struktur genau kennen. Deshalb funktioniert es mit Lebensmitteln nicht. Es sei denn, wir hätten einen ausgebildeten Biochemiker mit Fachrichtung Nahrungsmittel hier.“
    Rika erlaubte sich ein Lächeln, um diesen Punkt noch zu unterstreichen.

    [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 10:14 Uhr – Gelände der Schule - Lehrerwohnheim – Direktorenzimmer

    Das sich die Situation diesmal eher konstruktiv entwickelte, ließ zumindest hoffen. Nach den ersten Tagen hatten wohl die persönlichen Motive genug Auslauf gehabt, um nun im Zaum gehalten zu werden. Yuki hatte sich zu dem weiteren Vorgehen geäußert und auch Akuma-san hatte nur konkrete Überlegung hinzu gefügt.
    Erwartungsgemäß meldete sich nun auch „Miss Eisenhart“ wieder zu Wort, die sich bis dahin stumm auf dem Sofa gelümmelt hatte. Sie ging dabei direkt auf die Aussagen von Yuki ein, ließ aber die Anmerkungen von Akuma-san unkommentiert.
    Leopold-san kam bei ihrer Aussage nicht wirklich gut weg, denn es klang eher so, als müsste sie einen Hund noch abrichten. Als Rika danach von ihr als Wachhund bezeichnet wurde, hatte sie im Inneren nur ein schmales Lächeln dafür übrig.
    Da sie sich ja mit ihren eigenen Dingen beschäftigt hatte, war ihr die Tauschaktion nicht wirklich bekannt gewesen. „Miss Eisenhart“ ließ ihren Blick von oben bis unten über Rika gleiten und verharrte einen Moment auf den Handschuhen, die Rikas Hände verdeckten, währenddessen sie ihren Punkt formulierte.
    Nun war es an Rika, „Miss Eisenhart“ ein zuckersüßes Lächeln zu schenken.
    „Dabei hast du doch selbst etwas bei dir, was du bei deiner Ankunft nicht besessen hast“, gab sie in einer Imitation von Nukui-sans Tonfall zurück, dabei fixierte sie die Stelle, an der diese ihr Messer zuletzt deponiert hatte.

    [Hayato Akuma]
    Es gab ihm mal wieder den Stich, als man seine Worte in den folgenden Aussagen ignorierte, aber Hayato hielt sich nicht mit Vorhaltungen auf, die sich in seinem Hinterkopf bildeten. Dass die Zicke Leo beurteilte wie ein noch genauer einzustellendes Werkzeug, ließ auf ihre allgemeine Einstellung zum Leben schließen. Für sie waren wohl die Kategorien „nützlich“ und „nicht nützlich“ ziemlich wichtig.
    Trotzdem hatte sie die Situation recht gut umrissen, wenn es auf das Aufhalten des Tenchi ging. Ein direkter Angriff würde einen nur in Reichweite der Klinge bringen, was dann zu einem raschen Tod führte. Es musste wohl eher auf die Anwendung von Waffen mit größerer Reichweite gegangen sein, wie eben die Pistole, die er in der Jackentasche gefunden hatte.
    Als sie dann wegen der Tauschaktion nachfragte, von der sie wohl nichts mitbekommen hatte, musste Hayato wegen der Antwort der Rothaarigen fast lachen. Tatsächlich hatte die Zicke doch ein Messer in den Händen gehalten, das sie am Tag der Ankunft nicht besessen hatte. War ihr nicht klar, woher dieses gekommen war? Oder hatte sie einfach nur dessen Anwesenheit akzeptiert ohne sich um das wie zu kümmern?

    [Hayato Akuma]
    Tag 3 – 10:14 Uhr – Gelände der Schule - Lehrerwohnheim - Direktorenzimmer

    Hayato verfolgte Yukikos Ausführung aufmerksam. Dabei wurden jetzt eine Menge Mutmaßungen angestellt, die sich mit den bekannten Informationen verknüpfen ließen. Dabei ließ sie, wie auch alle anderen, die Möglichkeit der Anpassung außen vor. Schließlich waren alle hier versammelten nicht gerade für ihre Anpassungsfähigkeit bekannt.
    Eigentlich schien man gerade die schwierigen Fälle auf der einen Seite aufzustellen, um ein Gefälle zu den Prinzipien der Schulordnung aufzubauen.
    Je länger man die Positionen der beteiligten vor Augen führte, desto deutlich wurde der planende Gedanke dahinter. Niemand hier kannte sich aus dem vorherigen Leben. Alle waren von einem eher unerfreulichen Schicksal frühzeitig abberufen worden. Außerdem neigten viele zu Aggressionen, wobei er sich selbst nicht ausnahm.
    Dabei waren die Positionen auch nicht zufällig ausgewählt, wie schon die Rothaarige ausgeführt hatte. Nur glaubte Hayato nicht daran, dass die junge Vizepräsidentin eine tatsächliche Vertretung für den Tenchi darstellte. So wie sie mit der Zicke nach der Tötung von Yukiko umging, war sie ebenfalls auf eine eigene Position gesetzt worden. Sie hatte ihn nicht auf den Plan gerufen, sondern vollkommen selbstständig entschieden. Demzufolge waren auch dort Unterschiede geplant worden.
    „Es ist schon wie ein geplantes Szenario, wie man uns hier positioniert hat, findet ihr nicht?“ stellte er laut eine Frage. „Außerdem glaube ich nicht, dass diese Informationen von der anderen Gruppe vor uns, durch den Schöpfer hier deponiert wurden. Es ist wie ein immer währender Kampf zwischen zwei Parteien, bei denen nur die Gesichter wechseln.“

    [Rika Sumiyoshi]
    Rika wusste nicht, in welche Richtung Yukis Gedanken abgeschweift waren, aber es konnte nichts Erfreuliches gewesen sein. Als sie dann ihre Überlegungen ausführte, hatte sie ihre Gefühlswelt wohl wieder im Griff. Dass sie dabei auch schon Überlegungen zu den Fähigkeiten eingebaut hatte, ließ auf ein paar Gefühlsmäßige Bindungen schließen, die Yuki mit der Situation des Tenchi verbanden.
    Natürlich hatte Rika auch Yukis Blick auf die Ausbeulung in der Jacke gesehen, hinter der sich die Pistole befand, die Akuma-san jetzt mit sich führte.
    Bislang wussten ja nur Yuki und sie selbst, dass es noch eine weitere Pistole in diesem Raum gab. Da wurde das Thema Vertrauen und Gruppe nicht gerade einfacher. Möglicherweise ging auch etwas in der Art Yuki durch den Kopf, wenn sie aussah, als wollte sie den anderen alles erzählen.
    Als ihr bei diesem Gedankengang einfiel, dass sie ja auch den anderen Jungen einfach dort liegen gelassen hatten, röteten sich für einen Moment ihre Wangen. Da er mit seinen Fragen einfach unbequem war, hatte niemand auch nur einen Gedanken an ihn verschwendet. Das sprach nicht gerade für alle hier im Raum.
    Falls er dort unten inzwischen wieder aufgewacht war, dann würde er nicht gerade begeistert sein. Aber daran war nun auch nichts mehr zu ändern. Einmal zerschlagene Eier bekam man nicht mehr in die Schale, wie ihre Großmutter zu sagen pflegte.
    Es würde wohl den hier anwesenden Personen überlassen sein, sich irgendwie zu arrangieren. Denn sie würden wohl eine Position festlegen müssen!
    Als Yuki bei ihren Ausführungen zu den Auswirkungen eines ewigen Kampfes einen Blick in Richtung von „Miss Eisenhart“ verschickte, musste Rika schmunzeln.
    Nachdem sie geendet hatte, kam auch von Akuma-san eine Anmerkung.
    Alle dachten dabei in eine Richtung, was zumindest auf eine Lösung hin zielte.
    „Ich würde vermuten, dass man den Tenchi nur verlangsamen kann, nicht aber vollkommen aufhalten. Dazu wird man Waffen einsetzen können oder sogar müssen. Ihn zu besiegen, kann ich mir auch nicht vorstellen“, setzte Rika daraufhin an. „Das wir nicht auf Konfrontationskurs gehen dürfen liegt auch auf der Hand. Alles was ihn langfristig gegen uns aufbringt, würde ihn auf Sicht angreifen lassen! Also dürfen es nur Aktionen sein, die sich auf einem schmalen Grad bewegen. Auf keinem Fall dürfen die NPC dabei gefährdet oder bedroht werden.“
    Um die Gruppe zu ernähren mussten sie an Essensmarken herankommen. Dies durfte nicht gewaltsam passieren. Also musste es schon etwas phantasievolles sein…
    „Damit bleiben wohl Aktionen wie das Konzert, wo man eigentlich nur das Eindringen des Tenchi verzögern muss. Sie haben ihm jedenfalls keine Leute zum Abschlachten in den Weg geworfen, so dass er beschäftigt gewesen wäre. Sie haben es auch immer so eingerichtet, dass die anderen Schüler etwas davon hatten, wie wir es mit der kleinen Tauschaktion ja auch gemacht haben“, erinnerte sie dann. Deshalb hatten sie ja auch schon die heutige Tauschaktion vorbereitet, die ebenfalls in dieses Raster passte.

    Nachdem die ersten 13 Folgen gelaufen sind, geht es auch gleich die 2. Staffel los.
    Die Geschichte der arrangierten Liebschaft geht also weiter ;)

    [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 10:13 Uhr – Gelände der Schule - Lehrerwohnheim - Direktorenzimmer


    Rika hatte dem kurzen Gespräch zugehört, während sie weiter in den noch lesbaren Daten im Missions-Manager stöberte. Tatsächlich erschien ihr Yukis Annahme, dass sich die Kämpfe zwischen den Schülern, die zu dieser Front gehörten, und dem Tenchi abspielten, ziemlich zutreffend zu sein. Alleine dass man den Schülerratspräsidenten auf einen Posten gesetzt hatte, wo er die Regelwerke der Schule durchsetzen musste... Gleichzeitig schien die Auswahl auch immer nur Leute zu treffen, die diese Aufgabe auch wirklich umsetzen konnten.
    Wenn der Schöpfer so jemanden wie "Miss Eisenhart" auf diesen Posten gesetzt hätte, dann würde sie bestimmt schon ein komplettes Disziplinarkommando zusammengezogen haben. Nur würde eine solche Konstellation sofort zu einem Schlachtfest ausufern, bei dem die unbeteiligten Schüler gar keine Chance haben würden, sich dem zu entziehen.
    Aber der Tenchi arbeitete alleine und griff auch nur ein, wenn man die Regeln der Schule oder die Gesetze der Gesellschaft brach. So konnte es ein geheimer Krieg bleiben, den die NPC gar nicht mitbekamen.
    "Das halte ich auch für am Wahrscheinlichsten", meinte sie laut zu den anderen. "Die Auswahl dieser einen Person muss dabei ziemlich wichtig sein, denn sie darf keine große Gruppe bilden. Als Ausgleich gesteht man ihr dafür einige spezielle Möglichkeiten zu, um den Vorteil der größeren Gruppe auszugleichen."
    Aus den Daten, die sich auf dem Laptop noch lesen ließen, war dazu nichts weiter zu finden. Aber es musste so etwas sein!

    Da Elogan nicht da ist, muss Sawada als nächster schreiben. Dann beginnt es wieder mit 1!
    Da alle durch die Schleuse sind und die zweite Gruppe sich noch umziehen muss, wollte ich noch einen Moment abwarten.
    Möglicherweise muss ich Jack ja aus dem Verkehr ziehen, falls wir da nicht bald was hören....

    Das wären dann fünf von sechs, wobei der Letzte ja eh wegen Umzug derzeit nicht on kommt.
    Somit wandeln wir also um in ein normales RPG.
    Beim nächsten Post bitte die Titelzeile gleich mit ändern und PWSM wie auch Marathon rausnehmen.
    Story-Thread ist geöffnet.


    Noch einmal für alle die Reihenfolge beim Posten:

    • Ryoki
    • Kaito83
    • Kisarafan
    • Tsubaron
    • Elogan
    • SawadaXanxes


    Diese Reihenfolge behalten wir auch bei, wobei Elogan wohl vorerst ausfällt.

    [Hayato Akuma]
    Tag 3 – 10:13 Uhr – Gelände der Schule - Lehrerwohnheim - Direktorenzimmer


    Hayato hätte jetzt nicht gedacht, dass man eine so plastische Darstellung für sie hinterlegt hatte. Mit diesem kurzen Video hatte man ihnen einen Blick in die andere Zeit gewährt, als schon mal eine Gruppe von jungen Menschen mit dem Bewusstsein des gefangen-seins sich in dieser Welt behauptet hatte. Von dem Schatten hatten sie ja schon ein paar Dinge mit auf den Weg bekommen, aber nun konnten sie direkt sehen, welche Aktionen umgesetzt worden waren, um das Hauptproblem der Ernährung zu lösen, von den anderen eingeleitet worden waren.
    Eine solche Aktion, die generalstabsmäßig geplant und organisiert worden war, musste noch ganz andere Aspekte beinhalten. Auch Hayato hatte den Gruppeneintrag gelesen und dachte nun an die Möglichkeiten einer Blockade. Scheinbar war die Konstellation zwischen Gruppe und Schülerratspräsident auch vorher schon ein fester Bestandteil gewesen.
    Yukiko schien noch etwas anderes im Kopf zu haben, als sie nach dem Blick zu ihm auf die Rothaarige schaute. Die beiden hatten wahrscheinlich schon etwas auf die Beine gestellt, um wegen der Essensmarken eine Lösung zu schaffen. Hayato dachte an die kleine Tauschaktion mit den Schmuckstücken, durch die sie bereits einmal an einige Essensmarken gekommen waren, ohne direkt gegen Schulregeln zu verstoßen.
    Den letzten Bildern nach zu urteilen hatten die anderen durch Windmaschinen einen kleinen Tornado aus Essensmarken erzeugt. Allerdings waren die Mitglieder der früheren Truppe nicht auf dem Video zu sehen gewesen, denn dort war hauptsächlich die Mädchen-Band gewesen, die klar als Ablenkung fungierte.
    "Mich würde mehr interessieren, was die Gruppe gegen den Tenchi unternommen hat!" meinte er nach Yukikos Frage wegen der Windmaschinen. "Wir sehen da nur die Ablenkung und nicht die Blockade. Doch genau damit waren die Mitglieder der Shinda Sekai Sensen eigentlich beschäftigt gewesen.

    Ob der ständigen Terminprobleme für diese Geschichte ist jetzt die Frage gestellt worden, ob man sie als "normales" RPG umgestaltet.
    Für mich würde es bedeuten, dass die Idee zu den Marathon-Schreibsitzungen keine Zukunft hat, da der Aspekt der Terminfindung einfach nicht umsetzbar ist.
    Dann könnte man ja posten, wenn man gerade mal Zeit hätte... allerdings muss man dann auch warten, bis alle anderen ebenfalls gepostet haben.
    Gerade im Hinblick auf die beruflichen Einbindungen wäre es eine Möglichkeit.


    Meinungen? Gedanken dazu?

    Hitsugi no Chaika
    棺姫のチャイカ

    Chaika - The Coffin Princess

    Genre:
    Abenteuer, Fantasy, Comedy, Romance


    Erstausstrahlung:
    09.04.2014


    Folgen:



    Handlung:
    Toru Acura ist ein 20 Jahre alter Soldat, der nach dem Ende des Krieges durch das Leben schlingert, da er keinen rechten Sinn mehr für sich findet. Als er Chaika Trabant, eine vierzehnjährige Zauberin, die einen Sarg mir sich herum trägt, kennen lernt, folgt er dieser in der Hoffnung einen neuen Sinn für sich im Leben zu finden. Die beiden reisen zusammen mit Torus adoptierter Schwester Akari, die als einzige eine Anstellung hat und für den Unterhalt von Toru sorgt.


    Hintergrund:
    Man schreibt das Jahr 1604 der Kontinentjahre. Der Bürgerkrieg auf dem Kontinent der Felbist hat nach 300 Jahren mit dem Zusammenbruch des großen Gazu-Imperiums des Nordens ein Ende gefunden.
    Eine Armee von 620000 Mann, mit Kavallerie, Zauberern, Soldaten, Saboteuren und Söldnern waren in den Krieg geschickt worden, um die Spezialkräfte mit ihren drei fliegenden Festungen und tonnenweise anderen magischen Waffen, Monsterstaffeln und Drachenreitern zu unterstützen, das Gazu Imperium als Würzel allen Bösen auszulöschen. Die sechs Hauptstaaten auf dem Kontinent hatten sich zusammen geschlossen, um dieses Vorhaben durchzuführen.
    Mit dem Sieg wird das Gazu Imperium zwischen den sechs Ländern aufgeteilt, damit der Aufbau nach dem langen Krieg beginnen kann. Wobai auch die magische Technologie des Gazu-Imperiums zum Einsatz kommt, die dort im Krieg große Fortschritte gemacht hatte. Eine Ära des Friedens auf die von den Bewohner lange gewartet wurde, steht unmittelbar bevor.

    Gokukoku no Brynhildr
    極黒のブリュンヒルデ

    Brynhildr in the Darkness

    Genre:
    Action, Drama, Fantasy, Mystery


    Erstausstrahlung:
    06.04.2014


    Folgen:
    13 Episoden


    Handlung:
    Als Kind war Murakami in ein Mädchen verknallt, dass er "Schwarze Katze" nannte. Sie bestand darauf, dass sie über Aliens Bescheid wisse und diese auch schon getroffen habe. Aber niemand glaubte ihr das und sogar der junge Murakami war skeptisch. Als sie eines Tages entschied, ihm die Aliens zu zeigen, kam es zu einem Unfall bei dem das Mädchen starb und Murakami schwerverletzt im Krankenhaus landete.
    Jahre später ist Murakami immer noch besessen davon, einen Beweis für die Existenz der Aliens zu finden, da er dies damals seine Freundin versprochen hatte.
    Als dann eines Tages eine neue Austauschschülerin in seine Klasse kommt, die seine "Schwarzen Katze" nicht nur sehr ähnlich sieht, sondern auch noch Kurohaneko heißt, schlägt das Leben ein neues Kapitel auf. Auch wenn diese Schülerin behauptete, ihn niemals vorher getroffen zu haben, so besitzt sie übermenschliche Stärke und kann scheinbar sogar die Zukunft vorhersehen.


    Informationen:
    Der Manga zur Serie ist in Deutschland bei Tokyopop lizenziert und erscheint seit November 2013. Der Autor ist niemand anderes als Lynn Okamoto, den viele noch von "Elfenlied" gut kennen.

    Tja, mal eben kurz vorher drüber reden wird uns die anderen nicht so schnell zu antworten bringen...
    Ob jetzt die anderen noch vor dem WE hier reinschauen ist nicht sicher, aber es müsste schon jeder von ihnen sein OK geben, ansonsten wird das nichts mit kurzfristigen Änderungen.
    Falls die anderen nicht können, dann setzen wir auf unbestimmte Zeit aus, da derzeit zu viele mit RL Dingen beschäftigt sind.

    [Hayato Akuma]
    Tag 3 – 10:08 Uhr – Gelände der Schule - Lehrerwohnheim - Direktorenzimmer

    Keiner von den anderen hatte sich wegen der Tür besonders gewundert, so dass dieses kleine Geheimnis zumindest noch gewahrt worden war. Aber Hayato hätte nicht gedacht, dass sich dieser Missions-Manager so einfach finden ließ, wie die Rothaarige es gerade vorgemacht hatte.
    Die Verdunklung sorgte für eine gute Ausleuchtung auf der Leinwand, so dass man sie glatt für einen Monitor halten könnte. Dass sich dort auch dreidimensionale Grundrisse von Gebäuden fanden, hätte Hayato nicht erwartet. Aber es machte im Zusammenhang mit der früheren Gruppe Shinda Sekai Sensen zumindest Sinn.
    Offenbar hatte diese die Möglichkeiten des Programms für die Planung und Vorbereitung ihrer Aktionen genutzt. Jeder in der Gruppe hatte so die Chance zu sehen, was nun geplant war.
    Yukiko war sofort zu der Rothaarigen gelaufen, was auf ein engeres Vertrauen untereinander schließen ließ. Hayato verspürte zwar einen leichten Stich, aber er hatte ja auch gelernt, die Dinge zu nehmen wie sie waren.
    Da die Zicke sich auf dem einen Sofa breit gemacht hatte, setzte er sich auf das andere.


    [Rika Sumiyoshi]
    Rika hatte auf dem Display weitere Ordner entdeckt, die teilweise beschädigt zu sein schienen. Aber einer der Ordner hatte eine lesbare Beschreibung, die "OPE_tornado" lautete. Als sie den Mauszeiger auf den Ordner zog und diesen durch einen Doppelklick aktivierte, öffnete sich ein weiteres Programm, dass sich Briefing-Manager nannte.
    Ähnlich wie bei einer Präsentationssoftware gab es verschiedenen Bildelemente. Das Hauptelement wies eine dreidimensionale Darstellung des Cafeteria-Gebäudes auf. Links davon erschienen Datenbäume, während rechts so etwas wie eine Toolbar erschien.
    Auf der dreidimensionalen Anzeige wurden Punkte aufgezeigt, die mit Namen versehen waren. So als würde allen Teilnehmern der Operation eine bestimmte Position zugewiesen. Mit den meisten Namen konnte Rika nichts anfangen, aber das Kürzel TK hatte der seltsame Junge doch als Namen benutzt.
    Die Anzeige des Gebäudes bewegte sich, so dass weitere Namen und Beschreibungen eingeblendet werden konnten. Links tauchten Begriffe wie "Barrikadestaffel" auf, unter dem Namen aufgeführt wurden.
    Als Aufgabe wurde dort die "Einschränkung des Bewegungsspielraumes des Tenchi" angegeben. Dazu waren dann noch Zeiten angegeben, die sowohl den Beginn des Einsatzes, wie auch dessen geplante Dauer enthielt.
    Die Ablenkungseinheit schien direkt im Gebäude eingesetzt zu werden, so dass Rika neugierig wurde, auf welche Art und Weise die Ablenkung der Schüler wohl erfolgen sollte.
    Da es ein Beleuchtungs- und ein Soundteam dabei gab, schien es eher eine Art von Aufführung zu sein.
    Als sie ein weiteres Icon anklickte, erschien in der Mitte ein neues Fenster, in dem man eine Mädchenband sehen konnte. In der Titelzeile konnten alle "Girls Dead Monster" und "Crow Song" lesen.
    "Sie haben offenbar eine große Gruppe gehabt, um so eine Aktion durchziehen zu können", meinte Rika, als die drei Gitarristinnen und die Schlagzeugerin ihren Song spielten.
    "Die stehen da auf der Haupttreppe innen in der Cafeteria!" meinte Hayato, der interessiert dem Video auf der Leinwand folgte. Dabei wurde auch die Arbeit der vorher benannten Teams deutlich. Nach etwa vier Minuten schien ein starker Wind durch das Gebäude zu wehen und blies eine Wolke von Essensmarken durch den Innenraum.
    "Und sie scheinen ebenso hinter Essensmarken her zu sein, wie es derzeit auch unser Problem ist. Leider kann man nicht sehen, was sie zur Einschränkung des Bewegungsspielraumes des Tenchi tun", sagte Rika, als sich das Videofenster nach vier Minuten und zehn Sekunden schloss.

    [Hayato Akuma]
    Tag 3 – 10:00 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    "Tsk! Fein. Aber einer von euch geht vor." kam es von der Zicke, die alles andere als begeistert aussah. Nun, begeistert war Hayato auch nicht gerade, aber er konnte im Augenblick nur eine Sache tun...
    "Wir brauchen ja nicht so lange bis zum Lehrerwohnheim. Deshalb sollten wir rechtzeitig wieder hier sein können, wenn sie erwachen!" meinte er in zuvorkommendem Tonfall und öffnete die Tür.
    Er musste nun als Erster an der Tür sein!


    [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 10:08 Uhr – Gelände der Schule - Lehrerwohnheim - Direktorenbüro


    Nachdem es Rika auf dem Weg zum Lehrerwohnheim nur einmal kurz gelungen war, ein paar Worte in Yukikos Ohr zu flüstern, ohne dass es jemand von den anderen bemerkt hatte, waren sie vor der Tür zum Zimmer des Direktors angelangt.
    "Wir sollten den anderen nicht zu viel verraten. Falls es dich belastet, dass wir besser organisiert sind, als die anderen, dann beruhige dich damit, dass wir ihnen etwas abgeben können, ohne gleich alles zu auszuplaudern!" hatte sie Yuki ins Ohr geflüstert. Damit schien sie ihr etwas zum Nachdenken gegeben zu haben, denn Yukiko war mit ihr hinter den anderen geblieben, als sie die Treppe im Lehrerwohnheim hoch gestiegen waren.
    Rika war etwas erstaunt, dass Hayato sich so bereitwillig erboten hatte, die Tür für sie zu öffnen. Allerdings erschien dabei kurz ein lauernder Ausdruck auf dem Gesicht von "Miss Eisenhart". Hatte sie das Passwort von Leopold-san bekommen? Zuzutrauen wäre es dem Jungen, dass er solche Informationen ausplauderte.


    Die beiden großen Couches waren nicht dem Schreibtisch entgegen gerichtet, sondern schienen eher für Gespräche in lockerer Stimmung gedacht zu sein. Der Couchtisch zwischen ihnen schien wohl für kleine Erfrischungen gedacht zu sein. Trotz der ihnen viel näher stehenden Sitzmöbel fiel der Blick automatisch auf den Schreibtisch.
    Nicht dass er besonders imposant gewesen wäre und auf ihm befand sich auch nichts ungewöhnliches... Aber irgendwie machte er diesen Raum aus. Der dünne Laptop, der auf der Schreibfläche als einziges stand, machte alleine dadurch schon klar, dass er etwas besonderes war.
    Mit ihm war es auch gelungen, ein Passwort für die Tür festzulegen, da musste er für diesen "Missions-Manager" bestimmt auch die auslösende Rolle spielen.
    Hayato schien einen Moment darüber nachzudenken, ob er sich zu dem Stuhl hinter dem Schreibtisch begeben sollte, aber er ließ es dann doch bleiben. Bevor "Miss Eisenhart" noch auf die Idee kommen würde, schob sich Rika dann vor den flachen Computer.
    Auf dem Display war ein Desktop zu sehen, der nur wenige Icons enthielt.
    Einer davon nannte sich tatsächlich "Missions-Manager".
    Als Rika den Mauszeiger auf das Icon bewegte und dieses mit einem Doppelklick aktivierte, schien sie damit eine Art Multimedia-Anlage aktiviert zu haben. Vor den Fenstern schlossen sich die Vorhänge und aus der Decke hinter dem Schreibtisch senkte sich eine Leinwand herab. Ihr gegenüber öffnete sich ein Paneel in der Wand und schon leuchtete die Leinwand im Licht eines Projektors auf.
    Dieses Programm enthielt sogar Baupläne von den Gebäuden, die zur allgemeinen Benutzung gedacht waren.