Beiträge von Soulshadow

    "Wenn du mich anrempelst, setzt es was, klar?!" der Gedanke war klar und deutlich zu verstehen, ohne das der andere ihn ausgesprochen hatte.
    Hagen blickte unter seinen herunter hängenden Haaren zu seinem Gegenüber.
    Die Wolke des Zorns und der Ablehnung war schon zu spüren gewesen, bevor der Typ mit dem langen Mantel überhaupt zu sehen gewesen war.


    Eine schnelle Sondierung brachte auch die Identität seines Gegenübers hervor.
    Milani stieß ein warnendes Knurren aus und spannte sich auf seinem Arm an.
    "Ich suche keinen Streit mit dir, Ryu Yami... oder Amasowa, wenn dir das lieber ist! Ich will hier nur raus! Wenn du also freundlicherweise zur Seite treten würdest?" wandte sich Hagen mit neutraler Stimme an sein Gegenüber.





    Der Mann mit dem Schnauzbart starrte überrascht auf den Jungen, der in der Tür zu dem Toilettenraum stand. Was machte er hier eigentlich? Sollte er nicht in der Kabine Wache halten?

    Die Durchsage klang auch auf dem Korridor vor der Kabine auf.
    Hagen hatte die Augen noch immer geschlossen, aber seine Sinne waren weit geöffnet. Blitzschnell griffen seine mentalen Fühler hinaus und suggerierten den beiden Wachen den Wunsch, auf das Sonnendeck zu gehen.
    "Ach verdammt, jetzt ein wenig von der Sonne genießen!" meinte der eine sofort.
    "Was willst du..." begann der andere. Hagen setzte rasch nach und verstärkte den Wunsch.
    "Sie haben ja gerade den Zugang zum Sonnendeck freigegeben!" erklärte er dazu laut.
    "Na, wenn das so ist..." Fast gleichzeitig wandten sich die beiden Männer der Tür zu.
    Hagen bewegte sich nicht, aber ein Grinsen zog seine Lippen in die Breite.
    Ohne weiter an ihre eigentliche Aufgabe zu denken, verließen die beiden Männer die Kabine und strebten dem Sonnendeck entgegen.
    Im Augenblick gab es für sie nichts wichtigeres!


    Kaum waren die beiden Wachmänner aus der Kabine verschwunden, da richtete sich Hagen auf und klemmte sich Milani unter den Arm.
    "Dann wollen wir mal rasch verschwinden!" flüsterte Hagen der Katze zu, die ihm mit einem Maunzer antwortete.
    Auf dem Korridor blickte er sich schnell nach beiden Richtungen um und huschte dann in die entgegengesetzte Richtung der Treppe.

    Jou, super ;)

    Zu der silbergrauen Kuppel, die ja den Anblick der Insel doch ein wenig dominiert...

    Hier können für Übungskämpfe verschiedene Umgebungen simuliert werden.
    Dabei können innerhalb der Kuppel das Klima, die Beleuchtung und auch der Untergrund verändert werden.
    Es gibt einen Zentralrechner, der Übungsszenarien steuern kann.
    Für richtige Übungen werden aber Ausbilder und Schüler in einem Kontrollraum in der Kuppelspitze eingesetzt.

    Die Schwierigkeitsgrade sind einstellbar, aber für gefährliche Level werden Kontrollcodes von mindestens vier Personen benötigt.



    Als Subpressordroge wird ein Mittel bezeichnet, dass während der PSI-Forschung entdeckt wurde und die Fähigkeiten bei einer Person nach der Injektion für sechs Stunden vollkommen stilllegt.

    Tag 1 - An Bord der Vingt et un - Nahe der Insel

    Die Insel war jetzt näher gerückt, so dass auch die Schüler und Schülerinnen an Bord einen ersten Blick darauf werfen konnten.
    Da ihnen die Nord- und Westseite der Insel mit den schroffen Felsen zuerst ins Auge fiel, war einigen der nicht freiwilligen Passagiere der Begriff Gefängnisinsel gleich wieder gegenwärtig.

    Aber der Kapitän drehte das Schiff in einer weiten Kurve auf einen neuen Kurs, so dass die Südseite mit dem Anleger und dem Sandstrand in Sicht kam. Während der Anleger mit seinem Betonkai eher massiv und uninteressant wirkte, so ließ der weiße Sand des langen Strandstreifens dann doch das begeisterte Funkeln in so manches Auge gelangen.

    „Wir werden das Schiff in einer halben Stunde am Kai festgemacht haben, bis dahin bitten wir, dass sie sich noch gedulden. Zur Überbrückung der Zeit wurden jetzt die Sonnendecks freigegeben!“ kam die Durchsage von der Schiffsbesatzung.

    Die jungen Passagiere ließen sich das nicht zweimal sagen und eilten über die jetzt offenen Treppen auf die Sonnendecks hinaus.
    Auf der Insel selbst erhob sich eine silbergraue Kuppel in den Himmel, die den Blick sofort auf sich lenkte. Aber auch das hohe schwere Tor am Anleger zog so manchen Blick auf sich.
    Auf der Kaianlage waren LKW zu sehen, die von einem Frachter aus beladen wurden.

    Fighting / Twilight – grün Richtung dunkelgrün mit vielleicht silberartigen Rändern
    Ikki Tousen, Darker than Black, Claymore, Gunslinger Girl

    SF / Mecha – blau Richtung blaugrau
    NGE, FMP, Eureka Seven, Starship Operators

    Heitani Ichiru trat von der anderen Seite in die Lunge und sah sich um. Das Spektakel war bereits beendet. Ryu saß an einem Tisch und starrte aus dem Fenster. Der andere Junge hatte sich wieder aufgerichtet und blickte zu einem anderen, der alleine an einem Tisch saß.

    Nekomi Mao stand ebenfalls in ehemaligen Zentrum des Geschehens. Der chinesische Geheimdienst hatte sie zum Schiff gebracht und es sah nicht so aus, als wäre das ihre Idee gewesen.
    Da sich die Aufregung von ganz alleine legen würde, drehte er sich wieder um und ging die Treppe hinunter.

    Am anderen Ende drehte sich auch Akim Sokolow nach einem letzten Blick auf Ryu um. Hoffentlich war das jetzt bis zur Ankunft auf der Insel der letzte Aufruhr gewesen.

    Akim lächelte schmal und es wirkte, als ob ein Fels sich spalten würde.
    "Sicher! Aber nur wenn du dir eine Ecke suchst und auch dort bleibst!" grollte er dann und es klang wie das Rumpeln einer Lawine.
    Er verbarg seine Schmerzen ganz gut, fand Akim. Andererseits waren hier noch viel mehr Schüler und er hatte keine Lust wegen des Temperaments des Jungen ständig auf Trab gehalten zu werden.
    "Du hattest deinen Spaß!" fuhr er fort. "Jetzt lass es genug sein und geh!"

    Akim Sokolow hörte den Krawall aus der Speiselounge und konnte sich sofort vorstellen, was dort vor sich ging.
    Die lieben Kleinen ließen mal wieder ihre Muskeln spielen! Sofort setzte er sich in Bewegung, was bei seiner fast quadratischen Figur schon alleine recht beeindruckend war. Man konnte ihm regelrecht ansehen, das Erde sein Element war!

    Wie üblich bei solchen Auseinandersetzungen hatten sich schon ein dichter Ring aus Zuschauern um die kämpfenden Kontrahenten gebildet. Noch ehe er die Gruppe erreichen konnte wirbelten die beiden Kämpfenden auseinender und einer flog direkt auf ihn zu.
    Mit Händen wie Schaufeln fing Akim den Jungen auf. Er blutete aus mehreren kleinen Verletzungen und ein Auge schwoll ihm langsam zu.

    Als er die von weißen Strähnen durchzogene Mähne sah, wusste er auch, wer es war!
    "Ryu Yami! Wird das denn niemals enden?" grollte Akim den Jungen mit tiefer Stimme an.
    Er stellte ihn wie eine Puppe auf den Boden zurück und musterte ihn aus tiefliegenden Augen.

    Heitani Ichiru blickte dem davonschreitenden Jungen nach. Valentina Amasowa hatte wieder einmal recht behalten!
    Hätte sie ihm seine Waffen gelassen, dann wäre das Temperament mit dem Jungen hier durchgegangen!
    Er würde mit Sicherheit einer der Problemfälle innerhalb der Akademy werden.

    Langsam ging er zu dem Jungen, der zu Boden gegangen war.
    "Alles in Ordnung, Kleiner?" fragte er.
    Er brauchte die kleine Karte nicht zu sehen, um zu wissen, dass der Junge nur passive Kräfte hatte.

    Bei aktiven Kräften kam es oft zu einem aggressiveren Revierverhalten, als es die Passiven entwickelten. Wenn man einem Aktiven jedoch im Kampf deswegen den kinetischen Schild zu dessen Schutz wegnahm, dann würde dieser sozusagen nackt im Regen stehen!

    Je nach dem, ob du bereits so mit Proportionen zurecht kommst, kannst du am einfachsten Vorlagen kopieren.
    Wenn du noch gar nicht frei Hand arbeiten willst, vielleicht mal ein paar Sachen durchpausen, um die Hand an die Bewegungen zu gewöhnen...

    Meiner Meinung nach ist es nicht notwendig vorher naturalistisch zeichnen zu können, da der Animestil z.B. Gesichter anders proportioniert.

    Pentagramm

    - Gruppe von PSi-Begabten, die sich als Team zusammenschließen können.
    - fünf Mitglieder bilden die Spitzen und einer ist im Zentrum.
    - unterstützende Fähigkeiten bilden den Schild für die Person im Zentrum,
    damit diese sich voll auf ihre Aufgabe konzentrieren kann.

    Im Idealfall können die Mitgleider des Pentagramms sich so miteinander verbinden, das alle wie ein Wesen handeln.

    Tag 1 - An Bord der Vingt et un - 15:33 Uhr

    Durch das offene Bullauge kam der Geruch der See in die kleine Kabine und Hagen sog ihn tief ein. Wie gerne wäre er jetzt alleine an einem Strand und würde einfach über die endlosen Wellen des Meeres schauen. Gedankenverloren streichelte er Milani, die sich auf seiner Brust zusammengerollt hatte und zufrieden schnurrte.

    Noch vor einem Tag hatte er vor dem Richter gestanden, der ihm seine Fluchtversuche und die Gefährdung von Staatsgeheimnissen vorwarf. Was für ein ausgemachter Blödsinn! Eigentlich typisch für die Welt. Die Leute sahen nur, was sie auch sehen wollten!

    Niemand hatte davon gesprochen, dass er nicht freiwillig in diesem Ausbildungslager gewesen war. Das man ihn dort zu jemandem ausbilden wollte, der ohne zu fragen Befehle ausführte. Nichts von all dem kam zur Sprache. Nur dass er dort abgehauen war, dass schien sie zu interessieren.
    Ein schmales Lächeln umspielte seine Lippen.
    Er war nicht nur einmal aus der Anlage entkommen. Leider besaßen sie dort auch Leute mit Fähigkeiten, die ihn immer wieder aufgespürt hatten!
    "Ihnen bleibt nur noch die Wahl zwischen Staatsgefängnis unter Subpressivdrogen, um ihre Kräfte zu blocken, oder der Abunai-Akademy, wo sie sich vielleicht doch noch als nützlich erweisen könnten!" Was für ein aufgeblasener Sack dieser Richter doch gewesen war. Und diese tolle Wahl, die man ihm gelassen hatte!

    Einmal hatte er eine Frau gesehen, die man mit Subpressordrogen ihrer Kräfte beraubt hatte... Nein, das war wirklich nichts, was er selbst erleben wollte!
    Somit hatten sie ihn mit diesen beiden Begleitern zum Hafen von Tokyo verfrachtet, wo sie an Bord dieses Schiffes gegangen waren.
    Soweit Hagen es mitbekommen hatte, war das noch vor den anderen Leidensgenossen geschehen.

    Auch wenn viele hier an Bord offenbar freiwillig die Reise antraten, so gab es doch einige, deren Situation mit seiner vergleichbar war!

    09:27 Uhr - In der Umgebung des verfallenen Hauses

    Der Mann setzte das Fernglas ab, nachdem er die beiden Hunter wieder aus dem Gebäude kommen gesehen hatte.
    Hier in der gegend würden die Vampire außerhalb des geschützten Bereiches nicht so schnell Fuß fassen.
    Da er den Spürsinn bei den Huntern kannte, wollte er es nicht riskieren, sie zu beobachten.
    Ohne ein lautes Geräusch schloß er das Fenster und verließ den Raum.

    Tag 1 - An Bord der Vingt et un - 15:30 Uhr

    Die Kabine lag unterhalb der Aussichtsdecks und beherbergte drei Personen. Zwei davon waren Männer von etwa Mitte Dreißig, die etwas militärisches in ihrer Haltung hatten. Der andere war ein junger Mann von achtzehn Jahren, der betont lässig auf der Kante der einzigen Pritsche in der Kabine hockte. Sein Haar fiel ihm dabei über die Augen und verdeckte so das Funkeln.

    Hagen blickte auf seine beiden Bewacher, die sich stets in seiner Nähe aufhielten.
    "Als ob ich hier vom Schiff verschwinden könnte!", dachte er verächtlich. In dem Deck über ihm waren die anderen Schüler und konnten wohl aus den polarisierten fenstern hinaus schauen. Er wurde hier in einer kleinen Kabine mit Bullauge transportiert. Da gab es nicht viel Aussicht!
    Handschellen hatten sie ihm nicht mehr angelegt, nachdem er die letzten Paare geschmolzen hatte.

    Gelangweilt ließ er sich auf die schmale Pritsche zurücksinken und öffnete ein wenig den Block um seinen Geist. Sofort vernahm er die Gedanken der Personen auf diesem Schiff.

    "Du hast deine Kräfte nicht einzusetzen!" knurrte einer seiner Bewacher. Auch sie hatten Fähigkeiten, denn sonst hätten diese beiden ihn hier nicht halten können! Man hatte ihm sein Wort abgenommen, dass er an Bord bleiben würde. Deshalb empfend er die Bewacher auch eher als Beleidigung.

    Hagen schnaufte abfällig und schloß seinen Block wieder.
    In dem kurzen Augenblick hatte er schon genug erfahren. Besonders die Gedanken eines anderen Jungen hatte er deutlich vernommen!
    "Anfänger und Schwachmaten...", murmelte Hagen.

    "Vielleicht hättest du ja doch lieber als Agent in der Organisation bleiben sollen?!" meinte der andere Wächter, der die gemurmelten Worte anders interpretierte.
    Bestimmt nicht! Hagen war sich dieser Antwort vollkommen sicher.

    Etwas landete auf seinem Bauch und veranlasste Hagen, die geschlossenen Augen zu öffnen.
    "Wo kommt denn das Katzenvieh her?" zischte der Bewacher mit dem schmalen Oberlippenbart und starrte auf die schwarze Katze mit dem weißen Ohr auf der rechten Seite.
    "Milani ist immer da, wo ich auch bin!" sagte Hagen ausdruckslos, während seine Hand über die Ohren der Katze strich.

    Tag 1 - 12.04.2010 -Japanische Küste - An Bord der Vingt et un


    Der Himmel war nur mit wenigen Wolken bedeckt, die dem Sonnenschein keinen Widerstand leisteten. Das Meer glitzerte im Fahrwasser der Vingt et un, als es die Bucht von Tokyo verlassen hatte. Die abgedunkelten Panoramascheiben des Ausflugsschiffes ließen wenig von den Passagieren dahinter erahnen. Trotz des guten Wetters hielt sich niemand auf dem Oberdeck auf.
    Ruhig glitt das Schiff auf die offene See hinaus. Auf der Höhe von Tateyama drehte die Vingt et un auf Kurs Süd-Ost in Richtung der Izu Inseln. Das Meer lag glatt wie ein Spiegel da.
    "Wir danken ihnen allen für ihr Verständnis und dass sie sich nicht auf den Außendecks aufgehalten haben!" klang eine Stimme über Lautsprecher auf. In den beiden verglasten Decks blickten sich die jungen Passagiere um. Es war eine wirklich seltsame Reise, die sie heute angetreten hatten.
    Heitani Ichiru blickte über die auf dem Deck verteilt stehenden Schüler und Schülerinnen. Sie wurden als erste Gruppe auf der Abunai Akademie eintreffen und dort neben normalen schulischen Fächern auch ein besonderes Training erhalten. Seine Augen veränderten leicht den Fokus, als er einzelne Personen näher ins Auge fasste. Alle diesen jungen Leute waren paranormal und besaßen besondere Kräfte. Kräfte die von der Menschheit dringend benötigt wurden!


    Er selbst war auch Mitglied eines Pentagramms gewesen, wie man die speziellen PSI-Teams genannt hatte, die gegen die Bedrohung vorgegangen waren. Aber das, was sie bekämpfen sollten, war sehr mächtig gewesen. Von seinem Pentagramm war er der einzige, der heute noch lebte! Und so war es bei vielen Teams gewesen. Ja, sie hatten einen Sieg errungen, aber es war kein endgültiger! Der Preis war sehr hoch gewesen. Alle Länder, die zu diesem Zeitpunkt durch jahrelange Forschungen im Bereich der PSI-Phänomene, über PSI-Teams oder auch Pentagramme verfügt hatten, verloren fast neunzig Prozent ihrer Spezialisten! Als die Schlacht geschlagen war, hatte sich kein Jubel erhoben, denn alle wussten, dass sie nur einen Aufschub erreicht hatten. Heitani war nicht selbst bei den Suchteams gewesen, die überall auf der Welt nach PSI-Talenten gesucht hatten, aber all diese jungen Menschen hier an Bord waren gefunden worden und reisten nun zur Abunai-Akademie. Er selbst würde als einer der Ausbilder mit ihnen arbeiten und sie ausbilden damit sie sich zu Pentagrammen zusammenschließen konnten. Eine erzwungene Teambildung hatte sich in der Schlacht als zweischneidiges Schwert heraus gestellt. Einige Teams waren durch innere Unstimmigkeiten zerbrochen!Diesmal wollten sie, die den ersten Kampf überlebt hatten, es besser machen. Wenn diese jungen Leute zu wirklichen Pentagrammen zusammen wuchsen, dann würde ihre Macht die Bedrohung endgültig auslöschen können und damit das Überleben der Menschheit sichern.Er war gespannt, was sie aus der Insel wohl gemacht hatten, auf der er nun als Ausbilder tätig sein würde.Valentina Amasowa, der Major. Heitani kannte sie vom Schlachtfeld. Sie hatte die Akademie als Direktorin übernommen und damit die Leitung des Gesamtprojektes. Man würde ihre Stärke brauchen, denn die Aufgaben, die man diesen jungen Leuten aufbürden musste, waren gewaltig. Voraus wurde ein dunkler Fleck am Horizont sichtbar.
    Heitani fokussierte seine Augen neu und konnte dann die Insel deutlich sehen.
    In ein bis zwei Stunden würden sie dort sein...

    Noch mal nen kleinen Appetizer, sozusagen als Einleitung:

    Der Himmel war nur mit wenigen Wolken bedeckt, die dem Sonnenschein keinen Widerstand leisteten. Das Meer glitzerte im Fahrwasser der Vingt et un, als es die Bucht von Tokyo verlassen hatte. Die abgedunkelten Panoramascheiben des Ausflugschiffes ließen wenig von den Passagieren dahinter erahnen.
    Trotz des guten Wetters hielt sich niemand auf dem Oberdeck auf.
    Ruhig glitt das Schiff auf die offene See hinaus. Auf der Höhe von Tateyama drehte die Vingt et un auf Kurs Süd-Ost in Richtung der Izu Inseln. Das Meer lag glatt wie ein Spiegel da.

    "Wir danken ihnen allen für ihr Verständnis und dass sie sich nicht auf den Außendecks aufgehalten haben!" klang eine Stimme über Lautsprecher auf.
    In den beiden verglasten Decks blickten sich die jungen Passagiere um.
    Es war eine wirklich seltsame Reise, die sie heute angetreten hatten.
    Heitani Ichiru blickte über die auf dem Deck verteilt stehenden Schüler und Schülerinnen. Sie wurden als erste Gruppe auf der Abunai Akademy eintreffen und dort neben normalen schulischen Fächern auch ein besonderes Training erhalten. Seine Augen veränderten leicht den Fokus, als er einzelne Personen näher ins Auge fasste. Alle diesen jungen Leute waren paranormal und besaßen besondere Kräfte. Kräfte die von der Menschheit dringend benötigt wurden!

    Er selbst war auch Mitglied eines Pentagramms gewesen, wie man die speziellen PSI-Teams geenannt hatte, die gegen die Bedrohung vorgegangen waren. Aber das, was sie bekämpfen sollten, war sehr mächtig gewesen. Von seinem Pentagramm war er der einzige, der heute noch lebte! Und so war es bei vielen Teams gewesen. Ja, sie hatten einen Sieg errungen, aber es war kein entgültiger! Der Preis war sehr hoch gewesen. Alle Länder, die zu diesem Zeitpunkt durch jahrelange Forschungen im Bereich der PSI-Phänomene, über PSI-Teams oder auch Pentagramme verfügt hatten, verloren fast neunzig Prozent ihrer Spezialisten! Als die Schlacht geschlagen war, hatte sich kein Jubel erhoben, denn alle wussten, dass sie nur einen Aufschub erreicht hatten.
    Heitani war nicht selbst bei den Suchteams gewesen, die überall auf der Welt nach PSI-Talenten gesucht hatten, aber all diese jungen Menschen hier an Bord waren gefunden worden und reisten nun zur Abunai-Akademy.
    Er selbst würde als einer der Ausbilder mit ihnen arbeiten und sie ausbilden damit sie sich zu Pentagrammen zusammenschließen konnten. Eine erzwungene Teambildung hatte sich in der Schlacht als zweischneidiges Schwert heraus gestellt. Einige Teams waren durch innere Unstimmigkeiten zerbrochen!

    Diesmal wollten sie, die den ersten Kampf überlebt hatten, es besser machen. Wenn diese jungen Leute zu wirklichen Pentagrammen zusammenwuchsen, dann würde ihre Macht die Bedrohung endgültig auslöschen können und damit das Überleben der Menschheit sichern.

    Valentina Amasowa, der Major. Heitani kannte sie vom Schlachtfeld. Sie hatte die Akademy als Direktorin übernommen und damit die Leitung des Gesamtprojektes. Man würde ihre Stärke brauchen, denn die Aufgaben, die man diesen jungen Leuten aufbürden musste, waren gewaltig.
    Voraus wurde ein dunkler Fleck am Horizont sichtbar. Heitani fokussierte seine Augen neu und konnte dann die Insel deutlich sehen. In ein bis zwei Stunden würden sie dort sein...

    Name: Kosaka

    Vorname: Hagen

    Haare : rotbraun

    Augen: grau

    Alter: 18

    Größe: 1,78m

    Aussehen: Trägt meist schwarze Kleidung und Motorradjacke. Bevorzugt Stiefel, am liebsten Motocross. Trägt das Haar etwas länger und lässt den Scheitel beim Gehen gerne über die Augen fallen.

    Geschichte:
    Hagen wurde bereits mit sechs Jahren zur Vollwaise. Die Zeit im Waisenheim hat ihn zu einem verschlossenen Menschen gemacht. Gleichzeitig hat er einen unbändigen Drang zur Freiheit entwickelt.
    Seine Fähigkeiten entdeckte er mit acht Jahren. Danach hat er sich mit Hilfe der Suggestition der Menschen bedient. Seine Manipulationen fielen den staatlichen Behörden auf, woraufhin er in ein Ausbildungslager für PSI-Agenten gesteckt wurde. Seinem Drang nach Freiheit folgend floh er mehrfach. Nun wo er den Gerichtsbarkeiten lästig wurde, stellte man ihn vor die Wahl: "Arbunai-Akademy oder Knast"!
    Eine ungewöhnliche Auffälligkeit ist, dass er von einer schwarzen Katze mit einem weißen Ohr begleitet wird, die eigentlich nur auf seinen direkten befehl für kurze Zeit von seiner Seite weicht.

    Charakter:
    Verschlossen und Einzelgängerisch. Aufgrund der Telepathie kann er sich sehr gut an andere Menschen anpassen. Ist gleichzeitig aber nicht durch Vorspiegelung oder Lügen zu täuschen. Solange man ihn nicht bedrängt, ist er umgänglich. Nach Meinung seiner vorherigen Ausbilder durchaus Teamfähig, aber einfach zu stur. Nach seinem ganz eigenen Kodex belauscht er Menschen normalerweise nicht.

    Fähigkeiten:
    Hagen gehört zu den seltenen Mehrfachtalenten. Er beherrscht die Telepathie, die Suggestition und die Pyrokinese. Seine Fähigkeit, andere Menschen zu beeinflussen, hat er schon als Kind angewendet. Die Telepathie bereitete ihm anfangs große Probleme, da er die Stimmen in seinem Kopf nicht abstellen konnte. Inzwischen beherrscht er die Abblocktechnik und kann seinen Geist verschließen. Die Fähigkeit, durch die Macht seines Willens Feuer entstehen zu lassen, ist inzwischen eine tödliche Kraft geworden.


    Charakterentwicklung im Verlauf der Handlung: