Beiträge von Soulshadow

    Tag 1 - Verwaltungsgebäude der Akademie - Büro der Rektorin
    17:06 Uhr

    Valentina Amasowa lehnte sich etwas zurück und ließ das Mädchen erst einmal reden.
    Niemand hatte ihr die Hintergründe erzählt und sie war auf offener Straße von den Agenten des chinesischen Geheimdienstes ergriffen worden.
    „Nekomi, bitte!“ warf sie, mit für ihre Verhältnisse sanfter Stimme ein. „Ich verstehe deine vollkommene Verwirrung. Und ich kann auch nachvollziehen, dass du nicht kämpfen willst…“ Sie ließ ihre Worte einen Moment lang wirken, um sich der Aufmerksamkeit des Mädchens gewiss zu sein.
    „Es gibt auf der ganzen Welt nicht gerade viele Menschen mit Fähigkeiten, wie sie die Schülerinnen und Schüler an dieser Schule haben!“ fuhr sie dann fort. „Auch wenn es für dich vielleicht nicht nachzuvollziehen ist, aber außergewöhnliche Fähigkeiten ziehen auch eine Verantwortung nach sich. Dabei wird niemand von uns gefragt, ob wir diese nun haben wollen, oder eben nicht!


    Du wurdest gegen deinen Willen hierher geschickt, dass ist dir gegenüber nicht fair. Aber niemand kann behaupten, dass das Leben fair ist! Was ich dir sagen kann, ist dass ihr Gruppen bilden werdet, wenn es um den Kampf geht. Du selbst wirst innerhalb einer solchen Gruppe deine anderen Partner mit deinen Kräften schützen. Diese Gruppen nennen sich Pentagramm. Innerhalb eines Pentagramms werden passive Fähigkeiten zur Verstärkung oder Verteidigung eingesetzt und die aktiven Kräfte führen den eigentlichen Angriff durch. Das ist eines der Ziele, die wir hier erreichen wollen.


    Vorher müssen eure Einzelfähigkeiten getestet und bewertet werden. Danach werden Ausbilder euch zeigen, wie man noch besser damit umgeht. Erst danach werden wir mit der Bildung von Pentagrammen beginnen. Du siehst also, dass es nicht deine vordringliche Aufgabe ist, zu kämpfen!“
    Der Blick ihres Auges musterte das Mädchen. Noch immer verharrte sie in Fluchthaltung.
    „Deinen Wunsch, wieder nach hause gehen zu dürfen, kann ich dir nicht erfüllen. Die Chinesen haben dich hier gemeldet, weil dein Vater es angeblich so gewollt hatte. Wir können das nicht widerlegen! Deshalb wirst du hier bleiben müssen!“

    Tag 1 - Verwaltungsgebäude der Akademie - Büro der Direktorin
    17:05 Uhr

    „Herein!“ drang eine Stimme klar durch das dicke Holz der Tür.
    Mit einer schnellen Bewegung öffnete der Mann die Tür und schob Nekomi einfach hindurch.
    In dem Büro, in das man sie auf diese Weise befördert hatte, erhob sich Valentina Amasowa hinter ihrem Schreibtisch und kam dahinter hervor.
    „Wie ich schon mal gesagt hatte, Nekomi Mao, wollen wir beide uns noch einmal in Ruhe unterhalten.“ Die Direktorin sprach ruhig und in freundlichem Ton.
    Ihr rechter Arm machte eine einladende Geste zu einer kleinen Sitzgruppe am Fenster des Büros.
    „Bitte setz dich doch, damit wir uns möglichst entspannt unterhalten können!“ forderte sie Nekomi auf. „Ach ja, auf die Telekinese solltest du verzichten, die beherrsche ich auch.“
    Ohne auf Nekomis Reaktion zu warten, setzte die Direktorin sich in einen der Sessel und schlug die Beine übereinander.

    Tag 1 - Auf der Insel - Der "Bunker"
    16:58 Uhr

    Missmutig blickte sich Hagen in der Zelle um. Die Wände um ihn herum wirkten merkwürdig. Wahrscheinlich würden sie Auswirkungen auf die Fähigkeiten der Insassen haben, aber da er bereits unter einer Unterdrückungsdroge stand, merkte er nichts davon.
    Die Übelkeit kam inzwischen in Wellen und beeinflusste seine Sehkraft.
    Wenn er jemals den Mistkerl in die Finger bekommen würde, der diese Subpressordroge entwickelt hatte!
    Von der Rede, mit der man die anderen Schülerinnen und Schüler hier in Empfang genommen hatte, war bei ihm nicht viel angekommen.
    Es war ja auch nicht so wichtig. Eine große Wahl hatte man ihm nicht gelassen!
    Pragmatisch gesehen würde ihm nichts anderes übrig bleiben, als sich vorerst mit der Situation abzufinden.


    Mit einer vorsichtigen Bewegung legte er sich auf die Pritsche, die an der Stirnwand fest angeschraubt war. Wegen der elenden Droge musste er aufpassen, dass ihm nicht das letzte Essen aus dem Gesicht fiel.
    Er hielt die Augen geschlossen, denn Zellen hatte er bereits genug von innen gesehen.
    In der Nachbarschaft hörte er das Weinen des Mädchens, die man mit Ryu und ihm hier in den Bunker gebracht hatte. Sie war ganz eindeutig auch nicht freiwillig auf die Insel gekommen. Allerdings schien es bei ihr vorher noch ein relativ ruhiges Leben gewesen zu sein.


    Seine Gedanken wurden von einem Maunzen unterbrochen. Milani war draußen vor der Zellentür. Sie fand ihn immer und überall! Nur das sie wegen seinem Sprung ins Wasser wahrscheinlich noch ziemlich ungehalten war. Wie fast alle Katzen hasste sie Wasser!

    Tag 1 - Platz vor dem Verwaltungsgebäude


    Die Busse hielten alle auf einem Platz, in dessen Mitte zwei große Becken und ein gewaltiger Springbrunnen eingelassen waren. Die Schüler wurden aufgefordert sich vor dem Verwaltungsgebäude zu versammeln.
    Die breite Treppe zum Haupteingang hatte in der Mitte einen Absatz, wo man jetzt ein kleines Rednerpult aufgestellt hatte.
    Während die Schüler sich vor der Treppe versammelten, ging die Rektorin ohne jede Hast zu diesem Pult. Als sie es erreicht hatte, reichte alleine ihr ruhiger Blick über die Menge, um Ruhe einkehren zu lassen.


    "Ich begrüße alle hier Anwesenden auf der neuen Abunai-Akademie! Mein Name ist Valentina Amasowa. Ich bin die Direktorin der Akademie.
    Sie hier sind die Ersten einer weiterhin wachsenden Schülerschaft auf dieser Insel. Und sie alle wurden aufgrund ihrer Fähigkeiten für diese neue Akademie ausgewählt!
    Wir sind tatsächlich noch so neu, dass nicht einmal alle Bauarbeiten abgeschlossen werden konnten, daher werden wir sie alle zunächst in dem ersten Wohnheim unterbringen müssen, das sie links von sich sehen. Dies ist nur als Übergangslösung gedacht, bis das andere Wohnheim bezugsfertig ist! Man hat mir zugesagt, dass es sich nur um Tage und keinesfalls um Wochen handelt.


    Viele von ihnen werden von der Frage verfolgt - Was wollen die hier von mir? -
    Nun, eine normale Schule ist dies hier nicht, Auch wenn wir weiterhin in den Schulfächern unterrichten werden!
    Ihre Fähigkeiten waren es, die sie hierher gebracht haben und diese Fähigkeiten werden sie hier nicht nur beherrschen lernen, sondern auch noch verbessern!
    Sie werden neben dem normalen Unterricht auch in ihren Fähigkeiten trainieren.


    Nun sehe ich in ihren Gesichtern die Frage - Warum?
    Lassen sie mich ihnen sagen, das die Welt nicht so ist, wie es die Medien den Menschen weismachen wollen! Und damit meine ich nicht die Kriege oder terroristischen Auseinandersetzungen!
    Vielleicht haben einige unter ihnen von der Schlacht in Sibirien gehört, oder der in der Antarktis. Die Menschheit bedroht sich nicht mehr länger nur allein!
    Eine völlig neue Bedrohung hat auf dem Planeten Fuß gefasst und diese lässt sich nicht mit konventionellen Mitteln bekämpfen...
    An diesem Punkt kommen sie mit ihren Kräften ins Spiel, wie sie sich jetzt sicher denken können.


    Sie wurden mit oder ohne ihr Einverständnis rekrutiert, um die Menschheit gegen diese Bedrohung zu verteidigen! Mehr werde ich zu diesem Zeitpunkt nicht preisgeben!


    Bitte begeben sie sich jetzt zu dem Wohnheim, wo man ihnen ein Zimmer zuteilen wird. Wir haben es jetzt 16:55 Uhr. Richten sie sich ein. Verarbeiten sie, was ich ihnen hier an den Kopf geworfen habe...
    Um 18:00 Uhr wird es hier im Verwaltungsgebäude im großen Speisesaal dann etwas zu essen geben.
    Das wäre erst einmal alles! Danke für ihre Geduld!"
    Mit diesen Worten wandte sie sich um und schritt zum Verwaltungsgebäude hoch.


    Neben dem Gebäude war der Humvee zu dem als "Bunker" bezeichneten Inhaftierungsblock gefahren. Und dort hockten jetzt Nekomi, Ryu und Hagen in nebeneinander liegenden Zellen, deren Wände aus einer neuartigen Energie bestanden, und starrten vor sich hin.

    Könnte möglicherweise an der Hand -Auge Koordination liegen...
    Wenn du meist am Rechner mit dem Tableau arbeitest, dann stellt man sich drauf ein.
    So richtige low-tech Arbeit mit nem Bleistift auf dem Papier ist dann schwieriger.


    Probier es doch einfach aus und arbeite eine Zeitlang - mindestens ein paar Tage nur auf Papier - dann wirst du es wissen.

    Nich hetzen, Sayuri :D
    Schulfächer werden, wie im richtigen Leben auch verteilt. Einiges ist und bleibt Pflicht, anderes sind Wahlfächer.


    Ausbildung erfolgt erst einmal nach aktiv und passiv getrennt, bevor die ersten Pentagrammgruppierungen versucht werden.
    Zuerst müssen die Einzelnen mit ihren Kräften richtig umgehen können, dann geht es in die nächste Phase.

    Fangen wir einfach mal an...
    Die Lehrerschaft an der Akademie

    Heitani (nicht Hentai :D) Ichiru
    Geschichte: Wurde nach seinem Abschluss an der Todai zu den PSI truppen geholt und hat an dem ersten Kampf teilgenommen. Ist von seinem Pentagramm der einzige Überlebende. Dadurch etwas melancholisch, aber ein recht netter Kerl.
    Sieht sein Lehramt als Aufgabe, anderen etwas beizubringen und zwar durch Verständnis des Stoffes.
    Fähigkeit: Späher. Kann den Fokus seiner Augen verändern und somit weiter als ein Fernglas sehen, ohne dabei die Schärfe des Blickfeldes zu verlieren.

    Ausbilder für Kampfsport und Nahkampf
    Lehrer für Geologie, Biologie und Wirtschaftswesen

    Akim Sokolow
    Geschichte: Gehörte zur Roten Armee und wurde nach dem Erwachen seiner Kräfte dem russischen PSI-Kampftruppen überstellt. Hat seit dem unter Major Amasowa gedient, wenn er auch nicht in ihrem Pentagramm war. Sieht es als seine oberste Aufgabe, den neuen Schülern das Überleben im Kampf als Team beizubringen. Kennt Ryu schon länger und mag dessen Temperament nicht - denn er besitzt ein sehr ähnliches!
    Fähigkeit: Molekularverdichtung des Körpers - wird wie Stein - und Beeinflussung der Schwerkraft bei Körperkontakt (Er kann so das Gewicht von anderen bis zum 18-fachen erhöhen).

    Ausbilder für aktive Fähigkeiten, zur Fähigkeitenoptimierung
    Lehrer für Sport und Chemie

    Ricarda Montenegro
    Geschichte: Ricarda entdeckte ihre Kräfte mit 16 Jahren, verbarg dies jedoch vor allen. Sie durchlief ohne große Schwierigkeiten die High School und die Uni und wurde als Lehrerin angestellt. Durch den Stress der dicht beieinander liegenden Unterrichtszeiten setzte sie ihre Kräfte ein, um schneller in die Klassen zu kommen.
    Man entließ sie daraufhin und sie kam in das Team für die Abunai.
    Fähigkeit: Phasen. Kann mit ihrem Körper durch feste Materie hindurch gehen indem sie ihre Dichte verändert. Kann sich bis zu einer Art Nebelform wandeln.

    Ausbilderin für passive Fähigkeiten
    Lehrerin für Spanisch, Englisch und Geschichte

    Kayalyn Rivet
    Geschichte: Kayalyn wuchs in New York auf und hat eine Vergangenheit im Bandenwesen. Ihre Fähigkeit der Metamorphose trat mit 16 Jahren erstmalig auf. Damit geriet sie sehr schnell in den Fokus von staatlichen Institutionen. Eine feste Hierarchie ist für sie einengend. Als man ihr die Möglichkeit bot, sich für die Abunai zu qualifizieren, nahm sie diese sofort an.
    Fähigkeit: Metamorph. Kann ihren Körper in andere Personen umwandeln.

    Ausbilderin für passive Fähigkeiten
    Lehrerin für Waffenkunde und Computertechnik

    Hanagata Kanazawa
    Geschichte: Mit seinen 38 Jahren gehört er schon zu den Älteren. Hat in Hiroshima Ingenieurswesen unterrichtet. Der klassische japanischen Pflichtstruktur folgend hat er die Aufgabe akzeptiert, an die Abunai zu gehen und dort zu unterrichten.
    Fähigkeit: Teleporter

    Lehrer für Physik, Technik, Statik und Digitaltechnik


    Franka Milagrosso
    Fähigkeit: Metabiogruppierung (Heilerin)


    Lehrerin für Italienisch, Musik und Wirtschaftskunde

    Tag 1 - Auf der Anlegemole der Insel


    Valentina Amasowa steckte kurz den Kopf ins Innere des Humvee.
    "Da ich es vorhin bereits nicht für nötig hielt, dir darauf zu antworten, könntest du zumindest daraus geschlossen haben, dass es heute bestimmt nicht eintreten wird!" informierte sie mit ruhiger Stimme ihren Adoptivsohn. "Nicht nach der Nummer, die du dir wieder geleistet hast!"
    Sie ließ ihren Blick zu dem weinenden Mädchen wandern.
    "Weinen hilft dir auch nicht, Nekomi Mao! Die chinesische Regierung hat dich zu ihrem Beitrag für diese Akademie erkoren und fragt nicht nach deiner Zustimmung. Aber du wirst schon sehen, so schlimm ist es hier nun auch wieder nicht!" diesmal klang ihre Stimme sogar freundlich. Ganz anders war der warnende Blick in Richtung Ryu...


    "Ihr könnt eure Emotionen erst einmal in den neuen Sicherheitszellen kühlen. Deine Sachen lasse ich in mein Haus bringen, Ryu. Du wirst aber die Nacht in der Zelle verbringen!" Ihr Kopf verschwand wieder aus dem Wageninneren.
    Ein zweimaliges Klopfen war zu vernehmen und der Wagen fuhr los. Hagen hatte durch die Nebenwirkungen der Droge bereits ein wachsbleiches Gesicht bekommen.


    Für die übrigen Schüler fuhren jetzt mehrere Busse vor, die sie vom Anleger auf den großen Vorplatz transportieren würden.

    Tag 1 - an Bord der Vingt et un

    „Gruseliger Aufpasser…“, ein Grinsen huschte über das Gesicht des Mannes. Er saß entspannt zurück gelehnt in einem Sessel in den Mannschaftsunterkünften. Als Telepath sondierte er in Folge der geforderten Durchsuchung das Schiff nach ungewöhnlichen Gedanken.
    Die furchtsamen Gedanken des Mädchens waren klar zu empfangen gewesen. So konnte er ihre Position auch genau anpeilen.
    „Unterdeck, Steuerbordseite. Die Kleine hat sich in einer Kabine eingeschlossen!“ sagte er in ein Kehlkopfmikrophon.
    Zwei Decks tiefer nickten zwei der „Gruseligen Kerle“ und setzten sich in Bewegung. Sie sahen ein kleines Mädchen, dass schnell in die andere Richtung lief.

    Ohne ein Wort sahen sich die beiden Männer an. Der eine von ihnen verschwand von einem Lidschlag zum anderen. Nur einen Augenblick später war er bereits wieder da. Aber er war nicht allein!
    „Die Kabine da. Dritte Tür links!“ meinte der zurückgebliebene Mann mit einer kurzen Geste.
    Ricarda Montenegro lächelte knapp und lief einfach durch die Wand. Die achtundzwanzigjährige Südamerikanerin beherrschte die Materiedichte und konnte so durch eigentlich feste Gegenstände einfach durchgehen. Diese Gabe hatte ihre Mitmenschen in Angst und Schrecken versetzt. Deshalb war ihre frühere Anstellung als Lehrerin gekündigt worden. Mit der Akademie hier hoffte sie auf einen neuen Anfang.

    Ohne das die Wände ihr Widerstand entgegensetzten, trat Ricarda in die nächste Kabine. In ihrem Kopf versuchten die verdrängten Ängste wieder einmal, sich eine Bahn in ihr Bewusstsein zu bahnen. Sie war einmal in Panik geraten und in die Erde gesunken. Dort hatte sie mehrere Stunden in wilder Panik verbracht! Erst als es ihr gelungen war, sich zu beruhigen, hatte sie sich aus dieser Lage befreien können. Seitdem litt sie unter Angstzuständen in dunklen engen Räumen. Aber jetzt war ja alles hell und relativ weitläufig.

    Als sie in die Kabine eintrat, in der sich das Mädchen befand, starrte dieses auf den Schrank, mit dem sie wohl die Tür verrammelt hatte. Leise trat Ricarda näher an sie heran und legte sanft die Hand auf die Schulter der Kleinen.
    „Buh!“ sagte sie dazu mit normaler Stimme.
    Das Mädchen versteifte sich unter ihrer Berührung und fiel dann wohl in Ohnmacht. Ricarda fing den schlaff werdenden Körper auf und hob das Mädchen auf ihre Arme.

    Draußen ging die Vingt et un an den Anleger und wurde vertäut. An der großen Passagierschleuse wurde eine Gangway angelegt, damit die Passagiere aussteigen konnten.

    Auf dem Anleger stand ein Humvee, in dem Ryu und Hagen bereits saßen. Valentina Amasowa blickte die Gangway hinaus, wo Heitani gerade erschien, der Ricarda das Mädchen abgenommen hatte. Ricarda lief neben ihm die Gangway hinunter und hielt bei der Rektorin kurz an.
    „Nekomi Mao“, sagte sie zu der blonden Frau mit der Augenklappe.
    „Bringt sie zum Humvee, auch wenn sie wahrscheinlich nur Angst hatte!“ ordnete die Rektorin an. „Ich werde nach der Begrüßung der anderen Schülerinnen und Schüler mit ihr sprechen. So lange kann sie in einer der Zellen warten.“
    Akim Sokolow blickte oben aus der Passagierluke und grüßte militärisch.

    Moin.

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    Tag 1 - Auf dem Schnellboot

    Das Schnellboot dreht wieder um und lief auf den Anleger zu, während die Vingt et un einen großen Bogen schlug, um längsseits zu gehen.
    "Normalerweise sollte ich euch in einen Raum sperren, damit ihr euch austoben könnt!" sinnierte Valentina Amasowa. "Und nur zu deiner Information, Ryu. Dieser Kosaka Hagen ist ebenfalls mit Waffen ausgebildet. Wenn ich richtig informiert wurde, dann benutzt er Walther P99 im Kaliber 40 S/W."
    Bei diesen Worten blickte Hagen überrascht auf. Diese Information war nun wirklich nicht so einfach zu bekommen!
    Die Rektorin lächelte und strahlte die Zufriedenheit einer Katze aus, die gerade einen Vogel verspeisst hatte.

    Während Ryu einen Blick zu dem anderen Jungen warf, aktivierte die Rektorin einen Ohrstecker.
    "Akim?" sagte sie laut. Ob die beiden ihr zuhörten schien sie nicht zu interessieren.
    "Major?" konnte man die leise Antwort gerade noch vernehmen.
    "Das Schiff wird noch einmal von oben bis unten durchsucht! Wie der junge Mann hier sind wohl noch ein paar nicht ganz freiwillig an Bord. Achtet darauf, dass sie auch mit von Bord gehen!"

    Auf dem Anleger fuhren die letzten LKW beladen ab und die anwesenden Männer machten somit alles bereit für das Anlegemanöver.
    Das kleine Schnellboot fuhr auf die Innenseite des Anlegers, wo das Meer duch die Betonmole bedeutend ruhiger war. Die Vingt et un würde auf der Außenseite anlegen.
    Hagen spürte den ersten Anflug von Übelkeit, die von der Subpressordroge bei ihm immer ausgelöst wurde. Und er wusste, die Kopfschmerzen, wenn die Droge nachließ, würden mörderisch sein. Zwei hagere, aber durchtrainierte Männer traten neben ihn.
    "Ja ja, schon gut!" brummte er und erhob sich.

    Sakura Feste, die an verschiedenen Orten gefeiert werden.
    Bei "Love Hina" gibt es soetwas z.B.


    Kirschblütenfeste sind da im Frühling der Renner schlechthin :D
    Aber die Damen, so sie den Yukata tragen, sollten den Gürtel doppelt knoten ;)

    Sie hat nix spezielles gesagt.
    Nur dass sie bei unserer Vielschreiberei nicht nachkommt...
    Sollte sie dann auf etwas stoßen, dann....


    Sollte uns nur erinnern, aufzupassen, weil wir ja so fleissig sind ;)

    Er wird doch nicht etwa kuscheln wollen, Terades? :D
    Können wir bei seinem Temperament erst mal so machen... nur sollte er den Major dann nicht zu sehr auf die Palme bringen!


    Und zum Essen muss er eh in den großen Speisesaal... Mami kocht nicht!


    BTW. Robin erinnert und daran, dass wir auf die Rechtschreibung achten sollen! Nicht das sie uns das RPG sperren muss.

    Ist erst einmal für den Einstieg, Sayuri.
    Wird nachher auf zwei Wohnheime verteilt und da sind es dann Doppelzimmer.


    So kann man erst einmal die Chars einbringen. Das Kennenlernen kommt dann gleich als Nächstes. Sind nur einige Arbeiten nicht fertig geworden, aber das kommt schnell ;)

    Es hat unter "Geschichten" angefangen, Sunny.
    Die Anreise zu der neuen Akademy an Bord eines Passagierausflugsschiffes und noch sind wir nicht angekommen.
    Du kannst also deinen Char gleich auf dem Schiff auftauchen lassen ;)

    Tag 1 - In der Nähe der Insel

    Das erste Tasten fiel Hagen gar nicht auf, aber als plötzlich unsichtbare Hände seine Gliedmaßen festhielt blickte er sich erschrocken um. In einiger Entfernung konnte er eine weitere Gestalt hinter ihm schwimmen sehen. Den sich ausbreitenden Schwingen eines langen Kleidungsstückes nach zu urteilen, war es dieser Ryu. Er wollte wohl unbedingt seine Auseinandersetzung!

    Aber im Augenblick konnte Hagen gerade mal seinen Kopf bewegen, während ihn unsichtbare Kräfte nach oben zogen. Ohne seine eigenen Kräfte, die inzwischen von der Droge vollkommen gelähmt worden waren, konnte er nicht sagen, wer es war.
    Auf alle Fälle mussten es starke telekinetische Kräfte sein, die ihn gefangen hielten. Und da man ihn nicht wie einen Korken aus dem Wasser riss, wusste die Person dahinter sehr genau, was sie tat. Und alles ohne ihn zu sehen!
    Auch Ryus Bewegungen hörten plötzlich auf und auch er wurde zur Oberfläche gezogen.

    Wie schwerelos schwebte Hagen aus dem Wasser. Er schüttelte kurz den Kopf, um die nassen Strähnen aus dem Gesicht zu bekommen. Er war ein ganzes Stück von dem Passagierschiff weg gekommen, aber jetzt näherte sich ein kleines Schnellboot, an dessen Spitze er die Gestalt einer blonden Frau sehen konnte. Nach dem Bild, dass er in Ryus Gedanken gesehen hatte, konnte er die Frau sogar identifizieren!
    Mit einem Ruck wurde er auf das kleine Boot zugerissen, so dass für einen Moment der Fahrtwind ihn blendete.
    Im nächsten Augenblick hing er wie eine tropfnasse Angeltrophäe über dem Deck des Schnellbootes. Neben ihm kam gerade Ryus Gestalt zu einem Halt.

    "Ein netter kleiner Versuch, Kosaka Hagen. Aber eben nur das!" sagte die blonde Frau mit der Augenklappe, während sie ihn mit einem schmalen Lächeln musterte. "Dies hier ist kein Kindergarten mehr und schon gar nicht dieses Agentenlager von diesen Möchtegernagenten!"
    Ihr rechtes Auge funkelte ihn mit einer Intensität an, die ihn froh sein ließen, dass seine Kräfte blockiert waren. Ihre Gedanken wären bestimmt schmerzhaft gewesen! Mit einem Ruck wandte sie diesen Blick der anderen schwebenden Gestalt zu.
    "Und du, Ryu?" ihre Stimme klang nicht ganz so kalt, wie sie Hagen angesprochen hatte. "Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du lernen musst, dich zu beherrschen! Ein Spezialist ist immer ruhig und gelassen. Du hast dich wieder einmal benommen wie ein wilder Hund, der alles und jeden angreift!" Klang da Enttäuschung in der Stimme mit?

    "Nun gut, ihr beiden Heißsporne wollt es ja nicht anders!" Von einem Augenblick zum nächsten waren die unsichtbaren Kräfte verschwunden. Die Schwerkraft hatte sie wieder und ließ sie auf das Deck knallen. Ryu schien es gewohnt zu sein, denn er landete auf den Füßen, während Hagen auf dem Hintern landete.
    "Ihr werdet dann eben unsere nagelneuen Spezialzellen kennen lernen. Extra für besonder Fähigkeiten entwickelt!" sagte sie und blickte mit einem wenig freundlichen Lächeln auf die beiden herab.
    Das war also Valentina Amasowa, die Rektorin der Akademy! Hagen schniefte noch etwas Wasser aus der Nase und blieb gleich sitzen.

    Für die erste Zuschleusung der Schüler wird erst einmal nur ein Wohngebäude zur Verfügung stehen, so dass Mädchen und Jungen in einem Gebäude untergebracht werden müssen.


    Alle bekommen vorerst Einzelzimmer.


    Die Unterteilung wird durch die Etagen vorgenommen.
    Erdgeschoss - Jungen
    1. Stock - Mädchen
    2. Stock - Jungen
    3. Stock - Mädchen


    Die Zimmer sind grundsätzlich für zwei Personen ausgelegt und besitzen ein eigenes kleines Bad. Toilette mit Duschkabine.


    Vom großen Brunnen auf dem Vorplatz kommt man in die Eingangshalle mit der großen Treppe. Eine breite Treppe führt in den ersten Stock, danach jeweils rechts und links etwas schmalere Treppen in die anderen Stockwerke.