Beiträge von Soulshadow

    Tag 2 – 06:35 Uhr - Auf dem Gelände der Akademie - Haus der Direktorin


    Valentina Amasowa strich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und blickte auf den bereits gedeckten Frühstückstisch.
    Sie hatte die hilfreichen Hände sofort gehört, als diese ihre Arbeit in ihrem Haus aufgenommen hatten. Da sie schon mal wach gewesen war, hatte sie auch gleich die Dusche in Beschlag genommen und sich dann für den Tag fertig gemacht.
    Natürlich hatte sie wieder einige Zeit vor dem Spiegel gestanden und die Narbe betrachtet, die jetzt wieder unter der Augenklappe verschwunden war.


    Im Gegensatz zu den japanischen Frühstücksgewohnheiten verzichtete sie auf die umeboshi, die salzig-sauer eingelegte Pflaume, die dort traditionell zum Auftakt gegessen wird. Diese Art der kalten Dusche für den Gaumen hatte sie noch nie gemocht. Aber die Misosuppe war ihr inzwischen lieber, als ein westliches Brötchen! Trotzdem verzichtete sie nicht auf ihren Kaffee. Dieser wurde inzwischen ja auch von vielen Japanern getrunken. Reis und geräucherter Fisch waren ebenfalls auf dem Tisch.


    Sie legte ein weiches Tuch auf den kleinen Beistelltisch neben der Tür und legte die beiden Pistolen von Ryu darauf. Für ihn waren die warmen Komponenten des Frühstücks in entsprechenden Behältnissen auf den Tisch gekommen, damit sie warm blieben.


    Wie es ihre Art war, aß sie im Stehen. Die japanische Art des auf dem Boden sitzen hatte ihr noch nie zugesagt. Da blieb sie lieber gleich stehen! Nachdem sie ihre zweite Tasse Kaffee getrunken hatten, huschte ein Lächeln über ihr Gesicht. Mit einer beiläufigen Bewegung legte sie die Notiz oben auf die Waffen. Darauf stand nur ein Wort: „Unterrichtspflicht“
    Sie konnte förmlich sein störrisches Gesicht sehen, dass er ziehen würde. Nach einem letzten Blick in die Runde verließ sie das Haus. Ihre Armbanduhr zeigte genau 06:45 Uhr an.

    Kurz vorher am Anleger:
    "Da hat sich tatsächlich jemand allein von nem Fischer übersetzen lassen!" meinte Victor Sväretson und schaute auf den Monitor.
    "Einige Schüler haben echt merkwürdige Ansichten. Das hat ihn doch ein Heidengeld gekostet."
    "Lass ihn mal rein, Kollege. Der wird Kohldampf haben. Und um Acht beginnt schon das große Spektakel!"

    Die Fähigkeit, dinge erscheinen zu lassen, müssen wir auch etwas einschränken, Rena. Nicht das du plötzlich Atombomben aus dem Nichts holst!
    Wir sprechen uns da per PN ab, ok?

    Sorry, Robin. War wohl zu hastig^^

    Tag 2 – 03:17 Uhr - Auf dem Gelände der Akademie – Haus der Direktorin

    Ryu schien wieder in seinen gelangweilten Normalzustand zurück zu fallen.
    Es hatte ihm natürlich nicht gefallen, dass sie eingegriffen hatte.
    Noch immer war die Mündung der Waffe auf das Mädchen gerichtet.

    "Major? Oh, sie haben unseren unangemeldeten Besuch bereits gefunden?!" erklang eine Stimme hinter ihr.
    Drei Wachleute traten vor, so dass sie deren Gesichter sehen konnte.
    "Wie man es nimmt. Eigentlich rette ich ihr gerade das Leben!" meinte Valentina. "Ich denke, die junge Dame wird wohl noch etwas schlafen wollen. Geben sie ihr dazu im Bunker Gelegenheit. Abführen!"

    Nachdem die Männer sich des Mädchens angenommen hatten, nahm sie die Waffe wieder gesichert zurück und ging in ihr Zimmer.

    Herzlich Willkommen hier im AFB.
    Tipps zu neuen Animeserien werden sich bestimmt finden lassen.
    Dazu kann man sogar besondere Vorlieben vorgeben ;) Ist ja schließlich ein weites Feld!

    Tag 2 – 03:14 Uhr - Auf dem Gelände der Akademie – Turm



    Eine Präsenz näherte sich aus Richtung des Festlandes der Insel. Ganz deutlich nahm der Guardian diese wahr. In der Kammer, die sich in der Verdickung des Turmes befand, bewegte er sich unruhig in seinem Tank.
    Zwei weitere Guardians hatten die Präsenz ebenfalls erfasst, so dass der Koordinator eine genaue Peilung der Präsenz besaß. Seine Sinne griffen hinaus und untersuchten die näher kommende Präsenz.
    Ein junges Mädchen, das sich levitieren konnte! Der Koordinator leitete das Bild an die Überwachung weiter. Diese konnten anhand der Schülerdaten eine Identifikation vornehmen.


    Nachdem das Mädchen die Insel erreicht hatte, setzten sich drei Wachleute in Bewegung, um sie einzusammeln.

    Gleichzeitig am Haus der Direktorin:
    Valentina Amasowa hatte noch nie einen besonders tiefen Schlaf gehabt.
    Ryu hatte die Nacht wohl etwas unruhig verbracht. Sie war wach geworden, weil ihre Sinne eine Veränderung gemeldet hatten. Sie hatte sich erst jede Nachfrage erspart, da sie Ryus Art zu gut kannte. Mit solchen Dingen wollte er alleine fertig werden!
    Aber dann verspürte sie eine fremde Person und glitt aus dem Bett.

    Als das Mädchen die Waffe auf Ryu richtete, ließ sie den Sicherungshebel ihrer schweren Maschinenpistole herum schnappen.
    "Ich weiß nicht, wer du bist, Mädchen, aber du bewegst dich besser nicht!" sagte sie mit gefährlich leiser Stimme.
    Ihre telekinetischen Sinne erfassten gleichzeitig das Mädchen, da es über dem Boden schwebte.

    Ricarda Montenegro kam die steinerne Treppe vom Badehaus herunter und sah die beiden Schüler aus dem Wald treten. Da sie gerade Freizeit hatte und keine Fragen beantworten wollte setzte sie ihre Fähigkeit ein und glitt durch die Wand der kleinen Hütte, die unten am Fuß der Treppe stand.
    Warum diese kleine Hütte hier unten stand, hatte man ihr nicht gesagt. Und da das Badehaus oben in den Felsen groß genug war, interessierte es sie eigentlich auch nicht.

    Sie hatte nach der Führung ihre Gruppe gleich verlassen und war zum Badehaus gelaufen. An diesem Abend war noch nicht mit großem Betrieb zu rechnen, so dass sie den Frauenteil ganz für sich allein gehabt hatte.
    Die Bambuswand, die beide Teile der natürlichen steinernen Wanne trennten, war wohl als eine Art Sichtschutz oder Schamwand eingebaut worden.

    Die Methode, dass man sich vorher säuberte, bevor man in das heiße Wasser der Quelle stieg, war ihr noch nicht so vertraut gewesen. Aber wer in die Fremde zieht, der passt sich an. Also hatte sie sich auf dem kleinen Hocker gewaschen und die Haare schamponiert, sich danach gründlich mit der Brause abgeduscht, so dass keine Seife in das eigentliche Thermalbad gelangte.

    Aus dem dunklen Inneren der Hütte lauschte sie, ob die beiden etwas gesehen hatten.

    Gleichzeitig auf dem großen Platz des Akademiegeländes:

    Auf dem großen Vorplatz liefen einige Schüler in kleinen Gruppen herum, die nach der Führung wieder in die Wohnbereiche zurückkehrten.
    Die beiden großen Becken der ummauerten Brunnen hatten schon für sich fast Schimmbeckenqualität, aber der mittlere, runde Brunnen war auch noch etwas höher gemauert. Anhand von den Symbolen konnte man erkennen, dass diese Wasserspeicher im Notfall auch für Löscharbeiten benutzt werden konnten.
    Dem Schulgebäude am nördlichen Ende des Platzes brachten die Schüler ein verständlicherweise geringes Interesse entgegen. Die Klassenräume in den drei Stockwerken würden sie noch früh genug kennen lernen!

    Beim Verwaltungsgebäude hatte man die große Treppe so gebaut, dass ein Hochparterre entstanden war. Das so entstandene Kellergeschoss war hauptsächlich mit Lagerräumen versehen worden. Hier hatte auch die große Küche ihre Kühlräume und die dazu gehörende Anlieferzone. An den in das Kellergeschoss führenden Türen und Abgängen waren überall die „Unbefugten ist der Zutritt verboten“ - Schilder angebracht.

    Bei dem Schulgebäude führten nur fünf Stufen in das Erdgeschoss, so dass hier der Keller tatsächlich unterirdisch war. In dem Bereich war die Bibliothek der Akademie untergebracht. Der gesamte Bibliotheksbereich war klimatisiert, Lichtleiter sorgten auch dort für Echtlicht während des Tages. Die breite, nach unten führende Treppe führte zu einem freundlichen gläsernen Portal. Der Informationstresen befand sich gleich im Zugangsbereich und hatte drei komplett eingerichtete Arbeitsplätze. Da derzeit aber nur eine ausgebildete Bibliothekarin zur Verfügung stand, würde man hier auf die Hilfe von Schülern zurückgreifen müssen.

    10:05 Uhr ~ Im Mondwohnheim


    "Du musst Kanagore Kuraiko sein!" sprach der Direktor das kurzhaarige Mädchen an, das irgendwie verloren auf dem Flur stand.
    Ihr Kopf flog herum und die roten Augen musterten ihn.
    "Ich bin der Direktor der Cross-Akademie. Man hat mich leider ein wenig zu spät über deine Ankunft informiert, Kanagore-san. Daher konnte ich nicht eher zur Stelle sein."
    Seine Arme machten eine weit ausholende Bewegung, die alles zu umfassen schien.
    "Ich heiße dich auf der Cross-Akademie herzlich willkommen!"
    Er trat so plötzlich näher, dass das Mädchen erstaunt die Augen aufriss.
    "Es ist ein wenig unüblich, dass Schüler der Night Class um diese Zeit erscheinen, daher werden ich jemanden herbeirufen, der dir dein Zimmer zeigt. Der Schülervorstand wird dann dort mit dir sprechen und alle weiteren Umstände erklären!"
    Neben der großen Treppe des Mondwohnheims öffnete sich eine Tür und eine Bedienstete trat heran.
    "Das Zimmer der jungen Dame ist im zweiten Stock!" erinnerte der Direktor die Bedienstete und winkte zum Abschied noch einmal.

    Tag 1 – 19:30 Uhr - Auf dem Gelände der Akademie - Der "Bunker"

    Das gleichmäßige Schnurren der Katze wirkte dem Pochen der Kopfschmerzen entgegen. Hagen hatte sich auf der Pritsche ausgestreckt und versuchte sich so gut wie möglich zu entspannen.
    Die Wirkung der Unterdrückungsdroge würde noch etwa zwei Stunden anhalten und die würden kein Zuckerschlecken! Die Nebenwirkungen, die bei der Unterdrückung von PSI-Begabungen auftraten, waren recht groß, trotzdem setzten die Geheimdienste das Zeug auf der ganzen Welt ein.


    Milani bewegte sich leicht und legte ihren Kopf auf sein linkes Auge. Die Vibrationen ihres Schnurrens waren jetzt wie ein Gegenfeuer, dass zum Löschen eines Brandes eingesetzt wurde.
    Hagen seufzte, als die Kopfschmerzen dadurch schwächer wurden.
    Jetzt konnten seine Gedanken etwas auf Wanderschaft gehen.


    Die große Bedrohung! Davon sprachen nur die eingeweihten Kreise auf der Erde. Niemand außerhalb davon hatte Kenntnis, was da wirklich vorging. Für den Rest der Welt lief alles seinen gewohnten Gang.
    Hagen blinzelte mit dem rechten Auge.
    "Was meinst du, Milani? Ist es besser zu wissen, oder eher nicht?!" Er streichelte der Katze über die Ohren und schloß das Auge wieder.
    Dies war also die Abunai-Akademie. Die Wahl, die das Tribunal ihm gelassen hatte, war ja nicht gerade groß gewesen. Und trotzdem hockte er schon wieder in einer Zelle.
    Hatte sich seine Situation wirklich geändert?

    Tag 1 – 19:25 Uhr - Auf dem Gelände der Akademie - Haus der Direktorin

    Noch bevor die Direktorin die Tür des Hauses erreicht hatte, klingelte das Mobiltelefon in ihrer Manteltasche. Mit einer Bewegung, die eine effiziente und gleichzeitig schnelle Methode darstellte, hatte sie es aufgeklappt und ans Ohr genommen.
    "Was gibt es?" fragte sie barsch, denn eigentlich hatte sie alle Anrufe untersagt.
    Der Anrufer am anderen Ende sprach leise, aber eindringlich.
    "Ich verstehe!" langsam ließ sie das Telefon sinken. Für einen kurzen Moment blieb sie in der Haltung, dann straffte sie sich wieder und schritt weiter aus.


    Nach der Eingangstür, die für die hiesigen Verhältnisse recht massiv ausgefallen war, kam der unvermeidliche Podest, an dem sie ihre Schuhe zurück ließ. Um ihre Strümpfe nicht zu ruinieren schlüpfte sie in flache Hausschuhe.
    Normalerweise hatten die Erbauer hier einen langen Flur vorgesehen, aber diese Version hatte sie nicht akzeptiert.
    "Viel zu schlecht zu verteidigen!" hatte sie dem Architekten an den Kopf geworfen.
    Jetzt war hier nur ein kurzer Flur, der nach rechts in die Küche mit dem Esstisch und nach links in den Wohnraum führte.


    Aus der Küche stiegen ihr schon die Gerüche des Abendessens in die Nase. Es hatte doch durchaus Vorteile, wenn man die leitende Person einer solchen Anlage war! Sie trat ein und blickte auf den bereits gedeckten Tisch.
    Ihr Magen knurrte in Reaktion auf die ihr in die Nase steigenden Gerüche.

    Valentina blickte auf Ryu hinunter. Die aufgeheizte Oberfläche ließ die Luft darüber flimmern. Seine Fähigkeit kratzte an den selbst auferlegten Fesseln.
    Aber sie wusste, dass er zur Zeit viel zu ausgelaugt war, um dieses Thema angeschnitten sehen zu wollen.
    Auch wenn er es für sich selbst nicht einsehen wollte, er war fertig!
    "Nach dem Essen hab ich noch eine weitere Aufgabe für dich!" versprach sie ihm und wandte sich in Richtung des kleinen Hauses, dass sie hier auf der Insel bewohnte.


    Dort würde erst einmal etwas zu essen auf sie beide warten.
    Sie nickte Akim Sokolow kurz zu und lief langsam los. Ryu würde ihr schon folgen.

    Hallo Rena


    Für die Wiki Einträge gehört etwas mehr Hintergrund dazu.
    Die beiden Chars hast ja kurz schon umschrieben... gibt es weitere handlungsrelevante Personen?
    Gibt es zu der Schule oder dem Umfeld noch etwas zu sagen?
    Wer sind die Sprecher der einzelnen Chars
    Vielleicht noch was zur Musik...
    Wer ist Produzent der Serie, welches Studio hat sie realisiert und wann lief es erstmalig? (Wären auch so Punkte, die man ergänzen könnte ;))