Tag 2 - 14:35 Uhr - Gelände der Akademie - Freiübungsplatz
Jetzt war Mai an der Reihe. Nachdem sie gesehen hatte was Hagen da vollbracht hatte wäre sie am liebsten ins nächste Universum geflüchtet.
Parcourpunkt Eins: Die Kletterwand!
Mit zitternden Knien stand sie vor der Kletterwand. Langsam und vorsichtig fing sie an zu klettern und schaffte es erstaunlicherweise, ohne hinnunter zu fallen.
Parcourpunkt Zwei: Der Stangenpfad!
An den Stangen blieb sie wieder stehen.
"Wie soll ich das denn schaffen?"
Jammerte sie, bewegte sich dann aber doch weiter. Zum glück konnte sie gut die Balance halten und schaffte es auch dieses Hindernis zu überwinden.
Parcourpunkt Drei: Die Tunnel.
Die Tunnel waren das einzigste, was sie wirklich einfach fand. Ohne Probleme kroch sie hindurch.
Parcourpunkt Vier: Das Gerüst!
Jetzt sah sie dieses Gerüst vor sich. Eine Weile überlegte sie, wie sie es am besten überwinden könnte, als ihr die rettende Idee kam. Sie griff die erste Haltmöglichkeit und zog sich hoch.
'Jetzt macht sich das Turnen von damals doch noch bezahlt.'
Dachte sie während wie sich auf die Stange setzte. Langsam zog sie ein Bein an und stellte das andere auf die nächste Stange. Jetzt stand sie langsam auf und verlagerte ihr Gewicht auf den vorderen Fuss, ging langsam in die Hocke und zog das hintere Bein nach. So ging es zwar langsam, aber sicher bis zum Ende und sie sprang wieder auf festen Boden.
Parcourpunkt Fünf: Der Pfad des Himmels!
Jetzt musste sie die Seile hoch. Sie machte es wie im Sportunterricht in der Schule. Es klappte auch ganz gut, doch nach einigen Metern rutschte sie ein Stück hinunter. Ihre Hände brannten fürchterlich, doch sie konnte jetzt nicht loslassen. Also biss sie die Zähne zusammen und kletterte weiter. Oben angekommen besah sie sich ihre Hände. Sie waren aufgeschrabt, doch Mai wollte jetzt, wo sie so weit gekommen war nicht aufgeben.
Parcourpunkt Sechs: Die Serpentine
Wieder eine Felswand. Auch diese bewältigte sie, trotz schmerzender Hände.
Parcourpunkt Sieben: Treibsand!
Der Treibsand war knifflig. Sie setzte zu einem großen Sprung an und landete weit vom Rand entfehrnt. Es war wie im Moor, langsam und mit vorsichtigen bewegungen bahnte sie sich trotzdem ihren Weg zum Ende.
Parcourpunkt Acht: Die chinesische Mauer!
Vor der glatten Mauer blieb sie stehen. Es war kein Seil oder sonst ein hilfreicher Gegenstand in sicht. Also versuchte sie mit anlauf den Rand der Mauer zu erreichen. Beim dritten Mal klappte es denn endlich und sie konnte sich dann mühevoll hochziehen.
Auf der anderen Seite angelangt fiel sie mehr oder weniger herunter und blieb auf dem Boden ausgestreckt und schwer atment liegen. Ihre Hände waren mitlerweile leicht blutig und das einzige was sie noch hervorbrachte war ein halb gerufenes, halb gekeuchtes.
"Ich habs geschafft!"