Nach der Dusche, mit sauberen Klamotten und gefülltem Magen, fühlte sich Lily schon reichlich besser.
Als sie sich auf die Pritsche gelegt hatte, musste sie kurz eingedöst sein, als sie von Stimmen geweckt wurde.
Alex unterhielt sich mit einem Leutnant und Lily wagte es nicht auch nur ein Auge zu öffnen.
Sie hatte das Gefühl, dass sie das, was sie da hörte, eigentlich nicht wissen sollte.
Also hielt sie die Augen geschlossen und lauschte nur.
Beiträge von renpicar
-
-
Ein kurzer Geistesblitz, der mich am Schlafen gehindert hat und aufgeschrieben werden wollte.
Ich weiß nicht wie ich hier her gekommen bin und ich weiß auch nicht, warum ich hier bin. Ich weiß nur, dass seit dem viel Zeit vergangen ist. Als ich hier ankam war ich noch kleiner als Dr. Jones jetzt überrage ich sie schon um einiges. Sie war von Anfang an da gewesen, jede Nacht kam sie mich besuchen. Sie war die einzige, die mit mir sprach und mich nicht nur durch die Gegend zerrte oder nur kurze Befehle gab.
An den Tagesablauf hier hatte ich mich schnell gewöhnt. Nach Sonnenuntergang wurden wir geweckt, dann wurde ein Vitamin- und Nährstoffpräparat durch den Schlitz in der Tür geschoben. Danach kamen zwei Männer, die mich in einen Raum brachten. Auf dem Weg dorthin kamen wir immer an vielen Türen vorbei. Dahinter waren andere, ich konnte sie hören, sie riechen. Nachdem sie mich an einige Maschinen angeschlossen und mich Sport haben machen lassen durfte ich wieder zurück in mein Zimmer und kurze Zeit später tauchte dann Dr. Jones auf.
Früher hatte ich ihr Fragen gestellt, doch dann war sie immer ärgerlich geworden und hatte mit mir geschimpft. Ein mal, da war sie einfach aufgestanden und wollte gehen. Ich wollte ihr hinterherlaufen, doch kurz bevor ich ihren Arm greifen konnte war ein Mann aufgetaucht und hatte mir einen Stock in den Bauch gedrückt und ein leichtes Zucken durchfuhr mich. Vor Schreck war ich einen Schritt nach hinten gesprungen und die Tür wurde verschlossen, noch bevor ich mich entschuldigen konnte. Danach hatte ich aufgehört zu Fragen, ich wollte nicht dass Dr. Jones böse auf mich war.
Dann war ich alleine. Ab und zu lauschte ich den Stimmen und Geräuschen und wartete bis die Sonne aufging. Auch wenn sie mich blendete und schmerzte war sie irgendwie wunderschön. Sie zeigte mir, dass es hinter den Zäunen noch mehr gab, mehr als nur diese kleine Welt in der ich hier lebte. Wenn die Rollläden sich schlossen war es Zeit zum Schlafen.Letzte Nacht hat Dr. Jones mir erzählt, dass ich bald hier raus durfte und auch wenn das heißt, dass ich sie nie wieder sehen würde freue ich mich schon darauf.
"Kommen sie Dr. Jones? Der Neuzugang müsste jeden Moment eintreffen."
"Natürlich."
Sie legte den Zettel zur Seite und folgte dem Mann im weißen Kittel zur Tür.
"Ob Nr. 203 noch lebt...?"
"Aber sicher doch Doktor. Sie haben reife Arbeit bei ihr Geleistet, die Auftraggeber waren mehr als zufrieden."
Dr. Jones verschränkte die Arme.
"Es lag am Alter. Je später die Operation durchgeführt wird, desto schlechter kommen sie mit der Veränderung klar. Werden verrückt, bringen sich selbst um oder müssen gestoppt werden. Aber 203... sie war mein erster Erfolg sie hat Stromschläge weggesteckt, die jeden normalen Menschen getötet hätten, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken."
Zustimmendes Nicken.
Gemeinsam schritten sie durch eine Tür, über der zeitgleich ein rotes Licht aufleuchtete. -
Wir waren fast da, als Quentin plötzlich stehen blieb und ich hörte wie er leise knurrte. Ich folgte seinem Blick und entdeckte John, der an einer Mauer lehnte und rauchte.
"Kennst du den da?"
"Ja, er ist ein alter Freund. Wir haben uns gestern zufällig getroffen."
"Ein alter Freund? Mit so jemanden bist du befreundet? Man riecht doch 10 km gegen den Wind, dass das keiner ist mit dem man sich überhaupt auch nur unterhalten sollte."
"Ach, nur weil er ein Jäger ist, ist er auch gleich ein schlechter Mensch oder was?"
"Jemand der versucht einen wie mich umzubringen ist ein schlechter Mensch!"
"Das sind doch alles nur dumme Vorurteile, du blöder Hund!"
Ich schlug mir eine Hand vor den Mund, was hatte ich getan?
"Gut, wenn du das so siehst."
Ich wollte etwas sagen, mich entschuldigen, doch er hatte schon die Tüte abgestellt und sich umgedreht. Mit energischen Schritten ging er zu seinem Auto und ich konnte nichts anderes tun, als ihm hinterher zu schauen.
John war hinter mir aufgetaucht und hatte eine Hand auf meine Schulter gelegt.
Ich versuchte zu lächeln.
"Ich muss mich nachher bei ihm entschuldigen, wenn er sich beruhigt hat."
Er nahm die Tüte und wir gingen rein.Drinnen legte ich den Pizzakarton auf den Küchentisch und setzte mich hin.
"Bedien dich ruhig."
John nahm sich ein Stück und sah mich an.
"Ich werde wohl doch noch länger in der Stadt bleiben, vielleicht ist es besser, wenn ich mir ein Hotelzimmer nehme."
"Nein, ist es nicht. Du bleibst schön hier auf meiner Couch, solange du hier bistn und ich dulde keine Widerrede."
Ich hatte ihn schon ziemlich vermisst und würde ihn jetzt nicht einfach wieder gehen lassen. Er wollte etwas erwidern, doch sein Handy unterbrach ihn.
"Tut mir leid, das ist wichtig", er klappte das Telefon auf und hielt es sich ans Ohr "Ja?"
Außer knappen Antworten gab er nicht viel von sich und er lauschte mit ernster Miene.
Die Jäger waren nicht einfach nur irgendwelche Freaks, die mit einem halben Waffenladen im Gepäck rumliefen und Monster zur Strecke brachten, sie waren eine offiziell anerkannte Gesellschaft. Allerdings steht ihre Existenz unter strikter Geheimhaltung.
Bis er auflegte hatte ich schon einige Stücke der Pizza vernichtet und war jetzt aufgestanden um das Eingekaufte auszupacken.
“Arbeit?”
“Ja, ich muss nachher noch einmal los.”
Eine Weile sagten wir nichts. Ich war immer noch bedrückt wegen der Sache mit Quentin. Irgendwann brach John das Schweigen.
“Wie ist es dir denn in den letzten Jahren ergangen und wie bist du nach Vegas gekommen?”
“Naja, es hat sich einfach so ergeben. Ich bin in den letzten Jahren öfters umgezogen und habe die verschiedensten Jobs ausprobiert. Jetzt bin ich hier hängen geblieben, weil ich mich hier einfach am wohlsten fühle.” -
Sie sprangen aus dem Humvee und Lily rannte schon fast zu den Soldaten. Schnell erklärte sie ihnen ihre Lage und bat sie ihnen zu helfen. An jedem anderen Tag hätte sie wohl wie eine bekloppte Massenmörderin gewirkt, doch jetzt schien es sie noch nicht mal ein bisschen zu wundern, dass ein Schulmädchen blutverschmiert und mit einer Waffe vor ihnen stand. Die Soldaten ließen sie ein.
“Komm Alex, sie lassen uns rein.” -
Gut dass du Fragst!
Ich will mich diesen Winter an meinem ersten Cosplay versuchen und es Schritt für Schritt hier dokumentieren, wobei dieser Entwurf der erste Schritt ist, da sie außer ihrem original Outfit keine festgelegten Kostüme zu den einzelnen Vocaloid Songs hat.
Dann stell ich sie mal vor:
Akita Neru (der Name bedeutet so viel wie 'mir ist langweilig, ich geh ins Bett) ist kein offizieller Vocaloid sondern Fanmade. Allerdings war sie auch der erste Fanmade Vocaloid, der offiziell anerkannt wurde (Sie taucht zum Beispiel in dem PSP Spiel Miku Hastune: Project Diva und dem Manga Hatsune Mix auf). Sie hat keine eigene Stimme und deshalb wird meistens eine ein wenig tiefere Version von Mikus Stimme oder selterner auch die von Rin ein wenig höher benutzt. Ihr Charakter Item ist ein Handy, das sie auch so gut wie ununterbrochen benutzt und ihr Charakter wird als Tsundere beschrieben (Tsundere - Wikipedia) und sie gilt auch als die Anti-Miku. Sie hat zwei jüngere Geschwister, Akita Naru und Akita Nero, ihre beste Freundin ist Haku Yowane. -
Langeweile ist für mich etwas, das ich immer so schnell wie möglich überwinden will.
Früher hab ich meistens das Falsche gemacht um mich abzulenken, irgendwann hab ich dann stundenlang irgendwas im Fernesehn geguckt was mich noch nicht mal interessiert oder (noch viel schlimmer) ich habe gegessen (essen aus Langeweile ist grausam!). Als ich dann nach geraumer Zeit ein ganzes Stückchen zugenommen habe und letztendlich meine Lieblingshose beim besten Willen nicht mehr gepasst hat wusste ich das ich da unbedingt was ändern muss.
Mitlerweile ist es so, dass mir immernoch öfters langweilig ist, aber ich habe eine Lösung gefunden dagegen anzugehen. Entweder geh ich dann eine runde Fahrradfahren, bastel irgendwas oder mache sonstwas. Wichtig ist mir dabei, dass ich nicht mehr aus Langeweile fernsehe oder mich an meine x-box setzte.
Langeweile gab es schon immer und wird es immer geben. Man kann auch nicht verhindern dass einem niemals langweilig ist, aber ich denke man sollte dann, wenn man sich langweilt schalten und, wie pipito z.B. auch schon gesagt hat, etwas nützliches tun. Natürlich man hat nicht andauernd die genialen Ideen, aber man sollte es wenigstens versuchen.
Um auf das Thema zurückzukommen, als ich das gelesen hab musste ich an etwas denken was meine Oma mir mal gesagt hat.
"Ich weiß gar nicht was du hast, früher war uns nie langweilig."
Ich hab dann mal darber nachgedacht und ich glaube, dass das einfach daran lag, dass 'früher' auch die Kinder, wenn die Eltern einen Bauernhof hatten, jeden Tag mithelfen mussten. Das ging dann von morgens um 5 Kühe melken, bis hin zu einem ganzen Tag auf dem Feld, z.B. zur Kartoffelernte oder sonstwas. Der Punkt dabei ist, dass man den ganzen Tag irgendiwe beschäftigt und auf trab gehalten wurde.
Man kann sich natürlich auch mit Freunden treffen, aber das geht ja durch Schule, Arbeit auch nicht täglich. Außerdem kann dann auch genausogut zu zweit Langeweile aufkommen.
Jeder von uns kann wählen, wenn einem langweilig ist und jeder wählt da anders. Die Auswirkungen dieser Wahl liegen dann in Eigenverantwortung. -
-
Es war schon fast Mittag als sie über die Landebahn fuhren und langsam machte sich Lilys Magen bemerkbar. Das Frühstück lag schon länger zurück. Sie nahm sich das gestohlene Essen vor und angelte eine Packung Müsliriegel hervor. Den Ersten packte sie halb aus und wickelte die Verpackung so drumherum, dass man den Riegel selbst beim Essen nicht berührte. Sie hielt ihn Alex hin.
"Hier, du hast bestimmt auch Hunger..." -
Gemeinsam bewegten sie sich nach draußen.
"Ich wüsste jemanden, den ich anrufen könnte. Wenn er noch lebt, könnte er uns sicher sagen wo man in Sicherheit ist!"
Dieser Jemand wurde von ihr nur Onkel Robert genannt. Er war ein Kollege ihres Vaters und er gehörte praktisch mit zur Familie, da er selbst keine hier hatte. Er lebte auf einem Militärstützpunkt und daher standen die Chancen gut, dass er noch lebte. -
Lily saß auf der Treppe und ruhte sich kurz aus. His großer Kopf hatte auf ihren Knien Platz gefunden und sie kraulte ihn hinter den Ohren. Früher hatte sie immer einen Hund haben wollen und jetzt, in der wahrscheinlich schrecklichsten Zeit ihres Lebens, hatte sie letztendlich mit ihm einen letzten Freund.
Was Alex anging war sie sich trotz aller Hilfe noch nicht sicher, ob sie ihm wirklich vertrauen wollte. Andererseits währen ihre Überlebenschancen schon um einiges gesunken, wenn sie allein geblieben wäre. Außerdem war er doch eine bessere Gesellschaft als diese Jammerlappen von der JHS! Wenn man hier überleben wollte musste man sich eben zusammenreißen und sein Hirn benutzen!
Ayaka hätte sicher auch gekämpft, wenn sie die Chance dazu gehabt hätte. Bei den Gedanken an sie fing Lily unweigerlich an zu weinen. Sie griff in ihre Rocktasche und suchte nach Taschentüchern. Ihre Finger ertasteten etwas Hartes. Sie zog die Hand wieder aus der Tasche und sah verblüfft auf den Gegenstand, der in ihrer Handfläche lag. Ihr Handy!
Schnell sprang sie auf und lief mit dem verwunderten Hi die Treppe hoch. -
Lily nickte.
"Alles klar!"
Sie wandte sich wieder zu den anderen und rief ihnen auf japanisch zu:
"Bewaffnet euch! Und hört verdammt noch mal auf so laut zu sein! Das macht es nicht besser, sondern schlimmer!"
In dieser Militäranlage würde ihnen wohl jedenfalls eine kleine Verschnaufpause gegönnt werden. Denn als sie Alex weiter folgte merkte sie, wie ihre Beine langsam aber sicher immer schwerer wurden beim Laufen.
'Du darfst niemals aufgeben wenn du ein Ziel hast!'
Das hatte ihr Vater immer oft zu ihr gesagt und jetzt hatte sie ein Ziel, ein wirklich fundamentales: Überleben! Überleben weil das Leben doch bisher immer lebenswert war! Vielleicht hatte sie danach niemanden mehr oder vielleicht würde es gar kein danach geben, aber es war doch einen Versuch wert! Sie hatte eigenhändig ihre beste Freundin umgebracht, was konnte denn jetzt noch schlimmeres kommen?
Sie würde weiter kämpfen, allen die sie liebte zuliebe würde sie ihr Bestes geben! -
-
Nachladen. Schießen. Treffer!
Nach und nach gingen die Zombies zu Boden, doch es wurden einfach nicht weniger!
Wäre sie ihnen bloß nie zur Hilfe gekommen!
"Ihr müsst hier abhauen!" rief sie den Überlebenden zu und folgte Alex, ohne darauf zu achten, ob sie taten was Lily ihnen gesagt hatte.
Ihre Gedanken galten jetzt nur der Flucht. Rennen und zwischendurch dem einen oder anderen Zombie den Schädel mit der Schulterstütze einschlagen. -
Als Alex anfing zu schießen, war Lily erst verwundert. Doch als sie ein wenig darüber nachdachte, wurde ihr klar, dass die meisten von den Zombies eh schon durch das Geschrei angelockt worden waren. Jetzt sah sie, wie eine Horde dieser Viecher von der Schule in ihre Richtung hinkten. Hikijidai JHS konnte sie auf dem Schild oben an der Kurve lesen.
"Verdammt!" entfuhr es ihr.
Sie ging ebenfalls in die Knie und legte die blutige Schulterstütze an. Jetzt musste sie nur noch schießen. Was da auf sie zu kam, waren eine ganze Menge... und die Meisten von ihnen trugen Schuluniformen! -
Als sie die Zombies sah und die Schreie hörte ging sie automatisch schneller, geradewegs auf die Gruppe zu.
'Warum mache ich das eigentlich?'
Einer der Untoten beugte hielt den Arm einer schreienden Frau fest umschlossen. Entschlossen legte sie die Waffe an zielte.
Ein sauberer Kopfschuss. Die Frau stolperte weg von der Gruppe und sah Lily verdattert an, doch diese wandte sich wieder der Gruppe zu. Denn die Schlurfer waren durch den Schuss auf Lily aufmerksam geworden. Es war eine Gruppe von 5 Leuten und jetzt wo die Zombies ihnen, durch die Ablenkung, mehr Platz ließen, konnten sie auch wieder mit ihren eigenen Waffen kämpfen. Hockeyschläger, ein Hammer und etwas was wie ein Tischbein aussah.
Lily schoss nicht mehr, sie schlug nur noch. Weitere Schüsse würden nur noch mehr Zombies anlocken! Hi sprang einem Zombie knurrend an die Kehle und brachte ihm zu Boden.
Sie legte einen Finger auf die Lippen und bedeutete den anderen damit, dass sie aufhören sollten zu schreien. Jetzt wusste sie warum sie ihnen half, weil sie vielleicht einen Grund hatten unbedingt überleben zu wollen. Aber warum wollte sie eigentlich weiter machen? Ihre Eltern lebten bestimmt nicht mehr, da machte sie sich keine großen Hoffnungen mehr, nachdem sie gesehen hatte, wie viele es doch von den Untoten waren.
Erneut schlug sie einem Zombie die Waffe gegen den Kopf. Sie würde weiter darüber nachdenken, wenn sie auch Zeit dazu hatte. -
Lily zog sich die Weste über. Sie war ziemlich schwer doch das machte ihr nichts aus. Je weiter sie gingen, desto mehr Zombies begegneten ihnen.
Unbewusst rückte sie immer näher zu Alex und auch Hi lief dicht bei ihren Füßen.
Unruhig griff sie die Waffe ein wenig fester. Sie bogen in eine Straße ein und waren jetzt von Restaurants und Läden.
"Ich denke, wir sollten uns etwas mitnehmen, wer weiß wann man wieder an etwas herankommt."
Ohne auf eine Antwort zu warten steuerte sie schnurstracks auf einen 'Sotetsu Rosen' Supermarkt zu. Dort würde sie nicht nur Nahrungsmittel finden, sondern auch eine Tasche. Sie konnte ja Alex nicht alles Tragen lassen! Ein Zombie humpelte durch den Laden, doch sie verhielt sich so leise, dass er sie nicht bemerkte. Sie packte ein wenig Obst ein, aber auch haltbarere Lebensmittel. -
Ein leichtes Lächeln huschte über Lilys Lippen, als sie die Waffe fing. Gekonnt überprüfte sie diese und hielt sie dann Schussbereit. Sie wusste, wie sie damit umzugehen hatte, ihr Vater hatte es ihr damals beigebracht. Dieses Training war einer der wenigen Momente gewesen, die sie mit ihm verbringen konnte. Ihre Mutter war dagegen gewesen, dass sie so etwas lernte, Lily würde es im späteren Leben nie brauchen. Wie sie sich da geirrt hatte!
Ein unschönes Gefühl breitete sich in ihrer Magengegend aus.
Nein! Sie durfte jetzt nicht daran denken, sie musste für ihr eigenes Überleben sorgen! Sie hielt die Waffe noch etwas höher. Das vertraute Gewicht und das kühle Metall beruhigten sie ein wenig. -
die zange gottes pwned ausrufezeichen
-
Während der ganzen Fahrt über den Golfplatz schwieg Lily. Ihre Hände krallten sich um ihre Knie und ihr Blick huschte wachsam über den Platz. Mit dem Gedanken an die Militärbasis kam auch der Gedanke an ihre Eltern. Lebten sie noch? Oder waren sie schon längst Teil dieser schlurfenden Masse? Nein, sie konnte sich das nicht vorstellen! Ihr Vater war immer so stark gewesen, er würde niemals so schnell verlieren!
Sie kletterten über den Zaun und bewegten sich leise durch die Gruppen von Zombies. Dass sie nur auf Geräusche reagierten war wirklich gut, denn so würden sie sich leichter fortbewegen können.
Dann sah sie ihn, sie kannte diese Art von Laster! Sie gehörten zum Militär und wenn sie Glück hatten, dann würden sich Waffen und Munition in ihm befinden.
Mit dem Ellenbogen stupste sie Alex an und zeigte auf den Laster. Der schien verstanden zu haben, was sie meinte, denn er ging jetzt geradewegs darauf zu. -
und noch mehr....
Es war fast 12 Uhr, als ich aufwachte. Ich stand auf und strich mir ein paar wirre Haarstränen aus dem Gesicht. Langsam schlurfend und noch nicht ganz wach machte ich mich auf den Weg in die Küche.
Als ich die Tür zur Küche öffnete stieg mir der Geruch von Kaffee in die Nase. John war vor mir wach gewesen und hatte einen Zettel auf dem Küchentisch hinterlassen. Ich füllte mir eine Tasse und las ihn.
'Bin was erledigen, wir sehen uns später.'
Nachdem ich meine Tasse geleert hatte und meine Lebensgeister wieder erwacht waren, ging ich mich umziehen und verließ die Wohnung.Ich stieg die Außentreppe empor und hämmerte laut mit der Faust gegen die Eingangstür des Apartments direkt über meinem.
Nach gut einer Minute öffnete sie sich und eine kleine, alte Frau stand mir gegenüber. Sie rückte ihre Brille zurecht und sah mich prüfend an.
“Ah, Tara mein Kind. Schön dich zu sehen.”
Sie war ziemlich schwerhörig und hatte die Angewohnheit ihr Hörgerät immer leise zu stellen, deshalb hob ich schon fast automatisch die Stimme.
“Hallo Mrs. Carter! Ich gehe einkaufen, brauchen sie vielleicht auch etwas?”
Sie überlegte kurz, dann drehte sie sich um und kam nach einigen Augenblicken wieder zurück.
“Könntest du mir etwas Vogelfutter mitbringen, wenn es dir nichts ausmacht? Meinen kleinen sind ja so gefräßig.” sagte sie und drückte mir etwas Geld in die Hand.
“Kein Problem.”
Sie bedankte sich und schloss die Tür, als ich mich umdrehte und ging. Vor zwei Jahren wahr ihr Mann gestorben und ihre Kinder lebten zu weit weg um sie öfters zu besuchen. Eigentlich kamen sie nur zu Thanks Giving vorbei. Sie war eine einsame alte Frau, deren einzigen Freunde nur noch ihre drei Kanarienvögel waren.
Ihre Familie wollte sie dazu bringen, zu ihnen nach Florida zu kommen um dort in einer Gated Community zu leben, doch sie wehrte sich mit Händen und Füssen dagegen. Las Vegas war ihre Stadt, meinte sie und man konnte es ihr auch nicht übel nehmen, denn immerhin hatte sie ihr halbes Leben lang bei der Security eines Kasinos gearbeitet.Nachts war dieser Seven Eleven mein Arbeitsplatz und Tagsüber gab ich mein verdientes Geld genau dort wieder aus. Mitarbeiterrabatt war schon eine tolle Erfindung.
Um überleben zu können müsste ich den McLeod Drive noch nicht einmal verlassen. Ich arbeitete direkt neben meinem Zuhause. Außerdem gab es da auch einen McDonalds und Pizza Hut, also alles was man zum Leben brauchte. Fakt war, dass ich meine Straße wirklich kaum verließ. Nur Samstags, wenn Isabel mich mal wieder durch die Clubs schleifte. Sie war fest davon überzeugt, dass ich mir unbedingt und so bald wie möglich einen Kerl aufreißen müsste, doch ich hatte andere Prioritäten.
Mein Blick fiel auf einen alten Ford Mustang und dem jungen Mann der daran lehnte. Er war relativ klein, aber dafür kräftig. Seine Haare waren braun und Haargel hielt sie in Form. Das graue T-Shirt mit der bunten Schrift und die verwaschenen Jeans vervollständigten seinen Look, es war ein perfektes Zusammenspiel.
Als er mich erblickte stieß er sich vom Wagen ab und kam mir lächelnd entgegen.
“Hi Quentin, gestern Nacht alles gut überstanden?” begrüßte ich ihn.
“Ja und du? Irgendwelche Zwischenfälle?”
Ich überlegte kurz, sollte ich es ihm erzählen? Besser nicht.
“Nichts, was nicht auch zu lösen gewesen währe.”
Er hob eine Augenbraue.
"Sicher?"
Ich nickte
"Na wenn du meinst."
“Aber wenn du schon mal hier bist kannst du mir auch gleich beim tragen helfen.”
Eine volle Einkaufstüte und einen großen Pizzakarton in meinen Armen später machten wir uns wieder auf den Rückweg.