Wenn ich vorstellen darf: Der Plötzling
Dieses 'Tier' ist eine Erfindung von Jaen und mir und beruht auf einem Rechtschreibfehler x3
Der Plötzling hat die Körperform einer Erdnuss und den Schwanz eines Biebers. Ausserdem gehört er zu den Beuteltieren. Die Lebenserwartung von Plötzlingen liegt bei drei bis fünf Jahren. Ausgewachsen misst er ca. 60 cm und er ist in ALLEN Farben erhältlich. In seinem 2. Lebensjahr reproduziert er sich genau ein mal (die Farbgebung ist zufällig) und trägt sein Junges dann 7 Monate lang in seinem Beutel.
Allerdings hat der Plötzling einen grossen Fehler. Der erste Plötzling war ein Experiment einer Wissenschaftlerin, die unheimlich gerne süße, explosive Dinge mochte. Also hat sie den Plötzling entwickelt. Man kann, siehe oben, drei bis fünf Jahre lang freude mit ihm haben, er lernt schnell, ist gehorsam und braucht nicht viel Pflege, doch sobald er stirbt, ob eines natürlichen Todes oder nicht, wird ein chemischer Stoff in seinem Körer freigesetzt, der ihn nach kürzester Zeit explodieren lässt.
Nachdem die Wissenschaftlerin in einer Plötzlingexplosion gestorben ist sollte die Anleitung zur Herstellung eines Plötzlings eigentlich vernichtet werden, doch sie ist in falsche Hände geraten und so wird der Plötzling nach wie vor im Untergrund gezüchtet und verkauft.
Beiträge von renpicar
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Lily musste unwillkürlich lächeln. Dieser Trick mit den Alarmschnüren war schon so alt, aber konnte ihnen trotzdem eine mehr oder weniger ruhige Nacht versichern. Es war wichtig, dass sie wenigstens diese Nacht schlafen konnten, denn man konnte ja nicht wissen wie die nächste werden würde... falls es eine Nächste geben würde.
Yui sah immer noch fern und Hi hatte es sich neben der Kleinen bequem gemacht, also beschloss Lily Alex zu helfen und beteiligte sich bei der Suche nach Schnüre. -
Lily ballte die Fäuste und entspannte ihre Hände wieder, immer wieder, immer wieder.
Natürlich hatte Alex recht! Menschen waren doch die größten Monster und wenn erst mal die wichtigsten Ressourcen nicht mehr so leicht zugänglich waren, würden auch nicht mehr alle Überlebenden sehr nett sein.
Sie seufzte.
"Uns wird wohl früher oder später nichts anderes übrig bleiben...", sagte sie leise. -
"Es könnte in dem Fall sein, dass du auf lebende Menschen schießen oder sie auf andere Art töten musst!"
Lily starrte Alex perplex an.
"Das kannst du nicht ernst meinen! Wir können doch keine überlebenden Töten! Das wäre doch völlig irrsinnig!"
Auch wenn Lily vieles ab konnte, konnte sie sich niemals, auch in dieser Situation nicht, vorstellen einen lebenden Menschen absichtlich zu töten! -
Lily nickte.
"Jap."
Ihr Blick haftete, genau wie der der anderen auf dem kleinen Mädchen, das jetzt wieder den Fernseher anstarrte.
"Sie scheint uns die ganze Zeit zugehört zu haben", sagte sie mehr zu sich selbst als zu den anderen. -
"Senshi!"
Als Lily frisch umgezogen und mit nassen Haaren die Treppe hinunter ging vernahm sie eine hohe Stimme, die weder Alex, noch Risa und erst recht nicht Hi gehörte. Das konnte also nur heißen, dass Yui gesprochen hatte! Sie beschleunigte ihre Schritte und stolperte in das Wohnzimmer, doch Yui sah zum Fernseher. Allerdings sahen Alex und Risa ziemlich überrascht aus.
"Hat sie gerade gesprochen?"
Wenn sie jetzt angefangen hatte zu sprechen, würde sie ihre Sprachlosigkeit ja vielleicht bald ganz ablegen! -
Bitteschöön :3

Ich wünsche mir den Chibi Shinigami von Zombie Loan

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"Bad ist frei!", rief Alex die Treppe hinab.
"Okay!", sagte Lily und wandte sich dann Hi zu, "du bleibst brav hier bei Yui ich bin gleich wieder da."
Oben im Schlafzimmer der Eltern nahm sie sich eine Hose und ein Handtuch und verschwand dann ins Bad. Schnell schälte sie sich aus ihren Klamotten und stellte sich unter die Dusche.
Das heiße Wasser tat wirklich gut und sie fühlte sich zum ersten mal, seit es angefangen hatte wieder richtig entspannt. -
Hi blieb brav sitzen, während Lily ihm das Fell säuberte. Das Zombieblut war wirklich hartnäckig, doch langsam löste es sich aus seinem langen Fell.
Nachdem das meiste draußen war rubbelte sie den großen Hund gründlich mit einem Handtuch ab und fing an ihn zu bürsten.
"Damit du auch schön sauber bist, wenn es weitergeht.."
Der Hund war jetzt sauber und sie musste nur noch darauf warten, dass Alex fertig wurde. -
Lily legte Risa eine Hand auf die Schulter.
"Ich glaube nicht, dass jetzt noch irgendwelche Gesetzte gelten."
Aufmunternd lächelte sie ihr zu und nahm ihr die Hosen ab.
"Geh du ruhig als erstes, ich mach so lange den kleinen Schmutzfinken da sauber."
Auf dem Schminktisch, der neben dem Bett stand lagen einige Bürsten. Lily nahm sich eine und sah zu Hi, in dessen Fell sich nicht nur Dreck, sondern auch viel Blut und undefinierbarer Zombiematsch befand.
"So und wir beide sorgen jetzt mal dafür, dass du auch sauber wirst."
Der Hund spitzte die Ohren und lief ihr hinterher. Im Garten würde es sicher einen Schlauch geben, mit dem sie ihn sauber machen konnte. -
Lily nickte.
"Das klingt sehr gut.. Komm, lass uns nach oben gehen und nachschauen."
Sie ging die Treppe wieder hinauf und Risa folgte ihr. Zielsicher steuerte Lily auf das Schlafzimmer der Eltern zu. Dort stand ein riesiger Kleiderschrank, von dem mindestens die Hälfte mit der Kleidung der Mutter gefüllt sein musste.
Schwungvoll öffnete sie die Türen.
"Ja, ich glaube hier finden wir was."
Allein der Anblick der Abendkleider, die dort ordentlich hingen, hellte ihre Stimmung ein wenig auf. Irgendwie hatte sie schon immer schöne Kleider gemocht, doch die Tatsache, dass sie nie einen Anlass hatte um welche zu tragen, hatte diesem Interesse einen kleinen Dämpfer verpasst. -
Auf dem Familienfoto war neben Yui und ihren Eltern auch noch ein älterer Junge zu sehen. Also konnte man davon ausgehen, dass es neben Yuis Zimmer noch mindestens zwei andere Schlafzimmer gab. Lily ging den Flur entlang und öffnete einige Türen. Neben den drei Schlafzimmern hatte sie auch ein Gästezimmer gefunden, also würde die Bettenfrage gar kein Problem sein.
Schnell lief sie zur Treppe um die anderen zu informieren.
"Es gibt neben Yuis Zimmer noch zwei andere und ein Gästezimmer. Also beim Schlafen wird es heute kein Problem geben." -
Als Lily die Hand auf ihrem Rücken spürte wischte sie sich schnell die Tränen aus dem Gesicht und richtete sich auf. Auch Hi kam gerade wieder zurück.
"Tut mir leid... Sollen wir reingehn?", fragte sie mit einem leichten Lächeln.
Ihr Handy ließ sie draußen liegen. Erstens war es eh unnütz ohne Netz und zweitens war es nach dem Weitwurf auch sicher kaputt. Hi lief die ganze Zeit so dicht bei ihren Beinen, dass sie fast über ihn stolperte. Bestimmt merkte er, dass sie traurig war.
"Ich glaube ich werde mal schauen, was die Kleiderschränke hier so zu bieten haben..." sagte sie mehr zu sich selbst als zu Risa und ging zur Treppe.
Die Lederhose wurde langsam ein wenig unbequem und wenn sie eh über Nacht da bleiben würden, konnte es nicht schaden sich etwas bequemeres anzuziehen. -
Lily folgte den beiden ins Wohnzimmer. Yui schien den Fernseher angeschaltet zu haben, denn dort lief eine Folge von Pokemon. Sie setzte sich mit angezogenen Beinen auf das Sofa und fixierte den Bildschirm. Allerdings bekam sie noch nicht einmal mit, worum es ging. Ihre Gedanken kreisten wieder um ihre ihre Familie. Erst als Hi sie anstiess erwachte sie aus ihrer Starre.
"Na, was ist los? Möchtest du mal raus?"
Er wedelte freudig mit dem Schwanz und lief in Richtung Tür. Lily folgte ihm und setzte sich auf die kleine Trittstufe vor der Haustür. Mit der linken Hand fischte sie ihr Handy aus ihrer Hosentasche. Ein weiterer Versuch konnte nicht Schaden. Als erstes wählte sie die Nummer ihrer Mutter. Es kam noch nicht mal ein Freizeichen, bei ihrem Vater passierte das selbe. Auch Robert war nicht zu erreichen.
"Scheisse!"
Sie schmiss das Handy auf den Weg vor sich und brach in Tränen aus. Das Gesicht in den Händen vergraben ließ sie jetzt alle Dämme brechen. -
Z-Day ~ 17:17 Uhr ~ Takatsu Bezirk ~ Tama Fluss
Lily nickte.
"Okay, pass auf dich auf."
Sie ging in die Küche und stelle einen Teller mit dem, was übrig geblieben war auf den Tisch.
"Setz dich, möchtest du etwas trinken?"
"Tee wäre nett."
Die junge Frau setzte sich und folgte ihrer Aufforderung. Nach einem kurzen 'Itadakimasu' fing sie an zu essen. Lily beobachtete sie abschätzend. Sie war wohl ein bisschen älter als Lily und eindeutig Japanerin. Wenn sie sich dazu entschied bei ihnen zu bleiben war es sicher praktisch noch jemanden bei sich zu haben, aber je mehr sie waren, desto schwerer würde es werden, sich sicher fortzubewegen. Größere Gruppen waren auch schwerer zu organisieren. Wenn man Hi und Yui mit zählte waren sie jetzt zu fünft. Allerdings waren die beiden ja logischerweise nicht in der Lage Waffen zu verwenden, was wieder für eine weitere Person in ihrer Gruppe sprechen würde. Denn so war es einfacher ein Auge auf die Beiden zu haben. Doch das alles hing auch davon ab wie sie sich entscheiden würde.
"Darf ich nach deinem Namen fragen?" -
[Lily]
Z-Day - 17:12 Uhr - Takatsu Bezirk - Tama FlussWährend der Wasserkocher langsam zu zischen anfing, durchstöberte Lily den Kühlschrank. Sie hatte ein paar Flaschen Asahi-Bier gefunden und eine für Alex auf den Tisch gestellt, für sich machte sie grünen Tee. Als sie ein wenig weitersuchte fand sie auch eine halb volle Tüte mit Orangensaft.
Jetzt fehlten nur Gläser und eine Teeschale für sie.
In einem Hängeschrank fand sie dann auch das Gesuchte. Sie stellte jedem sein Getränk hin und sie konnten jetzt endlich anfangen zu essen. -
Hey, neues von Sofia :3
Es war circa halb eins als ich schweißgebadet aufwachte. Aufrecht saß ich in meinem Bett und starrte in die Dunkelheit. Es war ein Traum gewesen oder? Ich hatte nie jemanden umgebracht, ich hatte das nur geträumt. Nein, das gute zureden half auch nichts es war einfach passiert, ich hatte einen Menschen, einen lebenden, atmenden und vor allem noch relativ jungen Menschen einfach so das Leben genommen. Ich hätte es auch anders lösen können, ich weiß doch wie man jemanden außer Gefecht setzt, ohne ihn umzubringen, aber ich hab es nicht getan. Damit musste ich mich jetzt abfinden, je stärker ich mich da hineinsteigerte, desto schlimmer würde es für mich werden.
Ich stand auf und öffnete die Tür um in den größeren Teil meines Zimmers zu gelangen. Mein Hals war wie ausgedörrt, also schaltete ich das Licht an und sah mich nach etwas zu Trinken um, doch hier stand nichts. Ich beschloss runter zu gehen und die Küche zu suchen. Ich hätte auch etwas aus dem Wasserhahn in meinem kleinen Bad trinken können, aber ich glaube ich suchte nach Ablenkung.So trat ich hinaus auf den Flur, der ein wenig beleuchtet war, und ging ins Erdgeschoss. Der größte Teil wurde von der Eingangshalle, dem riesigen Wohn- und Esszimmer und dem Wintergarten, den man von der Einfahrt aus nicht sehen konnte, eingenommen. Ich ging davon aus, dass in der Nähe des Esszimmers auch die Küche sein musste, deshalb fing ich an verschiedene Türen zu öffnen.
Gerade als ich die dritte öffnen wollte, bisher hatte ich nur Büros vorgefunden, legte mir jemand seine Hand auf die Schulter. Erschrocken wirbelte ich herum und sah in das Gesicht von Michael.
"Na nana, kleine Lady. So spät noch wach und am rumschnüffeln?"
"Nein, ich..."
Ich holte einmal tief Luft und ließ die Hände, die Automatisch in Abwehrhaltung hochgeschnellt waren, wieder sinken. Sonst war ich nie so schreckhaft gewesen!
"Ich suche nur die Küche. Ich bin grade aufgewacht und hatte furchtbaren Durst."
Er grinste mich an.
"Gut, dann komm mal mit."
Er ging voraus und ich folgte ihm. Wir gingen aus dem Raum hinaus und er öffnete eine Tür, hinter der sich ein recht kurzer, schmaler Gang befand. Am Ende des Ganges war noch eine Tür, die er ebenfalls öffnete und dahinter befand sich die Küche.
"So da hinten ist der Kühlschrank, da solltest du etwas zu Trinken finden und dann gehst du schnell wieder ins Bett, okay?"
Ich nickte und ging zum Kühlschrank. Er drehte sich um und ging.
"Gute Nacht Sofia."
"Gute Nacht."
Der Kühlschrank war riesig und nachdem ich ein wenig gesucht hatte, fand ich sogar mein Lieblingsgetränk.
Genüsslich leerte ich das Glas voller eiskalten Grapefruitsaft, stellte es auf die Spüle und machte mich wieder auf den Weg nach Oben. Überraschenderweise fand ich ihn auf Anhieb. Als ich wieder im Bett lag, zog ich mir meine Decke über den Kopf und rollte mich zusammen. Irgendwann schlief ich wieder ein.
Ein Klopfen an der Tür weckte mich. Ich setzte mich auf und sah auf die Digitaluhr, die auf dem kleinen Regalbrett, direkt neben mir stand. Es war 7 Uhr morgens.
"Ja?"
Auf der anderen Seite der Tür erklang Rebeccas hohe Stimme.
"Guten Morgen Sofia, es ist Zeit zum aufstehen. Deine Schultasche und die Uniform liegen auf der Couch und das Frühstück ist schon fertig.
"Okay, danke Rebecca."
Ich setzte mich ans Fußende des Bettes und rieb mir den Kopf. Wie sollte ich mich denn vorstellen? Hi, ich bin Sofia und habe gestern jemanden umgebracht, ich dachte ich komme deswegen ins Gefängnis, aber mein Onkel hat auch noch Witze darüber gemacht. Also scheint es okay zu sein, ich freue mich darauf mit euch in eine Klasse zu gehen?!
'Okay Sofia, jetzt reißt du dich zusammen. Heute ist mein erster Tag an dieser Schule und ich werde nicht als totaler Freak rüberkommen! Niemand weiß davon, also warum mache ich mir eigentlich Sorgen?'
Halbwegs entschlossen stand ich auf und ging ins Bad. Ich putzte mir die Zähne und wusch mich, die Wunde an meinem Kopf wurde perfekt von meinen Haaren verdeckt. Ein wenig zweifelnd blickte ich auf mein kleines Schminktäschchen. Sollte ich mich für den ersten Schultag schminken? Ich beschloss nur ein bisschen Mascara aufzutragen.
Ich wurde auf eine Privatschule geschickt, an der Uniformpflicht herrschte. Ich zog die Kombination aus weißer Bluse, schwarzen Rock und burgunderfarbenem Pullunder an und besah mich in dem großen Spiegel an der Schranktür. Seufzend nahm ich meine Tasche und ging nach unten.Auf dem Esstisch stand Frühstück, doch ich ging geradewegs in die Küche und füllte mir erneut ein Glas mit Grapefruitsaft.
"Oh, Sofia. Möchtest du gar nichts essen?"
Rebecca betrat grade ebenfalls die Küche und sah mich verwundert an. Ich schüttelte nur den Kopf und nahm einen weiteren Schluck aus meinem Glas. Jetzt kam auch Domenico herein.
"Guten Morgen Onkel Domenico."
"Guten Morgen Sofia. Hör doch bitte auf mich Onkel zu nennen, so alt bin ich auch wieder nicht!"
Ein bisschen musste ich lächeln, denn meiner Meinung nach konnte man ihn mit seinen 35 Jahren schon Onkel nennen. Trotzdem nickte ich.
"Michael wird dich zur Schule fahren und auch wieder abholen"
Er lächelte und legte mir eine Hand auf die Schulter.
“Mach dir keine Sorgen, wenn du von der Schule wiederkommst werde ich dir alles erklären.”
“Und warum nicht jetzt?”
“Weil es zu lange dauern würde und jetzt Abmarsch.”
Domenico verpasste mir einen kleinen Stoss und ich ging mit einem kurzen ’Ciao’ aus der Küche.
Einige Minuten später saß ich auf dem Beifahrersitz von einem der Autos die Domenico gehörten und sah auf die Straße. Neben mit tippte Michael mit seinem Zeigefinger im Takt der Musik, die halblaut aus dem Radio tröpfelte, auf das Lenkrad.
"Alexander von Klint, 17."
Der Junge neben mir starrte genervt vor sich hin und vergrub die Hände in seinen Hosentaschen. Er war gut zwei Köpfe größer als ich und nicht grade schlaksig.
"Mein Name ist Sofia Albarella, ich bin 16."
Ich lächelte nervös. Alle Blicke schienen auf mir zu kleben.
"Gut, habt ihr irgendwelche Fragen an unsere zwei Neuankömmlinge?"
Sofort schnellte eine Hand in die Höhe. Das Mädchen, das zu der Hand gehörte hatte kurze, weiß-blonde Strubbelhaare und schien ziemlich zierlich zu sein.
“Nora?”
Der Lehrer wies sie mit einer Handbewegung an aufzustehen. Nora sprang auf, sie war wirklich klein, und öffnete ihren, sorgfältig mit pinken Lipgloss ausgemalten Mund.
“Wo seid ihr zwei denn vorher zur Schule gegangen?”
“Ähm, also ich, ich wurde immer Zuhause unterrichtet.”
Ich musste aufhören so nervös zu sein! Sie sahen mich nur an weil ich neu war und nicht weil sie irgendetwas wussten!
“Das geht dich gar nichts an.”
‘Uh, da scheint ja jemand richtig gute Laune zu haben! Der platzt ja gleich vor Sonnenschein...’
“Okay”, sagte der Lehrer gedehnt, “wenn ihr keine weiteren Fragen habt könnt ihr zwei euch einen Platz suchen.”
Alexander setzte sich alleine an einen Tisch am Fenster und ich wählte den freien Platz neben Nora.
“Hi, ich bin Nora. Sag mal kennst du den Griesgram da?”
Ich schüttelte den Kopf.
“Nein, aber freut mich dich kennen zu lernen, ich bin Sofia.”
“Hey! Nicht schwatzen! Ihr hattet die Chance Fragen zu stellen, den Rest könnt ihr auf die Pausen beschränken.”
Schnell wandten wir unsere Aufmerksamkeit wieder dem Lehrer zu. -
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Day beugte sich leicht über den Tisch und beäugte das Pergament. Was auch immer darauf stand, konnte sie auf jeden Fall nicht entziffern. Aber in Lardos Gesicht war zu sehen, dass ihm diese Zeichen wohl bekannt vorkamen.
"Weiß jemand zufällig, was das bedeutet?"
Sie sah sich in der Runde um. Manchmal war es schwer auseinander zu halten, ob jemand ein Mensch war oder ein anderes Wesen. Doch andererseits war das auch gut so, denn so konnte man untertauchen, ohne gleich enttarnt zu werden.
>Ob hier auch Menschen dabei sind?<
Die Menschen wussten ja von den anderen, aus Sagen und Erzählungen.
Doch wie viele wirklich schon mal welche gesehen hatten, wusste auch Day nicht. -
Lily nickte schnell und nahm lächelnd den Messbecher entgegen. Sie füllte den Reiskocher und schaltete ihn an. Als sie nach kurzer Suche drei Paar Stäbchen aus einer Schublade fischte kam Yui sofort wieder angelaufen und streckte ihr die Hände entgegen. Sie reichte der Kleinen die Stäbchen. Gemeinsam deckten sie den Tisch, doch immer noch wurde kein Wort gewechselt.
Sobald sie fertig waren legte Yui sich ein großes Kissen auf einen Stuhl und kletterte hinauf. Sicher saß sie immer dort. Immerhin schien das Mädchen langsam wieder aufzutauen, vielleicht würde sie ja bald mit ihnen sprechen. Alex hatte schon recht, sie sollte von allein damit anfangen.