Beiträge von Ryoki

    [Yukiko Sakamato]
    13:35 Uhr - Lehrerwohnheim - Büro des Direktors

    Yukiko erreichte das Büro des Direktors ohne noch einmal in dunkle Gedanken abzudriften. Allerdings gesellte sich vor der Tür zu ihrer Erleichterung eine gewisse Nervosität. Ob es Honoka vielleicht genauso ergangen war wie ihr? Ob sie erwischt wurde? Sie hoffte inständig, dass dem nicht so war.
    Sie vollzog die Prozedur der Losung und öffnete die Tür, wobei sie kurz den Atem anhielt und erwartete aus dem Fenster zu fliegen, wie die beiden anderen vor ihr. Doch als nicht geschah, wurde sie von einem leisen Singsang begrüßt. Erstaunt blinzelte sie und schob neugierig den Kopf durch die Tür. Sie entdeckte Honoka auf dem Sofa und ein erleichtertes Lächeln zog ihre Mundwinkel nach oben. Ihr ging es also gut. Das Mädchen verstummte, als Yukiko die Tür hinter sich schloss und blickte sie an.
    Bevor sie etwas sagen konnte, meinte Yukiko:
    "Du hast eine wunderschöne Stimme Honoka-san. Warst du Mitglied in einer Band?"
    Erst dann wurde Yukiko bewusst, dass Honoka womöglich, so wie sie auch, nicht über ihre Vergangenheit reden wollte.
    "Tut mir leid, ich war ein wenig zu neugierig. Das geht mich nichts an, richtig?"
    Dann stellte sich Yukiko vor Honoka und verbeugte sich. Sie biss sich auf die Unterlippe und sagte:
    "Ich muss mich bei dir noch für etwas anderes entschuldigen. Tut mir leid, dass ich dich aus den Augen verloren habe. Der Schülerratspräsident hat mich erwischt und mich zur Rede gestellt. Aber keine Sorge, ich habe kein Wort über dich verloren."

    [Yukiko Sakamato]
    13:29 Uhr - Schulgebäude - Krankenzimmer


    Yukiko befand sich auf einer Party, die von ihrem Vater organisiert worden war, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Es war ein schöner Abend, mit einem klaren Sternenhimmel und einer angenehmen Brise, die Yukiko mehr als nur begrüßte. In dem Ballsaal, den ihr Vater nicht zum ersten Mal gemietet hatte, fühlte sie sich immer so als würde die Atmosphäre sie ersticken. Und so war der kleine Garten ein Ort der Ruhe, den sie mehr als begrüßte. Auch wenn ihr Vater anderer Meinung war. Aber so lange sie sich nur ein paar Minuten Pause gönnte, würde er es noch akzeptieren. Sie musste nur darauf achten seine Geduld nicht zu weit zu strapazieren.
    Mit einem Seufzen ließ sie sich auf der Bank nieder, legte den Kopf in den Nacken und starrte in den Himmel. Eine sanfte Brise brachte die grüne Hecke in ihrem Rücken zum Rascheln, während ein kleiner Springbrunnen beständig plätscherte. Sie genoss das Gefühl des Winds auf der nackten Haut und war froh sich für ein Cocktail Kleid entschieden zu haben, dass ihre Schultern und ihren Rücken bis zu den Schulterblättern frei ließ.
    Wenige Sekunden später knackte es in der Hecke hinter ihr. Überrascht drehte sie sich um, unfähig abzuwenden, was ihr drohte. Alles was sie sah, war eine Stange die auf ihren Kopf zuraste. Dann wurde alles schwarz.



    Als sie wieder erwachte, dachte sie zuerst noch bewusstlos zu sein. Alles war schwarz. Ihr Kopf dröhnte vor Schmerzen, doch waren sie so fern, dass sie sie nicht zu erreichen schienen. Ein dicker Nebel schien sie von der Realität zu trennen. Und dann bemerkte sie etwas Klebriges, das an ihrer Schläfe,ihrem Hals und ihren Schultern haftete. Sie versuchte es abzutasten,doch die Hände, die sich gekreuzt hinter ihrem Rücken befanden,bewegten sich kein Stück. Unfähig zu begreifen, was mit ihr geschehen war, stöhnte sie und versuchte in der Dunkelheit etwas auszumachen. Doch die Schwärze schien undurchdringlich für ihre Augen zu sein. Stattdessen lichtete sich langsam aber sicher der Nebel, der sie von ihrem Körper trennte. Die Schmerzen wurden immer präsenter. Ein dumpfes Pochen, das sich langsam von ihrem Kopf aus über ihren gesamten Körper ausbreitete. Dann fing sich die Schwärze an zu drehen. Sie wusste nicht mehr wo oben und wo unten war. Übelkeit überfiel sie. Sie riss ihren Kopf zur Seite und übergab sich, noch immer unfähig ihre Position zu ändern. Der Geschmack ihrer Magensäure brachte sie mehr oder weniger zu Besinnung, wodurch sie registrierte, dass sie wohl gefesselt auf einem Stuhl sitzen musste. Weder ihre Füße, die an den Stuhlbeinen fest geschnürt waren, noch ihre Hände konnte sie bewegen.
    „Ist da wer? Was ist passiert?“,krächzte sie und bei jedem Wort schoss ein brennender Schmerz durch ihren Kopf, der ihre Übelkeit wieder anfachte. Niemand antwortete ihr und alles, was nach ihren kläglichen Worten übrig blieb, war wieder die gähnende Stille.



    Je länger sie dasaß, unfähig sich aus ihren Fesseln zu lösen oder auch nur die geringste Form oder Silhouette auszumachen, stieg die Panik in ihr hoch. Ein beständiges Schluchzen drang aus ihrer Kehle, während sie immer wieder murmelte:
    „Vater... Hilf mir... Vater...“
    Doch auch diese Laute ihrer Hilflosigkeit verstummten, während die Zeit verstrich. Sie wusste nicht wie lange sie in der Dunkelheit gesessen hatte, doch es kam ihr vor wie eine Ewigkeit im Fegefeuer der Hölle. Und das obwohl die Kälte sich mittlerweile durch die dünne Schicht ihres Kleids gefressen und bis zu ihren Knochen durchgedrungen war. Sie zitterte unkontrolliert und die Stille trieb sie in den Wahnsinn. Das Pochen ihres Herzens kam ihr vor wie ein Presslufthammer, der mit jeder vergehenden Sekunde, die wackligen Grundrisse ihrer Psyche weiter zum Einsturz brachte.Die Dunkelheit wurde lebendig. Bewegungen, die sie nicht fassen konnte. Geräusche hinter ihr, außerhalb ihres Sichtfelds, ohne Quelle. Fremde Gerüche so dezent, dass sie sie nicht bestimmen konnte.
    „Hallo?“, flüsterte sie zitternd.Doch wieder gab es keine Antwort. Zumindest keine, die man hören konnte. Aus der Schwärze schälten sich zwei Paar glühende Augen. Eins links und eins rechts. Aufgeregt tanzten sie um sie herum.Panisch schossen ihre Blicke zwischen ihnen und her, unfähig die Körper zu erkennen, zu denen sie gehören mussten.
    „Lasst mich... Bitte... Lasst mich in Ruhe...“, flehte sie, ohne eine Reaktion bei den Augen zu bewirken.Sie tanzten immer weiter in zwei Bögen um sie herum. Als sie drohten vor ihr zusammen zu stoßen, fügten sie sich wie zwei identische Schablonen übereinander und ein gleißendes Licht strahlte ihr ins Gesicht. Ein höllischer Schmerz durchzuckte ihren Schädel, während sie verzweifelt den Kopf zur Seite legte und ihre Augenlider aufeinander presste, um der grausamen Helligkeit zu entfliehen.



    Erschrocken riss Yukiko die Augen auf und fuhr hoch. Ihr Atem ging schwer, panisch blickte sie sich um. Keine Dunkelheit, die sich wie ein undurchdringliches Netz über sie gelegt hatte. Sie erkannte das Krankenzimmer wieder. Sie war tot. Und hatte geträumt. Von dem einzigen Moment in ihrem Leben, den sie wirklich vergessen wollte. Dem sie sich nie wieder stellen wollte. Ein Schluchzen entglitt ihr und sie spürte wie die Tränen in ihre Augen stiegen. Sie umklammerte das Kissen und drückte ihr Gesicht in den weißen Bezug.
    „Es war nur ein Traum. Ich werde es nicht noch einmal durchleben. Ich bin hier sicher“, flüsterte sie immer wieder, um das immer stärker werdende Verlangen sich die Augen auszuheulen zu vertreiben. Und es funktionierte. Langsam aber sicher beruhigte sie sich wieder und ließ das Kissen sinken. Um nicht wieder an ihren Traum denken zu müssen, zwang sie ihre Gedanken zurück zu der Welt, in der sie jetzt lebte.
    „Ob Hayato-kun wieder auferstanden ist?“, fragte sie sich laut, in der Hoffnung, dass ihre Stimme, auch wenn sie am zittern war, ihr half sich zu konzentrieren. Langsam schwang sie ihre Beine vom Bett und machte sich auf den Weg. Den Spiegel an der Wand des Krankenzimmers würdigte sie keines Blickes. Sie wusste auch so, dass sie mit ihren geröteten Augen und blassem Gesicht aussehen musste, wie ein Häufchen Elend. Aber das war ihr egal, solange sie ihr keine Fragen stellen würden.



    Sie verließ das Gebäude und atmete die frische Luft ein. Sie war wunderbar rein. Ironisch wenn man bedachte, dass alle in dieser Welt schon einmal gestorben waren und dementsprechend auch als wandelnde Leichen durchgehen könnten. Sie schüttelte sich bei der Vorstellung. Noch nie hatte sie verstehen können, warum die Leute Zombies mochten. Na ja, immerhin roch sie noch gut.
    Sie hielt den makaberen Gedanken fest, während sie vom Schulgebäude zum Lehrerwohnheim ging.

    Da ich vermutlich noch einmal zu der Nachschreibephase meiner letzten Klausur antanzen darf, bin ich gerade noch ein wenig unsicher, ob ich jetzt "schon" einsteigen sollte. Und abgesehen davon habe ich mir für die Zukunft ein paar Dinge vorgenommen, die es zu erledigen gilt. :D


    Aber ich würde trotzdem mitmachen wollen. Allerdings nicht als vollwertiger Spieler, sondern eher als Schreiber eines halben NPCs. Ich würde dann meinen Charakter nehmen, der schon im Thread (Rose, würde dann aber auch die Hintergrundgeschichte leicht anpassen) steht, auch mit dem Hintergrund des Cafés und ihn vorerst völlig unabhängig von der Gilde agieren lassen. Den Charakter selbst würde ich euch jedoch nicht zum PP zur Verfügung stellen. Solltet ihr also eine kleine Story mit Rose planen wollen, müsstet ihr euch mit mir absprechen. Da der Charakter ja nicht in Gildenangelegenheiten verwickelt ist, sollte das recht einfach sein.


    Und sonst wäre der Charakter noch praktisch für "geistigen Beistand". :P
    Ein etwas angeschlagener/enttäuschter Charakter der seinen Frust nicht unbedingt im Alkohol ertrinkt (oder Minderjährig ist ^^), würde bei Rose dann Beratung finden. Wie die natürlich ausfällt ist von der Situation und von Rose eigenem Charakter abhängig. Also erwartet nicht unbedingt die besten Lösungsvorschläge. :P


    Das wäre so meine Idee. Wenn ich dann wirklich alles hinter mir hab, kann ich Rose immer noch durch eine kleine Weiterentwicklung zum Gildenmitglied aufschwingen lassen.


    Was haltet ihr davon? Wäre das in Ordnung es vorerst so zu handhaben?


    /Edit: Als Besitzerin von so einem Café kann sie natürlich auch von dem ein oder anderen Auftrag erfahren, der sonst nie seinen Weg zur Gilde gefunden hätte. Natsu du kannst dich dann ja bei mir melden, wenn sich die Gelegenheit bieten sollte.

    Ein Narzisst also? So so. ^^


    Jedenfalls herzlich willkommen in unserer Runde.
    Gerade was die RPG Ecke angeht, können wir wirklich immer ein wenig Unterstützung gebrauchen.


    Also, man schreibt sich. ^^

    Aloha Yao,


    herzlich willkommen in unserer feinen Runde. :)
    Neben der Ecken für Schreiberlinge die Soul schon angemerkt hat (wir haben einen chronischen Mangel an RPG Schreibern ;-P), gibt es hier auch eine Zeichenecke. Manche User wären die bestimmt sehr verbunden, wenn du mit ihnen da ein wenig neuen Schwung hereinbringen würdest.


    In diesem Sinne hoffe ich, dass du uns ein Weilchen erhalten bleiben wirst.
    よろしくお願いします!


    PS: Manche sind nicht so genau beim Beschreiben ihrer Hobbys, weil sie nicht so genau sein wollen. ;)

    Zetman wäre dann vielleicht noch was für dich. Vielleicht auch Speed Grapher, Bodyguard of the wind, Full Metal Alchemist: Brotherhood, Persona 4, Beelzebub (wenn dir das verdammte Baby nicht auch so auf den Sack geht wie mir ^^), Toriko (sehr gewöhnugsbedürftiger Anime), Rurounin Kenshin: Samurai X (ein älteres Schätzchen mit knapp 100 Episoden, das auch einige Anlaufzeit benötigt um wirklich interessant zu werden), Black Butler (bleib bloß bei der 1. Staffel), Samurai Deeper Kyo, Katanagatari (auch "anders"), Chrome Shelled Regios (Koukaku no Regios), Trigun (auch ein wunderbares älteres Schätzchen!), The GetBackers (vorsichtig damit sein, nicht abgeschlossen im Anime, der Manga sollte da die das endgültige Ziel sein trotz knapp 50 Anime Folgen), Sword Art Online (nimmt gegen Ende aber stark ab) und 07 Ghost (man merkt sehr stark die Vorlieben der Zeichnerin, aber der Bösewicht ist trotzdem einer der "coolsten" Charaktere die du jemals finden wirst).


    Ach und natürlich Fate Stay/Zero und Fate Stay/Night (Zero ist der Prolog zu Night, obwohl Night zuerst produziert wurde. Also nicht über den Qualitätssprung in den Zeichnungen und Animationen wundern. ^^)


    Hoffe ich konnte helfen. ^^

    Ich habe mich letztens als Windrunner auf der Safe Lane zusammen mit einer Medusa gegen einen solo Shadow Demon "First Bloodten" (was ein Unwort) lassen und bin danach direkt noch einmal gestorben... *hust*
    Wenn du das toppen kannst, glaub ich dir das erst. xD


    Können wir gerne machen. :)
    Zur Zeit ist es zwar schlecht, weil ich ja bald Prüfungen habe, aber das ein oder andere Spiel wird wohl drin sein (abends dann wohl). Und danach dann sowieso. ^^


    So super ist die Aktion gar nicht... Ich bin zu faul die zu verkaufen und was soll ich sonst mit denen anfangen? Hab noch über 10 Stück... Valve hat mich nach nur ein paar Spielen regelrecht mit denen zugeschüttet. ^^

    Logge ich mich in Steam ein und stelle fest, dass mir Valve einfach mal einen Haufen Invites für Dota 2 geschenkt hat. Da meine interessierten Freunde bereits von mir beschenkt wurden und ich noch immer welche übrig habe, dachte ich mir der Community einen Gefallen zu tun und die restlichen zu verschenken. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, also nicht ärgern, wenn alle weg sind. ^^


    Schickt mir einfach euren Steam Account/Spielernamen (PN oder Post hier im Thread) und ich schick euch das Game rüber.



    Für diejenigen, die das Spiel nicht kennen, stelle ich es kurz vor:


    Durch DotA (Defense of the Ancients) wurde das MOBA bzw. ARTS Genre bekannt, worauf Spiele wie Heroes of Newerth, League of Legends und neuerdings auch 3D Varianten wie SMITE sich dem Trend anschlossen. Dota 2 ist nun der Nachfolger von dem ersten richtig bekannten ARTS (Action Real Time Strategy Game), entwickelt von Valve und dem Vater von DotA, vertrieben ausschließlich auf Steam. Momentan befindet sich das Spiel noch in der geschlossenen Beta. wobei man sich für ~28 Euronen in die Closed Beta einkaufen kann.


    Das Spielprinzip ist sehr simpel. Man übernimmt die Kontrolle eines Helden und verstärkt entweder die Seite der Radiant oder der Dire. Jede Seite hat eine Basis die den "Throne" vor dem gegnerischen Team schützen soll. Das Ziel eines Spiels ist es die gegnerischen Helden auszuschalten und die Basis zu erreichen. Eine Partie ist vorbei, wenn der gegnerische Throne zerstört wurde.
    Jedes Match wird 5 vs. 5 ausgetragen und dauert zwischen 20 und 80 Minuten. Wobei beide Zeiten Extreme sind. Mein durchschnittliches Spiel dauert so 30 bis 40 Minuten.
    Zur Zeit gibt es 99 Helden aus denen man seinen Spielcharakter zu Beginn jeder Partie auswählen kann. Da sich Dota 2 noch in der Beta befindet, sind das noch lange nicht alle Helden. Nach und nach werden alle Helden aus DotA 1 hinzugefügt und neue, Dota 2 exklusive, Helden werden ihren Weg danach ins Spiel finden.
    Für eine Beta ist die Balance deswegen auch außerordentlich gut. Wobei eine perfekte in solchen Spielen so gut wie nie erreicht werden kann. Deswegen gibt es regelmäßige Updates.


    Interessierte Einsteiger sollten sich aber über eins im Klaren sein. Nur weil das Spielprinzip simpel ist, heißt es noch lange nicht, dass das Spiel leicht ist. Ich spreche da aus Erfahrung. Am Anfang wird man zerstört werden. Das Spiel hat eine äußerst steile und lange Lernkurve. Ich selbst befinde mich da noch ganz am Anfang...


    Wer trotzdem nen Invite will, kann sich melden. :P
    Immerhin kostet es 28 € sich einen Zugang zur Beta zu kaufen. Auch wenn das Spiel nach dem Release kostenlos über Steam spielbar sein wird (wie LoL nur ohne pay to win Aspekte... Alles im Item Shop ist rein kosmetischer Natur und gibt keinerlei spielerische Vorteile wie bei etwaigen Konkurrenten)

    [Yukiko Sakamato]
    11:47 Uhr – Schulgebäude, Block A – Krankenzimmer


    Vielleicht lerne ich dann ja schon ein ganz neues Ich kennen?“, hörte Yukiko ihn mit einem Zwinkern sagen. Eine Mischung aus Freude, Aufregung und einer Prise Verlegenheit ließ sie erneut lächeln. Anscheinend empfand er sie nicht als lästiges Anhängsel, von dem man sich so schnell wie möglich befreien müsste. Sie würde sich an ihm orientieren können, ein Beispiel nehmen. Er war es, der es geschafft hatte die Entscheidung zu fällen, vor der sie zurückgeschreckt war. Dafür bewunderte und respektierte sie ihn mit jedem Stückchen ihres Verstands und ihres Herzens. Und deswegen machte sie diese Zusage glücklich genug, um sich selbst zu überraschen.


    Jetzt warten noch ein paar Arbeiten auf mich. Etwas Ruhe, um Nachzudenken, wird dir jetzt hilfreich sein“, sagte er zur Verabschiedung und verließ den Raum. Yukiko kämpfte mit den Worten und ihren Gefühlen. Noch wollte sie nicht allein gelassen werden. Sie hatte Angst vor dem, an das sie sich erinnern könnte. Takeshis Gesellschaft verhinderte zwar nicht, dass sich Bilder vor ihrem geistigen Bilder zeigten, die sie nicht sehen wollte, aber sie erschienen ihr dann nicht unerträglich. Doch sie wollte ihn nicht von seinen Pflichten abhalten. Sie war schon dankbar genug, dass er sich um sie gekümmert hatte.
    Er hatte soeben den Raum verlassen, wodurch sie instinktiv ihren Körper in Bewegung setzte, um aufzustehen. Doch mitten in der Bewegung hielt sie an. Kurz zögerte sie, doch dann rief sie Takeshi hinterher:
    "Kaichou, vielen Dank für alles!"
    Sie hoffte er würde sie noch hören. Dann ließ sie sich mit geröteten Wangen zurück auf das Bett sinken. Sie atmete einmal tief durch und sah sich um. Die Krankenstation war erstaunlich klein für eine Schule dieser Größe. Es gab nur wenige Betten mit weißen Bezügen und Decken. Was sie jedoch am meisten irritierte, war, dass es auf der Station niemanden außer ihr selbst gab. Kein Erwachsener, der über die Wehwehchen der Schüler wachte.
    Sie seufzte und ließ sich rücklings auf die weiche Matratze fallen. Nachdem sie einige Sekunden die Decke angestarrt hatte, bildete sich vor ihrem geistigen Auge das Gesicht ihres Vaters. Sofort schloss sie die Augen, drehte sich auf die Seite und nahm Schutz suchend die Embryonalstellung ein.
    "Ich weiß noch nicht einmal seinen Namen...", murmelte sie, um sich abzulenken, "Wenn ich ihn das nächste Mal sehe, muss ich ihn unbedingt danach fragen."
    Das Gesicht ihres Vaters wurde durch diverse andere Szenen ersetzt. Wie er sie in den Armen hielt. Sie rollte sich noch weiter ein. Und dann spürte er ihre Hand über ihre Haare streichen. Sie schnappte sich das Kopfkissen, presste es gegen ihre Brust und vergrub ihren Kopf darin. Ihre Wangen brannten, wie noch nie zuvor.
    "Ich bin doch ein Idiot. Warum denke ich jetzt an so etwas?", flüsterte sie in den Stoff des Kissens.
    Sie versuchte ihre Gedanken zu Honoka zu lenken und wie es ihr wohl ergangen war, doch kehrten sie immer wieder zu dem Schülerpräsidenten zurück. Während des ständigen hin und her spürte sie nicht, wie die Müdigkeit von ihr Besitz ergriff. Ihr Zusammenbruch hatte mehr als nur erschöpft, wodurch ihr schließlich die Augen zufielen und sie ins Reich der Träume abdriftete.

    Meiner Meinung nach ist die Magie nun mehr als in Ordnung. Da kann man auch einige nette Dinge raus machen.


    Was die Zeitrechnung angeht, habe ich mich geirrt. Wahrscheinlich falsch gelesen/überflogen. Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass der aktuelle Stand 800 Jahre nach der aktuellen Zeit in FT anzusiedeln sei. ^^
    Nun gut 150 Jahre für den Aufbau/Erschließung eines neuen Kontinents ist nicht all zu lang. Da kann es durchaus noch einige "rückständige" Gebiete geben.

    Ohne Einschränkung ist die Magie auch für Amy zu mächtig...
    In keinem RPG, egal ob jetzt geschrieben oder für den PC, gibt es einen Spielercharakter, der alles beherrschen und nach seinem Willen formen kann. Das wäre einfach nur schlechtes Spieldesign, da es alle anderen Charaktere (mal abgesehen von Healern) überflüssig machen würde.


    Aber wenn du daran festhalten willst, hast du schon den richtigen Gedanken. Lieber Amy, die voraussichtlich weniger am Spiel teilhaben wird, das übermächtige Werkzeug geben, als Rey. Nur solltest du dann eine Erklärung dafür bereit haben, wie Rey die Magie erlernt hat.
    Soweit ich weiß, kann Dragon Slayer Magie ja nur von Drachen selbst unterrichtet werden... Oder man erhält sie durch einen Lacrima, der in den Körper eingepflanzt wird. Dass Menschen die Magie weitergeben können bezweifle ich, ist aber noch etwas mit dem man sich anfreunden kann, insbesondere da Amy ja das Blut eines Dragon Slayers besitzt.


    Was den technischen Stand angeht... Nun ja in FT sieht man Pferde nur sehr selten. Selbst in den abgelegeneren Dörfern. Und das RPG spielt 800 Jahre später... Ist schon eine leicht seltsame Vorstellung, dass die es nicht gebacken bekommen haben auch nur einen winzigen technischen Fortschritt hinzukriegen. ^^

    Das Feuerelement ist weniger problematisch. Es gibt genügend Tierchen, die durch chemische Reaktionen Feuer als Abwehrmechanismus benutzen.
    Aber auch so in der Natur gibt es Feuer oft genug. Bäume geraten bei einem Unwetter in Brand, wenn ein Blitz einschlägt, ganze Wälder brennen ab, wenn sie eine Trockenperiode hinter sich haben und die Sonne zu intensiv scheint (auch ohne menschliches Zutun), usw.


    Das wichtige dabei ist halt, dass Rey die Elemente nicht erschaffen kann. Er sollte nur Vorhandenes nutzen können. Denn sonst wäre er wirklich übermächtig, egal wie viele Regulationen man einführt. ^^

    @Natsu


    Feuer, Erde, Wasser und Luft ist verdammt viel. Damit vereint dein Charakter die Stärken von mehreren Magiern des Animes in einer einzigen Person ohne wirklich eine Schwäche zuhaben. Insbesondere wenn er die gleichzeitig verwenden kann.
    Aber wenn du dich auf diese Elemente beschränken willst, wie passt dann das Formen von Bäumen/Pflanzen in die Magie hinein? Die gehören zu keinem der Elemente.


    Mein Vorschlag wäre es also die Grenzen der Magie klarer zu definieren und ein Limit für die gleichzeitige Verwendung (am Anfang nicht mehr als eins, dann zwei, maximal drei. In extremen Ausnahmesituationen die für Fairy Tail so üblich sind, dann vier, sobald er in der Lage ist drei zu kontrollieren) einzuführen. Gerne auch die Schwierigkeit der Kontrolle bei gleichzeitiger Verwendung an sich gegenseitig schwächende Elemente anpassen. (Wasser und Feuer gleichzeitig ist bedeutend schwerer als Wasser und Erde gleichzeitig.)
    Erde -> Formen von loser Erde (Humus), kein Gestein, kein Sand
    Luft -> Windböen, "Windklingen", Schwebe nur unter starker Anstrengung (die Fähigkeit zu fliegen ist ziemlich mächtig), keine Kontrolle des Sauerstoffgehalts
    Wasser -> Kann nur eine begrenzte Menge kontrollieren
    Feuer -> Kein Einfluss auf die Hitze, keine Trennung von Brennstoff und Feuer ohne das Feuer durch seine eigene magische Kraft am Brennen zu erhalten.


    Und natürlich darf er keine der Elemente von sich aus erschaffen können. Er formt sie nur und erzeugt sie nicht. Das ist den spezialisierten Charakteren vorbehalten.



    @Sawa-chan


    Deine Post sind soweit ich das beurteilen kann ganz in Ordnung. Aber dein Charakter ist so gesprächig. ^^ Sollte er nicht ein zweiter wortkarger Mystogan werden? Er muss sich nicht ständig erklären, er darf die anderen in Unwissenheit lassen und sich in Schweigen hüllen.

    Noch schreibe ich zwar nicht mit, aber eine Sache würde ich trotzdem gerne anmerken, bevor irgendwann zu spät sein sollte.
    Ich finde Rey´s Magie viel zu mächtig. Weniger seine aktuelle Kampfstärke, als die Möglichkeiten, die diese Magie ihm bietet. Meine ersten Bedenken hatte ich schon bei dem Steckbrief, aber die wurden bei eurem aktuellen Kampf schon beinahe bestätigt.


    Er kann zu viel. Und das zu gut.
    Bis jetzt Erde, Wasser, Pflanzen und Levitationsmagie (was im Grunde nichts mit "Natur" zu tun hat). Vergleicht man das mit Fairy Tail Charakteren wäre die Vereinigung von Juvia, Jura (der durch seine Magie im Übrigen diesen einen Titel verliehen bekommen hat, der ihn als einen der 10 stärksten Magier auszeichnet) und Azuma von der Gilde Grimoire Heart (wenn auch ohne die Explosionen... Zumindest bis jetzt) + das alles von ihm geformte anscheinend schweben kann.
    "Natur-Form-Magie" hat da dann noch deutlich mehr Potential. Rein theoretisch könntest du das noch auf Wind, Donner, Feuer, jegliche Metalle usw. ausdehnen. Mir ist zwar klar, dass du das wohl kaum tun wirst, aber trotzdem besteht die Möglichkeit, da alles zur "Natur" gehört. Und wenn Rey alle Elemente der Natur kontrollieren/formen kann, dann steht auch der Kontrolle des Wetters nichts mehr im Wege. Und das Wetter ist dann auch nicht das einzige, was durch eine Kombination dieser Elemente erschaffen werden kann.


    Damit hättest du dann einen Charakter erschaffen, der potentiell einen höheren Status erhalten könnte als Monkey D. Dragon in One Piece, der auch die Kraft hat das Wetter zu kontrollieren...
    Meiner Meinung nach völlig überdimensioniert. Insbesondere, da du mit so einer Magie der Magie anderer Charaktere einen Teil ihrer Darseinsberechtigung wegnimmst. Wer braucht einen Wassermagier, wenn Rey es genauso gut kann? Wer einen Erdmagier? Wer einen reinen Pflanzen/Baum Magier?


    Um seine Kraft auszubalancieren müsstest du meiner Meinung nach das Einflussgebiet seiner Magie reduzieren, oder seine Fähigkeiten in der Kontrolle der Elemente verringern. Je mehr Elemente er beherrscht, desto schwächer müsste die Kontrolle im Vergleich zu einem spezialisierten Magier ausfallen. Kämpft er mit seiner Erdform Magie gegen einen Jura auf gleichem Level, muss er verlieren. Nimmt er die andere Elemente dazu, ist es ein fairer Kampf, aber auch nur wenn er sein Köpfchen benutzt, da die einzelnen Elemente für sich ja relativ schwach sind und nur die Kombinationen wirklich mächtig werden sollten.


    Oder du grenzt deine Magie stärker ein. Kontrolle von 2 oder 3 Elementen, für den Anfang keine gleichzeitige Verwendung der Elemente, Qualität der geformten Produkte zu einem großen Teil vom Ausgangsstoff abhängig machen, keine Übertragung der Magie auf den Körper (so wie sich Juvia z.B. mehr oder weniger in eine Wassergestalt verwandeln kann), keine unbegründete Levitation (selbst Gildarts kann nicht einfach wie er lustig ist schwebende Gegenstände erschaffen), usw.


    Ich hoffe meine Befürchtungen werden nicht wahr. Bis jetzt ist davon ja auch noch nichts eingetreten (vielleicht abgesehen von der Verwendung mehrerer geformter Elemente gleichzeitig), aber der Entwicklung von Rey müssen definitiv ein paar Schranken auferlegt werden, damit der nicht zu einem Gott wird, der quasi alle Stoffe der Welt formen und beherrschen kann. Und sich schwebende Plattformen erschaffen kann. ^^

    [Yukiko Sakamato]
    11:46 Uhr – Schulgebäude, Block A – Krankenzimmer


    Für den Diebstahl gibt es einen Eintrag in deine Schülerakte. In der wirklichen Welt ein Makel, der einen lange verfolgt. Hier wird es wohl nicht so langfristige Auswirkungen haben. Ich rate aber von weiteren Aktionen dieser Art ab!
    Yukiko lächelte erleichtert und veränderte ihre Position, indem sie ihre Knie aus der Umarmung freigab und sich aufrecht hinsetzte. Der Eintrag in ihrer Schülerakte konnte ihr kaum egaler sein. Nicht in einer Welt, in der sie ihr Image nicht mehr bewahren musste.
    Ich sehe dieses Mal als eine Notmaßnahme an, die von dir nicht ganz zu Ende gedacht worden ist, deshalb wird es weiter keine Maßnahmen geben. Und jetzt solltest du etwas Ruhe finden, Sakamato-san!


    Darauf reagierte sie mit gemischten Gefühlen. Zum einen war sie dankbar, dass er sie noch einmal ohne weitere Strafe davonkommen ließ. Allerdings hatte sie nicht daran gedacht, dass er sie schnell wieder alleine lassen würde. Auch wenn ihr bewusst war, dass es ein naiver Wunsch gewesen war. Es war ohnehin schon eine Überraschung gewesen, dass sich der Schülerpräsident überhaupt erst die Zeit für dieses Gespräch genommen hatte. Trotzdem wollte ihr die Vorstellung allein gelassen zu werden nicht gefallen. Vorsichtig sah sie zu Takeshi hoch, der mittlerweile aufgestanden war.
    "Kaichou...", begann sie schüchtern, "Vielen Dank für alles, aber... Ich... Darf ich irgendwann noch einmal mit Ihnen reden? Nur so? ... Bitte?"

    [Yukiko Sakamato]
    11:45 Uhr – Schulgebäude, Block A – Krankenzimmer


    Yukikos Erkenntnis traf sie unvorbereitet, als sie seiner Erklärung lauschte. Ein selbstironisches Lächeln zierte ihr Gesicht.
    'Ich hätte wie er sein können. Hätte ich einen Weg gefunden mich zu widersetzen, wäre ich nicht hier. Ich hätte so vielen Menschen helfen können, ihr Leben vor den Machenschaften meines Vaters retten können. Doch das habe ich nicht getan... Und jetzt sitze ich hier vor jemanden, der die Kraft hatte, die ich nie mustern konnte...'
    „Was eine einzige Entscheidung bewirken kann...“, murmelte sie gedankenverlorenen, während ihre Augen einen fernen Punkt fixierten. Dann fokussierte sie ihren Blick wieder auf Takeshi und sagte dankbar lächelnd:
    „Ich danke dir, Kaichou.“
    Dann verfiel sie wieder in ein Flüstern:
    „Was wohl passiert wäre, wenn Sie mir dies noch zu Lebzeiten gesagt hätten?“ Dann schüttelte sie jedoch den Kopf und fragte schüchtern:
    „Und was sagen die Regeln ist eine Bestrafung für einen Diebstahl?“ Wenn sie jetzt das Thema nicht wechseln würde, hatte sie Angst ihm alles zu erzählen. Doch sie fühlte sich dafür noch nicht bereit. Ihren Tod wollte sie nicht noch einmal vor ihrem inneren Auge erleben.

    [Yukiko Sakamato]
    11:44 Uhr – Schulgebäude, Block A – Krankenzimmer


    Yukiko vernahm die leichte Veränderung in seiner Stimme, was sie aufhorchen ließ. Das war die erste richtige Gefühlsregung, die sie bei ihm bemerkt hatte. Während sie ihn noch erstaunt anblinzelte, beugte er sich vor. Sofort meldete sich ihre Neugierde, die während ihres Nervenzusammenbruchs in eine verstaubte Ecke ihres Bewusstseins gedrängt worden war und nun aus irgendeinem Grund von ihm neu entfacht worden war. Zwar wusste sie nicht, wie sie seine Belustigung einzuordnen hatte, vielleicht amüsierte ihn auch nur ihr Unverständnis, aber das kümmerte sie in dem Moment wenig.
    "Kaichou, wenn Sie mich nicht angelogen haben, kann ihre Frage nur mit einem Nein beantworten. Es ist nicht ihre Pflicht, sondern ihre Wahl... Oder wissen Sie etwas über diese Welt, das uns noch unbekannt ist?"
    Sie machte eine kurze nachdenklich Pause. Dann sagte sie:
    "Ich glaube aber nicht, dass Sie mich anlügen würden. Sie sind viel zu nett", bei diesen Worten dachte sie unwillkürlich daran wie sie überhaupt erst in die Krankenstation gekommen war, was sich in einer leichten Rötung ihrer Wangen äußerte, "um dabei gelogen zu haben."
    Ihre nächsten Worte wählte sie sehr vorsichtig.
    "Trotzdem sprachen Sie von Pflicht... Kann es sein, dass Ihnen diese Welt einen Auftrag gegeben hat, den ein Schülerpräsident normalerweise nicht haben würde? Oder hat die Gesellschaft Sie so geformt, dass Sie es als Ihre Pflicht ansehen? Die Gesellschaft hat mir nie etwas getan. Niemand außer meinem Vater hat mir je etwas vorgeschrieben. Sie haben es sich wegen ihm nicht getraut. Ich musste nur die Rolle erfüllen, die er mir zugesprochen hatte. Ich war sie. Sie war ich. Und sie war nichts."
    Und da stoppten ihre laut ausgesprochenen Gedanken. Ohne dass sie es gemerkt hatte, war sie von der Frage hinüber in weitere Offenbarungen über sich selbst gerutscht. Das Rot in ihren Wangen hielt sich. Ihr Blick nahm einen flehenden Ausdruck an.
    "Ne, Kaichou sie werden das doch nicht jemanden erzählen, oder? Das bleibt unter uns, ne? Ne?"
    Ihr war klar, warum sie sich ihm, selbst nachdem sich ihr Verstand von dem Zusammenbruch erholt hatte, so weit geöffnet hatte. Er war die erste Person gewesen, die ihr einfach nur zugehört hatte. Weil er ihr nichts vorgeschrieben hatte, ihr keine Entscheidung vor die Nase hielt, hatte sie nicht den einfachen Weg wählen können. Sie kannte ihn nicht, aber sie spürte deutlich, dass er versuchte ihr zu helfen.

    [Yukiko Sakamato]
    11:43 Uhr – Schulgebäude, Block A – Krankenzimmer

    Seine Worte ließen Yukiko nachdenklich werden. Sie konnte sein, wer sie sein wollte? Aber wer wollte sie denn sein? Die Erinnerungen an die Zeit, wo sie noch eigene Wünsche gehabt hatte, waren hinter einem dichten Nebel verborgen, in dem mehr als nur ein Irrlicht darauf wartete sie von ihrem Weg abzubringen.
    Dann begegnete sie Takeshis Blick und sagte zögernd:
    "Aufbauen? Auf Trümmern kann man nur noch mehr Schutt häufen. Da frage ich mich, ob es nicht besser wäre sie komplett abzureißen und etwas Neues zu bauen." Dann schwieg sie wieder, diesmal aber ohne ihren Blick von Takeshi abzuwenden. Sie wusste nicht warum er es tat. Vielleicht war es aber auch nur ihre Einbildung. Aber es erschien ihr als dränge er sie dazu den ersten Schritt in Richtung eines Neuanfangs zu wagen. Ein schwaches, aber seit langer Zeit ihr erstes ehrliches, wenn auch müdes Lächeln ließ ihre Mundwinkel nach oben wandern.
    "Als Präsident des Schülerrats sollten Sie sich mit Erklärungen in Zukunft bedeckt halten, Kaichou-sama. Es könnte dafür sorgen, dass sich rebellische Geister entwickeln."