Dann hättest du das von Anfang an so durchsetzen sollen. ![]()
Beiträge von Ryoki
-
-
Ich fühle mich da gerade ein wenig mitverantwortlich für die aktuelle Entwicklung, weil ich dir den Vorschlag mit der noch nicht gegründeten Gilde gemacht habe. Wobei ich auch gestehen muss, dass es mir nach wie vor besser gefällt, aber okay. Ich bin kein GM, deswegen wundert es mich auch, dass du den Vorschlag angenommen hast, obwohl du davon nicht überzeugt warst.
Da ich momentan nicht mitschreibe, kann ich aber sagen, dass die aktuelle Fassung beim Lesen schmerzt. Alles furchtbar unglaubwürdig. Deswegen ist ein Neustart wirklich keine schlechte Idee.
-
[Yukiko Sakamato]
11:42 Uhr – Schulgebäude, Block A – KrankenzimmerSeine Antwort, trotz der Einschränkung, ließ Yukiko ihren Blick senken. Ein resignierendes Seufzen entschlüpfte ihr. Dann murmelte zu sich selbst:
"Natürlich hast du recht... Er hatte es verdient, nicht wahr? Es ist meine Schuld, dass er weiter Verbrechen begehen kann... Nur weil ich abhängig... war, hätte ich trotzdem etwas sagen müssen, oder?"
Beim letzten Satz stockte sie kurz und warf einen besorgten Blick zu Takeshi. Zwar hatte sie ihm schon so gut wie alles erzählt, aber wenigstens ihre Drogenabhängigkeit wollte sie für sich behalten. Ihr genügte es zu wissen, dass sie zu schwach gewesen war, um sich den Wirkungen zu entziehen. -
Auch hier eine Ankündigung. Bei mir stehen am Ende des Monats Prüfungen an. Und die Stoffmenge ist nicht ohne. Also werde ich bis dahin mit meinem Einstieg ins RPG warten. Einfach damit ich euch nicht aufhalte.
Mein alternativer Char steht schon. Ein verspäteter Einstieg sollte also problemlos erfolgen können.
-
Eine kleine Ankündigung von mir. Bei mir stehen Ende des Monats die ersten Prüfungen an. Schätze ich die Stoffmenge richtig ein, werde ich definitiv mit meiner Freizeit wirtschaften müssen. Also werde ich hier im Forum und damit auch bei den RPGs kürzer treten müssen.
Wie genau kann ich nicht sagen.
Vielleicht wäre es deswegen nicht schlecht meinen Char fürs erste von den anderen zu isolieren, damit ihr ungestört weiter schreiben könnt. -
[Yukiko Sakamato]
11:41 Uhr - Schulgebäude, Block A - Krankenzimmer"Jemandem so sehr zu vertrauen ist etwas, dass ich nicht nachvollziehen kann. Aber es hinterlässt ein riesiges Loch... in einem drin", sagte Takeshi.
Zögerlich spreizte Yukiko ihre Finger und sah zwischen ihnen zu dem Vorsitzenden des Schülerrats. Versuchte er gerade sie zu verstehen? Eine seltsame Ruhe kehrte in ihr ein, was es ihr ermöglichte das Schluchzen zu unterdrücken. Es war das erste Mal, dass sich jemand so für sie interessierte. Oder so viel Mitleid für sie zeigte. Noch war sie sich nicht sicher, was es war.
Dann setzte er sich hin und fuhr fort:
"Ich weiß nicht, ob du diesen Rat hören willst... ob es überhaupt dein Wunsch ist, etwas zu ändern..."Langsam setzte sie sich auf, brachte ihre Knie zueinander, umschlang sie mit ihren Armen und zog sie zu sich heran. Sie hatte nicht erwartet, dass er sich zu ihr setzen würde. War er als Präsident des Schülerrates nicht viel zu wichtig, um so etwas zu tun?
"Du könntest hier auf eigenen Beinen stehen und deinen Weg selbst bestimmen!", endete er schließlich, worauf sie unwillkürlich ihre Knie fester an sich drückte und einen schnellen Blick in seine Augen riskierte. Sie wusste, dass er recht hatte. Alle Fesseln hatten sich von ihr gelöst. Ihr Vater war nicht mehr in der selben Welt und die Nachwirkungen der Drogen schienen hier auch nicht zu existieren. Seit Jahren konnte sie wieder frei denken. Doch das machte ihr Angst. Ihre Erinnerungen waren da, doch was würde mit ihr geschehen, wenn sie sie das erste Mal ohne Blockaden im Kopf, ohne Führung und ohne Versicherung betrachten würde? Wollte sie das überhaupt wissen?
Sie wippte mit ihrem Oberkörper und erwiderte dann langsam:
"Ich will etwas ändern... Mehr als du dir vorstellen kannst. Allein deswegen bin ich mit den anderen mitgegangen. Weil sie sagten, dass sie sich nichts von dieser Welt diktieren lassen würden..."
Wieder wagte sie es einen Blick in Takeshis Augen zu werfen. Noch immer war er ruhig und gefasst. Und zu allem Überfluss schien er sie lesen zu können, wie ein Buch. Ein Schauer lief ihr den Rücken herab. Ihm gegenüber fühlte sie sich nackt. Darauf holte Yukiko tief Luft und sagte:
"Ich habe mich nicht auf ihn verlassen, weil ich es wollte..." Die folgende Worte kamen ihr nur sehr schwer über die Lippen.
"Alles war abhängig von ihm, deswegen musste ich ihm alles anvertrauen. Ich... hatte eine Wahl. Aber Angst, Liebe und Unverständnis brachten mich dazu die falsche Entscheidung zu treffen. Und dann hat sich alles gerächt. Ich bin an all dem selbst Schuld. Zuerst hatte ich gedacht, dass mein Tod die Bestrafung dafür gewesen wäre, dass ich meinen Mund all die Jahre gehalten habe. Aber in den letzten Stunden habe ich angefangen zu glauben, dass es erst der Anfang war."Mit einem leeren Ausdruck in den Augen sah sie wieder Takeshi an und fragte:
"Ne, Kaichou-sama... Wenn Ihr Vater die Leben von unzähligen Menschen zerstört hätte... Und Sie ihn dafür hätten belangen können. Was hätten Sie getan?" -
[Yukiko Sakamato]
11:41 Uhr - Schulgebäude, Block A - Krankenzimmer im ersten Stock
Selbst als Takeshi sie sanft auf das Bett absetzte, registrierte sie nicht, wo sie sich befand. Er fing an zu sprechen, worauf sie wieder schüchtern den Blick hob und den Augenkontakt suchte. Sein Gesicht verriet ihr nichts über seine Gedanken, seine Stimme war ruhig und beherrscht. Diese Ruhe griff in kleinen Teilen auf sie über, während sie ihm schweigend zuhörte."Ich weiß nicht, wie dein früheres Leben war, aber es dürfte kein leichtes gewesen sein..." Seine Worte ließen erneut Bilder in ihr aufleben, die sie am liebsten vergessen hätte.
'Wie soll ich das jemals akzeptieren können? Mein Vater hat mir all das angetan, ich habe alles für ihn ertragen und dann ließ er mich ohne jegliche Anstrengung fallen. Ich habe alles verloren, was ich mir je eingebildet hatte zu haben!'Als er dann seine Hand hob, riss er sie aus ihren Gedanken. Instinktiv zuckte sie zusammen, kniff die Augen zusammen und drehte ihren Kopf ruckartig von ihm weg. Als der Schlag jedoch ausblieb und er ihr stattdessen über die Haare strich, sah sie wieder auf. Sie öffnete ihre Mund, doch fand sie keine passenden Worte. Also schloss sie ihn wieder und hörte ihm weiter zu.
"Ich denke, dass niemand hier ein glückliches Leben geführt hat! Es scheint sogar eine Art Grundvoraussetzung zu sein, um überhaupt in diese Welt zu gelangen. Die Schüler in dieser Welt sollen etwas erleben können, was ihnen im vorherigen Leben nicht vergönnt war... eine sorglose Schulzeit!"
Wieder wandte sie sich von ihm ab und richtete ihren Blick auf die weißen Bezüge des Krankenbetts.
"Akzeptiere ich alles, habe ich mich kein Stück verändert. Ich würde weiterhin zusehen wie andere vor meinen Augen sterben, ohne auch nur einen Finger zu krümmen!", flüsterte sie und zog unbewusst stärker an Takeshis Jacke. Ein letztes Mal wagte sie es Blickkontakt aufzubauen. Doch als sie sah, dass sein Gesicht noch näher an ihrem befand, als vorher, gefror sie in ihrer Bewegung.
'Er will doch nicht...', schoss es ihr durch den Kopf. Doch dann wurde ihr bewusst, wo sich ihre Hände befanden. Schlagartig spürte sie wieder das Pochen ihres Herzens. Vor Schreck weiteten sich ihre Augen und ihre Wangen wurden heiß. Sofort ließ sie ihn los, stotterte ihm eine Entschuldigung entgegen und wollte rückwärts von ihm weg krabbeln. Doch ihre Bewegungen waren noch so unkoordiniert, dass sie es schaffte die Bettdecke unter sich zum rutschen zu bringen. Sie verlor den Halt und landete mit einem erschrockenen "Kya!" auf ihrem Rücken. Für die Dauer eines Wimpernschlags starrte sie Takeshi an, bedeckte dann aber ihr Gesicht mit den Händen und schluchzte leise.
"Tut mir leid", flüsterte sie. In Gedanken fügte sie hinzu: 'Heute mach ich alles falsch. Selbst gegenüber denjenigen, die mir helfen wollen... Hätte ich nicht einfach sterben können?' -
[Yukiko Sakamoto]
11:40 Uhr - Schulgebäude Block A - HaupttreppeYukikos Gedanken waren in schwarze Tiefen abgetaucht, in die sie ihnen nicht mehr folgen konnte. Sie war sich nur noch der Angst bewusst, die ihr diese fremde Welt einflößte. Unfähig den Strömen der Tränen zu widerstehen, kauerte sie sich wie ein kleines Kind in den Armen eines völlig Fremden zusammen. Jegliches Schamgefühl hatte sie bereits verlassen, jegliche Hemmungen wurden hin fort gespült. Ihre Hände fanden Stoff, in den sie sich krallen konnte.
Immer stärker zog sie sich an Takeshi heran und ließ ihre Tränen in seine Uniform kullern. Ohne jegliches Zeitgefühl wusste sie nicht, wie lange sie in dieser Position verweilte.
Doch irgendwann ebbte ihr Seufzen ab und Erschöpfung wurde zum Konkurrenten der Angst. Sie befand sich in einem Delirium der Kraftlosigkeit, zu schwach um auch nur noch eine weitere Träne zu vergießen. Als würden sich ihre Furcht und Schwäche gegenseitig aushebeln, kehrte eine Portion ihres Verstandes zu ihr zurück.
Mit rot umränderten Augen sah sie sich lethargisch um. Langsam wurde ihr ihre Situation klar, doch sie war nicht in der Lage sich zu schämen. Geschweige denn sich zu beschweren. Stattdessen flammte plötzlich eine kleine Flamme des Neids in ihr auf, die ihr neue Kraft zu geben schien. Ihr Blick blieb an Takeshis Gesicht haften, während sich ihre Augen langsam weiteten. Vereinzelt fingen die Tränen wieder an zu fließen. Sie krallte sich instinktiv fester in seine Uniform und klagte stammelnd:
"Wieso seid ihr alle so gefasst? Wie könnt ihr euch alle so leicht an diese Welt anpassen? Warum seid ihr so stark?"
Dann bis sie sich in die zitternde Unterlippe und vergrub ihr Gesicht in der Brust des Schülerpräsidenten, ohne einen Gedanken an ihre Schamlosigkeit zu verlieren. -
Wenn das so weiter geht, können wir die Gilde direkt nach "Mermaids Heel" benennen. xD
Abgesehen von Rey haben wir bis jetzt nur weibliche Charaktere (auch wenn noch einer aussteht). Sawadas Char zähle ich jetzt nicht mit, weil er wegen seines Zeitmangelns nur gelegentlich im Spiel auftauchen wird.
Deswegen werde ich meinen Charakter wohl in absehbarer Zeit etwas männlicher Gestalten. Die Rose, wie sie jetzt im Charakterthread steht, wird dann wohl zu einem NPC werden... Das muss ich mir dann allerdings noch überlegen, da ich das Mädel gedanklich bereits lieb gewonnen habe und nicht möchte, dass sie von jemanden benutzt wird.
Aber dazu dann später mehr. -
Danke Tsubaron. Endlich jemand der ähnlicher Meinung ist, wie ich. Wenn auch aus anderem Grund.
Jegliche Form des Fanservice war von Kawahara nicht beabsichtigt. Die Light Novel, bis auf die Tentakel Szene die ich unkommentiert lassen möchte, beinhaltet weder übermäßige Visualisierungen knapper Outfits, noch Beschreibungen großer Brüste. In dieser Hinsicht ist sie deutlich geschmackvoller formuliert.
Die Gründe warum ich ähnlicher Meinung bin, sind etwas anders. Die Story nimmt ab Staffel 1/Kapitel 1 einfach immer weiter ab. Mal ganz von den letzten Bänden der Light Novel abgesehen. Die sind wieder gut, wenn auch nicht so gut, wie der erste Teil. Aber das hat ja auch nichts mit dem Anime zu tun.

Ich fand diese klischeehafte Konstellation von Sugu, Kirito und Asuna auch alles andere als prickelnd. Damit fand ich die Story auch nicht berauschend, denn dieses Dreieck stand viel zu sehr im Mittelpunkt. Dass der ober böse verrückte Schurke während den entscheidenden Tagen auf Geschäftsreise geht, ist natürlich auch verständlich und absolut kein Zufall...
Also mal abgesehen von Tsubarons Punkten, gibt es einen weiteren Punkt, den ich persönlich richtig schlimm finde. Der eigentliche Höhepunkt ist richtig schlecht gemacht. In der Light Novel war er okay. Man konnte halbwegs mitfiebern und der innere Konflikt Kiritos wurde passend eingebracht ohne die Spannung aus der Situation zu nehmen.
Aber im Anime? Sowas von lahm und langweilig. Danach dachte ich "Wie? Das war alles?"
Allgemein war das Ende eher drittklassig, als spannend.Die erste Staffel von SAO war top. Sie war anders und lebte von ihrem wahnsinnigen Tempo, den klasse Kämpfen, dem Setting und der Liebesbeziehung die über das "Zusammenkommen" hinausging. Aber das alles fehlt der zweiten Staffel und sie bietet nur nervigen Ersatz für die Charaktere, die wir so lieb gewonnen haben.
Fazit: Mann kann es sich ansehen, muss es aber nicht.
-
Alles klar, dank dir.

Wollt nur wissen, wie weit du da vom Original abweichst. Da haben die Rebellen ja auch am Unterricht teilgenommen, wurden aber nicht eingelullt, weil sie sich mit etwas anderem als dem Unterricht beschäftigt haben.
-
Kann sich ein PC diesem Einlullen denn auch widersetzen? Wenn z.B. die eigenen inneren Probleme des PC "deutlich interessanter" sind als der "gepushte" Unterricht?
-
Wo wir gerade dabei sind habe ich ein paar Fragen, die vielleicht auch später für den ein oder anderen interessant sein könnten.
Am Unterricht teilzunehmen bewirkt ja eine gezwungene Anpassung an die Welt. Zumindest so mehr oder weniger. Man läuft Gefahr selbst zum NPC zu werden, oder halt sich in Luft aufzulösen, auch wenn unsere Chars das noch nicht wissen. Wie äußert sich das? Gibt es da grundlegende Auswirkungen, die man beim Schreiben des Prozesses beachten sollte?
Anwesenheit in der Schule reicht nicht aus, um einen verschwinden zu lassen und/oder selbst zum NPC zu werden, richtig? In dem originalen Angel Beats hieß es ja mehr oder weniger, dass das Folgen des Unterrichts ausschlaggebend sein sollte. Behalten wir das bei?Gibt es etwas auf das NPCs in einer normalen Unterhaltung keine Antwort haben? Outen die sich z.B. als wiederbelebte Tote, oder tun sie so, als würden die PCs versuchen sie reinzulegen?
-
Vorname: Rose
Nachname: ChrysantheAlter: 19
Geschlecht: Weiblich
Größe: 1,62
Gewicht: 50 kgAussehen/Kleidung: Mit einer sportlichen 95-57-93 Figur, großen Brüsten, glänzend blonden Haaren, die ihr bis zur Mitte ihres Rückens reichen, vollen Lippen und großen bernsteinfarbenen Augen zieht sie die Blicke der Männer magisch an. Mit kurzen Röcken, tiefen Ausschnitten und wahlweise Schuhen mit Absätzen, je nach dem wonach es ihr gerade steht, erweckt sie nicht unbedingt einen unschuldigen Eindruck.
Auf der Arbeit trägt sie meist eine mit Blumen verzierte Uniform (als Muster wie auch mit richtigen Blumen) , das deutlich bedeckender ist.
Ihr Markenzeichen ist prächtige Blume (s. Bild), die sie stehts in ihrem Haar trägt. Ihre Farbe richtet sich nach ihrer Stimmung und emotionalen Verfassung, da diese direkt mit ihrer Magie in Verbindung steht.Geschichte:
Rose kommt aus einem kleinen Dorf an der südlichen Küste in der Nähe von Sakurio. Sie wünschte sich die Welt zu sehen und ging deswegen im Alter von 16 Jahren auf Reisen. Allerdings lief nur wenig, wie geplant. In Kessaito ging ihr das Geld aus und durch eine Reihe von Ereignissen häufte sie einen Schuldenberg an, den sie in einem Laden, der Blumenladen und Cafe gleichzeitig war, unter der Aufsicht einer alten Dame abarbeitete. Nach zwei Jahren konnte sie ihren Schulden abzahlen und beschloss nicht zurück nach Hause zu gehen. Dann starb die alte Frau und vermachte ihr den Laden “Morning Dew”, den sie bis jetzt erfolgreich führt.
Charakter:
Rose ist offen, freundlich und hat eine durch und durch sanfte Persönlichkeit. Sie zögert trotzdem nicht in ihrem Laden mit Magie für Ordnung zu sorgen, falls Worte nicht weiterhelfen. Nach außen hin zeigt sie sich selbstbewusst und genießt die Aufmerksamkeit. Grundsätzlich besitzt sie den Männern gegenüber ein gesundes Misstrauen und lässt sich nie auf mehr als gelegentliche Flirts ein. Und obwohl sie durchaus beliebt ist, nicht nur bei den Männern, hat sie niemanden, der ihr wirklich nah steht.
Fähigkeiten/Magie:
Rose beherrscht die Flower-Control Magie. Sie kann die Eigenschaften der Blumen nach freiem Willen kontrollieren, wie zum Beispiel Wachstumsgeschwindigkeit, Duft, Pollen, Wirkung der Pflanzen und Beschaffenheit.
-
[Yukiko Sakamato]
11:36Uhr - Neben dem Schulgebäude - Ein Weg zwischen der Grünanlage
Yukiko wusste nicht, was sie fühlen oder denken sollte. Angst und Scham lagen wie ein zähes Sirup über ihrem Verstand. Gleichzeitig spürte sie aber den starken Griff um ihren Rücken und dessen Wärme, die sie nur noch weiter verunsicherte. Sie wollte sich widersetzen und nicht wieder in den alten Trott zurückfallen. Sie wollte nicht nur gehorchen, wie sie ihr Vater eingetrichtert hatte.
Trotzdem brachte sie nicht die Kraft auf seine Hände wegzuschlagen und auf eigenen Beinen zu stehen. Stattdessen kauerte sie sich in seinen Armen zusammen, drückte sich kaum merklich an ihn und war einfach dankbar in diesem Moment nicht allein zu sein. -
[Yukiko Sakamato]
11:36Uhr - Neben dem Schulgebäude - Ein Weg zwischen der Grünanlage"Wo wir gewesen sind?", wiederholte Yukiko verdattert. Sie blinzelte zwei Mal, bevor ihre Schultern anfingen zu beben. Sie vergaß plötzlich den Unterschied zwischen ihren Positionen und fuhr ihn mit einer hohen, sich überschlagenden Stimme regelrecht an:
"Wir wollten doch nur Antworten! Wir sind gestorben und in einer völlig fremden Umgebung aufgewacht! Also sind wir zum Lehrergebäude gegangen. Mehr nicht!" Mittlerweile wurden ihre Worte immer wieder von einem unkontrollierten Schluchzen unterbrochen und ihre Stimme hüpfte wild auf und ab.
"Und was dann? Wir haben den Direktor gesucht und plötzlich wird dieses Mädchen von irgendwas getroffen und brutal aus dem zweiten Stock geschleudert, weil ich eine verdammt Tür geschlossen habe. Eine Tür! Als ich zu ihr kam, war sie nicht mehr als eine blutiger Fleischklumpen!"
Die Tränen liefen ihr bereits die Wangen herunter, die sie hektisch versuchte mit dem Handrücken wegzuwischen.
"I-ich... wurde zu einer Mörderin ohne dass ich etwas daran ändern konnte. Dass sie mich danach gewürgt und das Genick gebrochen hat..", sie schauderte und ein erneutes Zittern ergriff ihren gesamten Körper, "war eine gerechte Strafe. Es war meine Schuld. Ich hatte es verdient. Es gibt keine weiteren Konsequenzen mehr."
Einem Moment lang noch hielt sie den Blickkontakt, bevor sie registrierte was sie da überhaupt gesagt hatte. Ihre geröteten Augen bildeten einen krassen Kontrast zu ihrem kreideweißen Gesicht. Dann brach sie völlig zusammen. Der Tag war zu viel für sie gewesen und die Aussichten waren umso dunkler. Der Tränenstrom schwoll an. Sie stotterte:
"Tut mir leid... Kaichou-sama, ich wollte nicht... I-ich..." Die Knie gaben unter ihr nach. Vor ihm fiel sie auf die Knie und schlug sich die Hände über die Augen und versuchte verzweifelt ihr Schluchzen zu unterdrücken. "Tut mir leid... Tut mir leid...", flüsterte sie, bis ihre Stimme nicht mehr zu vernehmen war. -
[Yukiko Sakamato]
11:36Uhr - Neben dem Schulgebäude - Ein Weg zwischen der GrünanlageVerwunderung mischte sich mit ihrer Angst, als sie ihn erneut ansah. Er war doch der Präsident dieser ganzen Einrichtung, also müsste er doch auch über die Regeln dieser Welt bescheid wissen. Das hatte sie zumindest im ersten Augenblick noch gedacht. Aber seine Reaktion ließ sie auf einen ganz anderen Gedanken kommen. Leo ist schließlich auch nicht mit ihr und den anderen in diese Welt gekommen. Sie schluckte und gab ihrer Neugier nach, als sie fragte:
"Kaichou-sama, sind Sie... auch gestorben? Und wurden dann hier wiederbelebt? In dieser Welt kann man sterben, aber... man bleibt nicht unter den Toten. Man wird erneut wiederbelebt. Und man kann wieder sterben..."
Ihre Mund wurde trocken, während sie sich selbst zuhörte. Was wenn er sie für verrückt hielt? Hoffentlich steckte er sie nicht in eine Gummizelle, oder dergleichen. Im Moment traute sie ihm alles zu.
Trotzdem suchte sie diesmal seinen Blick und sagte:
"Nach meiner Ankunft an diesem Morgen bin ich wieder gestorben", bei diesen Worten wankte ihre Stimme und wurde wieder zu einem Flüstern.
"Vorher...", sie schluckte bei den folgenden Worten, "ist das Mädchen mit den hochgebundenen Haaren gestorben und ist wieder aufgestanden..."
Hayatos Tod verschwieg sie ihm. Wer weiß, was er mit der Informationen über ihn und das Büro anfangen würde?
"Diese Welt ist nicht friedlich. Sie ist grausam und ungerecht." -
'Präsident des Schülerrates...', wiederholte sie innerlich die unerwartete Information. Sie blinzelte einmal und wagte es ein weiteres Mal zu dem Jungen auf zusehen. Für einen kurzen Moment trafen sich ihre Blicke. Sie sah keine Bösartigkeit in seinen dunkelgrünen Augen, was ihr Mut machte. Hastig wandte sie sich ab und starrte dann wieder den Boden an, um nicht vermessen zu wirken. Yukiko nickte nach einem kurzen Zögern.
Dann verspürte sie jedoch wieder die Flamme ihres Widerstandes. Sie hatte nicht vor sich vor der Bestrafung zu drücken, aber nach seiner Pfeife würde sie trotzdem nicht tanzen.
"Kaichou-sama ich weiß nicht warum Sie es tun, aber einem System, das unendlich viele Tode vorsieht, werde ich nicht einfach akzeptieren", flüsterte sie brüchig, nachdem sie all ihre Mut zusammengenommen hatte. -
[Yukiko Sakamato]
11:36Uhr - Neben dem Schulgebäude - Ein Weg zwischen der Grünanlage
Sie warf ihm einen ängstlichen Blick zu, bevor sie den Boden musterte. Irgendwo in ihr verspürte sie eine verquere Dankbarkeit dem Fremden gegenüber, da er sie von ihren Erinnerungen ablenkte. Dass er überhaupt erst der Grund für ihre Verfassung war, entzog sich in diesem Moment ihrer Logik.
"I-ich", stotterte sie im Flüsterton, "h-habe keine Marken gehabt. Aber ich wollte auch nicht hungern..." -
[Yukiko Sakamoto]
11:35Uhr - Schulgebäude - Block B"Sakamato-san! Bleib stehen!"
Der Befehl ließ Yukiko das Blut in den Adern gefrieren. Angstschweiß benetzte ihre Haut. Szenen die sie in der Hektik des Tages vergessen hatte, spielten sich vor ihrem geistigen Auge ab und vertrieben jegliche Farbe aus ihrem Gesicht.Sie sah die Grimasse eines ausgemergelten Mannes vor sich, der sich über sie beugte und die Spitze eines Armeemessers über die Innenseite ihrer Oberschenkel gleiten ließ. Der penetrante Gestank seines Aftershaves malträtierte ihren Geruchssinn und weckte den Horror in ihr. Sie rannte los. So schnell sie konnte, um dem Teufel zu entkommen. Doch nicht nur ihm. Auch Gott, der sie in dieser Welt festhielt. Einfach weg. Sie ließ die Welt hinter sich und rannte hinein in eine Schwärze, in der sie sich nicht mehr sorgen müsste.
Als die Griffe der eingebildeten Szene sie losließen, stand sie bereits still. Ihre wackligen Beine hätten sie nicht einen Schritt mehr weit getragen. Ihre Hände verkrampften sich um die Packung der Brötchen, während sie sich langsam umdrehte.
Sie erkannte den Jungen nicht. 'Er ist nicht einer meiner Mörder. Sie leben noch. Sie sind nicht hier. Sie können nicht hier sein..., dachte sie, um sich selbst mehr Sicherheit zu geben. Nur am Rande ihres Bewusstseins nahm sie war, dass er sie mittlerweile erreicht hatte.