[Geschichte] Angel Beats! Again

  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 09:38 Uhr – Gelände der Schule - Schulgebäude A - große Treppe

    Yukiko bemerkte Rikas Verhalten, kommentierte es aber nicht. So wie ihr auch gefiel es ihr nicht sie hinter sich zu haben, aber wenn Rika ein Auge auf sie hatte, würde es wohl gut ausgehen. Außerdem war ihr Kopf zu voll mit anderen Gedanken, als dass sie sich darüber streiten wollte, wer zuerst und wer hinter wem ging.


    Wenige Minuten später kamen sie ohne Zwischenfall im Agrargebäude an. Es wunderte Yukiko, dass ihr Ibuki nicht mit einem bissigen Kommentar geantwortet hatte. Sie hatte es stillschweigend hingenommen, was sie, wenn sie so darüber nachdachte, beunruhigte. Wahrscheinlich plante sie irgendwas. Besser war es die Augen offen zu halten.
    Jedenfalls hatte sich an der Situation im Agrargebäude nicht viel geändert. Leo und Kenichi lagen beide noch leblos auf den Tischen. Yukiko räumte den Putzkram zurück in den Spind und ließ sich auf Stuhl fallen. Sie zwang sich dazu ihre körperliche Erschöpfung nicht zu sehr ansehen zu lassen. Hayato und dem Neuling erklärte sie, dass die Spuren erfolgreich beseitigt haben und fragte dann:
    "Und was nun? Wie... gehen wir nun mit den neusten Entwicklungen um?"

    • Offizieller Beitrag

    [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 09:45 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    Tatsächlich waren sie ohne jedes weitere Wort hierher zurück gegangen. Miss "Eisenhart" hatte keine weiteren Fragen mehr gestellt und auch keine sonstigen Bemerkungen gemacht. Sie wirkte die ganze Zeit über nur ziemlich angefressen.
    Wahrscheinlich hatte sie mit einer anderen Reaktion gerechnet, was schon einiges über ihren Umgang im Leben davor aussagte. Ihre teilweise ziemlich plumpen Versuche waren ihr wohl eher geschickt erschienen. Möglicherweise hatte sie damit ja auch in ihrem früheren Umgang Erfolge verzeichnen können. Auf Rika wirkte sie zeitweilig eher einsam. Die Abwesenheit einer entspannten Atmosphäre im Elternhaus trieb so manchen hinaus, aber man musste nicht unbedingt diesen Weg nehmen.
    Akuma-san und Ishiguro-san schienen in der Zwischenzeit nichts gemacht zu haben, denn ihre Positionen im Gebäude waren noch sehr ähnlich zu denen, als die Mädchen aufgebrochen waren. Yukiko räumte ihren teil der Putzsachen als erste weg und begann den beiden dann von ihrer Arbeit zu berichten. Rika ließ der Kamikazeterroristin auch beim Einräumen den Vortritt und bemerkte deren wachsende Verstimmung. Hier im Raum mit den anderen schien sie sich noch weniger Chancen auszurechnen.
    "Und was nun? Wie... gehen wir nun mit den neusten Entwicklungen um?" fragte Yuki zum Abschluss ihres kurzen Berichtes alle im Raum.


    [Hayato Akuma]
    Nach der Zeit der Stille und dem kurzen Bericht zur erfolgreichen Beseitigung der Blutspuren kam wieder eine dieser Fragen.
    Hayato schaute Yukiko an, die sich scheinbar wegen dem Schülerratspräsidenten mehr Gedanken machte, als er es tat.
    "Wir sind immer noch in der Situation, dass wir an die Essensmarken herankommen müssen. Und wir wissen inzwischen definitiv, dass keine drastischen Mittel verwendet werden dürfen", setzte er ruhig an. "Irgendein Trottel hat es gestern für besonders toll gehalten, dass er einige Schüler bestohlen hat. Daraufhin sind heute diese Aushänge an den schwarzen Brettern erschienen."
    Hayato legte den einen Aushang, den er im Nebengebäude abgenommen hatte auf einen freien Tisch, damit ihn sich die anderen ansehen konnten.
    Der Aushang warnte die Schüler vor unlauteren Methoden, ohne den Diebstahl von Essensmarken direkt zu nennen. Auf alle Fälle wurden alle geschädigten Schüler aufgefordert, ihren Verlust im Sekretariat zu melden.

  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 09:45 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude



    Als Hayato die Problematik der Essensmarken erwähnte, warf Yukiko einen fragenden Blick zu Rika. Sie wollte ihren Plan nicht einfach so vor allen enthüllen. Insbesondere nicht vor Ibuki.
    Deswegen sagte sie dazu vorerst nichts, sondern murmelte mehr zu sich selbst, als zu den anderen:
    "Und das Sekretariat wäre dann wohl gleichzusetzen mit dem Schülerpräsidenten..."


    Halb kreisten ihre Gedanken noch um den von Hayato erwähnten Diebstahl. Ein kleiner Teil von ihr fühlte sich mitverantwortlich, weil sie am ersten Tag direkt beim Klauen erwischt wurde. Zwar war sie unschuldig, was den aktuellen Vorfall von gestern betraf, aber sie glaubte, dass es nicht direkt zu einer Warnaktion gekommenen wäre, hätte sie den Schülerpräsidenten am ersten Tag nicht auf sich aufmerksam gemacht.
    Was den Diebstahl an sich anging, warf sie Ibuki und Leo schnelle Blicke zu. Seinen Worten nach zu urteilen war es Hayato nicht gewesen, Rika und sie waren es auch nicht, Kenichi brauchte es zu dem Zeitpunkt noch nicht, ebenso wie der Neuling. Es war offensichtlich, dass sie etwas damit zu tun gehabt haben müssen. Allerdings behielt sie es erst mal für sich. Es war unangebracht einen, wenn auch nur zeitweise, Toten zu beschuldigen.

    • Offizieller Beitrag

    [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 09:46 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    "Und das Sekretariat wäre dann wohl gleichzusetzen mit dem Schülerpräsidenten..." kam es kaum hörbar von Yukiko. Rika hatte ihren fragenden Blick gesehen und sich den richtigen Reim darauf gemacht. Yuki hatte nicht vor, den anderen hier die Idee frei Haus zu liefern. Das war Rika nur recht, denn bislang hatten die meisten anderen nichts getan, um ihnen Vertrauen entgegen zu bringen. Es schien viel mehr so, als ob sie am liebsten andere dafür einsetzen würden, um ihr Ziel, aus dieser Welt zu entkommen, zu erreichen.
    Bei Miss "Eisenhart" war sich sich dieses Umstandes inzwischen ziemlich sicher. Das sie ausgerechnet Leopold-san ausgewählt hatte und nach eigener Aussage auch schon auf dessen Zimmer gewesen war, würde bei ihr nicht bedeuten, dass sie sich Hals über Kopf verliebt hatte. Wahrscheinlich war er nur am Leichtesten zu überzeugen gewesen, in seiner sprunghaften Art.
    Rika war sich darüber im Klaren, dass sie als Leidensgenossen eigentlich alle zusammenarbeiten sollten. Aber ohne jemandem trauen zu können, war ihr das einfach nicht möglich. Es wäre zu ermüdend, wenn sie die Kamikazeterroristin immer im Blick behalten müsste.


    [Hayato Akuma]
    "Nicht ganz. Im Sekretariat neben dem Lehrerzimmer sitzt Frau Shimitzu, die alle Meldungen von den Schülern entgegen nimmt." bewies auch er gute Ohren. Da er nach dem Frühstück nichts anderes zu tun gehabt hatte, war er der Anweisung auf dem Aushang bis zum Sekretariatszimmer gefolgt. Dort saß tatsächlich jemand, der reagierte, wenn man eintrat. Hayato hatte ihr erzählt, dass er für seine Klasse noch etwas genauere Informationen bezüglich des Aushanges benötigen würde. Und Frau Shimitzu hatte ihm diese auch tatsächlich gegeben.
    "Sie nimmt jede Meldung aus der Schülerschaft auf und sortiert sie gleich nach dem Betreff. Wahrscheinlich übernimmt sie somit tatsächlich den Job einer Sekretärin. Das alles Informationen schließlich beim grünäugigen Teufel landen, glaube ich allerdings auch."

  • [Ibuki Nukui]
    Tag 3 – 09:46 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    Nach ihrem fehlgeschlagenen Versuch an ein bisschen mehr Info über den Jungen zu kommen wurde sie von den Beiden eingekesselt und zurück zu den Toten bugsiert. Am liebsten hätte sie den beiden die sprichwörtliche Hölle heiß gemacht, aber sie war sich noch immer äußerst unsicher woher die Rothaarige diese Zuversicht nahm sie aufhalten zu können, weshalb sie sich widerspenstig geschlagen gab. Darüber hinaus war es nicht in ihrem Interesse dem kleine Grüppchen zu sehr auf die Füße zu treten, jedenfalls nicht solange diese am längeren Hebel saßen. Zähneknirschend betrat sie wieder das Agrargebäude, in dem die Jungs keinen Finger gerührt zu haben schienen. Yukiko begann, nachdem sie sich in einen Stuhl fallen ließ, von ihrer Putzaktion zu erzählen. In ihren Augen war das vollkommen unnötig, da sie beim besten Willen nicht wiederkommen würden, wenn sie nicht fertig geworden wären, aber sie ließ das redebedürftige Mädchen fertig plappern.
    Ohne lang um den heißen Brei zu reden erklärte Hayato, dass ein bestimmter Jemand beim Klauen erwischt wurde und nun alle mit äußerster Vorsicht beobachtet wurden. Yukikos Blick verriet ihr, das sie sie sofort verdächtigte, wobei sie sogar teilweise Recht haben sollte. Hayato aber schien zu wissen das Leo der eigentliche Langfinger war, jedenfalls vermutete sie, dass er zu einer anderen Beschimpfung als 'Trottel' gegriffen hätte, hätte er sie im Verdacht.
    Nachdem er einen der Aushänge auf den Tisch lag, beugte sich Ibuki über den Zettel, um noch einmal alles selbst durchzulesen und möglicherweise irgend etwas zu finden, was ihr später helfen könnte. Sie redeten weiter über das Sekretäriat, wobei Ibuki aber nur auf einen halben Ohr zuhörte, da sie sich noch immer mit dem Lesen schwer tat und Gedanken machte wie man doch an diese Marken kam, ohne den vorgeschriebenen Unterricht zu besuchen.
    Barsch unterbrach sie das Gespräch, während sie über ein paar Fachbegriffe stoplerte.
    "Was die Trulle weiß oder macht ist doch relativ egal; wichtig ist vorerst nur woher die Marken überhaupt kommen. Wenn wir diese endlose Quelle anzapfen und dabei unauffällig bleiben könnten, wäre ein geregeltes Leben in dieser Hölle schon zur Hälfte gesichert.", sie machte eine kleine Pause und fuhr sich mit ihren Fingern durch ihre Haare, während sie bei ihrem besten Willen nicht auf die Bedeutung eines der Worte kommen konnte,
    "War einer von euch schon lang genug im Unterricht gewesen um vielleicht einen Hinweis darauf bekommen zu haben?"

  • [Yoshio Ishiguro]
    Tag 3 – 09:46 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    Nachdem sie die die Mädchen gegangen waren, um die Spuren zu verwischen, hatte Yoshio die gelegentlichen Blicke des Jungen, der scheinbar Hayato hieß, gespürt. Dieser wusste, genau wie Yoshio, nicht, wie er ein Gespräch beginnen sollte. Also schwiegen sie beide, bis das Bündel wieder zurückgekommen war. Sie verstauten die Utensilien, die sie genutzt hatten und begannen direkt, den weiteren Verlauf der Ereignisse zu besprechen. Blicke wurden ausgetauscht, die dunkelhaarige Yukiko war wie die rothaarige Rika misstrauisch gegenüber einem der Toten und vor allem dem dritten Mädchen, Ibuki. Hayato hatte etwas von Diebstählen und Essensmarken erwähnt und einen Aushang hervorgeholt. Ibuki wollte den Eindruck erwecken, als würde sie ihn sich kurz durchlesen, doch in ihrer Miene zeigten sich Zeichen von Unsicherheit. Das brachte Yoshio auf einen Gedanken.
    "Ich hoffe, ihr verzeiht, wenn ich es mir heraus nehme, die Unterhaltung hier zu unterbrechen. Seit ich hier angekommen bin, macht so ziemlich nichts mehr einen Sinn und leider hat mir niemand erklären können, was hier läuft, obwohl ich mehrfach fragte." Er blickte kurz in die Richtung von Yukiko und Rika, doch nicht vorwurfsvoll. "Jemand, der vor meinen Augen getötet wurde, hat mit einer unmöglichen Klinge zwei Menschen getötet. Diese werden wohl auch wieder aufstehen, wenn ich dsa richtig verstanden habe. Ich starb und da man hier nicht tot bleibt, nehme ich an, euch ging es in eurem Leben nicht anders." Sein Blick schweifte die Runde, doch bevor jemand etwas sagen konnte, sprach Yoshio weiter. "Verzeiht, wenn ich gerade etwas taktlos bin, doch ich kann nicht mit euch tanzen, wenn ihr mir keinen Rhytmus gebt. Klärt mich auf, was ihr über diese Welt wisst und was ich wissen sollte. Ihr kennt euch untereinander, ihr seid eine Weile länger hier als ich. Und ich bin mir sicher, dass ich einigen zu nahe trete." Yoshio hatte den Körper angespannt, er wusste nicht, warum, doch er erwartete von irgendwo einen Angriff und wollte bereit sein, falls es dazu kam. "Hayato, war der Name?", fragte er den Jungen, der den Aushang auf den Tisch gelegt hatte. "Welches Wissen besitzt du, das uns helfen könnte?" Hayatos Pupillen verkleinerten sich, er würde das definitiv nicht einfach so sagen. "Rika, Yukiko. Ihr beide scheint euch zu verstehen und wenn ich eure Blicke richtig deute, dann helft ihr einander und kommt so besser voran. Vielleicht seid ihr auch schon weiter als die anderen, die hier im Raum sind." Yoshio ließ die Worte kurz sinken und sprach dann mit einer etwas härteren Stimme weiter. "Wenn wir uns die ganze Zeit darauf konzentrieren, was wir vor den anderen verstecken müssen, wird über kurz oder lang jeder von uns in Angst vor diesem Wesen leben." Mit Betonung auf Angst und einem festen Blick in Yukikos Augen fuhr er fort. "Müssen wir wirklich warten, bis er uns alle abschlachtet?" Yoshio's Arme deuteten den Schwertstreich von diesem Tenshi an, um seinen Worten mehr Gewicht zu geben. "Oder können wir endlich aufhören, bei jedem zu erwarten, dass er uns hinterrücks das Genick bricht?" Nun hatte er den Blick auf Ibuki gerichtet, deren Augen ihn sauer anfunkelten. Da Yoshio wusste, dass er sich mit dieser kleinen Ansprache wahrscheinlich eine ganze Menge herausgenommen hatte, blieb er angespannt und beendete er es mit einem letzten Satz, in der Hoffnung, dass seine Fragen beantwortet werden würden. "Ibuki, der Satz heißt: Meldebereitschaft von jedem, der etwas gesehen hat, ist erwünscht und hilft der Schulatmosphäre."


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  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 09:47 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude

    Zuerst hatte sich Yukiko geschämt ihn fast völlig vergessen zu haben und fühlte sich ein wenig schuldig, weil er sich genötigt fühlte solch eine Rede zu halten, um Erklärungen zu bekommen. Schließlich gehörte sie jenen, die ihn abgelehnt und ignoriert hatten, weil es Wichtigeres gegeben hatte.
    Sie hatte sich bereits entschuldigen wollen, als er sie ansah und ihm ihren Wissensstand mitteilen, doch was danach folgte, erstickte den Wunsch ihm zu helfen im Keim. Sah man mal von seiner Art zu reden ab, die nach wie vor hochgestochen und stocksteif war, nahm er sich einiges heraus. Besonders für jemanden, der gerade das erste Mal in vollen Kontakt zu ihnen getreten ist. In Kombination zu seinen dreisten Forderungen ohne jegliches Hintergrundwissen, trat die vollständige Abwesenheit von Höflichkeitssuffixen und die rigorose Verwendung von ihren Vornamen. Der Typ, wer auch immer er war, hielt sich wohl für besonders schlau und überlegen mit seiner Einsicht. Und damit verschwand ihre anfängliche Sympathie, die sie für ihn gehabt hatte.
    Sie legte ihre Hände in ihrem Schoß zusammen, erwiderte den Blickkontakt wartete bis er mit seinen Ausführungen am Ende angekommen war. Ihr gefiel es ganz und gar nicht, dass er anscheinend Gedanken lesen konnte. Oder besser gesagt durch Beobachtungen, die er innerhalb weniger Minuten gemacht hatte, solch detaillierte Aussagen über die aktuelle Situation treffen konnte. Noch ein Grund ihm nicht zu nahe zu kommen. Für einen Moment tat ihr sogar Ibuki leid, die derartig von ihm bloß gestellt wurde. Auch wenn sie kein Interesse daran hatte ihn dafür zu belangen. Ibuki konnte sich ohne Probleme selbst helfen.


    "Als erstes Ishiguro-san muss ich dir recht geben. Taktlos ist ein guter Ausdruck dafür, wenn auch ein wenig freundlich formuliert. Es tut mir leid dich erst jetzt aufklären zu können, aber vorher hatte sich aus meiner Sicht keine Gelegenheit dafür geboten, weil es dringendere Dinge zu erledigen gab und die Sache auch nicht in einer Minute abgehakt ist. In Zukunft würde ich dich also bitten mich bei meinem Nachnamen 'Sakamato' zu nennen. Ich wüsste nicht, wann wir derartig vertraut geworden sind."
    Sie beschoss ihn mit einem eindringlichen Blick ehe sie merkte, dass die Gewohnheiten aus ihrem alten Leben überhand gewonnen hatten. Hatte man sich erstmal an Respekt von Fremden gewöhnt, ließ das einen nicht so schnell allein. Allerdings war ihr das in diesem Moment auch egal.
    "Und wo wir gerade dabei sind, würde ich dich auch bitten deine Analysen meines Befindens entweder zu unterlassen, oder zumindest für dich zu behalten. Es ist kein Geheimnis, dass ich von allen Anwesenden wohl der größte Angsthase bin. Immerhin hatte ich deswegen an unserem ersten Tag einen Nervenzusammenbruch, weil mir diese Person", sie deutete mit ihrem Blick auf Ibuki, "hinterrücks das Genick gebrochen hat. Kurz darauf schwor sie das Leben meiner Freunde und mein eigenes hier zur Hölle zu machen, da ich ja wüsste wozu sie fähig sei. Heute hat sich dann herausgestellt, dass eine der Personen, die mir am ersten Tag am meisten geholfen haben, ebenfalls ein kaltblütiger Killer ist. Natürlich habe ich Angst. Und das wird sich auch so schnell nicht ändern, nur weil du meinst mir das unter die Nase reiben zu müssen, Ishiguro-san."


    Yukiko strich sich eine freche Haarsträhne aus dem Gesicht bevor sie wieder den Blickkontakt aufbaute und fortfuhr:
    "Ich kann mir vorstellen, dass die anderen diesbezüglich auch noch etwas sagen möchten, aber du hast auch dahingehend recht, dass du eine Erklärung für die Situation verdienst."
    Dann erzählte sie ihm faktisch orientiert über die Unfähigkeit zu sterben, die Wiederbelebung wenige Stunden später, das sich dies bereits einmal geändert hatte, über die Falle vor dem Büro des Rektors, die Eigenarten der Schüler und Lehrer die sie als NPCs auswiesen und dass es wohl besser war sie nicht mit Dingen zu konfrontieren, die es zu deutlich machten, dass sie selbst anders waren als die NPCs. Über die Fähigkeit Dinge zu erschaffen und NPCs zu erwecken, sagte sie vorerst nicht. Sie hielt es für besser es nicht zu erwähnen, war sich aber nicht sicher. Deswegen wollte sie das Rika überlassen, falls sie anderer Meinung war.
    Ihren Vortrag beendete sie einige Minuten später und sagte dann an alles gerichtet:
    "Das sollte das Wichtigste gewesen sein. Falls ich etwas vergessen haben sollte, könnt ihr mich gerne ergänzen oder verbessern."

  • [Ibuki Nukui]
    Tag 3 – 09:47 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude

    Als der Junge, der ihnen seit dem Treppenhaus im Schulgebäude gefolgt war, ihre Frage schlichtweg ignorierte und in seiner seltsamen, gestelzten Weise anfing allen klar zu machen, dass er keinen blassen Schimmer hatte was hier vor sich ging, stieß Ibuki einen tiefen Seufzer aus. Zum einen, weil sie sich sicher war, dass er nicht so einfach zu stoppen war, wenn er denn einmal den Mund aufgemacht hat, zum anderen weil er ihr immer noch überaus suspekt vorkam und sie so wenig Zeit wie möglich mit ihm verbringen wollte.

    "Ich hoffe, ihr verzeiht, wenn ich es mir heraus nehme, die Unterhaltung hier zu unterbrechen. Seit ich hier angekommen bin, macht so ziemlich nichts mehr einen Sinn und leider hat mir niemand erklären können, was hier läuft, obwohl ich mehrfach fragte."
    Es war ihr neu, dass er sie oder einen der anderen auch nur mehr als einmal gefragt hatte, geschweige denn überhaupt mehr als zwei oder drei Sätze von sich gegeben zu haben. Vielleicht wollte er auch nur einfach schnell eine Antwort haben und erfand dafür einfach etwas, in der Hoffnung man habe ihn nicht nur vorhin vergessen. Zwar hatte sie nicht vor ihm etwas zu sagen, aber Ibuki war sich sicher das einer der anderen ihr ohnehin zuvorkommen würde und es ihm erklären, hätte er nicht weiter seine Tirade gehalten und jedem damit den Mund verboten.


    Nachdem er noch einmal klar gemacht hatte, was er wusste und was er nicht verstand, legte er wieder eine Pause ein. Zuerst dachte Ibuki, er würde schon auf eine Antwort warten, weshalb sie selbst über ihr Blatt zu Rika und Hayato schielte. Doch dann fing er wieder an zu labern, was ihr vollkommen unverständlich war.
    'Wenn du eine Antwort willst, musst du Idiot auch darauf warten und die Leute aussprechen lassen, was ist so schwer daran?'
    "Verzeiht, wenn ich gerade etwas taktlos bin, doch ich kann nicht mit euch tanzen, wenn ihr mir keinen Rhythmus gebt. Klärt mich auf, was ihr über diese Welt wisst und was ich wissen sollte. Ihr kennt euch untereinander, ihr seid eine Weile länger hier als ich. Und ich bin mir sicher, dass ich einigen zu nahe trete."
    'Und warum in aller Welt laberst du dann weiter, wenn du weißt, dass das, was du gerade von dich gibst, dir nur Feinde macht?' Ihr ging der Junge mächtig auf den Keks. Das war jedoch noch nichts, denn als er dann anfing einfach so Hayato beim Vornamen anzusprechen und ihn wie einen Hausdiener dazu aufforderte, alles was er wusste und was nützlich sein könnte auszuspucken, konnte Ibuki sich nur all zu bildlich vorstellen, wie Hayato den Besserwisser ohne mit der Wimper zu zucken in Grund und Boden stampften wollte. Sie schmunzelte, als sie sich vorstellte, wie er das bewerkstelligen könnte. Als der Junge aber zu merken schien, dass er nichts aus Hayato heraus bekommen konnte, wandte er sich an die beiden Mädchen, wobei er auch bei ihnen so tat als würden sie alle sich seit der Grundschulzeit kennen.


    "Rika, Yukiko. Ihr beide scheint euch zu verstehen und wenn ich eure Blicke richtig deute, dann helft ihr einander und kommt so besser voran." Sie selbst legte eigentlich wenig Wert auf Sachen wie Höflichkeitsformeln und allgemeine Tabus für Konversationen, aber die Art wie er ständig 'wir' und 'uns' einsetzte, stieß ihn sogar noch kräftiger ins Aus als seine Wortwahl. "Vielleicht seid ihr auch schon weiter als die anderen, die hier im Raum sind." Für ihre Ohren klang es mehr als würde er sagen, 'Ihr beiden brütet doch was aus, also macht's Maul auf damit ich auch einen Teil des Kuchens abkriege.' Doch er machte kurz eine Pause, weshalb Ibuki hoffte, dass er endlich einen von den dreien eine Chance gab, ihm überhaupt zu antworten. Als er dann jedoch ein weiteres Mal anfing, wollte sie vor Wut den Tisch quer durch den Raum schleudern. 'Gott! Wie kann man nur so eingebildet reden und doch so dumm sein? Merkt er überhaupt noch was?'
    "Wenn wir uns die ganze Zeit darauf konzentrieren, was wir vor den anderen verstecken müssen,", begann der Junge wieder zu fachsimpeln, "wird über kurz oder lang jeder von uns in Angst vor diesem Wesen leben.", wonach er Yukiko einen vielsagenden Blick zuwarf.
    Ibuki konnte es nicht fassen. 'Fängt er nun auch noch an die Leute, die ihm eigentlich helfen sollen, zu bedrohen?' Mit einer lächerlichen Geste fuhr er fort, wobei sie ihn versuchte mit einen durchbohrenden Blick endlich zum Schweigen zu bringen, damit sie endlich ihre Diskussion weiterführen konnten. Er fing diesen Blick auf, reagierte jedoch vollkommen anders als sie es erwartet hatte.
    "Ibuki, der Satz heißt: Meldebereitschaft von jedem, der etwas gesehen hat, ist erwünscht und hilft der Schulatmosphäre."
    'Hat er das grade wirklich getan? Hat er mich gerade wirklich vor allen hier lächerlich gemacht? Ist ihm überhaupt bewusst, mit wem er sich hier anlegt?! Wahrscheinlich erwartet er jetzt auch noch ein zwölf seitige Danksagung, in der ich niedergeschrieben habe, wie viel es mir doch bedeutet und wie wertlos mein gesamtes Leben war, bis er aufgetaucht ist.'
    Ihr nervöses Zucken im rechten Augenwinkel machte sich wieder bemerkbar, eine Marotte, die sie sich vor Jahren mühsam abtrainiert hatte.
    Der einzige Grund, der sie davon abhielt, ihm nicht sofort eine zu pfeffern, war, dass er noch einen Gefallen bei ihr hatte. Sie brauchte aber nicht lange um zu dem Entschluss zu kommen, dass ihm nicht den Schädel zu zertrümmern Gefallen genug sein musste. Doch der Junge schien sein Magazin verschossen zu haben, nachdem er jedem hier mindestens einmal kräftig ans Bein gepisst hatte, weshalb Yukiko sich dazwischen schalten konnte. Auch wenn sie sachlich blieb spürte Ibuki das selbst in dem kleinen Unschuldslamm der Hass zu brodeln anfing. Und auch wenn ihr das Mädchen vollkommen gestohlen bleiben konnte, musste sie doch bewundern wie lapidar sie allen erklärte, dass sie vor vielen hier eine große Angst hatte. Als sie fort fuhr und noch genau erklärte, woher ihre Angst rührte, fühlte sich Ibuki für einen Moment sogar furchtbar, all das getan zu haben. Ihr wurde aber schnell klar, dass es nur daran lag, das sie nun einen gemeinsamen 'Feind' hatten.
    Kurz darauf war Yukiko schon dabei ihm die Grundlagen dieser Welt zu erklären und beendete es offen, damit man Sachen, die sie vergessen hatte zu erwähnen, hinzufügen kann. Ibuki hätte die Sache mit den Marken und den automatischen Erkennen von Gebäuden erklären können, aber alles ihn ihr sträubte sich dieser Person auch nur irgend etwas zu sagen.

    • Offizieller Beitrag

    [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 09:55 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude

    Rika hatte die Bemerkung von Miss "Eisenhart" nicht so interessant gefunden, wie ihren leicht verkniffenen Blick auf den Aushang. Für einen kurzen Moment hatte sie den Eindruck, als hätte das Mädchen Probleme mit dem Lesen. Noch während sie diesen Gedanken verfolgte ergriff Ishiguro-san das Wort.
    Im ersten Moment erinnerte sie sich daran, dass sie ihn im Krankenzimmer wegen des Vorfalles auf der Treppe hatte stehen lassen. Für einen Augenblick hörte sie in der Erinnerung die Stimme ihrer Großmutter, die sie ermahnte es gegenüber anderen nicht an Aufmerksamkeit und Höflichkeit mangeln zu lassen. Aber der Junge redete bereits fleißig weiter...
    Im nächsten Moment war die mangelnde Höflichkeit vergessen und sie wollte ihm eher einen Takt mit der Maschinenpistole verpassen. Doch er war längst noch nicht fertig.
    Es war eine ziemliche Talfahrt der Gefühle, die Rika mit jedem Satz von Ishiguro-san erlebte. Was bildete der sich nur ein? Er tat gerade so, als wären sie schon seit Ewigkeiten in dieser Welt, dabei waren sie gerade mal einen Tag länger da. Als er am Schluss dann noch eine Bemerkung an Miss "Eisenhart" richtete, erinnerte sie sich an ihren eigenen Eindruck. Allerdings wäre sie niemals auf die Idee gekommen, es wie ein Dozent vor allen anderen herauszustreichen.
    Kaum das er fertig gewesen war, hatte Yukiko ihn schon einmal angepfiffen. Und während sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse weiter gab, hatte Rika Zeit die Gesichter der anderen zu beobachten.
    Akuma-san wirkte noch verschlossener als vorher, wollte aber auch den Redefluss von Yukiko nicht unterbrechen. Allerdings hätte er wahrscheinlich auch nur ein paar bildhafte Ausdrücke verwendet, um zu umschreiben wohin sich Ishiguro-san seine Meinung schieben könnte.
    Rika bemerkte, dass Yuki den Part mit dem Erschaffen nicht in ihre Aufzählung einfließen ließ. Außerdem hatten sie beide bislang auch keinen Ton von der geplanten Tauschaktion ausgeplaudert, was Rika auch vorerst so beibehalten wollte.
    "Das sollte das Wichtigste gewesen sein. Falls ich etwas vergessen haben sollte, könnt ihr mich gerne ergänzen oder verbessern." kam Yuki schließlich zum Abschluss ihrer zweiten Ansprache.
    Sie waren inzwischen über den Beginn der Pause hinweg, aber hier im Agrarbereich bemerkte man davon nichts. Dass sich die Kamikazeterroristin bislang nicht eingemischt hatte, schien auch bei ihr an einer Form von Fassungslosigkeit zu liegen.


    "Es mag ja harsch erschienen sein, Ishiguro-san, dass sich bislang niemand die Zeit genommen hat, dir deine Fragen zu beantworten. Allerdings drängt sich mir die Frage auf, weshalb du der Meinung bist, dir stünde eine vollständige Aufklärung zu", musste Rika dann erst einmal ihrer Stimmung Luft machen. Es kam ihr immer noch so vor, als wäre eine fremde Person an eine Klasse auf Schulausflug herangetreten und hätte gefordert, alle Zusammenhänge des Klassenverbundes zu erfahren. Vielleicht war sie auch einfach nur wütend, dass er sie so vertraulich angesprochen hatte.
    Tatsächlich hatte Yukiko wohl zum ersten Mal die Erfahrungen der letzten beiden Tage zusammengefasst, so dass alle es einmal hörten.
    "Außerdem ist die grundsätzliche Annahme, dass der Schülerratspräsident hier nur rumschleicht, um uns abzumurksen, schlicht falsch!" stieg sie dann zu einem anderen Punkt um, damit ihre innere Wut sie nicht zu viel anderes ausplaudern ließ. "Er hat bislang nicht angegriffen, wenn wir innerhalb der Regeln gehandelt haben. So zum Beispiel beim Essen. Oder auch bei dem Angriff von Leopold-san auf Inugami-san. Deshalb sollten wir wirklich warten, was die beiden zu sagen haben, anstatt einfach Behauptungen aufzustellen!"
    Sie wandte sich Nukui-san zu.
    "Auf keinem Fall wäre es der richtige Weg, sich mit Gewalt Zugriff verschaffen zu wollen, denn dann reagiert er auf jedem Fall aggressiv!"


    [Hayato Akuma]
    Nachdem er schon mit dem anderen Jungen hier schweigend herumgestanden hatte, ergab sich auch weiterhin keine Möglichkeit, sich einmal sinnvoll einzuschalten. Hayato fand es schon eine ziemliche Nummer, dass der Typ hier über zwanzig Minuten neben ihm wie ein Zaunpfahl gestanden hatte, um dann auf einmal den Redefluss zu bekommen.
    Und dann machte er mit seiner komischen altmodischen Sprache auch noch Andeutungen, als wäre jeder hier im Raum verpflichtet, sich zum Wohl aller anderen zu öffnen und einzubringen. Außer welcher Welt kam der Typ nur? Sein komischer Appell in Hayatos Richtung ließ ihn nur noch weniger Lust verspüren überhaupt etwas zu sagen.
    Irgendwie waren hier einige Leute so was von weltfern, dass es eigentlich wehtun musste. Die Zicke blickte auch mit einer gewissen Ungläubigkeit von einem zum anderen. Hayato sah eine mögliche Zusammenarbeit noch immer nur unter schwierigen Verhandlungen möglich. Auf keinem Fall wollte er hier als Frontmann für jemanden die Zielscheibe spielen.
    Als die Rothaarige dann auch noch davon anfing, dass der grünäugige Teufel doch gar kein Monster sei, wollte er im ersten Augenblick wütend aufbrausen, aber dann standen die Bilder der letzten Begegnung wieder vor seinen Augen. Obwohl er ihn gestern Abend angegriffen hatte, war der Höllenwächter ihm gegenüber nicht aggressiv geworden. Obwohl Hayato ihn angegriffen hatte, war er nicht von dieser seltsamen Waffe nieder gestreckt worden.
    Nicht das er dem Typen irgendwas verzeihen wollte, aber könnte es möglich sein, dass er nicht der Drehpunkt in dieser Welt war?

  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 09:55 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude

    Yukiko hielt sich erstmal zurück. Ihr Plan schien sogar halbwegs aufgegangen zu sein. Sie hatte befürchtet, dass Hayato oder Ibuki die Rede von Yoshio als Anlass nehmen könnten, um einen handfesten Streit zu beginnen. Und das hatte sie unbedingt vermeiden wollen. Deswegen hatte sie die ganze Situation ruhig anfangen wollen, um eventuellen emotionellen Explosionen vorzubeugen. Daher war sie auch froh, dass sich Ibuki ruhig verhielt, auch wenn sie das Innerlich garantiert nicht war. Vielleicht hatten Yukiko damit auch ihre erste Gemeinsamkeit in der Einstellung gegenüber dieses Jungen gefunden.


    "Auf keinem Fall wäre es der richtige Weg, sich mit Gewalt Zugriff verschaffen zu wollen, denn dann reagiert er auf jedem Fall aggressiv!"
    Das ließ Yukiko gedanklich aufschrecken. Sie fühlte sich schlecht, das ignoriert zu haben. Wie wahrscheinlich war es denn, dass der Schülerpräsident urplötzlich unbegründet zum Killer wurde, wenn er ihr am ersten Tag noch geholfen hatte? Und das obwohl er sie beim Klauen erwischt hatte? Sie biss sich kurz auf die Lippe. Nur zu gerne wüsste sie was hier vorging. Dabei wanderte ihr Blick zu Kenichi und blieb an seinem ausdruckslosen Gesicht hängen. Und plötzlich formte sich in ihrer Brust der Wunsch, dass er möglichst schnell wieder aufwachte. Nicht nur weil sie eine Erklärung wollte, sondern auch wegen dem Gesichtsausdruck, den sie ihm gezeigt hatte, als sie ihn das letzte Mal gesehen hatte. Er hatte sich erinnert und das war der Grund für seinen Ausraster gewesen. Sie wollte ihm helfen. Sie hoffte inständig, dass sie in der Lage sein würde ihm zu helfen.


    Dann richtete sie wieder ihre Aufmerksamkeit auf das Gespräch und meinte betont ruhig und sanft:
    "Rika hat Recht. Der Schülerpräsident hat mir bereits geholfen, nachdem ich am ersten Tag von ihm erwischt wurde und zugestimmt habe dafür gerade zu stehen... Auch wenn es gerade so ausgehen hat, ist er glaub ich kein Monster."

  • [Ibuki Nukui]
    Tag 3 – 09:56 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude

    Zu Ibukis Überraschung erklärten die beiden Mädchen, dass sie nicht glauben würden, dass der Präsident ihnen feindlich gesonnen wäre. Sie fand die Begründung, dass er nichts machen würde, wenn sie nicht den ersten Schritt taten, äußerst naive. Sie befanden sich eindeutig in einer Welt die vollkommen um ihn herum aufgebaut wurde. Er war oberster Richter und Henker, wie er es den drei Jungen vor ihr schon bewiesen hatte. Und das Wiederbeleben war nur dazu da, um sie mit jedem Tod zu zermürben und damit er sich seine Stärke beweisen kann. Einfach über all diese Fakten hinweg zu sehen und zu behaupten 'er sei kein Monster' war schlicht und ergreifend einfältig.
    "Ein Gefängniswärter hat auch keinen Grund Leute zu töten, die brav in ihren Zellen sitzen." Sie warf den Beiden einen Blick voller Unverständnis für ihre Meinung zu, während sie überlegte, was sie hinzufügen könnte.
    Als ihr nichts einfiel schüttelte sie nur enttäuscht den Kopf und sah zu Hayato hinüber. Er hatte die ganze Zeit über geschwiegen, was sie beunruhigte. Er wirkte für sie nicht wie jemand, der wenig auf seine eigene Meinung lag, daher musste ihn irgend etwas bedrücken; und was ihm schwer im Magen lag, würde auch ihr massive Probleme bereiten.
    "Und, Akuma-senpai, was meinst du?"

    • Offizieller Beitrag

    [Hayato Akuma]
    Tag 3 – 09:56 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude

    Scheinbar war noch jemand der Meinung, dass es nicht so einfach zu sehen war.
    "Ein Gefängniswärter hat auch keinen Grund Leute zu töten, die brav in ihren Zellen sitzen." kam es von der Zicke, die sich dabei einen langen Blick in Richtung der beiden anderen Mädchen gönnte. Es wirkte fast schon so, als würde sie eine längere Analyse ihrer Einleitung folgen lassen, aber sie schüttelte nur ihren Kopf.
    Stattdessen wandte sie sich ihm zu.
    "Und, Akuma-senpai, was meinst du?"
    Mal abgesehen davon, dass sie gerade recht vernünftig sprach und in den letzten Minuten auch niemanden verbal attackiert hatte, wirkte sie ein wenig besorgt.
    Er hatte sich schon seit gestern gedanklich mit der Situation auseinander gesetzt, aber einfach keinen passenden Ansatz gefunden. Ihnen allen war klar, dass sie gestorben waren. Nun saßen sie, aus welchem Grund auch immer, in diesem Schul-Fluch-Szenario fest, in dem man zwar getötet werden konnte, aber nicht tot blieb.
    "Ich bin auch der Meinung, dass er eine Funktion in dieser Welt hat", setzte er an, um seine Gedanken etwas zu ordnen. "Aber er ist nicht der Schöpfer dieser Welt!"
    Es gab einfach zu viele Dinge hier, die nicht in einen direkten Zusammenhang mit dem grünäugigen Teufel gebracht werden konnten. Auch wenn man ihn nicht anbeten sollte, da man gar nicht wusste wer er war, hatte der Gott dieser Welt seine Regeln aufgestellt. Und wie Götter nun mal gerne waren, zogen sie Folgsamkeit dem Widerstand vor.
    "Warum auch immer wir in dieser Welt über einen freien Willen verfügen, es ist nicht der Wille des hiesigen Gottes! Der wollte wohl lieber die NPC, die alle brav machen, was er von ihnen verlangt." fuhr er fort. "Er hat sich einen Tenchi geschaffen, der hier seinen Willen durchsetzen soll. Dieser Erzengel ist wohl der Schülerratspräsident! Auch wenn wir nicht in einer Zelle sitzen, so ist diese Welt ein Ort, den wir nicht verlassen können. Wir können zwar dem Unterricht fern bleiben, aber bekommen im Gegenzug dann auch keine Essensmarken. Wie man es auch dreht und wendet, unser derzeitiges Hauptproblem ist die Ernährung!"

  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 09:57 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    "Ein Gefängniswärter hat auch keinen Grund Leute zu töten, die brav in ihren Zellen sitzen.", sagte Ibuki, worauf Yukiko einmal mehr der Unterschied zwischen ihnen bewusst wurde. Diesmal sogar so stark, dass sie ansatzweise verstand warum sie Ibuki über den Mord, die Todesdrohungen an ihr und ihren Freunden und ihre aggressive Art nicht leiden konnte. Sie war neidisch auf diese Person, die in ihrer Dummheit mit anderen dummen und perspektivlosen Menschen um ihr Leben gekämpft hat. Vielleicht kannte sie nur die unterste, bedeutungsloseste Schicht der Yakuza, vielleicht war sie auch nur den Leuten auf den Leim gegangen, die dachten, dass sie mit genügend Muskelkraft trotz fehlendem Vitamin B und Hirn bei den Großen mitspielen könnten. Aber trotz alle dem hatte sie sich in ihrem Kopf die Freiheit bewahren können. Sie hatte sich entscheiden können sich von ihren Bossen loszusagen oder ihnen zu folgen. Und jene, die versucht hatten sie einzusperren, hatten ihre Entscheidung wohl recht schnell wieder bereut. Einfach weil sie gelernt hatte sich zu widersetzen und, was mindestens genauso wichtig war, dass ihre Gegner nicht mächtig genug waren jegliche ihrer Bemühungen mit der kleinsten Geste zu unterbinden.


    "Wie man es auch dreht und wendet, unser derzeitiges Hauptproblem ist die Ernährung!", beendete schließlich Hayato seine Ausführungen und riss damit Yukiko aus ihren Gedanken. Jetzt war nicht die Zeit sich mit solch deprimierenden Gedanken zu beschäftigen. Sie schob also ihre Gefühle beiseite und bestätigte:
    "Hayato-senpai hat, denke ich, recht. Der Präsident wird uns nicht dafür bestrafen, dass wir dem Unterricht fern bleiben. Das wird bereits von dem System durch die Essensmarken vorgenommen. Solange wir unserem Gefängniswärter keinen Grund geben gegen uns vorzugehen, wie zum Beispiel die NPCs zu stark zu beeinflussen oder ihnen gar Schaden zuzufügen, sollten wir also auf der sicheren Seite sein und erst mal nichts von ihm zu befürchten haben."


    Nachdem sie geendet hatte, wartete sie kurz, bis sie sich sicher war nicht mehr alle Augen auf sich zu haben und warf dann einen verstohlenen Blick zu Rika. Es bereitete ihr ein erstaunlich schlechtes Gewissen ihre kleine Aktion geheim zu halten.

  • [Yoshio Ishiguro]
    Tag 3 – 09:57 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude

    Yoshio war eine ganze Weile in seinen Gedanken. Er hatte Antworten bekommen, aber durch seine Unachtsamkeit und seine alten Gewohnheiten hatte er die Anwesenden mehr verärgert, als es gewollt war. Er überlegte kurz, wie er welche Person anzusprechen hätte.


    "Wie man es auch dreht und wendet, unser derzeitiges Hauptproblem ist die Ernährung!" sagte Hayato und Yukiko schien es nur mit etwas zu ergänzen, doch nichts wirklich darauf antworten zu können. Yoshio holte Luft, wahr sich unsicher, das richtige zu sagen, doch mit den Fragen in seinem Kopf konnte er nicht warten, was ihm vielleicht wieder Probleme bereiten würde.
    "Also...", sagte er unsicher und hielt den Kopf erst mal gesenkt. "Wir müssen jede Art von Regelwidrigkeit vermeiden und Unterricht ist keine Option." stellte er fest mit einem leichten fragenden Unterton, da er sich nicht ganz sicher war, warum.
    "Was gibt es dann für Möglichkeiten?"
    Er hob nun den Kopf und blickte kurz die Anwesenden an, wobei er Ibuki bewusst übersprang.
    "Was können wir tun, um weder durch diesen Tenchi zu sterben, noch durch verhungern?" Er schaute Yukiko an und fragte sich, wie willig sie wäre, ihm überhaupt zu helfen.
    "Ihr seid ein wenig länger hier als ich, ihr wisst vielleicht das ein oder andere über diesen Ort, was mir verborgen bleibt, Sakamato-san." Er verbeugte sich, sprach in der Beuge seine Entschuldigung über sein vorangegangenes Fehlverhalten an alle aus und erhob sich dann wieder. "Ich meine, irgendwas müssen wir doch tun können. Wer auch immer uns hier hineingesteckt hat, wird bestimmt eine Hintertür vergessen haben. Hoffe ich..." Yoshio senkte den Kopf wieder, bevor er vielleicht den Fehler machte, ganz aus dem Fenster zu springen, aus dem er sich vorher gelehnt hatte.


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    Einmal editiert, zuletzt von Soulshadow () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 09:57 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    Wahrscheinlich geschah es unabsichtlich, aber Yoshio stellte Yukikos Geduld auf eine harte Probe. Zuerst hatte sie sich gewundert, dass er sie direkt ansprach, als wäre nichts gewesen. Insbesondere da sie das Gefühl hatte, dass er weiterhin darauf bestand, dass sie etwas zu verbergen hatte, auch wenn er es nicht direkt gesagt hatte. Und das machte sie nervös und vorsichtig. Sie hatte keine Ahnung inwieweit sie ihm vertrauen konnte. Dann folgte dem eine Entschuldigung, bei der sie nur überrascht blinzeln konnte. Sie hatte gedacht, wenn eine Entschuldigung käme, würde er sie als erstes äußern und nicht erst nachdem er ihr den Eindruck vermittelt hatte über ihr Vorhaben und ihre Geheimhalterei Bescheid zu wissen.
    Die Entschuldigung an sich war zwar äußerst willkommen, aber trotzdem konnte sie sich nicht dazu bringen von dem ersten, negativen Eindruck abzulassen.


    "Ishiguro-san, ich weiß nicht einmal genau wann du hier angekommen bist. Jedenfalls sind wir auch nur ein, höchstens zwei Tage länger hier als du."

    • Offizieller Beitrag

    [Rika Sumiyoshi]
    Tag 3 – 09:57 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    Rika konnte förmlich spüren, wie Yuki in Gedanken mit sich rang. Da die Leute gerade mal etwas offener miteinander sprachen, fand sie es bestimmt plötzlich nicht mehr richtig, die bereits vorbereitete Tauschaktion vor allen geheim zu halten. Damit hatte sie bislang keinerlei Probleme, denn sie konnte den anderen bislang kein wirkliches Vertrauen entgegen bringen.
    Nur weil sie alle hier in dieser Welt gelandet waren, hatten sie noch lange nicht das gleiche Ziel vor Augen! Rika war sich relativ sicher, dass Akuma-san eine Art von Widerstandszelle plante. Bei Miss "Eisenhart" war es wahrscheinlich noch eine Nummer extremer. Ihr würde sie glatt so eine "Beherrscherin der Schulwelt"-Nummer zutrauen, da die Kamikazeterroristin immer gerne wie eine Gossen-Ratte reagierte.
    Solche Leute hatte sie als eher hinterhältig kennen gelernt, als man ihr von der Schule aus eine kleine Lektion erteilen wollte. Nur war sie eben kein Püppchen gewesen, das sich leicht aufmischen und verschrecken ließ.
    Am Meisten hatte die kleine Bande gewurmt, dass Rika ihnen ihr Fahrzeug auseinander genommen hatte.
    Als Ishiguro-san sich wieder zu Wort meldete, fragte sich Rika einmal mehr, aus welcher Ecke er wohl kam. Erneut verband er seine Analyse mit neuen Fragen. Er fasste die von ihm verstandenen Fakten zusammen und stellte dann seine Fragen, als ob sie alle hier zum Sozialkonvent zusammen gekommen waren. Damit wurde er in ihren Gedanken zu "Watson".
    Wenigstens schien er kapiert zu haben, das sie hier noch keine Gruppe von engen Freunden waren und seine Verwendung von den Vornamen etwas außerhalb des Umgangstons gelegen hatte. Als er sich entschuldigte, musste Yuki blinzeln. Rika fand, dass er den Zeitpunkt aber schon wieder verpasst hatte.
    "Ishiguro-san, ich weiß nicht einmal genau wann du hier angekommen bist. Jedenfalls sind wir auch nur ein, höchstens zwei Tage länger hier als du." sagte Yuki dann zu ihm. Rika war sich ziemlich sicher, dass es höchstens ein Tag war.


    [Hayato Akuma]
    Hayato folgte dem Verlauf des Gespräches mit ausdruckslosem Gesicht. Er hatte diesen Ishiguro-san gestern Abend auf der Brücke gesehen, als er den grünäugigen Teufel mit der Stange angegriffen und über die Brüstung geworfen hatte.
    Ob er vorher den Angriff von Leo auf den anderen in der Cafeteria mitbekommen hatte, wusste er nicht. Schließlich war er selbst auch ziemlich in einer Ecke gewesen. Jedenfalls hätte er mit seiner Ansprache am ersten Tag vielleicht besser gepasst, als jetzt jeden anzuschauen und den Gedanken nahe zu legen, sie mögen doch alle ihr Wissen in einen Topf werfen.
    Auch wenn wohl jeder hier wieder weg wollte, so hatte sich gezeigt, dass niemand den gleichen Weg nehmen wollte. Die Ruhe, die zwischen Yukiko und der rothaarigen Kurvenbraut herrschte, deutete für ihn auf eine Zusammenarbeit hin, die auf Vertrauen beruhte. Und genau das herrschte zwischen dem Rest hier nicht!
    Die Zicke blickte immer wieder von einem zum anderen. Wahrscheinlich versuchte sie ihre Chancen einzuschätzen, wie sie am besten Kapital aus der Situation schlagen konnte. Nachdem Leo ihr die Kombination zum Zimmer des Direktors gleich in den Schoß gelegt hatte, war sie sich bestimmt schon auf dem Zielpfad vorgekommen. Nur leider machte der Schöpfer dieser Welt es nicht so einfach. Durch die Änderung der Kombination hatte Hayato sich zumindest eine Verhandlungsposition geschaffen.



    ***ANGEL PLAYER 2.1.7.***
    ***Wartungsfunktion wird ausgeführt***
    Kontrolle der Datensätze...
    ***Veralteten Datensatz im Nebenspeicher entdeckt***
    Aufruf des Datensatzes...
    ***Fehler***
    Konstruktionsmatrix des ursprünglichen Systems gefunden...
    ***Korrupte Daten im System***


    Ein leichtes Flimmern in der Luft gleich unter der Decke des Agrarraumes wurde von niemandem bemerkt. Erst als sich eine Gestalt von oben herab auf den immer noch schweigenden Yoshio fallen ließ, wurden die übrigen Anwesenden aufmerksam.
    Allerdings bekamen sie als erstes einen ziemlich harten Aufprall zu sehen, der den getroffenen Yoshio augenblicklich ins Land der Träume schickte. Auf ihm kam ein anderer junger Mann zu liegen, der auch eine Schuluniform trug. Nur war die Jacke aus einem hellen Stoff und mehr wie ein Blazer geschnitten. Sie hatte außerdem einen Aufdruck am Oberarm des linken Ärmels, das wie ein Wappen mit einem Banner darunter aussah. Innerhalb des Wappens waren drei schräg gestellte Buchstaben zu erkennen und auf dem Banner stand ein Text. Shinda Sekai Sensen
    Die blonden Haare wurden von einem roten Tuch gebändigt, das ziemlich tief über die Augen hing. Als sich der seltsame Gast erhob, tat er es in seltsamen rhythmischen Bewegungen, wobei er so etwas wie Takte summte.

  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 09:57 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    Yukiko war am überlegen ob sie Yoshio noch deutlicher das größte Problem darlegen sollte. Sie vertrauten einander nicht. Besonders Ibuki und Yoshio selbst waren da die Problemfälle. Doch dann geschah etwas völlig Unerwartetes. Als sie Yoshio einen Blick zuwarf und gerade anfangen wollte zu erklären, breitete sich ein schwarzer Schatten von oben über ihn aus. Überrascht weiteten sich ihre Augen, doch ehe sie erkennen konnte, was es war, hatte es bereits gekracht, als die dunkle Masse auf Yoshio herunter fiel und ihn unter sich begrub. Yukiko reagierte darauf mit einem erschrockenen Schrei, sprang von ihrem Stuhl auf und starrte das Knäuel auf dem Boden an. Erst als es sich bewegte und sich langsam etwas in äußerst seltsamer Art und Weise erhob, registrierte sie, dass es sich um einen Mensch handelte, der einfach so über Yoshio aufgetaucht war. Wahrscheinlich ist der arme Kerl durch den Aufprall ausgeknockt worden. Doch war das im Moment nicht ihre Hauptsorge.
    Der Typ verwirrte sie. War er auch neu hier?
    Aber warum tauchte er dann mitten in einem der Gebäude auf und nicht vor dem Schulgebäude, wie sie und die anderen?
    Irgendwas stimmte hier nicht.
    Er verhielt sich nicht ansatzweise wie jemand, der gerade eben in einer fremden Welt aufgewacht war. Er sah nicht fragend umher, war nicht in Panik und wunderte sich nicht mal darüber, dass er sich gerade mitten in der Luft materialisiert hatte. Und dann entdeckte sie das Shinda Sekai Sensen Abzeichen. Definitiv war er ein Teil dieser Welt. Deswegen bewegte sie sich instinktiv in Rikas Richtung, während sie kleinlaut fragte:
    "Wer bist und was willst du hier?"

    • Offizieller Beitrag

    Das Gesicht des fremden Jungen, dessen Augen unter der roten Bandana verborgen blieben, wandte sich in Richtung Yukiko, während beide Hände ein Fingerschnippen erzeugten. Seine Schulter bewegten sich dazu im Takt.
    Mit einer geschmeidigen Bewegung, die irgendwie auch zum Takt des Fingerschnippens passte, kam er dichter an Yukiko heran.
    "Come on, let's dance!" forderte er sie mit einem Lächeln auf und deutete dabei mit einem Finger direkt auf sie, was Yukiko eher zurück zucken ließ.
    "Ok, don't be afraid", meinte er daraufhin und zog sich etwas zurück.
    Dabei klimperten die Handschellen, die er an einer Kette um den Hals trug.
    Während seine Füße in Bewegung blieben, ließ er seinen Oberkörper in den Schultern kreisen.
    Rika stemmte beide Fäuste in die Hüften und blickte ihn streng an.
    "Rebels against the god, Baby!" gab die swingende Merkwürdigkeit daraufhin von sich und hob beide Hände zum Victory-Zeichen. Er schien ohnehin nicht einen Moment stillstehen zu können.
    "TK will not get in your way", redete er dann weiter, wobei er eine Art von Kratzfuß hinlegte, wie man ihn in Filmen aus der Renaissance oft zu sehen bekam. Ebenso schnell stand er wieder und wippte zu einem wohl nur für ihn hörbaren Takt weiter.

  • [Ibuki Nukui]
    Tag 3 – 09:57 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    Ibuki war sich sicher, dass je länger die Diskussionen zwischen Yukiko und Yoshio dauern würde, desto unwahrscheinlicher war es das sie einander vertrauen würden. Ihr war schon klar, dass sie nicht ohne weiteres 'best buddy' mit dem Püppchen werden könnte, aber sie hatte gehofft, dass der Tod von zwei Mitschülern vielleicht etwas half sie zusammen zu treiben. Und trotz dem ständigen Wiederholen, dass sie ohne Essen am Arsch waren und am besten irgendeine Möglichkeit finden sollten, war bis dato nicht mehr herausgekommen als mehr Misstrauen und Angst vor den Plänen der anderen.
    Hayato schien mehr eine leitende Rolle einnehmen zu wollen, wenn man bedachte in welchem Ton er hier mit der Gruppe gesprochen hatte. Rika und Yukiko wollten mit dem Rest nichts zu tun haben und blieben stets in sich, wobei Yukiko immer wieder zu Rika schielte um wortlos mit ihr etwas abzusprechen. Yoshio wollte von allen alles wissen und sah sich wie das Zentrum einer Gruppe, die sich noch nicht einmal gebildet hatte. Sie selbst wollte schon seit dem ersten Tag diese Welt wieder verlassen, um ihr Leben wieder aufzunehmen. Zu viel gab es was sie noch zu erledigen hatte und zu groß war ihr Drang sich dem Willen eines unsichtbaren Mannes in den Wolken zu widersetzen.
    Das Schlimmste an ihrer momentanen Situation war, dass sie keine Möglichkeit hatte den Rest zu Kooperation zu zwingen wie sonst, da sie bei weitem nicht so gefährlich war wie der Präsident.
    Stillschweigend beobachtete sie weiterhin die Diskussion, in der sie nichts hätte sagen können, was ihre Position auch nur im entferntesten verbessern würde.
    Plötzlich fiel ohne Vorwarnung etwas auf Yoshio hinunter und begrub ihn unter sich. Noch bevor sie zu ihm hinunter schielen konnte, stand der Typ auf seltsame Art und Weise auf und begann irritierend auf der Stelle zu tapsen. Ebenfalls störte sie, das er die Tatsache, dass er gerade auf jemanden gelandet war, nachdem er aus weiß der Teufel welchen Ort fiel, und es ihn so sehr interessierte als würde man ihm sagen, er habe Dreck unter dem Daumennagel.
    Yukiko nahm jedem die Worte aus dem Mund als sie die tänzelnde Figur fragte.
    "Wer bist und was willst du hier?"
    Dieser ignorierte, wie jeder hier es bisher zu tun pflegte, die Frage die man ihm stellte und kam auf Yukiko mit einem Fingerschnippen zu und forderte sie auf mit ihm zu tanzen.
    Das war der Moment, an dem sich Ibuki sicher war, dass er vollkommen verrückt war. Als das Püppchen zurück zuckte nahm auch er Abstand von ihr und schien doch etwas gekränkt zu sein, nicht mit ihr das Tanzbein schwingen zu können.
    Nachdem Rika ihm einen strengen Blick zuwarf schien er erklären zu wollen, dass er nicht böses wollte, wobei sie bei ihren paar Brocken Englisch, die sie beherrschte, sich nicht sicher sein konnte. Danach mimte er eine schnelle Verbeugung und tänzelte genauso schnell wieder auf der Stelle.
    Ibuki sah verwirrt zu den anderen, da sie nicht sicher war ob er japanisch sprach oder überhaupt verstand.

  • [Yukiko Sakamato]
    Tag 3 – 09:57 Uhr – Gelände der Schule - Gemüsegarten (14) - Agrargebäude


    Yukiko war sich sicher, dass diese Person zu jenen gehörte, vor denen ihre Kindermädchen und ihr Vater sie immer gewarnt hatten. Er hatte definitiv einen an der Klatsche. Seiner Reaktion zu urteilen war er zwar nicht gefährlich, aber sie wollte es nicht herausfordern. Deswegen hatte sie sich auch unbewusst hinter Rikas Rücken geschlichen, nachdem er ihr einmal zu nahe gekommen war und lugte seitlich hinter ihr hervor.


    Dann sah sie Ibukis verwirrten Blick. Langsam dämmerte es ihr, dass sie wohl kein Englisch verstand. Aber das war nicht das größte Problem. Daher wandte sie sich an ihn und fragte kleinlaut hinter Rikas Rücken:
    "Rebellen gegen Gott? Was meinst du damit? Was ist die Shinda Sekai Sensen?"