Ich bin gegen die primitive Todesstrafe, weil sie moralisch nicht tragbar ist, da sich das Volk(der Staat) auf die Stufe des Mörders stellt, der ja unberechtigterweise einem anderem das Recht zu Leben entrissen hat.
Und die Todesstrafe ist ein feiger Akt der Inkonsequenz. Eine Demokratie will jedem das Recht zur Rehabilitierung geben, also darf sich jeder Einzelne auch nicht um die Kosten drücken, jedem Einzelnen dies zu Ermöglichen. Und das Töten eines Mörders um nicht seinen Gefängnisaufenthalt/psychiatrische Behandlung bezahlen zu müssen, ist ein solch feiger Akt.
Viele argumentieren damit, dass jemand, der das Leben anderer nicht schätzt, seines verwirkt. Falsch, dies ist ein ebenso feiger Akt. Selber die Rechte in Anspruch nehmen wollen, aber wenn man für sie einstehen muss, kneifen. Klar, dem Täter (z.B. Kindermörder) zu vergeben ist ein schwerer Akt, aber der einzige Weg, um wirklich über den Schmerz hinweg zu kommen. Deshalb sollten Täter/Opfer-Versöhnungsprojekte gefördert werden. Wer den Mörder seines Kindes tötet und ihn hasst vergrämt und befleckt die eigenen Hände mit Blut. Eigentlich das wofür man den anderen verurteilt. Also der falsche Weg.
Fazit: Todesstrafe ist grundwegs abzulehnen, da sie ein "Unter den Teppich kehren" und Symptom, nicht Ursachenbekkämpfung und ein Akt demokratisch/rechsstaatlicher Inkonsequenz ist.:stressed