Beiträge von Soulshadow

    [Alex)
    „Was wir jetzt machen? Als erstes brauchen wir Abwehrmöglichkeiten! Außerdem sollten wir einiges von den Getränken mitnehmen. Hmm…“ nachdenklich brach ich ab und blickte mich um. Durch die englische Schrift unter den japanischen Schriftzeichen konnte ich mich orientieren. Dieser Ort nannte sich Kamitsuchidanakita. Einigen Hinweisschildern zufolge gab es hier einen Golfplatz.
    Was ich mit einem Golfplatz wollte? Nun, erst einmal dürften dort nicht so viele Untote anwesend sein! Da diese Plätze ziemliche Ausbreitungen hatten, ließ sich dort eine gute Strecke zurücklegen, ohne auf Untote zu treffen.
    Da wir gerade unbehelligt waren zog ich eine Karte aus der Tasche, um mir die Umgebung besser vor Augen zu führen. Tatsächlich, ein Golfplatz! Und diese in grau gehaltene Fläche darüber, also nördlich von hier konnte nur eine Militäranlage sein!
    „Nach dem Kartenmaterial hier liegt nördlich von hier eine Militäranlage, wahrscheinlich eine amerikanische Basis! Dort wäre eine gute Möglichkeit… entweder Schutz zu finden, oder eben an Waffen zu kommen. Je nachdem, wie sich die Situation dort darstellt!“ erklärte ich dann weiter Kōri.
    Ich blickte einmal sichernd auf die Umgebung und dann wieder auf die Karte.
    „Also erst einmal nach Norden, Richtung Hontatekawa! Und wir sollten hier über den Golfplatz gehen, dort dürften um diese Zeit noch keine Leute gewesen sein!“ schlug ich dann vor und blickte auf die Uhr. Es war 10:20 Uhr… vor einer Stunde war noch nichts von all dem Hier zu spüren gewesen!
    Da Kōri keine Einwände vor brachte, packten wir noch einige Flaschen und Dosen ein und machten uns auf den Weg. Während in der Siedlung noch alles sehr normal ausgesehen hatte, standen an der Straße plötzlich einige verlassene Fahrzeuge. Die meisten davon hatten irgendetwas gerammt!
    Wir kletterten über einen Wagen, der direkt am Zaun der Golfanlage stand und waren damit erst einmal innerhalb eines eingezäunten Bereiches.
    Unser Weg führte uns an einem Aufstellpunkt von Golfcarts vorbei, von denen wir uns auch einen organisierten. Der Hund passte in den Korb für die Golfsäcke und so waren die Füße erst einmal entspannt. Auf unliebsame Begegnungen verzichtete das Leben auf dem Gelände, dass wir an dessen nördlichstem Ende über den Golfcart wieder verließen.
    Ab hier sahen wir auch wieder einige ziellos umher taumelnde Zombies, aber solange wir uns leise verhielten, wurden sie nicht auf uns aufmerksam. Sogar der Hund schien das kapiert zu haben!

    Einsteigen ist noch möglich, Kaito.
    Es ist aber nicht so voll auf RPG sondern enthält auch viel Storyelemente ;)
    Wenn du einsteigen möchtest, brauchst du einen Char (Einstellen in den entsprechenden Thread) und einen Startpunkt im Umkreis von Tokio.
    Innerhalb der ersten Tageshälfte kann es durchaus sein, dass du auf dich allein gestellt bist!


    Es sind hier derzeit nur sehr wenige direkte Kontaktpunkte, so dass jeder, wie du sicher bereits gelesen hast, seine Geschichte an dem Tag erzählt.
    Wenn du soweit startklar bist, um einzusteigen, dann kannst du, wenn du möchtest, auch in die Gruppe HotD. Dazu musst du dann eine PN schicken.

    [Alex]
    Mein Blick musterte das Mädchen vor mir‚ Kōri hieß wohl Eis. Ich ergriff ihre Hand und schüttelte sie kurz. Die Kleine hatte also einen Eigennamen genannt, warum auch nicht? Das bedeutete, dass sie noch klar denken konnte, wenn sie einem Fremden gegenüber so etwas vorbringen konnte.
    Bestimmt war sie von ihren Eltern eingehend vor Fremden gewarnt worden. Dass sie trotzdem an eine der noch lebenden Personen herantrat, sprach für sie!
    „Alex, Exurlauber!“ stellte ich mich vor. Warum in einer solchen Situation auch auf gesellschaftliche Umgangsformen zurückgreifen, die in Zukunft keine Rolle mehr spielten?
    Der Hund neben ihr schaute auch von einem zum anderen, was mir den Eindruck aufzwängte, dass er bis vor kurzem noch nicht zu dem Mädchen gehört hatte. Wahrscheinlich waren die beiden auch eine Zweckgemeinschaft eingegangen, wie wir es jetzt im Begriff waren, zu tun!
    Mit dem Eintreten dieser eigentlich unwahrscheinlichen Situation waren bislang gültige Regeln schlicht weggebrochen. Diese Untoten, die jetzt überall rumschlurften, waren keine Vernunftbegabten Wesen sondern instinktgesteuerte Haufen stinkenden Fleisches! Da ein Biss von diesen Zombies vermutlich zur Ausbreitung dieser Epidemie führte, waren alle Menschen somit potentielle Schlurfer.
    Ziel Nummer Eins war also das Überleben in dieser neuen Weltordnung! Solange diese Viecher nicht in Massen auftraten, war man ihnen an Geschwindigkeit und Beweglichkeit überlegen. Ihr Instinkt reagierte hauptsächlich auf Geräusche. Aber einmal von diesen Viechern eingekreist bedeutete… Ende Aus!
    Im Gegensatz zu den Schlurfern mussten wir Menschen weiterhin essen, trinken und schlafen. Damit benötigten wir sehr viel mehr, als diese Zombies. Zudem waren diese Untoten, wenn sie einen einmal gepackt hatten, wohl verdammt kräftig! Im Zug waren mehrere Leute nicht mehr von ihnen weg gekommen!
    Also kam die alte Regel „zuerst zuschlagen, hart zuschlagen und gleich nochmal zuschlagen“ hier zu neuem Glanz!
    „Ich denke, auf den Schreck trinken wir erst einmal was!“ fuhr ich fort, nachdem ich ihre Hand wieder losgelassen hatte und deutete auf eine Gruppe von Getränkeautomaten, die ein Stück weiter vorne an der Straße standen. Ohne auf ihre Antwort zu warten ging ich auf die Automaten zu und benutzte den Nothammer, um die Scheiben einzuschlagen.
    Unwillkürlich musste ich grinsen. Bislang wäre ich dafür eingewandert! Jetzt war es eine Erfordernis zum Überleben. Ich schlug die Reste der Scheibe raus, brach den Sperrriegel auf und griff mir eine gekühlte Dose.
    „Freie Auswahl!“ meinte ich in Richtung des Mädchens und öffnete die Dose.

    Tag 25 - 07:58 Uhr - Verwaltungsgebäude der Akademie - Speisesaal


    Senri Tsukamoto blickte bei der nächsten Lautsprecheransage erschrocken auf, als dabei auch der Name seiner Schwester genannt wurde! Er war gerade noch einmal den Stoff für die heutigen Mathestunden durchgegangen, als Rika bei der Durchsage die Namen der Schüler aufrief, die sich zu einem persönlichen Gespräch bei der Direktorin einzufinden hatten.
    Was hatte Mai damit zu tun?
    Mit einem Gefühl der Unruhe blickte er zu dem Tisch hinüber, an dem Mai mit ihrer Freundin Haruka gesessen hatte. Aber die beiden waren bereits aufgestanden und gerade dabei den Speisesaal zu verlassen. Senri öffnete den Mund, um etwas zu sagen... schloß ihn aber wieder, ohne das ein Laut seinen Mund verlassen hatte.
    Die Übung heute morgen war etwas anderes gewesen... Die Schülerinnen und Schüler argwöhnten zwar etwas, aber es gab keine konkreten Hinweise.
    Das Mai nun zu einem Sondergespräch zur Direktorin gerufen wurde, war schon außergewöhnlich.


    Da die morgendliche Versammlung vor dem Unterricht heute ja ausfiel, ließen sich einige der Anwesenden auch etwas mehr Zeit als sonst.
    Senri selbst war ja auch erst nach der Physikstunde dran. Vielleicht konnte er noch vor dem Unterricht mit seiner Schwester sprechen, was da nun wirklich vorgefallen war.
    Alleine schon das zufriedene Gesicht von Ryu, als er ihn heute morgen gesehen hatte, ließ nichts Gutes vermuten.
    Der Abwehrkampf war wohl ganz nach seinem Geschmack gewesen! Nun, das konnte Senri ja auch nur recht sein, aber was hatte seine kleine Schwester verbrochen, dass sie zur Direktorin musste?

    [Alex]
    Ob man nun mit Oy oder Hey angerufen wurde, bedeutete beides in etwa das Selbe! Da diese taumelnden Leichen außer Grunz- und Stöhnlauten nicht viel von sich gaben, musste diese helle Stimme ein noch lebender Mensch sein. Und offenbar jemand, der wie ich nicht in eines der verschlossenen Häuser konnte!
    Ich blieb stehen, nachdem ich mich versichert hatte, dass die Straße sonst ruhig war und wandte mich um.
    Ein junges Mädchen in Schuluniform kam auf mich zugelaufen, gefolgt von einem Hund. Der Tennisschläger in ihrer Hand und die Blutspritzer auf ihrer Uniform zeigten deutlich, dass sie sich der momentanen Situation durchaus bewusst war.
    Mit meinen 1,81 Metern war ich doch ein ein ganzes Stück größer, als sie schwer atmend vor mir stehen blieb.
    "Ich würde ja gerne guten Tag sagen, leider ist dem nicht so!" sagte ich mit einem Anflug von Sarkasmus, während sie wieder zu Atem kam. "Aber das ist ihnen sicherlich auch schon aufgefallen!"
    Sie blickte mich an.
    Von dem kurz geschnittenen dunkelblondes Haaren über die grünen Augen und das rasierte Kinn, weiter mit dem Trekkinghemd und der Taschenweste, dunkle Jeans mit rundem Gürtelschloss und braune Wanderstiefel, dazu der Rucksack auf dem Rücken, so stand ich vor ihr und wartete auf das Ende ihrer Musterung.

    Na ja, du warst sehr konzentriert auf die Serie, das sogar beim ABC nen Char von da kam ;)

    Also zum nächsten Seriennamen ...

    _ _ _ - o _ - _ e i

    (Kein A, N, F, R)

    Tag 25 - 07:39 Uhr - Gelände der Akademie


    Kaori Yamada blickte sich um. Auch wenn man sich in den letzten Wochen an so manche Marotte hier auf der Insel gewöhnt hatte, so war diese Alarmübung doch sehr merkwürdig gewesen. Als sie nach dem Übungsende den Strand aufsuchte und mit den Meerestieren in der näheren Umgebung kommunizierte, wiesen diese auch auf verschiedene Ereignisse hin, die nicht zu dem normalen Tagesablauf gehörten.
    Die beiden Delphine, mit denen sie eigentlich täglich sprach, übermittelten ihr Eindrücke von einer großen Menge Haifischen und Schmerzen. Durch die andere Art der Wahrnehmung der Delphine waren diese Informationen nicht so einfach zu übersetzen, aber sie gaben trotzdem einen Anhaltspunkt darauf, dass keineswegs Nichts an diesem Morgen passiert war! Nachdem auch einige der Vögel ihr Eindrücke von Lichtblitzen und Donnern vermittelt hatten, war für sie klar, dass die eingeblendete Himmelsshow in der Kuppel zu einem nicht unerheblichen Teil echt gewesen war!
    Die Insel war angegriffen worden und die Schüler sollten nichts davon mitbekommen! Da sie aber nicht unbedingt der Cliquentyp war, behielt sie diese Information für sich und winkte Daisuke und Takashi nur freundlich lächelnd zu, als diese an den Strand gelaufen kamen.


    Rena Murasaki schwebte zusammen mit Cuja Mara an der schroffen Ostküste der Insel entlang. Cuja erzeugte eine warme Luftströmung, die die beiden sanft vorwärts bewegte.
    Nach der so plötzlich durchgeführten Alarmübung mit der Spezialvorführung hatten die beiden sich zusammengetan, um sich zu überzeugen, dass wirklich nichts passiert war.
    So lange sie auch Ausschau hielten, es war tatsächlich nichts zu entdecken.
    Als die beiden zum Südende mit dem Sandstrand kamen, wurden sie schon von Daisuke und Takashi erwartet, die ihnen etwas aus der Küche mitgebracht hatten.

    Die Definition sagt, dass Hexen eine mit Zauberkräften ausgestattete, meist weibliche, heil oder unheilbringende Person sind.
    Da Magical Girls, durch welche Umstände auch immer, ebenfalls dann mit magischen Kräften ausgestattet sind, ließe sich deine Frage wohl bejahen.
    Denn unheilbringende Personen fallen automatisch dabei raus, da sie ja zu den Gegnern der Magical Girls werden.

    Nur mal so als Anregung für eure Runden und den Buchstaben Q:


    Quent Yaiden (Wolf's Rain)
    Quiche (Mew Mew Power)
    Quillish Wammy Watari (Death Note)
    Quincy (Bleach)
    Queen Diva (El-Hazard)

    Tag 25 - 07:38 Uhr – Torishima Insel - 575 Kilometer südlich von Tokyo

    Seit einem Ausbruch des Schwefelberges im Jahr 1902, bei dem alle Bewohner der Insel umkamen, ist die Torishima Insel unbewohnt. Doch in den Ruinen der meteorologischen Station beim Hatsune-Kap im Westen der Insel bewegten sich an diesem Morgen Menschen.
    Da aufgrund der Beobachtungsmöglichkeiten des Militärs keine näher gelegenen Inseln als Kommunikationsposten verwendet werden konnten, hatte man hier Quartier bezogen.

    Nachdem der erwartete Effekt eines unübersehbaren Pilzes in der Atmosphäre nicht aufgetreten war und stattdessen ein ungewöhnlicher Leuchteffekt außerhalb der Erdatmosphäre bemerkt worden war, konnte die Aktion als kompletter Fehlschlag angesehen werden.
    Zu keiner der beiden Einsatzgruppen bestand mehr eine Verbindung. Somit war die Vorgehensweise nicht länger erfolgreich und musste dringend überdacht werden!

    Der Gegner hatte aus seinen Fehlern gelernt und eine bedeutend effektivere Abwehr dieser Brutstätte erarbeitet. Allein schon das Aufspüren der neuen Anlage war diesmal um ein vielfaches Schwieriger gewesen! Dadurch, dass die Nachschublinien des Menschenmaterials vorerst eingestellt worden waren, hatte sich eine zusätzliche Erschwernis ergeben.
    Um einen Sieg auch in dieser Brutstätte erringen zu können, war eine neue Methode notwendig!
    Ohne auswertbare Spuren zu hinterlassen, zogen sich die Beobachter von der Insel zurück.

    Nicht nur innerhalb der Landesgrenzen von Japan, sondern weltweit breitet sich diese grausige Infektion aus. Innerhalb von kürzester Zeit brechen die Notrufleitungen zusammen, als die verängstigten Menschen versuchen, dort anzurufen.
    Mit dieser plötzlichen Flut von Anrufen kommt vielerorts das gesamte Telefonnetz nicht klar, so dass in einigen Ländern sogar die gesamte Kommunikation zusammenbricht.
    Über Rundfunk und Fernsehen werden Sondersendungen ausgestrahlt in denen die Bürger der jeweiligen Länder zu Ruhe aufgefordert werden. Jeder, dem es möglich sei, solle doch erst einmal zu hause bleiben.
    Auf diese Art und Weise wurden oft auch bereits Infizierte mit anderen Menschen zusammen in Gebäude eingeschlossen.
    Niemand hatte der Epidemie einen Namen gegeben und dass es eigentlich eine Pandemie war, wurde noch weniger berichtet. So breitete sich dieser namenlose Schrecken wie ein Flächenbrand in den dicht bevölkerten Zonen der Länder aus!
    Wo es bereits größere Horden dieser untoten Wesen gab überrannten sie alle Absperrmaßnamen wie eine unaufhaltsame Flut.

    Die Polizei und weitere Ordnungsbehörden begannen damit, ganze Stadtgebiete aufzugeben und an strategischen Punkten Kontrollstationen mit Straßensperren aufzubauen. Angezogen von den Sirenen und dem Lärm vieler Menschen näherten sich die Schlurfer solchen Kontrollpunkten.
    Durch die Kontrollpunkte wurde auch der Straßenverkehr immer stärker beeinträchtigt und kam an vielen Orten vollkommen zum erliegen.
    Brände in verschiedenen Stadtvierteln wurden nicht mehr bekämpft und breiteten sich über ganze Hauszeilen aus, bevor sie von den Straßenzügen eingedämmt wurden. Hier machte sich die Bauweise in erdbebengeprüften Ländern als deutlich vorteilhaft bemerkbar. Die durch die Feuer aus den Häusern vertriebenen Menschen versuchten sich in Richtung der Polizeisperren durch zu schlagen und rannten dabei oft genug in ganze Horden von Schlurfern.
    Auch innerhalb von Bürogebäuden und Geschäftsstellen wurden durch wenige Infizierten in kürzester Zeit ganze Belegschaften ausgelöscht.

    Innerhalb der ersten Stunde wurden so gut wie keine sachdienlichen Hinweise ausgegeben, so dass sich durch Unkenntnis die Seuche rasant ausbreitete. Überall dort, wo viele Menschen relativ dicht beieinander waren, griff es manchmal innerhalb von Minuten um sich!
    Kaufhäuser und Wartehallen in Bahnhöfen und Flughäfen waren dabei Schwerpunkte, ebenso wie die öffentlichen Verkehrsmittel. In Ländern mit anderen Zeitzonen kamen da Sportarenen mit dazu, wo sich Tausende von Menschen an diesem Ort aufhielten.
    Auch wenn sich der Ursprung nicht feststellen ließ, so konnte man den Zeitpunkt der Pandemie ziemlich gut eingrenzen.
    In Japan hatte es gegen 09:30 Uhr begonnen, Europa 00:30 Uhr und US-Ostküste 20:30 Uhr.
    Als das Militär sich von dem ersten Schrecken erholt hatte, starteten Erkundungsflüge, während die Bodentruppen die Bereiche sauber hielten.
    Dabei kamen aber nicht alle auf die Straße gebrachten Transporte durch, da das beginnende Verkehrschaos zu schlimmen Unfällen führte.
    Auch ganze Flugzeuge waren von der Infektion betroffen, deren Geschichte nach folgenschweren Abstürzen niemand mehr erzählen konnte!

    [Alex]
    Die Straßen waren ziemlich leer und bei den Häusern in der Nähe waren alle Türen und Fenster geschlossen. Außerdem war nichts von dem taumelnden Untoten zu sehen, die so plötzlich zu einer Realität geworden waren!
    Falls die Bewohner in den Häusern schon etwas von den Vorfällen wussten, würden sie Fremden gegenüber nicht gerade aufgeschlossen sein. Aus dem Grund blieb man den Häusern lieber fern. Das kein Fahrzeugverkehr auf den Straßen war, deutete ich ebenfalls als schlechtes Zeichen!
    Wenn dieser Wahnsinn nicht ein begrenzter Ausbruch gewesen war, würde es mitten in der Stadt jetzt ziemlich übel aussehen!
    Die in einiger Entfernung fliegenden Hubschrauber ließen jedenfalls eine schlechte Ahnung des Ausmaßes zurück. Normalerweise gehörten Militärmaschinen nicht zum alltäglichen Bild über einer Millionenstadt wie Tokyo! Gut, ich war hier nur Tourist, aber in den vergangenen drei Wochen hatte ich keine Militärpräsenz gesehen.

    Die Häuser mit den Carports und Garagen zogen sich an der für europäische Verhältnisse engen Straße entlang. Ich ging vorsorglich in der Mitte der Straße und legte dabei ein zügiges Tempo vor.
    Die gepflegten kleinen Vorgärten mit ihren beschnittenen Bäumen rechts und links lagen still in der Morgensonne.
    Anhand der Beschilderung hatte ich feststellen können, dass wir hier in der Nähe von Ayase waren. Die Ecke hier hieß Kamisuchidanakita, wie ich dem Plan entnehmen konnte. Etwa 25 Kilometer östlich von hier musste der Tsurumi River in die Tokyo Bay münden. Das wäre dann Richtung Yokohama-City.
    Alles etwas weit, um es zu Fuß zu erledigen, für meinen Geschmack. Unter normalen Umständen, ja vielleicht. Aber nicht, wenn dieses Zombie-Gelumpe hier rumschlurfte!

    Woher ein Tourist sich so gezielt anhand eines Planes hier informieren konnte? Gute Beobachtungsgabe zusammen mit einem guten Gedächtnis! Okay, ein Orientierungssinn gehörte auch dazu. Das zusammen mit einer umfangreichen Planung eines Urlaubs machte einen da schon ziemlich penibel. Pedantisch meinen Sie? Nun, vielleicht auch das!
    Jedenfalls wusste ich relativ genau, wo ich hier war. Und die Hafenanlagen waren da wahrscheinlich eine bessere Wahl, als sich mitten in die Stadt zu begeben!
    Außerdem wollte ich wirklich etwas Wirkungsvolleres als einen Nothammer in die Finger bekommen! Wenn von diesen Viechern noch mehr auftauchten, wäre etwas mit mehr Reichweite wünschenswert. Da es hier noch ruhig war, blickte ich rasch auf die Uhr. Es war jetzt 09:58 Uhr.

    Tag 25 – 07:34 Uhr – Gelände der Akademie – Gebäude des Sicherheitsdienstes

    „Im Bereich der Ostküste sind keine Spuren mehr auszumachen, Direktorin Amasowa. Die Boote der Angreifer wurden durch Explosionen versenkt und die Besatzungen sind von unseren Booten eingesammelt worden!“ erklärte Steve Walker.
    „Überlebende?“ fragte Valentina der Form halber.
    „Nein, keine Überlebenden. Alle Besatzungen der Boote kamen ums Leben!“
    „Lassen sie eines unserer Boote in dem Bereich patrouillieren, falls noch etwas auftauchen sollte!“ ordnete Valentina an. „Es wird bestimmt ein paar Neugierige geben, also achten sie darauf, wie sie es tun!“
    „Na ja, Frau Direktorin. Wir hatten dort leider keine Einsatzgruppe von PSI-Schülern, die ein komplettes U-Boot aus der Erdatmosphäre entfernt haben!“ erwiderte Steve grinsend, um gleich wieder ernst zu werden. „Und es war tatsächlich ein Atomsprengkopf?“
    Valentina nickte kurz. Der Lichtblitz oben am Himmel war bestimmt auch anderenorts gesehen worden. Dazu mussten die Berichte der Medien überwacht werden.

    [Noch unbekannte Person]
    09:30 Uhr - Sonnenwohnheim

    Ein wirklich seltsames Bild begann sich abzuzeichnen. Bei den vorsichtigen Ermittlungen zeigte sich ein krasser Unterschied bei den Erinnerungen der meisten Schülerinnen und Schüler hier.
    Der Hauptunterschied war zum einen, dass diese sich an einen mehr als gelungenen Abend erinnerten, aber es gab weitere Unterschiede… besonders krass war wohl eine Beobachtung, die von vielen gemacht worden war, die aber nicht im geringsten mit den eigenen Erinnerungen übereinstimmte.
    Da sollte doch einer der Schüler mit seiner kürzlich bei den Eliteschülern hinzugekommenen Schwester mehr als eng getanzt haben. Tatsächlich war Khanzu-san doch nur kurz aufgetaucht, um seine Schwester von der Tanzfläche zu holen. Außerdem schien er irgendwie in seinen Bewegungen beeinträchtigt gewesen zu sein. Weshalb nun bei den Meisten hier ein derartiges Gerücht in deren Erinnerungen auftauchte, war nicht nachvollziehbar.
    Auch stimmten andere Punkte des gestrigen Abends nicht mit den tatsächlichen Ereignissen überein. Viele der Mädchen hatten jetzt in ihrer Erinnerung mit den Eliteschülern getanzt und sich angeregt mit ihnen unterhalten.
    Bis auf einige Wenige, denen schon am Gesichtsausdruck abzulesen war, dass sie mehr als verwundert waren, schien es für den Rest ein mehr als gelungener Abend zu sein!

    Jetzt machten sich die Ersten auf den Weg zu kleinen Unternehmungen in die Stadt, da würden weitere Ermittlungen keinen Sinn mehr machen. Aber in der Stadt konnte man ja auch noch ein paar Daten sammeln, um einen Vergleichswert zu den internen Fakten zu haben.

    Dienstag, 06.04.2010, morgens 09:30 Uhr
    Der Tag, an dem alles begann...


    Für alle Dinge gibt es auch eine Ursache, man muss sie nur finden! Eine sehr rationale Feststellung, die sich im normalen Leben auch meist umsetzen lässt. Aber was passiert, wenn die Umstände den Rahmen des Erklärbaren verlassen haben? An diesem Aprilmorgen kam es genau zu so einem Vorfall.
    Während die Leute auf die Kirschblüten blickten und sich in ihrer Vorstellung bereits auf einer der Feiern zur Kirschblüte befanden, passierte das Undenkbare. An verschiedenen Orten auf der ganzen Welt griffen eigentlich tote Menschen plötzlich alle Lebenden in ihrer Umgebung an! Und schlimmer noch… jeder, der einmal von diesen Kreaturen gebissen wurde verwandelte sich selbst in eine!


    [Alex]
    Ein Zug ist wirklich der denkbar schlechteste Ort, an dem man sich dem Ausbruch eines Zombie-Virus stellen kann! Blödsinn, sagen Sie? Normalerweise würde ich Ihnen da auch voll zustimmen! Diese Filme mit den wiedergekehrten Toten waren schon in den achtziger Jahren ohne jede rationale Basis. Nur bei dem Original von Romero wurde einem zumindest eine Erklärung angeboten...
    Wie schon gesagt, ich stehe nicht sonderlich auf die Geschichten um das abgestorbene Fleisch, das wieder umher läuft und andere frisst! Aber wenn man diesen Viechern direkt gegenüber steht, ist die Zeit der Überlegungen vorbei!
    Dann ist die Welt, die man bis dahin gekannt hatte, endgültig verschwunden!


    Wie man in so etwas hineingeraten kann? Meinen Sie etwa, das Schicksal schickt Ihnen vorher eine Nachricht?!
    Als wir an diesem Morgen in den Zug einstiegen, war eigentlich alles vollkommen normal gewesen. Gut, die eine Frau war sehr blass gewesen und schien sich auch nicht wohl zu fühlen, aber dass hätte ja auch etwas anderes gewesen sein können!
    Als Besucher des Landes Japan war ich mit den anderen Reisenden also eingestiegen und hatte meinen Platz innerhalb des angegebenen Wagens aufgesucht. Da diese Züge mit einer sehr hohen Geschwindigkeit reisten und man sich dabei eher wie in einem Flugzeug vorkam, beschäftigte man sich mit Lesen oder Musik hören.
    Möglicherweise war diese Frau ja eine Infizierte gewesen, vielleicht aber auch jemand anderes... Jedenfalls schien unser Problem im Zug auf einer der Toiletten seinen Anfang genommen zu haben!
    Was nun tatsächlich passiert war, konnte ich nicht sagen, da die Musik das ganze Spektakel so lange übertönen konnte, bis die Panik unseren Wagen erreichte! Die Fahrgäste, die aus dem anderen Wagen zu uns hereinströmten, waren wohl bereits in ihren ursprünglichen Zugabschnitt Zeugen der Ereignisse geworden und hatten nur noch ihre Flucht im Sinn.
    Leider waren schon einige von ihnen gebissen worden!


    Als sich die schreiende Masse nun in den nächsten Wagen ergoss, war der Mittelgang augenblicklich verstopft! Einige der Fliehenden wurden von anderen einfach zu Boden getrampelt, die ihren Weg unbeirrt über die Sterbenden hinweg fortsetzten. Bei den Schreien und Rufen ließ sich auch nicht heraushören, was nun der Grund dieser Panik war.
    Neben mir wurde jemand vom Sitz gerissen, weil er sich beim umsehen zur Seite gebeugt hatte und verschwand unter den trampelnden Beinen der Flüchtenden. Einige unter denen schienen so etwas wie schwarzes Blut zu erbrechen. Als ich mich aufrichtete und zum Entstehungsort dieser Panik blickte, waren da wankende Gestalten zu sehen, deren Wunden eigentlich tödlich hätten sein müssen. Da mir nichts über Dreharbeiten eines Horrorfilms mitgeteilt worden war und das Blut der Fliehenden durchaus einen echten Eindruck machte, war ich einen Augenblick lang unentschlossen. In diesem Zeitraum hatten sich in meiner Umgebung mehrere Gebissene ebenfalls verwandelt und fielen nun andere Fahrgäste an!


    Wenn auch die anfangs herüber hallenden Schreie aus den anderen Wagen wohl ignoriert worden waren, jetzt konnte man die Gefahr nicht mehr leugnen! Da unter den Niedergetrampelten auch Infizierte gewesen waren, begann nun auch die Beißerei von unten. Die Bedrohung war direkt vor unser aller Nasen! Trotzdem war es nicht leicht zu akzeptieren. Auch wenn diese taumelnden Zombies direkt vor meinen Augen waren, kam ich mir vor wie im falschen Film!
    In diesem Augenblick betätigte jemand im Zug die Notbremse, was bei diesen Hochgeschwindigkeitszügen ein ziemlich spektakuläres Manöver nach sich zog!
    Zu meinem Glück plumpste ich in den Sitz zurück, als die ersten Bremskräfte auftraten. Die Übrigen flogen regelrecht durch die Luft! Die Gepäckstücke aus den ungesicherten Ablagen sausten ebenfalls wie Geschosse durch die Gegend, wobei mein eigener Rucksack auf mich hinunter fiel.


    Als der Zug fast zum Stehen gekommen war, stemmte ich mich wieder hoch und griff nach einem Nothammer. Nach einem kräftigen Schlag auf den vorgesehenen Punkt ließ sich die Scheibe einfach nach draußen drücken. Als da etwas von unten nach meinen Beinen griff, schlug ich ohne Nachzudenken mit dem Nothammer zu. Der vorher einer der unglücklichen zu Boden getrampelten gewesen war, hatte sich gerade angeschickt seine Zähne in mein Fleisch schlagen zu wollen, als der Nothammer seine Schädeldecke zertrümmerte und einen Schwall Blut umher spritzen ließ. Mit dem letzten Ruck vor dem endgültigen Stillstand warf ich mich aus dem nun passierbaren Notausgang nach draußen. Und lernte dabei gleich die Lärmschutzwände der japanischen Bahnstrecken kennen! Der Rucksack schluckte die größte Wucht des Aufpralls, so dass ich nur ein paar blaue Flecken kassierte. Während ich am Boden meine Knochen zählte, gingen die verfügbaren Informationen durch meinen Kopf. Der Zug hatte vor kurzem den Sagami Fluss in der Präfektur Kanagawa passiert und hatte bereits leicht die Geschwindigkeit gedrosselt. Wir müssten uns also bereits am Rand von Tokyo befinden! Nach meinem Sprung befand ich mich etwa 2 m unterhalb des unteren Fensterrandes der Zugwagen und konnte deshalb nicht mehr hinein sehen. Im Inneren ging das Geschrei wieder los.


    Warum schlug sonst niemand eine der Scheiben ein? Wieso benutzte niemand das bereits offene Fenster oder einen der anderen Notausgänge? Die Leute im Inneren mussten inzwischen völlig konfus sein! Dann klirrte irgendwo wieder Glas. Also waren doch noch einige auf den richtigen Gedanken gekommen! Ganz vorne am Zug öffneten sich einige der Türen und weitere Passagiere verließen den Zug. Offenbar waren Bahnangestellte dabei und gaben Anweisungen. Ich rappelte mich auf und legte den Rucksack an. Was da gerade angefangen hatte, würde die bestehende Ordnung der Welt auf den Kopf stellen! Da würden ein paar Anweisungen nicht mehr weiterhelfen! Ich beschloss, mich nicht den Leuten aus der ersten Klasse anzuschließen.
    Die kurz darauf eintretende Stille ließ mich vom Zug zurückweichen. So ein Zug war echt einer der miesesten Orte für so einen Ausbruch!


    Alleine wandte ich mich zu einer der Nottüren in der Lärmschutzwand auf und machte mich auf den Weg, mit einem Nothammer als provisorische Waffe. Den vereinzelten Häusern mit dem Grün Drumherum ließen auf die Außenwohngebiete schließen, als ich durch die offene Tür auf die dahinter liegende Gegend blickte. Als ich auf die Uhr schaute, war es gerade mal 09:52 Uhr.

    Es beginnt also…

    An einem Aprilmorgen, den wir aus Orientierungsgründen auf den 06.04.2010 terminiert haben, um 09:30 Uhr beginnt etwas, das die bekannte Gesellschaft vernichten wird…

    Durch die bereits etwas länger bestehende Idee kam es dazu, dass ein Team in der Handlung bereits fast sechs Stunden drin ist, deshalb bitte beachten dass sich dort keiner anschließen kann, sondern nur ein späteres Treffen möglich ist!
    Jeder sollte, nachdem sein Char im entsprechenden Thread eingetragen ist, seine Figur um die Startzeit der Situation aussetzen und ihn damit umgehen lassen.
    Waffen gibt es in Japan nicht einfach zu kaufen und auch nicht an jeder Straßenecke, also muss es einen plausiblen Grund haben, warum der Char da zu Waffen kommt!
    Die Fernsehszene aus der Serie mit der Reporterin an der Straßensperre, wurde auf 12:14 Uhr angesetzt, so als Mediabreak. Auch andere Ereignisse aus Manga und Anime werden wir dann zeitlich festlegen, damit wir uns orientieren können.

    Doch nun wollen wir erst einmal beginnen… Spring of the Dead!


    Da ich von den farbigen Darstellungen der wörtlichen Rede nicht so ein Fan bin, und dieses innerhalb einer Geschichte sonst auch nicht stattfindet, wollen wir bei den Posts der einzelnen Mitschreiber als Oberstes immer den Namen in der eckigen Klammer setzen. Wenn wir uns dann im Zeitrahmen eingespielt haben, kann darunter dann auch Uhrzeit und Ort eingefügt werden...
    Nach einer Leerzeile beginnt dann der eigentliche Post!


    PS: Da Robin hier wegen des Inhaltes nicht nach der Rechtschreibung schauen wird, werde ich den Part mit übernehmen und per PN entsprechend aufzeigen.