Beiträge von Soulshadow

    Da wir das Thema ja schon in der ChatBox hatten...
    Tag 25 war der 06.05.2010, was den Tag 28 zum 09.05.2010, einem Sonntag macht! War auch noch Muttertag, falls einem dazu etwas einfällt ^^


    Somit ist das mit dem Unterricht hinfällig ;)

    Tag 28 – 07:35 Uhr – Verwaltungsgebäude der Akademie – Büro der Direktorin

    „Wie sie erwartet hatten, ist Lena Kurnikowa selbstständig zur Insel zurückgekehrt, Major!“ erstattete Akim Sokolow gerade Bericht.
    Nach der Meldung vom Zustand Sergey Molotows war das Mädchen sofort aufgebrochen und zurück in ihre Heimat gereist. Die entsprechende Bitte war etwa zeitgleich mit der Nachricht auf der Insel eingetroffen. Es ginge um die Vergangenheit des Mädchens und das er es ihr selbst mitteilen wollte.
    Nicht das Lena Kurnikowa etwas davon mitbekommen hätte. Sie war viel zu sehr mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt gewesen.
    Das sie genauso wenig auf der Rückfahrt an die Sicherungsmaßnahmen der Insel denken würde, war da schon absehbar gewesen! Der Bootsführer hatte inzwischen schon wieder vergessen, wo er eigentlich gewesen war. Für ihn war es jetzt ein einträglicher kleiner Nebenjob gewesen, dessen Ziel ein Schiff gewesen war.
    Die Sentinel hatten die Annäherung entsprechend gemeldet und ab da auch alle Reaktionen an Bord überwacht. Die Sicherheit war also gewährleistet!

    „In letzter Zeit werden einige Gruppen nervös“, meinte Valentina nachdenklich. „Da wird noch mehr Ärger auf uns zukommen!“
    „Warum nur diese gefährliche Aktion mit dem Wasserflugzeug?“ fragte sich Akim.
    „Die Führungsetagen sind wohl nervös geworden! Jetzt so eine schnell zusammengeschusterte Aktion durchzuführen entspricht kaum dem Sicherheitsanspruch. Wir werden besser einen Ausweichplan parat haben!“ sagte Valentina entschlossen.
    „Haruka Takahashi?“
    „Ihre Fähigkeiten haben sich inzwischen sehr verbessert! Im Verbund wird sie sie alle Insassen transportieren können!“ stimmte die Direktorin mit einem schmalen Lächeln zu.

    Tag 28 – Türkei – Ein ehemaliges Lager nahe Hopa

    Die neu aufgestellten Scheinwerfer rissen schmale Korridore aus Licht in die Dunkelheit der Nacht. Zwischen den zerstörten Zelten und Baracken liefen Männer mit Schutzanzügen. Überall lagen Tote.
    Schweigend blickte eine Gruppe von drei Männern über die Szenerie.
    „Die Situation hat sich eindeutig verschlimmert!“ murmelte einer der Männer in der Gruppe. Vor ihnen wurden die Toten in Leichensäcke gepackt und auf einem freien Feld aufgereiht.
    „149 neue Schülerinnen und Schüler auf einen Schlag verloren! Dazu noch 53 eigene Leute. Und keine Erklärung zu dem Wie!“
    „Die Direktorin hat sich nach längerem hin und Her bereit erklärt, die Überlebenden einzusammeln!“
    „Ich weiß nicht, meine Herren. Irgendwie haben wir viel zu wenig Einfluss auf die Geschehnisse! Diese Abschottung der Insel lässt uns keine Möglichkeit, dort korrigierend einzugreifen!“ meinte der erste Sprecher wieder. Die beiden anderen blickten ihn durch die Maskengläser an.
    „Es wurde doch so beschlossen!“
    „Nicht von mir! Das so eine gewaltige Macht ohne jede Kontrolle dort entsteht, geht mir gegen den Strich!“
    Zwischen den vermummten Gestalten im ehemaligen Lager entstand etwas Hektik. Offenbar hatte man endlich etwas gefunden, dass diese Katastrophe erklären konnte.
    „Bis zum Tagesanbruch müssen hier alle Spuren beseitigt sein. Nicht dass da noch die Presse auftaucht und unliebsame Aufmerksamkeit erzeugt!“
    Aus dem Lager kamen zwei der Schutzanzüge auf die kleine Gruppe zu.
    „Es wurden nur die gemeldeten und registrierten Personen gefunden!“ rief einer der beiden. „Aber die letzte Registration erfolgte kurz vorher! Wir haben die Daten retten können.“
    „Und was war nun der Grund für all das hier?“
    „Es muss eine Art biologische Waffe gewesen sein, Sir! Die haben wie die Wahnsinnigen gegeneinander gekämpft! Wir haben keine weiteren Spuren finden können, die auf fremde Personen schließen lassen.“
    „Verdammt!“
    Ohne ein weiteres Wort wandten sich die drei Männer ab und stapften in Richtung des Hubschraubers davon. Auf einer nahe gelegenen Straße waren bereits die LKW zu sehen.

    Tag 28 – 07:25 Uhr – Verwaltungsgebäude der Akademie - Speisesaal

    Tabetha blickte nur kurz auf, als fremde Gedanken in ihrem Kopf erklangen. Einige der anderen Mädchen hatten ihr inzwischen schon ein Pokergesicht nachgesagt, weil sie jede Reaktion aus diesem fern halten konnte.
    Die Bewegungen der Essstäbchen wurden nicht einmal kurzzeitig unterbrochen und mit stoischer Ruhe kaute sie weiter, während die Informationen in ihrem Kopf erschienen. Als sie nach der Miso Suppe griff blickte sie schnell durch den Speisesaal.
    Mai Tsukamoto war wohl draußen informiert worden, während Haruka Takahashi mit einigen anderen aus der Klasse am Tisch saß. Sie zeigte noch keine Reaktion. Wahrscheinlich würde man sie etwas später informieren, wenn sie nicht mehr von so vielen Leuten umringt war.
    Automatisch glitt ihr Blick zum anderen Ende des Speisesaales, zu der Tür die ins Freie führte. Sie war sich ziemlich sicher, dass man Hagen Kosaka bereits informiert hatte.
    Er war dort draußen wohl am ehesten zu erreichen.
    Das könnte dann ab Mittag doch noch eine interessante Abwechslung werden, auch wenn das Meiste davon Flugzeit war! Sie würde jedenfalls ihre Sachen bereit halten, damit sie nicht viel Zeit verlor.

    Tag 28 – 07:24 Uhr – Verwaltungsgebäude der Akademie

    Senri blickte seine Schwester tadelnd an. Gleichzeitig spürte er eine gewisse Entspannung in sich.
    Noch wusste sie nicht so viel von den Hintergründen! Ihm machte es manchmal ganz schön zu schaffen, da war er froh, dass sie nur einen Teil kannte!
    "Mai!" diesmal benutzte er seine Stimme. "Wir sollen ein paar neue Schüler abholen. Da du mit den anderen drei Schülern bereits von den Hintergründen weißt, werdet ihr dabei mit fliegen. So gegen Mittag wird das Wasserflugzeug hier bei der Insel eintreffen, dann geht es los!"
    Er legte ihr beide Hände auf die Schultern und zog sie kurz an sich.
    "Diesmal werden wir zusammen reisen und ich passe auf dich auf!" versprach er ihr und löste sich wieder. "Wir sehen uns dann am Anleger!"

    Hagen blickte auf, als er die konzentrierten Gedanken wahrnahm. Die Direktorin war wohl drinnen bei der Essenausgabe, denn er konnte sie nicht direkt sehen. Aber sie dachte sehr konzentriert!
    Heute wird ein Wasserflugzeug hier bei der Insel eintreffen. Wir müssen ein paar neue Schüler selbst abholen! Da ich nicht zu viele Leute hier abziehen möchte, dachte ich an das Viererteam. Wir werden eine Überprüfung direkt am Übergabepunkt durchführen müssen, deshalb ist Senri Tsukamoto dabei.
    Euch hätte ich gerne nur für den Fall dabei!
    Nichts dagegen, sandte Hagen zurück. Mal etwas Abwechslung konnte nicht schaden. Und möglicherweise ergab sich ja noch etwas anderes…
    Milani blickte von ihrer Mahlzeit auf und musterte ihn mit ihren gelben Augen. Hagen musste grinsen und kraulte sie mit dem Zeigefinger unter dem Kopf.

    Tag 28 – 02:51 Uhr –Aserbaidschan - Baku, am kaspischen Meer


    Als das Mobiltelefon erneut klingelte, zuckten die drei Männer leicht zusammen. Aber diesmal waren es gute Meldungen!
    Der Weiterflug von Baku in Richtung Sibirien war geregelt worden. Man würde sie mit einer Antonov An-28 dorthin fliegen.
    Dieser Zwischenaufenthalt in dem unauffälligen Gebäude nicht weit vom Wasser entfernt war ein Notunterschlupf gewesen.
    Nur weil sie noch nicht im Sammellager angekommen waren, hatten sie dem Anschlag entgehen können!
    Der Junge, den sie abgeholt hatten, verhielt sich relativ ruhig und setzte nur seine Kräfte zu seiner Ablenkung ein. Die drei sprachen sich kurz in einem einheimischen Dialekt ab.
    Sie hatten jetzt schon seit mehr als zwanzig Stunden nicht geschlafen. Draußen war es immer noch dunkel und sie wollten vor Sonnenaufgang bereits gestartet sein.
    Im Flugzeug würden sie dann wohl etwas schlafen können.

    Bezüglich der Zeitzonen, die bislang nicht so eine große Rolle gespielt haben...
    Beim Start von Buch 2 bewegen wir uns in verschiedenen Zeitzonen, daher ist es dann schon mal notwendig, sich wegen der Uhrzeit umzuschauen ;)
    ...denn wir wollen den Aktionsrahmen nicht zu sehr auseinander ziehen!

    Tag 28 – 07:20 Uhr – Verwaltungsgebäude der Akademie – Büro der Direktorin

    Valentina Amasowa blickte verstimmt auf den Telefonhörer in ihrer Hand.
    „Das ist nicht ihr Ernst?!“ grollte sie dann wieder in die Sprechmuschel.
    „Wir haben im Augenblick keine anderen Möglichkeiten, Direktorin Amasowa! Die GLA hat uns vor zwei Tagen ein kleines Sammellager für neue Schüler ausgelöscht, so dass wir echt langsam in Schwierigkeiten kommen. Es ist unbedingt notwendig! Die de Havilland Canada DHC-6-400 wurde im Februar als Serienmaschine getestet und die C-FMJO ist bereits auf dem Weg. Mit der Twin Otter können sie einige Begleitpersonen mitnehmen und die neuen Schüler direkt übernehmen!“ erklang die Stimme am anderen Ende der Leitung.
    Valentina blickte wieder ungläubig auf den Telefonhörer. Erwartete man tatsächlich von ihr, dass sie sich um das Abholen von Schülern kümmerte?
    „Hören sie… Mein Aufgabenbereich ist die Akademie!“ setzte sie an.

    „Es geht nicht darum, dass sie die ganze Aktion alleine unternehmen, Direktorin Amasowa. Nur das letzte Teilstück von Ostrov Ketoy, das ja zu russischem Hoheitsgebiet gehört! Es liegt innerhalb der Reichweite der Twin Otter!“ unterbrach sie die Stimme. „Wir müssen die Schülerinnen und Schüler möglichst schnell abtransportieren, deshalb sammeln wir sie bereits ein. Verschiedene Gruppen werden auf unterschiedlichen Wegen in Marsch gesetzt. Nur für das letzte Teilstück brauchen wir ihre Unterstützung, da wir derzeit niemanden sonst zur Insel schicken wollen!“
    „Und deshalb soll ich sie gleich selbst abholen? Hören sie, dies hier ist eine Ausbildungsakademie, kein Militärlager!“ erwiderte sie.
    „Das ist alles bekannt! Trotzdem haben sie da die stärksten Kämpfer der Erde mit ihren Fähigkeiten! Es handelt sich um eine Notsituation, die aus dem Angriff auf das Sammellager entstanden ist. Alle ausgewählten Schülerinnen und Schüler, die noch nicht dort waren, sind derzeit einer akuten Entdeckungsgefahr ausgesetzt. Daher wollen wir sie in einer Hauruck-Aktion auf dem Inselatoll zusammenbringen und dort an sie übergeben! Von den 135 Ausgewählten im Lager hat niemand überlebt, nur die 11 jungen Menschen, die noch dorthin unterwegs waren!“
    Valentina schwieg. Alleine diese Situation zeigte ihr deutlicher als alles andere, wie es außerhalb der Insel inzwischen aussah. Die weltweit eingesetzten Suchmannschaften waren offenbar auch schon ins Visier der GLA geraten. Dass sie ein ganzes Lager verloren hatten, war ein schwerwiegender Rückschlag im Programm!

    „Wir werden dort sein!“ sagte sie ins Telefon und legte auf.
    Ihr Blick fiel auf die 11 Personalakten, die Rika ihr auf den Schreibtisch gelegt hatte. Ganz oben lag die Akte eines Schülers aus einer Stadt namens Makart. Der Name war ihr vollkommen unbekannt.
    Ihr Blick wanderte kurz zur Uhr. Das Wasserflugzeug würde im Laufe des Morgens hier ankommen. Da der Unterricht nicht allzu sehr beeinträchtigt werden durfte, würde sie wohl einen ungewöhnlichen Schritt wagen müssen.
    Außergewöhnliche Lagen erforderten ungewöhnliche Maßnahmen! Sie ging um den Schreibtisch herum und verließ das Büro.

    Senri Tsukamoto erwartete sie bereits am unteren Ende der Treppe. Für so etwas war es eindeutig von Vorteil, wenn man Telepath war!
    „Ein besonderer Einsatz?“ fragte er sie verwundert. Valentina hatte sich auf ihn konzentriert, während sie das Büro verließ, um das Wesentliche zu übermitteln.
    „Ja, wir sollen selbst ein paar Schüler abholen! Ich brauche sie, um den Scan vorzunehmen!“ gab sie knapp zurück. Der junge Telepath nickte zustimmend.
    „Außerdem brauchen wir ein kleines Abwehrteam! Es geht um insgesamt 11 Neuzugänge, dass lässt uns bei der neuen Twin Otter noch Platz für acht Leute. Wir beide, dann bleiben noch sechs. Akim und Ryu sorgen für die physische Sicherheit… also noch vier. Da würde ich gerne ein Team nehmen, dass sich bereits bewiesen hat!“
    Senri blickte sie schweigend an. Sie wusste es! Auch ohne dass sie die Telepathie beherrschte. Nach dem Vorfall am Morgen vor drei Tagen lag ein Schatten auf seinem Gesicht. Seine Schwester war bei einem echten Angriff mittendrin gewesen und konnte seit dem nicht darüber sprechen! Die Direktorin bot ihm hier eine Gelegenheit, den Gedankenblock unwirksam zu machen.
    „Wird es gefährlich?“ fragte er. Auf keinem Fall wollte er Mai in Gefahr bringen.
    „Wird sich zeigen!“ antwortete Valentina knapp und ging weiter.

    Buch 1 Ist nun also abgeschlossen und die Überleitung zum Buch 2 gemacht.
    Damit kann die nächste Phase eingeläutet werden.

    Inzwischen kam auch wieder eine Anfrage zum Mitschreiben, so dass ein neuer Char eingebunden wird.
    Dazu kommt der Punkt mit weiteren Schülern und wie diese zur Insel gelangen erst einmal ins Rampenlicht. Einfach dort auftauchen ist jetzt nicht mehr möglich!
    Sobald die Idee für die "Extraktion" aus der umliegenden Welt steht, wird es in die Handlung einfließen.

    Eine Bitte an alle Mitschreiber: Falls ihr anderweitig zu tun habt und längere Zeit nicht mitschreiben könnt, postet hier doch eine kurze Info dazu. Damit können wir dann Wartezeiten auf Anworten vermeiden, die vielleicht erst Monate später kommen!

    Und auch im neuen Jahr stehen wieder einige Anime & Manga Conventions an!
    Um einen kleinen Überblick zu geben, hier schon mal ein paar Termine:

    11.06. - 12.06. DoKomi 2011 in Düsseldorf


    25.06. - 26.06. Wie.MAI.KAI in Wiesbaden

    16.07. - 17.07. Runeko 2011 in Solingen

    16.09. - 18.09. ConNichi 2011 in Kassel

    Vielleicht haben einige ja noch mehr Termine gefunden ;)

    Z-Day - 15:28 Uhr Kawasaki, Hafenanlagen vor Ogimachi


    Nach dem katastrophalen Morgen und der schnellen Ausbreitung der Seuche hatte man provisorische Notlager errichtet, in denen die fliehenden Überlebenden Schutz suchen konnten.
    Eines dieser Lager war auf der Hafeninsel vor Kawasaki eingerichtet worden, da hier durch die wenigen Zufahrten eine gute Verteidigung aufgebaut werden konnte. Nachdem sich die Krankenhäuser bei dieser Seuche als reinste Todesfallen erwiesen hatten, wurden die Verletzten in Feldlazaretten auf dem Firmengelände der Hafenfirmen verarztet.
    Auf diese vorgeschobene Anlage waren auch die Überlebenden vom Flugplatz Haneda geschafft worden, da man stadteinwärts mit immer mehr Schlurfern rechnen musste!


    In diesen Lagern herrschte ein ziemliches Durcheinander, da viele Leute ihre verloren gegangenen Angehörigen suchten. Innerhalb der Tokyo Bay trieben einige Schiffe, auf denen die Seuche ebenfalls ausgebrochen war.
    Auf den Zufahrtsbrücken hatte eine kleine Militäreinheit Sperren errichtet. Für den Notfall waren die Brücken sogar vermint worden, um sie als letzte Verteidigung sprengen zu können.


    Unter den Geretteten vom Flughafen befanden sich auch Stev und Jack, die von einem Rettungstrupp buchstäblich im letzten Moment aus der ständig wachsenden Menge von Untoten herausgeholt worden waren!
    Polizei und Militär hatten die Lage hier vor Ort derzeit unter Kontrolle. Da sich die Industrieanlagen zwar gut verteidigen ließen, aber soviel Menschen nicht lange ernähren konnten, musste man sich bald etwas einfallen lassen.


    Die Welt von heute Morgen war verschwunden und viele Flüchtlinge konnten die Tatsachen nicht begreifen. Vorerst einmal waren sie hier in Sicherheit und bereiteten sich auf eine Nacht im Notlager vor...

    [Mhairi Yelva Khanzu]
    10:12 Uhr - Schulgebäude - In der Nähe des Haupttors


    Aus dem Schatten der Bäume blickte Felic auf die Mitschüler, die sich nach und nach durch das Tor hinaus bewegten. Viele suchten nur etwas Abwechselung in der Stadt, aber einige hatten ganz andere Gründe. Sie hatte auch Tori, das Huntermädchen gesehen, wie sie hinaus gegangen war und musste kurz wieder daran denken, wie sie letzte Nacht betrunken auf der Brücke geschlafen hatte. Jedenfalls schien sie den Alkohol gut vertragen zu haben. Überhaupt zeigten die Meisten auf dem Gelände keinerlei Spuren eines Katers!
    Offenbar war der Alkohol ohne Spuren aus ihren Körpern verschwunden...


    Noch viel merkwürdiger waren die Gespräche unter den Schülern. Niemand sprach über gestern Abend... Nein, eigentlich sprachen sie schon darüber, aber von Ereignissen, die Felic nicht nachvollziehen konnte. Es kam ihr so vor, als redeten sie von einem ganz anderen Ereignis!


    Beunruhigt wandte sie sich ab und suchte nach Hikaru. Jetzt ergab die seltsame Unruhe, die sie bei ihm verspürt hatte, einen Sinn! Denn nun empfand sie diese selbst!

    Tag 25 - 08:10 Uhr - Verwaltungsgebäude - Büro der Direktorin


    Valentina schaute aus dem Fenster auf die Schülermenge, die sich in Richtung des Schulgebäudes begab.
    Viele von ihnen machten sich heute Gedanken um das, was gewesen ist. Aber nur wenige wussten wirklich, was geschehen war!
    Eigentlich hatte sie gehofft, etwas mehr Zeit für die Schülerinnen und Schüler herausschlagen zu können, bevor die Weltsituation anfing Einfluss zu nehmen.
    Aber nun hatte die GLA sie aufgespürt!
    Nachdem der erste Anschlag nicht zum Erfolg geführt hatte, würden sie etwas zeit benötigen, um eine neue Strategie aufzustellen. In dieser Zeit mussten hier die Schüler unbedingt weiter kommen! Die Verbindung eines Pentagrammes war notwendiger als zuvor geworden!
    Gleichzeitig würden draußen noch weitere junge Menschen eingesammelt werden, die man dann auf bislang noch nicht entschiedenen Wegen zur Insel bringen würde. Diese waren dann bereits in Alarmbereitschaft, bevor sie sich richtig eingewöhnt hatten.
    Der Zeitplan, den die klugen Köpfe aufgestellt hatten, war empfindlich durcheinander gewirbelt worden! Es zogen bereits jetzt die ersten dunklen Wolken am Horizont auf, die den unausweichlichen Konflikt ankündigten!
    Valentina hoffte, dass ihnen noch einige Wochen der Ruhe bleiben würden, um den Schülern ein Zueinander finden zu ermöglichen...


    Mit einem Ruck wandte sie sich vom Fenster an. Akim Sokolow stand unbewegt vor ihrem Schreibtisch.
    "Ich hoffe, sie lassen uns noch etwas Zeit!" wandte sie sich an ihn. "Und trotzdem... Ab sofort befinden wir uns in Stufe Gelb! Noch einmal möchte ich nicht so eine böse Überraschung am Morgen erleben!"
    "Zumindest kennen wir nun ihr Vorgehen von 2006, Major!" erwiderte Akim.
    "Und jetzt? Bei uns hat es nicht geklappt und nun werden sie sich was Neues ausdenken!"
    "Ich werde alles in die Wege leiten, Major!" sagte Akim. "In drei Tagen haben wir alles soweit fertig!"
    Valentina nickt langsam.


    Drei Tage konnten manchmal lang sein...

    Senri Tsukamoto blickte seiner Schwester hinterher und verspürte einen Stich im Herzen. Sie hatte ihm etwas verheimlicht!
    Natürlich wusste er, dass jeder hier auf der Insel, der etwas von den Hintergründen wusste, mit einer Gedankensperre versehen wurde. Somit konnte man, selbst wenn man wollte, nichts zu diesen Themen sagen!
    Das sie jetzt geschwiegen hatte und er auch nichts weiter als das Verschweigen selbst spüren konnte, war er sicher, dass Mai nun auch Informationen über die Hintergründe besaß!
    Die ganze Angelegenheit war also ins Rollen gekommen.
    Wer auch immer hinter dem Alarm am Morgen gestanden hatte, würde er wohl bei der nächsten Lehrerrunde erfahren. Und er bezweifelte jetzt schon, dass er davon erfreut sein würde!


    Hier auf der Insel waren all diese Schülerinnen und Schüler, und besonders seine Schwester, sicherer als anderswo auf dem Planeten. Aber leider hieß das nicht, dass sie vollkommen sicher waren! Noch war die Gefahr fern, aber die Zeit würde von jetzt an schneller ablaufen.
    Mit einem Seufzer wandte er sich um und ging in Richtung Verwaltungsgebäude weiter.

    Was bislang geschah:


    Eine Insel vor der Küste von Japan wurde zu einer Schulungsakademie ausgebaut. Geschult werden sollen da junge Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Diese PSI-Fähigkeiten reichen vom Gedankenlesen über Fliegen bis hin zur Beeinflussung von Wind und Wetter. Die ersten Schülerinnen und Schüler trafen auf der Insel ein, obwohl die Bauarbeiten noch gar nicht ganz abgeschlossen waren. Somit mussten alle in dem einen fertig gestellten Wohnheim einziehen.
    Mit dem Unterricht und der Einstufung der Fähigkeiten begann für viele auch die Frage: „Was wollen die hier von uns?“
    In einer der allmorgendlichen Versammlungen vor dem Schulunterricht wurde eine Bedrohung angesprochen, die bereits vor zwanzig Jahren aufgetreten war. Allerdings war man nicht sehr konkret in den Aussagen geworden. Dafür zeigten sich in der Ausbildung der Fertigkeiten bald schon Erfolge. War es draußen in der übrigen Welt eher notwendig, seine Fähigkeiten vor anderen zu verbergen, so war es hier auf der Abunai Akademie üblich geworden, sie offen zu zeigen!


    Schwebende Menschen oder Gegenstände gehörten zum Alltag. Dass nach der zweiten Schiffsankunft erst einmal keine weiteren Schüler eintrafen kümmerte in dem Moment eigentlich niemanden wirklich. Der Wechsel zwischen Schulfächern und dem Training der Fähigkeiten nahm so schon sehr in Anspruch und mit den Freizeitaktivitäten, wie Clubs oder Interessengruppen, waren die Tage angefüllt. Bekanntschaften werden zu Freundschaften während die Tage sich aneinanderreihen. Das Freizeitangebot auf der Insel reicht von dem Funhouse, mit Spielekonsolen, Karaoke und Diskothek, über die heiße Quelle mit Badehaus bis hin zu einem weißen Sandstrand am Südende der Insel. Durch die Clubaktivitäten wurden weitere Möglichkeiten hinzugefügt, wie z.B. Musik, Filmen und Liferollenspiele.
    Die Tagesabläufe spielen sich langsam ein und eine gewisse Routine kommt auf…
    Als dann plötzlich am 19. Tag dieser Unfall beim Training passierte, wurde vielen erst die tatsächliche Macht einiger Fähigkeiten verdeutlicht. Mit einem neuen Bewusstsein wurde ab da das Training fortgeführt, denn niemand wollte für den Tod von Klassenkameraden verantwortlich sein! So begannen auch die ersten Zusammenschlüsse von mehr als vier Personen. Ein richtiges Pentagramm, wie es von einigen Lehrern bereits theoretisch dargestellt wurde, konnte aber noch nicht gebildet werden.
    Am 25. Tag auf der Abunai Akademie kommt es zu einem neuen Vorfall, der aber von fast allen Schülern nur als Übung in der Simulationskuppel erlebt wird! Nur vier Schülerinnen und Schüler kennen die wahren Umstände, können aber nicht darüber reden!


    Jetzt ist der 28. Tag am Morgen um 07:20 Uhr und es ist wieder Frühstückszeit…

    Ist doch ne gute Idee, das mit nem Spoiler zu verbinden!


    Wir ergänzen dort einfach den Punkt "Charakterentwicklung" und packen dort via Spoiler die Infos rein. Vielleicht gibt es ja auch zwischendrin mal eine Entwicklung, die man dort hinterlegen kann ;)

    Hehe, ich denke, da sollten wir auch mehr auf die tendenzielle Entwicklung der einzelnen Chars eingehen, Sayuri ;)
    So in Richtung "Nachdem sie Freunde gefunden hat, wurde ihr Heimweh weniger. Dank der Unterstützung von ... ist sie jetzt stärker. Wegen der Informationen um, kann sie ihre Mutter plötzlich besser verstehen" ... wenn man mal Haru als Beispiel nimmt. Wir wollen dabei ja nicht jeden Punkt rekapitulieren ^^

    Ankündigung:


    Um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten und auch die Seitenzahlen des Threads etwas zu begrenzen, wird mit der Seite 100, die wir jetzt im RPG erreicht haben, das erste Buch der Geschichte geschlossen! Wir haben da noch für vier abschließende Posts etwa Platz, um es abzurunden ;)
    Es geht dann im Buch 2 nach einer kurzen Zusammenfassung weiter. Also ähnlich wie in den Mangas, wo im nächsten Buch ein "Was bisher geschah" am Anfang zusammengefasst wird.


    Es wurde auch angeregt, die Entwicklung der einzelnen Charakter dabei mit aufzuführen. Diesen Punkt würde ich allerdings lieber in den Charakterblättern untergebracht sehen, wo man eine Rubrik "Entwicklung" einfügen könnte.

    [Alex] Z-Day - 15:28 Uhr Yamato, Präfektur Kanagawa

    Alleine der Gedanke an die ungepolsterten Bänke hinten im Fuchs erzeugten schon Rückenschmerzen! Nee, diese Wahl wollte ich lieber nur im absolute erforderlichen Notfall treffen!
    Da sie ihren Onkel ja nicht erreicht hatte, waren wir da wohl eher auf uns alleine gestellt.
    Problem Eins: Fremde Leute würde man nicht in sein Haus lassen!
    Problem Zwei: Öffentliche Gebäude waren zweifellos voll mit Schlurfern.
    Krankenhäuser gab es zwar genug in der Umgebung, aber die hatten bestimmt auch schon reichlich eigene Probleme. Hotels fielen aus dem gleichen Grund aus den Überlegungen heraus. Ein Ryokan war vielleicht klein genug… aber für die jetzige Situation wohl nicht sicher genug!
    So langsam die Schlurfer auch waren, wenn wir schliefen, bewegten wir uns nicht von der Stelle!
    Für den weiteren Weg würden wir auf alle Fälle noch einiges benötigen, damit der Radpanzer etwas bequemer wurde! Einen Recaro-Sitz vorne beim Fahrer fand ich auch jetzt schon wünschenswert!
    Wenn man selber Hand anlegen konnte, würde dies auch möglich sein. Man brauchte nur eine Werkstatt und die entsprechenden Einbauteile. Allerdings war der Tag bislang schon anstrengend genug gewesen, so dass die sichere Bleibe eindeutig der wichtigere Punkt war!
    Wir kletterten also wieder ins Cockpit und begannen mit der Suche.