Beiträge von Soulshadow

    Wenn es direkt aufeinander folgt, dann kann man den Ort auch mal weglassen, aber der Char in den eckigen Klammern sollte zumindest drüber stehen, besonders wenn sein Name nicht gleich genannt wird.
    Sobald sonst der Ort wechselt, soll auch die Zeile drüber stehen, damit die Leser sich besser orientieren können.

    Jeder von uns hat ja ein Bild im Kopf, wenn er schreibt. Aber ein Leser hat das nicht, deshalb nutzen wir diese Überschrift, damit die sich orientieren können, Elogan ;)

    Hoi Lardo und willkommen bei AFB!


    Um ein RPG zu eröffnen brauchst du mindestens noch fünf weitere Mitschreiber, bevor es überhaupt losgehen kann.
    Und eine Geschichte im Hintergrund, wo die Reise schlussendlich hinführen soll, wäre auch nicht schlecht ;)

    Auf die Gefahr hin, deinen Unmut zu erregen, Bomb.
    Metro muss zur Waffenkammer und Ptolemäus soll erst in sein Zimmer, da es gerade knapp 17 Uhr ist. Im Speisesaal gibt es erst in einer Stunde was ;)


    Frage Dissi: Ist es ok, wenn du mit Ptolemäus auf eine Bude kommst?

    Nicht alles was ich nach einem Vorschlag von dir schreibe, bezieht sich direkt auf deinen Post, Bomb ;)
    Ich hatte halt mit Pipito die Diskussion bereits... und wir haben auch zwei neue Mitschreiber. Deshalb wollte ich den Punkt nur festgelegt haben, bevor noch weitere Nachfragen kommen ^^


    Probiert es aus ;)
    Ich lass euch auch etwas Zeit dazu, bevor ich den nächsten Einschub stecke ^^

    Nur eine Anmerkung dazu...
    Vier Leute sind kein Pentagramm! Hatte dieses Thema schon mit Pipito im Chat unten, da sich der Eindruck ergeben hatte.
    Verbindungen lassen sich ab zwei Personen eingehen. Bislang sind die Schüler erst bis zu vier Personen gekommen... ein Quad sozusagen ;)
    Für ein Pentagramm sind später sechs Individuen erforderlich.

    Die Sphäre, die ich bereits beschrieben habe, wird auch dann Verwendung finden.

    Tag 28 - 16:55 Uhr – Verwaltungsgebäude der Akademie


    Rika blickte kurz zu den 1,82m hoch. Die leichenblasse Gestalt vor ihr wies ungewöhnliche Augen auf, was sie jedoch mit keiner Reaktion bedachte.
    Ptolemäus Magatos blinkte der Name über der elektronischen Akte vor ihr auf dem Schirm. Seine Fähigkeiten wurden verschlüsselt darunter aufgeführt.
    „Einmal bitte die Finger der rechten Hand auf den Sensor legen!“ forderte sie ihn auf und nahm die Schaltungen am Erfassungsprogramm vor.
    „Du kommst in Zimmer 26 im Erdgeschoss!“ nahm sie dann auch gleich die Zuteilung vor. Ihre Augen huschten zu einer Kontrolle, die als Überwachung der Sensoren diente.
    Sie hatte keine Lust, das einer wieder einen, seiner Meinung nach tollen, Trick aufführte, der ihr zusätzliche Arbeit bescherte.
    Nachdem die Daten bestätigt waren, reichte sie dem Jungen einen Übersichtsplan, damit er sich orientieren konnte.
    „Du solltest erst einmal dein neues Zimmer aufsuchen. Ab 18 Uhr gibt es hier Essen. Der Speisesaal ist hinter der Rezeption, dort wo du die die großen Flügeltüren siehst!“
    Danach rief sie bereits den nächsten Neuzugang auf.
    „Merriman Trojimura! Ah, sie bekommen dann gleich den Auftrag, ihre Klingensammlung beim Waffenmeister anzumelden.“

    Ich mache noch einmal darauf aufmerksam, das Schwerter später nicht eine große Rolle spielen werden ;)
    Metro wird dann ja auch noch zur Waffenkammer müssen und seine Schwerter dort anmelden müssen.

    Deine Zeit hab ich auch noch mal angepasst, Pipito. Du warst 4 Minuten weiter gesprungen in deinem letzten Post ;)
    Das nächste wird dann die Zimmereinteilung sein, was nach oder schon während der Anmeldung eingepasst wird.

    Tag 28 – 16:52 Uhr – Gelände der Akademie – Strand

    Valentina blickte dem Jungen mit dem ungewöhnlichen Namen hinterher, der scheinbar ein neues Objekt seines Interesses gefunden hatte.
    „Merriman Trojimura“, sprach sie den Namen des ebenfalls neuen Schülers aus.
    „Gravitationskontrolle“, erwiderte Akim. „Er scheint seine Umgebung anhand der Konstanten zu bestimmen, Major.“
    Valentina wandte den Kopf und blickte Akim an.
    „Das ist ihr Gebiet! Eine komplette Erfassung wird er auf der Insel nicht hin bekommen, da zu viele Störelemente vorhanden sind!“ ergänzte sie. „Rika soll die Anmeldung durchziehen und die Einteilung wie besprochen vornehmen. Ach ja, und die Waffen müssen auch gleich angemeldet werden!“
    Akim nickte und setzte sich in Bewegung. Valentina blickte hinter der Gruppe hinterher, die ihr Gepäck diesmal selber tragen mussten, ob der ungewöhnlichen Ankunft.
    Eigentlich war es nur eine Frage von Augenblicken, wann die ersten Schüler auftauchten. Nach dem 25. Tag waren alle sehr viel neugieriger geworden.

    16:54 Uhr – Verwaltungsgebäude der Akademie

    Rika hatte sich im Halbrund der Rezeption aufgebaut und blickte den Neuzugängen entgegen.
    „Alle bitte hierher, meine Damen und Herren. Sie werden der Reihe nach aufgerufen und treten dann bitte zu mir vor. Wir werden die Anmeldeformalitäten zu knapp wie möglich halten!“ wandte sie sich an die 11 Personen.

    [Kaori Yamada]
    Tag 28 - 16:50 Uhr - Gelände der Akademie - Waldstück

    Eigentlich hatte sie diesen Sonntag ja mal richtig faul verbringen wollen, aber die Tiere waren zu ihr gekommen!
    Eine gewisse Unruhe hatte sie schon einige Zeit vorher gespürt, da sie mit ihrer Empathie die Angst der Tiere wahrgenommen hatte. Die Eichhörnchen waren die ersten gewesen, die sich bei ihr versammelt hatten.
    Die Bilder, die sie von den Tieren übermittelt bekam, zeigten Eis.
    Umgeben von verschiedenen Tieren erreichte sie das Schlachtfeld, das durch die Übungskämpfe entstanden war. Kaoris rotblonde Haare sträubten sich fast bei diesem Anblick.
    „Eiswind denken immer nur an sich!“ murmelte sie. Diese beiden hatten sich von Beginn an abgesondert und sich nur um sich selbst gekümmert. Sicher, sie waren damit nicht die Einzigen, die sich absonderten, aber im Gegensatz zu den anderen kümmerten sie sich noch nicht einmal um die Auswirkungen ihres Tuns.
    „Die beiden sind nun mal so!“ erklang eine Stimme neben ihr. Kaori blickte zur Seite und entdeckte Daisuke, der an einem Baum lehnte, der außerhalb der Kampfzone lag. „Du hast ja gesehen, was aus Samirall geworden war, während Lena nicht da war!“
    „Trotzdem!“ beharrte Kaori. „Sie sind nun mal nicht alleine auf der Welt!“
    Ihre Empathie übermittelte ihr neue Eindrücke. Am Strand der Insel war etwas Ungewöhnliches vorgefallen!
    „Da ist etwas am Strand passiert!“ informierte sie Daisuke.

    "Der Veteran" von Gavin Smith


    Die Menschheit liegt im Krieg mit einem außerirdischen Volk, dass einfach nur SIE genannt wird. Diese sind auch die einzige andere Lebensform, auf die man im All gestoßen ist.
    Der erste Kontakt und auch gleichzeitig der Ausbruch des Krieges liegt schon sechzig Jahre zurück. Jacob Douglas ist ein Veteran, der viele Schlachten gegen SIE geschlagen hat. Nun ist er pensioniert und versucht zu überleben.
    Als SIE jemanden auf die Erde schicken, wird Jacob von seinen ehemaligen Vorgesetzten wieder reaktiviert und auf die Spur des Außerirdischen angesetzt. Durch die Reaktionen des außerirdischen Infiltrators kommen ihm aber Zweifel... könnte es vielleicht ein Botschafter des Friedens sein?

    So, damit sind die Neuen auf der Insel!
    Wegen der geringen Anzahl wird es für diese keine Führung geben, sondern sie werden sich mit anderen durchfragen müssen ;)


    Denkt dabei immer daran, dass man ein Gespräch nicht zu sehr in die Länge ziehen sollte, um das Interesse der Leser zu erhalten!

    Tag 28 - 16:51 Uhr - Gelände der Akademie - Strand


    Valentina blickte nach der Frage auf den Jungen.
    "Folge doch einfach den anderen", schlug sie ihm vor. Anhand des Bildes aus der Akte hatte sie ihn bereits identifiziert. "Ptolemäus, richtig? Alle neu eingetroffenen Schülerinnen und Schüler werden sich erst einmal anmelden, dann bekommen sie ihre Zimmer zugewiesen." Ihr eines Auge blickte auf ihn herab.


    Hagen war mit Mai, Haruka und Tabetha stehen geblieben, während sich die anderen in Bewegung setzten.
    "Entschuldigt die Eile", sagte er zu den Mädchen. "Es bestand die Gefahr weiterer Angriffe."
    Diesmal war niemand von ihnen müde oder erschöpft, was durchaus für die Qualität des Trainings sprach.


    Akim Sokolow blieb neben der Direktorin und Ptolemäus stehen.
    "Sollen wir den Vorfall weitermelden, Frau Direktorin?" fragte er.
    "Nein, wir wissen ja nicht einmal, wer diesmal dahinter gesteckt hat!" lehnte sie strikt ab.

    Tag 28 – 16:48 Uhr – Ostrov Ketoy - Breite:47.335 83 33; Länge:152.475 83 33


    Valentina blickte in den Himmel und sah die beiden Drohnen heran schießen. Derjenige, der sie über Fernkontrolle steuerte, hatte wohl die Personen am Strand und das Flugzeug ausgemacht. Gleichzeitig blitzte es bei beiden Drohnen auf, als sie jeweils eine Rakete abfeuerten.
    "Raketenabschuss!" rief Hagen im selben Augenblick aus.
    Wie zwei glühende Kometen schossen die Raketen auf den Strand zu. Offenbar wurden sie ebenfalls über Kamerasysteme gesteuert, da sie direkt auf die Personen zu hielten.
    Ihre Kräfte griffen hinaus und erfassten die linke Rakete, die daraufhin wie ein Stein ins Meer stürzte und explodierte.
    Die zweite Rakete explodierte in der Luft, als sie von einer Kugel zerstört wurde. Der Knall des Schusses rollte erst einige Augenblicke später über den Strand hinweg.


    Die beiden Rochen-Drohnen hatten inzwischen eine Schleife gezogen und setzten zum zweiten Anflug an.
    "Wenn es reine Illusionen sind, dann helfen sie nicht viel!" rief Senri in die Gruppe hinein, als plötzlich weitere Personen mit Raketenwerfern erschienen. "Es sind keine Menschen in den Dingern."
    Haruka und Mai machten es wie im Training und stellten Körperkontakt her, indem sie sich die Hand gaben. Statische Elektrizität war sofort in der Luft. Es lag ein Hauch von Ozon in der kalten Luft vom Meer her. Während Haruka einen Energieblitz abgab, schleuderte Mai eine elektrische Kugel empor.
    Beides traf! In zwei Feuerbällen vergingen die beiden Drohnen in der Luft.


    Valentina war neben Hagen getreten.
    "Neuer Plan!" informierte sie ihn. "Wenn die jetzt wissen, wo wir sind, dann kommen wir mit dem Flugzeug nicht davon!"
    Während die beiden Piloten bei ihrer Maschine blieben, versammelten sich alle übrigen bei den 11 neuen Schülern.
    "Akim soll es so leicht wie möglich machen!" antwortete Hagen der Direktorin, denn er konnte sich bereits denken, worauf sie hinaus wollte.
    "Konzentriere dich auf die Verbindung, den Rest übernehmen wir!" war die knappe Entgegnung darauf.


    Hagen öffnete seine Sinne und spürte die drei ihm bereits vertrauten Geistessphären. Für alle anderen um sie herum blieben die Vier nur plötzlich stehen. Die lodernde Existenz von Ryu war sehr dicht dabei, aber dieser war Hagen zu gefährlich. Wieder entstand vor ihren inneren Augen der helle Raum, als die Verbindung aktiv wurde. Haru, Mai und Tabetha konnten es dieses mal sehr viel bewusster wahrnehmen, als bei dem ersten mal am Strand der Insel.
    Hagen spürte, wie Akim seine Kräfte anwandte, um alle Personen am Strand leichter zu machen und auch die der Direktorin, die ebenfalls eingriff.
    Haruka war zwar etwas nervös, aber sie traute sich diesen Sprung zu!


    Im Inneren der hellen Sphäre der Verbindung erschien das Bild der Insel. Die Gebäude der Akademie waren deutlich zu unterscheiden. Eine gewaltige Energie entsprang der Sphäre und wirkte sich auf die Welt um sie herum aus!
    Vor den Augen der staunenden Piloten hatten die Leute am Strand erst begonnen zu schweben und waren dann wie eine Illusion verschwunden. Der Strand lag nun leer vor ihnen, während noch die letzten Trümmer der beiden Kampfdrohnen im Meer versanken.


    16:50 Uhr - Gelände der Akademie - Strand


    Der gerade noch ruhig in der Nachmittagssonne liegende Strand am Südende der Insel wurde plötzlich aufgewirbelt. Wie eine Fata Morgana erschien eine Blase flirrender Luft über dem Sand und im nächsten Augenblick standen dort 19 Personen.
    Diesmal fiel es Hagen leichter die Verbindung zu beenden. Die helle Sphäre verblasste und ließ alle vier wieder in ihrem individuellen Selbst zurück.
    Jeder fiel ein kleines Stück zu Boden, da der Strand der Vulkaninsel wohl etwas höher gewesen war. Auch bekam jeder sein tatsächliches Gewicht zurück, das für den Transport reduziert worden war.


    "Willkommen auf der Abunai Akademie!" begrüßte die Direktorin die verdutzten Neuzugänge. "Kommt bitte alle mit zum Verwaltungsgebäude, damit wir die Formalitäten schnell erledigen können!"

    Tag 28 – 16:47 Uhr – Ostrov Ketoy - Breite:47.335 83 33; Länge:152.475 83 33


    "Sieht denen mal wieder ähnlich! Einfach hier am Strand absetzen und flink wieder das Weite suchen!" brummte Akim Sokolow abfällig. Außer den 11 Neuzugängen für die Abunai war niemand mehr auf der Insel. Senri und Hagen hatten bereits mir der Überprüfung der Personen am Strand begonnen. Obwohl der Gegner plastische Chirurgie und Maskentechniken einsetzte, war er gegen Telepathie nicht gefeit. Aber unter den 11 Personen befand sich niemand mit feindlichen Absichten!
    Am Armaturenbrett der Twin Otter begann eines der Geräte zu summen.
    "Anflug zweier Flugobjekte!" meldete einer der beiden Piloten.
    "Hab ich es doch gerochen!" fluchte Valentina auf Russisch. "Diese Stümper können einfach nicht mit den Möglichkeiten der GLA umgehen! Betonschädel!"
    Ryu hatte bereits die Passagiertür geöffnet und war auf den Schwimmer gestiegen. Die beiden Motoren der Twin Otter brüllten noch einmal auf, um das Flugzeug schneller zum Strand zu bringen.


    Der kleine Bildschirm unter dem Armaturenbrett zeigte zwei grüne Punkte, die sich recht schnell bewegten.
    "Mach 0,5, aber sehr klein. Das können keine bemannten Flugzeuge sein!" sagte der Pilot nach einem weiteren Blick.
    "Amerikanische Raptor-Drohne, oder eine russische MIG Skat" überlegte Hagen, während er sich auf das Aussteigen vorbereitete. "Es wird jedenfalls nicht langweilig!"
    Die Schwimmer des Flugzeugs scharrten über den grobkörnigen Sand.
    Ryu und Tabetha sprangen von den Schwimmern und rannten über den Stand an den neuen Schülern vorbei. Sie würden sich unabhängig einen guten Punkt suchen, um den Vorteil ihrer Gewehre einzubringen.
    Senri rannte mit Mai und Haruka auf die Schüler zu.
    "Das Willkommen wird etwas stürmisch!" rief Senri ihnen zu.
    Schon war das Pfeifen von Flugzeugturbinen zu vernehmen. Es waren tatsächlich zwei russische Rochen UCAV, die jetzt in Sicht kamen.
    "Raketenabschuss!" hallte Hagens Ruf über den Strand.

    Tag 28 – 16:45 Uhr – Ostrov Ketoy - Breite:47.335 83 33; Länge:152.475 83 33


    Ein leichtes Rütteln weckte die Passagiere der Twin Otter, als diese ihre Reiseflughöhe verließ. Unter ihnen erstreckte sich ein gewaltiger Vulkankegel, der fast die gesamte Insel auszumachen schien. Nur in der nordwestlichen Ecke war Vegetation zu sehen.
    Die Piloten schalteten kurz da Funkgerät ein und nahmen Kontakt mit dem Boden auf. Ryu und Tabetha bereiteten ihre Waffen vor und bekamen diesen wachsamen Ausdruck.
    Hagen ließ seine telepathischen Sinne die Insel abtasten.
    Am Ufer befanden sich nur 11 Personen. Die Flugzeuge und Schiffe, die sie dorthin gebracht hatten, waren bereits wieder verschwunden. Hagen konnte einige noch in der Entfernung spüren. Außerdem lag ein U-Boot nur wenige Meilen entfernt antriebslos in 200 Metern Tiefe.


    Die Piloten bekamen nur eine automatisierte Ansage und begannen mit dem Landeanflug. Senri behielt dabei ihre Gedanken ebenfalls unter Kontrolle.
    Das der Flug so schnell gegangen war, hatten die Direktorin mit der Telekinese und Akim Sokolow durch seine Fähigkeit der Gewichtsmanipulation erreicht! Dadurch das Senri ihre Gedanken kontrolliert hatte, war den Piloten dieser Umstand keineswegs merkwürdig erschienen.
    Sanft setzte die Maschine auf der gerade ziemlich ruhigen See auf und nahm Kurs auf den Strand.

    Das Murmeln und die Geräusche all dieser Menschen an Bord dieses großen Schiffes wirkten fast schon überwältigend. Dabei fiel auch ins Auge, das viele Besatzungsmitglieder noch sehr jung waren.
    Wahrscheinlich gab es nur eine erwachsene Kommandocrew, während der Rest sich aus Jugendlichen zusammensetzte, die mit der neuen Technik bereits aufgewachsen waren. Viele Augen folgten meinem Weg durch die Gange und Räume des Schiffes. Ancestor vernahm ich dabei des Öfteren. Also hatte sich an der Geschwindigkeit bei der Verbreitung von Neuigkeiten noch nichts geändert.
    Man brachte mich zu einer Mannschaftskabine, die sogar größer als mein bisheriger Lebensraum war. Für mich war die Dusche der erste Kontakt mit frischem Wasser, da die Bordsysteme der Fernaufklärer ein Recyclesystem verwendeten.

    Natürlich würden auch hier solche Systeme verwendet sein, aber die Grundmengen waren bedeutend größer und lange war dieses Schiff noch nicht unterwegs.
    Nachdem ich geduscht hatte und mich mit einer Borduniform neu eingekleidet hatte war ich direkt in eine der Kantinen gegangen, um endlich mal wieder was anderes als Konzentratnahrung zu essen. Mit der Bordkleidung war ich nicht mehr von den übrigen Besatzungsmitgliedern zu unterscheiden, so dass mir diesmal nicht so viel Aufmerksamkeit gezollt wurde.
    Mir war diese Tatsache sehr recht, da ich mich unter den vielen Menschen eher unbehaglich fühlte. Deshalb zog ich mich mit dem Tablett dann auch in eine ruhigere Ecke des Raumes zurück und versuchte möglichst nicht aufzufallen. Der Geruch von richtigen Lebensmitteln ließ mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Mit Appetit machte ich mich darüber her.
    „Ist hier noch frei?“ unterbrach eine Stimme meine Nahrungsaufnahme.
    Da ich mich nicht mehr um meine Umgebung gekümmert hatte, wurde ich davon überrascht. Als ich aufblickte stand da ein junges Mädchen mit vielen Zöpfen, die zu einem komplizierten Gebilde zusammengesteckt waren, vor mir.
    Da ich den Mund gerade ziemlich gut gefüllt hatte, machte ich eine Geste mit der linken Hand. Sie nahm mir direkt gegenüber Platz.
    „Ich bin Mirea Tharsis, Pilotin bei den CB“, stellte sie sich dabei vor. „Ich habe dein Gesicht vorher noch nicht gesehen. Kamst du erst kurz vor dem Sprung an Bord?“
    Nach ihrer Frage begann sie ihren Salat zu essen.
    Ich kaute erst einmal weiter. Sie war höchstens sechszehn Jahre alt, trat aber mit einer Sicherheit auf, die ihr Alter Lügen strafte.
    „Ich bin Deckard, Langstreckenscout. Kam gerade erst hier im Wega System an Bord. CB steht für ChangeBots, richtig?“ antwortete ich mit leerem Mund. Sie nickte, während sie mich weiter musterte.
    „Von Langstreckenscouts hab ich nur im Geschichtsunterricht gehört. Nach den ganzen Verlusten der Fernaufklärer wurde diese Art der Erkundung eingestellt. In den Jahren 2022 bis 2024 wurden 183 Fernaufklärer gebaut und ausgeschickt. Davon kehrten ganze drei zurück. Heutzutage gibt es die Teilflottentaktik und deshalb braucht man keine Langstreckenscouts mehr!“ erwiderte sie mit einem leicht verbissenen Gesichtsausdruck.

    Ich hatte mir inzwischen den nächsten Bissen in den Mund geschoben und sparte mir die Antwort. Ihr Ärger war leicht nachzuvollziehen. Schließlich sah ich nicht wie ein Erwachsener aus und behauptete trotzdem ein Langstreckenscout zu sein.
    „Demnach versuchst du dich hier nur interessant zu machen!“ fuhr sie fort, während ich kaute. „Da du ChangeBots kennst, kannst du kein Maschineningenieur sein.“
    „Hey, Mirea! Wer ist denn das?“ mischte sich eine neue Stimme ein.
    Ein weiteres Mädchen mit Schleifen im Haar nahm neben der Pilotin Platz.
    Der Speiseraum hatte sich inzwischen ziemlich gefüllt, so dass nicht mehr viele Plätze zur Verfügung standen.
    „Ein Aufschneider!“ murrte Mirea ärgerlich.
    Das neue Mädchen musterte mich mit großen Augen.
    „Aber… aber das ist doch… der Pilot des Langstreckenaufklärers, den wir nach unserem Austritt im Wega System aufgespürt haben!“ stieß sie dann aus.
    Offenbar war sie in der Kommandozentrale gewesen und hatte mein Gesicht auf dem Bildschirm gesehen. Auch die Pilotin sah mich nun irritiert an.
    „Das war keine Aufschneiderei?“
    „Nein, war es nicht!“ erwiderte ich mit wieder leerem Mund. „Gestartet im Frühjahr des Jahres 2023 und 27 Wochen im Aufklärungseinsatz gewesen.“
    Jetzt blickten mich beide verwundert an.
    „Raum-Zeit-Sprung!“ warf ich auf die unausgesprochene Frage ein. „Ein Sprung im Gravitationsfeld einer Sonne mit defekter Abschirmung!“
    Mirea war nicht umsonst Pilotin.
    „Wie alt sind sie wirklich?“ Alleine diese Frage bewies ihren klaren Kopf!
    „Nach meiner bisherigen Zeitrechnung 43 Jahre!“ erwiderte ich betont ruhig.

    Die Gesichter der beiden wären echt nen Foto wert gewesen.
    „Ist es nicht schwer, wenn man alles, was man kennt einfach hinter sich lässt?“ fragte die Kleine mit den Schleifen.
    Diese Frage überraschte mich etwas.
    „Lynea, die Langstreckenscouts wurden auf der Basis dieser Fähigkeit unter den Freiwilligen ausgewählt! Jeder von ihnen wusste von vorne herein, dass er die ihm bekannte Erde nicht wiedersehen würde. Es waren die ersten Schiffe, die einen Typ 1 Sprungantrieb eingesetzt haben!“ antwortete Mirea statt meiner.
    „Typ 1? Aber der hatte doch eine Menge Fehlfunktionen und wurde schon 2025 durch den Typ 2 ersetzt!“ wunderte sich Lynea.
    „Ja, es waren die ersten Sprungantriebe, die nach einer Teilentschlüsselung der erbeuteten Technik angefertigt wurden! Wir haben ihn damals den Einmal-Weg! genannt“ gab ich lachend zu. Im Endeffekt hatten wir uns mit halbfertigen Prototypen auf den Weg gemacht!

    „Haben sie den Angriff der Assault selbst miterlebt?“ fragte Mirea.
    „Jeder von uns, die damals aufgebrochen waren, hat den Angriff selbst miterlebt!“ bestätigte ich ihr. „Die fremden Flugobjekte tauchten aus dem Nichts auf. Knapp ein Jahr zuvor waren die Ruinen auf dem Mars entdeckt worden. Nach den Auswertungen war es ein einzelnes Trägerschiff, das seine Kampfmaschinen absetzte, mit zwei Begleitschiffen. Diese griffen die Mondbasen und die Raumstationen an. Danach brausten sie über den Globus. Viele Großstädte waren danach nur noch Trümmer! Aber dann stiegen die ersten CB auf, die nach den Funden aus den Ruinen gebaut worden waren und teilten aus. Während sie dreiundzwanzig Einheiten verloren, waren wir aus dem Gefecht ohne Verluste hervorgegangen!“ 2017 war ein hartes Jahr für die Menschen gewesen! Dieser Angriff hatte trotz seiner Kürze den Tod von einem Drittel der Erdbevölkerung zur Folge! Aber alle hatten nur zum Himmel geschaut.
    Es war nie eine Erklärung wegen des Angriffs erfolgt. Die verbliebenen Kampfeinheiten kehrten zu dem Trägerschiff zurück. Eines der kleineren Begleitschiffe war noch aufgehalten worden, während der Rest wieder aus dem Sonnensystem sprang.
    „Wir kennen es nur aus den alten Filmen“, sagte Lynea.
    „Seid froh darüber! Die große Frage der Menschheit war zwar beantwortet worden, aber zu welchem Preis?!“ brauste ich auf. Dieses Ereignis lag für mich noch kein Jahrzehnt zurück, während es für die Besatzung der Nevertheless schon über 100 Jahre zurück lag!

    „Es ist für uns eigentlich nicht nachvollziehbar, wissen sie?!“ meinte Lynea vermittelnd. „Wir wuchsen mit der Technik der CB auf.“
    Meine Augen wurden blicklos, als ich in die Vergangenheit schaute. Nur durch den Entwicklungsschub der in den Ruinen auf dem Mars gefundenen Artefakte hatten wir überhaupt etwas ausrichten können! Neue Legierungen und ein Verfahren zur Metallgitterstrukturbeeinflussung hatten neuartige Entwicklungen zugelassen. Mechanische Exoskelettpanzer, die um den Piloten herum verschiedene Formen annehmen konnten. Angetrieben durch neue Hochenergiemeiler waren diese transformierbaren Waffenträger allen anderen Militärprodukten auf der Erde überlegen.
    „Von der ersten Generation der CB gibt es nur noch ein Exemplar im Museum. Sie wirken im Gegensatz zu unseren Maschinen noch sehr klobig“, sinnierte Mirea nachdenklich und spielte mit der Gabel.
    Ich beobachte sie dabei. Obwohl wir hier am Tisch vom selben Planeten kamen, lagen doch gute 100 Jahre dazwischen. Vieles, was für die Menschen hier an Bord alltäglich war, kam mir fremd vor!

    Distanz


    Mitten im samtigen Schwarz des Weltalls öffnete sich eine strahlende Aura, von der Lichtwellen in blau, gelb und rot wie kleine verästelte Blitze ausgingen, in deren Zentrum die Unwirklichkeit einer anderen Dimension lauerte. Der Rumpf eines schlanken Schiffskörpers mit schwingenartigen Auswüchsen schob sich aus dieser anderen Existenzebene in das hier und jetzt. In seinem Inneren war die Besatzung angespannt und wartete auf die erste Auswertung der wieder angelaufenen Sensoren des Schiffes. Im nächsten Augenblick warnte die Ortung vor einem anderen Schiff, dass sich bereits in diesem Sonnensystem befand.


    Die ungläubigen Blicke der Besatzung richteten sich auf das Schiff, das vor ihrem, gerade aus dem Langdistanzsprung aufgetauchten Trägerschiff, im All trieb.
    Der Schiffstyp war eindeutig von der Erde, aber das Design war irgendwie veraltet.
    „Bekommen wir ein Erkennungssignal?“ fragte Captain Schulick. Sein Blick wanderte an dem angeschmolzenen Heck des kleinen Schiffes entlang.
    Das Schiff hatte einiges mitgemacht, aber es hatte noch Energie.
    „Ja, Kennung eines Erdschiffes. Aber die Signatur kommt aus dem Archiv!“
    „Wir sind hier doch in unerkundetem Gebiet. Kommunikationslänge liegt bei 25 Jahren, 3 Monate und 4 Tage zur Erde“, erwiderte der Kommunikationsoffizier. „Bis von da eine Antwort eintrifft, sind gut fünfzig Jahre vergangen.“
    „Signal konnte verifiziert werden. Es ist noch aus der Zeit vor der Erdregierung“, kam es von der anderen Station.
    Captain Schulick blickte interessiert auf den schlanken Flugkörper auf dem Hauptschirm. Es musste eines der ersten Schiffe sein, dass die Erde auf der Suche nach den unbekannten Angreifern verlassen hatte. Also kurz nachdem ein Teil der Technologie der Angreifer entschlüsselt werden konnte! Darüber hatte er in der Schule noch einiges gelernt… im Geschichtsunterricht!
    Sie waren jetzt 25,3 Lichtjahre von der irdischen Sonne entfernt und das Licht des Sterns Wega war 37 mal heller, als das der Sonne. Nachdem die neue Trägerflotte endlich bereit war, hatte die Menschheit zum Gegenschlag ausgeholt und war in die Tiefen des Raumes gestartet. Nun waren sie hier im Wega System ausgerechnet auf ein Erkundungsschiff der Erde gestoßen!
    Viele dieser Ein-Mann-Tiefenraumer waren vor ca. 95 Jahren losgeflogen und für immer verschwunden!
    Zwar hatten viele noch Daten zur Erde gesandt, doch durch die großen Entfernungen hatten diese Daten viele Jahre gebraucht, selbst mit Lichtgeschwindigkeit! Leider hatte man bislang noch keine Möglichkeit gefunden, diese langen Laufzeiten zu verkürzen.
    „Keine direkte Kommunikation, Captain. Aber der Bordcomputer meldet sich einwandfrei. Aber wir stellen eine Diskrepanz fest!“
    Alarmiert wandte sich Captain Schulick zu der Station um.
    „Was für eine Diskrepanz? Wurde das Schiff vom Feind geentert?““
    „Nein, Sir. Aber die Zeit an Bord ist falsch! Dort wird das Jahr 2023 angezeigt, wir haben aber doch das Jahr 2118 aktuell…“, meinte die Kommunikationsoffizierin.
    „Das Schiff hat seit seiner Ankunft keine neuen Daten von der Erde bekommen!“ schloss jemand im Kontrollraum sofort daraus. „Das muss die Bordzeit sein!“
    In diesem Augenblick wurde einer der Kommunikationsbildschirme vorne in der Hauptgalerie hell.
    Darauf erschien ein recht junges Gesicht.
    „Hallo da drüben!“ begann es zu sprechen. „Ich hatte nicht so schnell mit Hilfe gerechnet!“
    „Sind sie… bist du der Pilot?“ Captain Schulick konnte sich bei dem jungen Gesicht irgendwie nicht auf ein förmliches Sie festlegen.
    Das Gesicht auf dem Bildschirm zeigte kurz Verwunderung. Die Augen schwenkten zur Seite und musterten dort wohl die Anzeigen.
    „Der Gravitationstrichter muss wohl eine Zeitverzerrung bewirkt haben…“, murmelte das junge Gesicht dann nur halblaut vor sich hin.
    Captain Schulick ruckte kurz vor. Diese leise Aussage war ein Schlüsselelement!
    Bei den weiter entwickelten Sprungantrieben hatten die Theorien der Gravitationseinflüsse ihre Anwendung gefunden, deshalb durfte ein Sprungantrieb auch nicht mehr in der Nähe von Gravitationesquellen eingesetzt werden. Ein Teil der verschwundenen Schiffe aus der Anfangszeit war wahrscheinlich bei solchen Sprungunfällen zerstört worden!
    Eine weitere Theorie beschäftigte sich mit den Auswirkungen bestimmter Gravitationsaspekte auf den Ablauf der Zeit. Sollte es möglich sein…?
    „Entschuldigen sie!? Ihre mitgebrachte Zeit erklärt einige der bisher für mich nicht nachvollziehbaren Auswirkungen!“ fuhr das Gesicht auf dem Bildschirm fort. „Die vorliegenden Fakten müssen wohl akzeptiert werden.“
    „Was meinen…?“ setzte der Captain an.
    „Zum einen sehe ich für sie wohl aus wie ein 15 jähriger Jugendlicher… Allerdings war ich bereits 42 Jahre alt bei meinem Start von der Erde“, fuhr er ohne zu warten fort. „Ich konnte auch einige Wochen erfolgreiche Vermessungsarbeiten leisten. Nach etwa fünf Monaten stieß ich auf die ersten Suchschiffe… Ab da war ich meist auf der Flucht! Nach meiner Zeitrechnung hatten sie mich dann vor sechs Tagen in die Enge getrieben und ich musste direkt an einer Sonne einen Sprung wagen… Dabei hat es meinen Sprungantrieb zerlegt und ich landete hier!“
    „Das klingt, als ob sie ohne Abschirmung in den Sprung gegangen sind!“ stellte Captain Schulick fest.
    „Mir blieb keine große Wahl! Sie hatten mich fast und sie sehen ja selbst, was sie dem Schiff angetan haben“, meinte der Pilot. Das sarkastische Grinsen wollte nicht so recht zu dem jungen Gesicht passen.
    „In den letzten fast hundert Jahren sind da wohl einige Fortschritte erzielt worden“ sprach der Pilot weiter. „Der Größe ihres Schiffes nach zu urteilen, haben sie wohl doch die Trägerklasse verwirklicht!“
    „Sie wissen offenbar einiges, Pilot!“ stellte Captain Schulick fest und band auch gleich seine Frage nach dem Namen mit ein.
    „Sie müssen schon entschuldigen, Captain. Als wir aufbrachen, waren wir darauf vorbereitet keinen Kontakt mehr zu Menschen zu haben. Entsprechend wurden wir schließlich ausgewählt!“ kam die Antwort und der Pilot lachte sogar.
    „Ihr Schiff sieht nicht so aus, als ob es alleine noch weiterkommen würde!“
    „Nein, der gesamte Antrieb ist geschmolzen! Da ist nichts mehr zu reparieren! Wäre ich in der normalen Zeitphase gesprungen, dann hätten sie hier wohl nur meine Mumie gefunden!“ gab der Pilot offen zu.
    „Können sie den Kanzelbereich als Rettungsboot schon einsetzen?“
    „Das ist möglich, ja!“


    Eine Viertelstunde später stand der Pilot des Fernaufklärers persönlich vor Captain Schulick. Da die Fernaufklärer mit nur einem Piloten ausgeschickt worden waren, war der Kanzelbereich der einzige Lebensraum gewesen. Inzwischen hatte man die Technik der Angreifer weitaus besser analysiert. Captain Schulick hatte an Bord der Nevertheless fast eintausend Besatzungsmitglieder und sie war nur eines von zwanzig Trägerschiffen, die mit ihren Geleitschiffen von der Erde gestartet waren.
    „Willkommen an Bord der Nevertheless, Pilot“, begrüßte er den wie ein Jugendlicher wirkenden Mann.
    „Ich freue mich, hier zu sein, Captain Schulick!“ antwortete dieser. „Auf der Erde nannte man mich mal Deckard, aber inzwischen bedeutet der Name nicht mehr so viel.“
    „Sie hatten sich eigentlich bereits damit abgefunden, niemals wieder einen Menschen zu sprechen?“
    „Das hatte jeder von uns, Captain! Mit diesen Fernaufklärern loszufliegen war damals eine als notwendig erachtete Maßnahme, um den Menschen einen Gegenschlag zu ermöglichen.“
    Captain Schulick blickte den jungen Mann vor sich an. Dieser junge Körper passte nicht wirklich zu den Augen, die schon viel mehr gesehen hatten. Eigentlich hatte sich der Pilot bei seinem Start damit abgefunden, niemals wieder ein menschliches Gesicht zu sehen.
    Nun war er plötzlich wieder jung und unter Menschen, die er nicht kannte. Irgendwie war diese Situation nicht nachvollziehbar.
    „Es ist alles etwas anders gekommen, als man es in den ersten Jahren nach dem Überfall gedacht hatte. Meldungen trafen nur wenige von den Fernaufklärern ein, da selbst bei Lichtgeschwindigkeit die Entfernungen überwunden werden mussten. Die ersten Meldungen trafen Mitte 2023 ein, weil die Schiffe im näheren Umkreis ihren ersten Austritt gemacht hatten. 2031 trafen dann weitere Meldungen ein, die aus den ersten erreichten Sternsystemen kamen. Danach kam dann nichts mehr. Inzwischen war die Erdregierung gebildet worden und ein neues Konzept aufgestellt. 2024 waren die letzten Langstreckenscouts gestartet, danach wurden die Konstruktionen überdacht. 2031 waren schon einige Fregatten und Zerstörer neu Konstruiert worden. Der erfolgreiche Einsatz der CB hatte ja die Entwicklung von Trägerschiffen bereits zu ihrer Zeit angezeigt, aber die Größe der Sprungantriebe war nicht so schnell erreichbar. 2048 kamen noch ein paar verstümmelte Meldungen, die aber keine Spur der Feinde enthielten. Inzwischen war die Forschung weiter voran getrieben worden. Die ersten Träger waren zwei Jahre später für den reinen Interplanetaren Einsatz in Dienst gestellt worden. Damit begann die Ausbildung einer neuen Generation von Weltraumpiloten!“ setzte der Captain den Piloten kurz ins Bild. Er sollte zumindest eine Ahnung dessen haben, was inzwischen passiert war.
    „Dann hat man die Zeit wenigstens gut genutzt!“ meinte Deckard ruhig. Überhaupt schien er mit der Situation ziemlich gut zu Recht zu kommen.
    „Gehe ich recht in der Annahme, dass sie nicht unbedingt zur Erde zurück wollen?“
    „Captain, ich wäre dort nur ein Fremder. Falls sie mich hier an Bord gebrauchen können, dann würde ich lieber hier bleiben!“ kam sofort die Antwort. „Hier sind alles Raumfahrer, die sich eine Vorstellung von den Distanzen im All machen können. Auf der Erde wüssten die wahrscheinlich nicht mal, wie weit die Wega entfernt ist!“
    Captain Schulick nickte zustimmend.
    „Ehrlich gesagt habe ich gehofft, dass sie so etwas sagen würden!“ gab er offen zu. „Mehr als zwei Drittel der Besatzung sind Jugendliche, die bei dem langen Außeneinsatz nach und nach in die Führungspositionen reinwachsen sollen. Jemand mit Erfahrung im Tiefenraumflug ist eine unschätzbare Bereicherung für uns!“

    Tag 28 – 12:45 Uhr – Schiffsanleger der Insel

    Die beiden Propeller der Twin Otter liefen aus und die der Mole zugewandte Tür der Kanzel öffnete sich. Der Copilot stellte sich auf den Schwimmer und warf einem der Sicherheitsleute eine Leine zu. Mit dem letzten Bewegungsmoment glitt das Flugzeug heran und wurde von ausgelegten Fendern am Ponton neben der Kaje abgefedert.
    Oben auf der Mole standen bereits die Mitglieder der kleinen Gruppe bereit. Valentina setzte sich als erste in Bewegung und rief den Sicherheitsleuten zu, sich zu beeilen.
    Der Schwenkarm der Betankungsanlage wurde zu dem Flugzeug geschwenkt, um es wieder aufzutanken.
    Pilot und Copilot nutzten die Zeit, um dringenden Geschäften nachzugehen.
    Ryu und Tabetha überprüften ihre Gewehre noch einmal, während Haruka und Mai sich das Flugzeug ansahen. Hagen hatte sich an den Molenrand gesetzt und ließ die Beine baumeln. Milani hatte sich wieder auf seiner Schulter niedergelassen, was inzwischen eigentlich ein normaler Anblick geworden war. Senri und Akim sprachen noch einmal kurz mit den Sicherheitsleuten, während Valentina das Flugzeug selbst kontrollierte.

    Alle Mitglieder der Gruppe hatten Bentos bekommen, da sie ja zum Mittag abfliegen würden. 15 Minuten später war das Flugzeug wieder betankt und überprüft. Alle gingen an Bord und richteten sich so gut es ging auf den Sitzen ein.
    Die Leinen wurden wieder gelöst und die beiden Motoren gestartet. Langsam glitt das Flugzeug über die im Windschatten der Mole liegende Wasserfläche und drehte sich zum Start. Mit aufbrüllenden Motoren beschleunigte der Pilot und brachte die Maschine wieder in die Luft.
    Der Flug hatte begonnen!

    Jou, Jaen, ich hab dann auch noch etwas mehr angepasst!
    So ist deine Handlung in der richtigen Zeitebene. Von da aus kannst du jetzt im aktuellen Rahmen weiterschreiben.
    Damit ist deine Position nordwestlich von allen anderen. Dichter dran ist derzeit das Haus von Alex und Lily, der Rest ist weiter östlich an der Tokyo Bay.

    Falls Sasa sich da noch wieder einbauen will, muss er dann um so weiter ausholen.