Beiträge von Soulshadow

    [Alex]
    Z-Day +1 – 10:37 Uhr – Präfektur Tama, Ikuta – 7-Eleven-Markt


    "Wir werden aber nicht alle reingehen, Kori. Andreas wird wohl bei seiner Patientin bleiben und Takuya hält wohl besser Wache, wo er gerade ist. Wir wollen uns ja nur eindecken und nicht etwa hierbleiben" meinte ich nach Koris letzter Bemerkung.
    "Die haben mindestens eine Schusswaffe da drin", fügte ich ebenfalls sehr viel leiser hinzu.
    Nicht dass ich jetzt wegen drei Schülern nervös wäre, trotzdem war es dieser Tage nicht gerade angesagt unvorsichtig zu sein.
    Das Yui nun einfach aus dem Kitsune sprang und an uns vorbei zu dem Spalt in der Tür lief, war auch nicht gerade das, was mir vorgeschwebt war. Aber da ich kaum japanisch sprach, konnte ich sie auch nicht davon abhalten.
    Ohne auch nur zu zögern schob sie sich durch den Spalt und marschierte auf die Regale mit Süßigkeiten zu.

    Z-Day +1 – 10:36 Uhr – Präfektur Tama, Ikuta – 7-Eleven-Markt

    Ich hatte die leichten Lichtveränderungen auf den spiegelnden Flächen bereits bemerkt, als Kori mir ihre Warnung zukommen ließ. Ich nickte knapp. Yui blickte aus der Fahrerkabine zu uns hinaus, blieb aber im Inneren. Nach den widerlichen Überresten, die an den Fahrzeugflanken herabtropften, konnte ich das gut nachfühlen. Durch die Lederkluft, die ich wieder angelegt hatte, war von mir eh nichts zu erkennen, so dass wir mit den Waffen auch einfach nur bedrohlich auf die Leute im Inneren wirken mussten. Wenn ich das Spiegelbild der einen Person richtig gedeutet hatte, dann besaßen sie da drin mindestens eine Pistole.
    Schnell blickte ich mich noch einmal um. Hier waren tatsächlich keine Post-Vitalen zu sehen, außer den Gammelfleischresten, die wir mit dem Kitsune selbst hergebracht hatten. Alleine deswegen war mir der Markt schon als geeignet erschienen.
    „Ich habe zwei Personen bemerkt“, teilte ich Kori mit. „Wahrscheinlich ist die Automatik der Tür abgeschaltet, um die Schlurfer draußen zu halten!“
    Takuya hatte sich oben in der Schützenluke stationiert und behielt mit seinem Scharfschützengewehr die Umgebung im Auge. Andreas blieb vorerst bei unserer Patientin im Inneren.
    „Am besten fragst du sie mal, ob sie uns reinlassen, bevor das hier noch ne hässliche Nummer wird!“ schlug ich Kori dann vor und trat einen Schritt zur Seite.

    Tag 29 - 14:55 Uhr - Gelände der Akademie - Freiübungsgelände bei den Parcours


    Haruka freute sich, dass ihr inzwischen der Parcours keine Schwierigkeiten mehr bereitete. Wie die meistern der anderen Schülerinnen und Schüler hatte sie in den letzten Wochen eine Vergrößerung der körperlichen Leistungsfähigkeit bemerkt.
    Hinter ihr beendete Nekomi gerade ihren dritten Durchlauf des Parcours und schien dabei eine stille Freude zu empfinden. Ohne Zögern begab sie sich noch einmal an den Start, um einen vierten Durchlauf zu absolvieren. Dank ihrer Tätigkeit zuhause machte ihr viel Bewegung nichts aus und sie sah es als Verfeinerung ihrer Möglichkeiten an, so dass sie zur Verwunderung der anderen auch schon mal ein gefülltes Tablett auf dem Parcours mitgenommen hatte.
    Daisuke schien heute etwas unkonzentriert zu sein, so dass er auf dem Stangenpfad daneben trat und beinahe abgestürzt wäre. Aber Nekomi schob ihn ganz beiläufig wieder mittels ihrer Telekinese auf die richtige Höhe, ohne dabei direkt hinsehen zu müssen. Das neue Holocom faszinierte ihn auch weiter, während Daisuke seinen Weg fortsetzte.


    Dass einer der Ausbilder diese Aktion trotzdem bemerkte, ließ auf eine besondere Aufmerksamkeit schließen, die in Zusammenhang mit der kleinen Notiz stand, die er daraufhin machte.
    Hinter Daisuke startete Chrupka seinen zweiten Durchgang, obwohl die Zigarette in seinem Mundwinkel dem ganzen einen ungewöhnlichen Anblick verlieh.
    Kaori Yamada hatte hinter Nekomi ebenfalls ihren dritten Durchlauf beendet und meldete sich beim Ausbilder zu einem Strandlauf ab, den sie inzwischen gewohnheitsmäßig machte. Besonders, weil sie dabei mit den Tieren im Meer kommunizieren konnte. Durch das neue Kommunikationsgerät konnte man sie ja jederzeit erreichen.
    Viele hatten auf der Insel neben der gesteigerten Leistungsfähigkeit auch einige Eigenheiten angenommen, so dass sich inzwischen niemand mehr über Hagen und seine Vorliebe für die heiße Quelle wunderte. Heute waren viele aber auch mit den Holocoms beschäftigt.
    Selbst Yuna Sakaiba ließ es sich nicht nehmen, zeitweilig an den Übungen der Musikgruppe teilzunehmen, wenn ihr nach etwas Abwechslung war. Es sprach durchaus für die Qualität der selbstgespielten Musik, dass sie manchmal ihre Stimme den Instrumenten hinzufügte. Für ihre Größe wies sie ein erstaunliches Volumen der Stimme auf, so dass man sie gerne dabei hatte. Mit der Sportlichkeit auf dem Parcours hatte sie einen Kompromiss getroffen und schaffte immerhin zwei Durchgänge ohne danach umzufallen.


    Tabetha Ravenwood streckte sich zu ihrer vollen Größe, was sie fast auf Takashi Yamiros Höhe brachte, der immer noch mit Missmut auf den Parcours starrte. Da er sich zu einem weiteren Start nicht wirklich entscheiden konnte ging sie schließlich vorbei und huschte mit Leichtigkeit den Stangenpfad zum fünften Mal hinauf. Ihre Haare wehten wie eine Fahne, als sie mit hoher Geschwindigkeit hinauf lief.

    Hanagata Kanazawa blickte Rika van den Haas entgegen, die extra zum Freiübungsgelände kam.
    „Erinnern sie bitte noch einmal die Anwesenden, die noch keinen Holocom tragen, dass sie sich ihr Gerät abholen, Herr Kanazawa. Die Aktion soll bis spätestens zum Abendessen abgeschlossen sein. Da die Anzeigetafeln noch zu neu sind, beachten sie viele noch gar nicht.“
    Hanagata nickte und versprach sich darum zu kümmern.

    Z-Day +1 – 10:35 Uhr – Präfektur Tama


    Die aufgehende Sonne beschien die teilweise verstopften Straßen im Präfekturzentrum von Tama. Die verschiedenen Fahrzeuge, die von ihren ehemaligen Besitzern einfach auf den Straßen stehen gelassen worden waren, bildeten einen Hindernisparcours durch den man mit einem normalen Fahrzeug nicht mehr hindurch kam.
    Die tatenlos herumstehenden Gestalten erschwerten ein Durchkommen noch zusätzlich und bildeten gleichzeitig die größte Gefahr. Blieb man dort stecken, dann waren die Überlebenschancen verschwindend gering.
    Das galt nicht für den Radpanzer, der mit mäßiger Geschwindigkeit durch diese Straßen rollte und dabei die verlassenen Autos einfach beiseite drückte. Außer den schmalen Sichtschlitzen vorne für den Fahrer waren alle Luken geschlossen. Durch die Spiegelsysteme konnten die Personen im Mannschaftsabteil zumindest die Umgebung beobachten.
    Die Untoten wurden von den fast 20 Tonnen Gewicht unter den Reifen einfach zerquetscht oder zur Seite geschleudert.


    Für die etwa 20 Kilometer Luftlinie hatten der Kitsune wegen der verstellten Straßen etwa vier Stunden gebraucht, aber dafür hatte ihn nichts stoppen können. Trotzdem würden sie bald wieder eine Tankstelle aufsuchen, um den Treibstoffvorrat ergänzen zu können.
    Auf dem Weg hatten sie keine Geschäfte aufgesucht, weil die Straßen einfach zu voll von den untoten Kreaturen gewesen waren.
    Den Tama in Richtung Tokyo zu überqueren hatte Alex schlicht abgelehnt, da die Besiedlungsdichte in der Richtung immer weiter anstieg. Sie waren auf der anderen Seite geblieben und hatten sich in nordwestliche Richtung gehalten.
    Andreas, der angehende Arzt, hatte zwar geschmollt, aber Krankenhäuser gab es auch in dieser Richtung. In der Zwischenzeit kümmerte er sich um das weggetretene Mädchen, die einfach nicht aufwachen wollte. Scheinbar war sie in eine Art komatösen Zustand gesunken. Um sie nicht zurückzulassen, hatte die anderen sie auf der einen Seite auf eine Deckenauflage auf den Sitzen gebettet, so dass sie nicht allzu schlimm durchgeschüttelt wurde.


    „Soweit ich das sehen kann, sind wir Ikuta gelandet“, tat Alex laut kund. Der Fuchu Highway hatte sie einigermaßen schnell bis in den Tama Ward gebracht. Sie waren dann aber nicht nach rechts auf die Verlängerung der Setagaya Dori gefahren, sondern waren wegen einer Massenkarambolage nach links gefahren.
    Die Meiji Universität hatten sie auf der anderen Seite eines kleineren Flusses gesehen, waren aber nicht dorthin gefahren. Als jetzt der Bahnhof Ikuta linkerhand an ihnen vorbeizog, hielt sich Alex auch links . Die Häuser hatten hier höchstens drei Stockwerke, so dass es ziemlich übersichtlich war. Wie in Japan oft zu sehen, war auch dieser Flusslauf in einem betonierten Lauf eingefasst, so dass die Überquerung kaum auffiel. An den Straßenseiten waren viele Geschäfte, wobei die fast rosafarbenen Klinkersteine eines Schnellrestaurants mit dem Namen „Jonathan’s“ regelrecht ins Auge stach. Aber die Zufahrt wies auch eine große Anzahl an Schlurfern auf. Nach einer weiteren Kreuzung kamen sie an einem 7 eleven Supermarkt vorbei. Daran schlossen sich wohl erst einmal wieder Wohnhäuser an, so dass hier weniger Gestalten umherirrten.
    „Hier sieht es recht günstig für einen Einkauf aus!“

    [Alex]
    Z-Day +1 - 05:48 Uhr - Das Haus am Tama Fluss
    Als die Rauchwolke der Explosion sich langsam über den fernen Hochhäusern ausbreitete, erfasste ich die Worte des anderen Neuankömmlings erst richtig. Was wollte er denn mit medizinischem Labormaterial? Seine Eile, die in den Worten durchgeklungen war, wollte sich mir auch nicht so ganz erschließen.
    Mit einem Blick zur Seite beobachtete ich Yui, die mit asiatischer Ruhe neben mir saß. Dabei kam der Gedanke, dass ich von der Kleinen als Ersatzvater adoptiert worden war, wie aus dem Nichts.
    Die gesamte Situation hatte etwas absolut unwirkliches an sich.
    Das Gebot des Augenblicks hieß wohl Überleben! Ob wir da Zeit für Forschung an den Schlurfern hatten, hielt ich persönlich eher für unwahrscheinlich. Die Gefahr, sich stationär an einem Punkt innerhalb einer von Untoten verseuchten Zone aufzuhalten, war einfach außerhalb der Skala.

    Als der Duft von frischen Speisen aus der immer noch offenen Tür an meine Nase kam, rutschte ich vom Kitsune runter. Yui folgte mir mit einer nur Kindern gegebenen Selbstverständlichkeit. Kori hatte tatsächlich auch Kaffee im Haus gefunden, was mir einen erleichterten Seufzer entrang. Eine kleine Normalität, wie eben die Tasse Kaffee zum Frühstück, machte das Chaos um uns herum etwas leichter zu ertragen.

    Während in dem Haus am Fluss nach der Einigung auf Englisch als Umgangssprache in der Gruppe das Frühstück angegangen wurde, erwachten anderswo Menschen an den ungewöhnlichsten Orten.


    Yuko Wakizuno war gestern noch Assistenzärztin im Ikuta Krankenhaus etwa 18 km nordwestlich des Hauses in der Tama Präfektur gewesen, bevor der Wahnsinn die Welt überrollt hatte.
    Als die Untoten durch die Gänge des Krankenhauses gewalzt waren, hatte sie es irgendwie geschafft nach oben in die Zwischendecke zu klettern, wo sie jetzt seit mehr als 12 Stunden festsaß.
    Unter ihr bewegten sich unzählige furchtbar anzusehende Gestalten.
    Trotz ihrer Angst war sie wohl irgendwann eingeschlafen und vor kurzem von etwas geweckt worden.
    Unter ihr waren die Gestalten in Bewegung geraten und folgten wohl einem äußeren Reiz.
    Yuko hoffte, dass sie aus den umliegenden Räumlichkeiten verschwinden würden, damit sie ihr Versteck doch noch einmal wieder verlassen konnte.

    [Yume Tsuyu]
    12:17 Uhr – Gelände der Schule - Mondwohnheim


    Yume war noch immer etwa verwirrt von dem Gespräch mit dem Menschen. Aber die Zusammenhänge mit einigen anderen Ereignissen hatten ihr mehr als eingeleuchtet, zumal sie ihm ja nicht einmal alles erzählen konnte.
    Das nun auch noch alle nicht von dem Bann betroffenen informiert werden mussten, machte sie auch nicht gerade fröhlicher. Aber eine Sache stand für sie erst einmal fest. Zu Samusa konnte sie nicht gleich wieder gehen! Die letzte Begegnung steckte ihr noch immer in den Knochen, so dass sie überall lieber war, als noch einmal an seine Tür zu klopfen.
    Da die Zeit aber nicht warten würde, bis sie sich wieder wohler fühlte, beschloss sie mit Sakura anzufangen.


    [Hikaru Khanzu]
    12:17 Uhr – Gelände der Schule - Vor dem Schulgebäude
    Hikaru hatte beim Schulgebäude die noch recht neue Schülerin Ai gesehen, die mit einem ihm unbekannten Jungen scheinbar beim Direktor gewesen war. Er wusste von ihr auch nicht gerade viel, aber sie gehörte zu den Unbeeinflussten.
    Ihr recht entspannte Art machte es ihm einfach, sie anzusprechen. Der andere Junge stellte sich als Tendam vor. Er war wohl gerade erst auf die Akademie gewechselt. Nach ein paar Fragen an Ai, die noch etwas genauer sondierten, kam er mit dem eigentlichen Vorschlag rüber. Ai willigte ein, zu der angegebenen Zeit dort zu sein. Sie wollte dann auch gleich Tendam mitbringen, der sie offenbar schon länger kannte.

    [Hikaru Khanzu]
    12:15 Uhr – Gelände der Schule - Irgendwo unter den Bäumen


    Verwundert blickte Hikaru auf seine Armbanduhr. Er hatte sich jetzt fast eine Viertelstunde mit Yume unterhalten.
    Sie hatte im Mondwohnheim ihre Recherche durchgeführt und auch dort einige wenige gefunden, die nicht von diesem seltsamen Bann getroffen worden waren. Da auch er nur ein paar Schülerinnen und Schüler im Sonnenwohnheim hatte identifizieren können, die ebenfalls noch wussten, was auf dem Ball tatsächlich passiert war, standen sie wohl mit einer ziemlich kleinen Gruppe dem Unbekannten gegenüber.
    Yume hatte in dem Gespräch einen fremden Vampir erwähnt, der auf dem Ball gewesen war. Nach ihrer Beschreibung würde Hikaru ihn wohl auch wiedererkennen. Aber er musste den Saal bereits verlassen haben, als Hikaru dort auftauchte.
    Das gerade dieser fremde Vampir mit dem Menschenmädchen Chinatsu recht innig getanzt hatte, passte irgendwie zu der Tatsache, dass sie und ihr Begleiter Takeya ebenfalls nicht von dem Bann betroffen waren.


    Hikaru hatte Yume seine Vermutung mitgeteilt, dass alle diejenigen, die noch wussten was am Abend des Balls passiert war, mit verschiedenen Problemen zu kämpfen hatten, die aber alle mit Vampiren zusammen hingen. Yume hatte ihm nur zögerlich und recht grob umrissen von dem Adligen berichtet, der momentan ihre Sorge war.
    Hikaru kannte diesen Vampir nicht und hatte ihn auch noch nicht gesehen, aber er wusste von den Menschen, die im Auftrag eines anderen Vampirs auf dem Gelände der Akademie gewesen waren. Und sie beide wussten von den Level E, die an dem einen Abend in ungewöhnlicher Anzahl hier gewesen waren.
    Und auch bei dem Ereignis zeigten sich Parallelen, denn alle Beteiligten waren auch nicht von dem Bann betroffen!
    Offenbar gab es einen Zusammenhang, der sich aber noch nicht erschließen wollte.


    Hikaru war zum Abschluss mit ihr überein gekommen, dass sich die Betroffenen treffen sollten, um den möglichen Zusammenhang zu finden und sich zu unterstützen.
    Gut, den Menschen war es nicht möglich Magie zu wirken, aber dafür hatten sie Waffen. Yume schien nicht restlos überzeugt zu sein, aber sie willigte ein. Noch vor dem Wechsel der Klassen sollten sich alle treffen.

    Titel:
    Triage X


    Sprache: deutsch


    Genre: Action


    Verlag: Carlsen Manga


    Erscheinungsjahr: 2011


    Volumes/Bände:
    Band 1: ISBN 978-3-551-74663-4
    Band 2: ISBN 978-3-551-74664-1


    Hauptcharaktere:
    Arashi Mikami ist Teil einer geheimen Attentäter-Organisation namens Black Label, die sich um mächtige Kriminelle "kümmert", die von der Justiz nicht belangt werden. Kopf der Organisation ist der ans Bett gefesselte Masamune Mochizuki.
    Zusammen mit den anderen Mitgliedern des Teams geht Arashi gegen Personen vor, die sich hinter ihrer Macht und ihrem Einfluß verstecken und deshalb für ihre Verbrechen nicht zur Verantwortung gezogen werden. Jedes Teammitglied von "Black Label" hat eine persönliche Erfahrung mit dem Tod gemacht, welche auch ihre Motivation darstellt.
    Der gelähmte Masamune Mochizuki hat die Organisation selbst gegründet, um der himmelschreienden Ungerechtigkeit auf eigene Faust entgegen zu treten. Aus seiner Sicht sind diese Art von Verbrecher eine Krankheit, die ausgemerzt werden muss.


    Eigene Beschreibung:
    Einer der beiden Verfasser von Highschool of the Dead kommt hier mit einem weiteren Werk auf den Markt. Der Zeichenstil ist deutlich eher für männliche Leser ;)
    Der Grundgedanke ist hierbei die Bestrafung der Verbrecher unter den Reichen und Mächtigen, die aufgrund ihrer Position sonst unbehelligt bleiben würden.
    Meinung:
    Der erste Band führt in die Handlung ein und erklärt einen Teil des Hintergrundes zu der Hauptfigur Arashi Mikami.


    Sonstige Informationen:
    Triage: Stammt vom französischen Verb "trier" und bedeutet sortieren. Im Deutschen steht der Begriff für Sichtung. Es handelt sich dabei um "Entscheidung der Behandlungsprioritäten" bei einem Massenanfall von Kranken oder Verletzten, bei denen durch Abwägung der "Dringlichkeit zur Behandlung und der Schwere des Verletzungsgrades" die Reihenfolge festgelegt wird.
    Black Label: Bei einer Triage bedeutet es: "Behandlung unnötig. Tot oder so gut wie tot"

    Hihi, sehr anschaulich, deine Fahrstuhlgeschichte, Iku ^^
    Ich habe dort meist sehr schmale Rolltreppen gefunden, deshalb brauchte ich kaum Aufzüge ;) Aber die Teile sind da kaum breiter, als hier das Seitenteil vom Kleiderschrank! Deshalb verbergen die sich oft hinter Regalen, so dass man sie nur sieht, wenn man drum herum geht ^^


    Aber es ist schon faszinierend... Im Erdgeschoss gibt es viel Nippes, was man kaum braucht. Dann findet man im nächsten Stockwerk schon die ersten Figurenabteilungen.
    Die Schaukästen hab ich auch gesehen und sogar teilweise mit Preisen fotografiert. Aber das ist echt keine Schnäppchenabteilung!
    Meist kommen dann auch Regale mit Kartons, die große Sichtfenster haben. Da kann man dann schon mal sehen, was man gerne hätte.
    Aber durch die verschiedenen Hersteller gibt es auch Qualitätsunterschiede, deshalb muss man schon genau schauen.
    Bei den Preisen ist es, wie Iku schon gesagt hat, schauen und vergleichen.


    Problematisch wird es, wenn mit jedem Stockwerk weitere Schatzkammern sich vor einem auftun... in Bezug auf die Barschaft ;) Da es die verschiedensten Größen an Figuren gibt (einige kennen ja die Chi-Figur von der Sonderedition Band7 Chobits), kommt man sich schnell wie ein Zuckersüchtiger im Süßigkeitenladen vor ^^
    Schaut euch nur die Bilder von Iku an, dann wisst ihr, wie schnell man dann eine erkleckliche Anzahl dort im Korb hat ^^
    Zwei andere hatten dort hauptsächlich an Figuren und Manga an einem Vormittag fast tausend (1000) Euro gelassen, was einem vielleicht den Reiz verdeutlicht.


    Das man bei allem immer erst mal schauen und vergleichen soll, ist ja auch hierzulande ganz normal und sollte daher keine Probleme bereiten. Denn wenn man sich auf das unbedingt haben wollen einlässt, dann schröpfen die einen mit dem freundlichsten Lächeln der Welt!


    Da ich aus Amerika schon an die second Hand Läden bei Büchern gewöhnt bin, hab ich auch einige kleine Schätze finden können, die sich dank der pfleglichen Behandlung der Vorbesitzer in wirklich gutem Zustand befinden.


    Das mit der Animanga-Unterwelt werd ich dann im nächsten Jahr mal in Augenschein nehmen, Iku ^^


    Und lasst euch nicht täuschen, wenn eine Maid euch ein fröhliches "Herzlich Willkommen" entgegen schmettert. Es ist meist perfekt auswendig gelernt und muss nicht auf eine fließende Beherrschung unserer Muttersprache hindeuten ^^

    Vieles davon kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
    Ich habe bei der Bahn aber mit der 24-Stunden Karte die U-Bahn unsicher gemacht, bei der ist die Tokyo-Ringbahn nicht mit drin, um einiges in der Stadt aufzusuchen.


    Das mit dem Essen kann ich auch so mit bestätigen, da ich auch keine Touristen-Spezialitäten ausprobieren wollte. Die Suppenküchen sind da einfach gut und lecker. Da gibt es dann sogar Insider-Tipps, wo man gut essen kann, wenn man kein Schickimicki-Ambiente braucht ;)
    Die Bohnen hat man uns auch mal zu probieren gegeben, ohne dass sie wirklich nach was schmecken. Und der Anblick war tatsächlich irgendwie nach Alien!


    Die Getränkeautomaten fand ich an den warmen Tagen ganz praktisch, da man nicht ständig Getränke mit sich herumschleppen musste. Trotzdem hab ich mein Hauptgetränk in der großen 2l Flasche immer im Supermarkt geholt. Man sieht es auch recht oft in den Manga und Anime... und obwohl der Name etwas merkwürdig ist, hat es mich von Anfang an überzeugt!


    Mit dem Auto zu fahren sehe ich nicht als Option an, da man auf allen Ausfallstraßen sofort auf Maud Stationen trifft, so dass sich diese zusätzlichen Ausgaben schnell summieren. Je nach Strecken geht das von drei Euro bis an die 25 Euro... und das für Abschnitte, nicht einmalig!


    Das Tokyo selbst nicht unbedingt billig ist... Seht euch da mal die Mietpreise an. Dann weiß man es! Aber als Tourist fällt einem das nicht wirklich auf. Essen und Trinken bleibt da im Rahmen. Gut, die Preise für Hotel und Hostel passen sich auch an die Hauptsaison an, damit man möglichst viel Rahm von den Touristen abschöpfen kann. Aber dass machen die hier auch!
    Wie Iku schon schrieb, ist es mit der Elektronik da nicht mehr so billig, wie es früher mal gewesen sein soll. Deshalb lohnt es sich nicht wirklich, sich da eindecken zu wollen. Aber Anschauen kann man es wirklich prima ^^


    Ich war nun noch vor dem Fukushima-Zwischenfall dort, deshalb kenne ich noch alles hell erleuchtet. Sogar ein kleiner Brand in einer Nebenstraße der Ginza wurde mir da geboten.

    Tag 29 - 14:50 Uhr - Gelände der Akademie - Freiübungsgelände bei den Parcours


    Hagen blickte Samirall einen Moment lang an.
    "Wir werden deine Fähigkeiten weiter erkunden, da du noch keinen direkten Zugang gefunden hast. Aber nicht mehr heute, denn das würde deinen Geist überfordern!" beantwortete er einen Teil der Fragen. Samirall reagierte noch immer viel zu impulsiv und wollte am Liebsten gleich weiter machen, aber dazu war sein Potential nicht weit genug erschlossen. Jeder weitere Moment im Mentaläther wurde seinem Körper jetzt Schaden zufügen.
    "Du hast zu lange deinen Körper trainiert, um nun gleich diese Kunst zu meistern. Es wird einige zeit brauchen, bis du dir Form und Gestalt eines solchen Schildes vorstellen kannst. Erwarte nicht alle Erklärungen, denn meine Fähigkeit hat nichts mit dem Wind zu tun. Aber du wirst es selbst erkennen können, wenn du die geistige Disziplin weit genug entwickelt hast!" fügte er ergänzend hinzu.


    "Vorerst ist der Körper wieder dran, um die Verspannungen aus dem Mentaltraining zu lösen. Beim nächsten Mal werden wir dann auch nicht deine Freundin aus einem geschlossenen Raum befreien müssen, so dass es dann auch länger dauert", wechselte er dann den Kontext. Bevor Samirall zu einer weiteren Frage ansetzen konnte, war er bereits auf dem Stangenpfad unterwegs, um den Parcours zu durchlaufen.

    Tag 29 - 14:49 Uhr - Gelände der Akademie - Feldweg


    "Die Leute sind nicht von innen aus geschmolzen, sondern diese schleimige Masse hüllte sie langsam ein", korrigierte Hagen ihn mit gleichbleibender Stimme. "Dieses Phänomen trat an diesem Tag zum ersten Mal auf. Dabei stoßen verschiedene Gruppierungen aufeinander."
    Da Samirall mit den meisten anderen ja innerhalb der Simulationskuppel gewesen war, hatte er nichts von dem Angriff der GLA mitbekommen. Die Direktorin hatte bislang auch noch keine offizielle Verlautbarung dazu rausgegeben.
    Demzufolge unterlag jede Information noch immer der Geheimhaltung.
    "Auch wenn du dir eine offene Antwort auf diese Frage wünscht, Samirall, so kann ich diese noch nicht geben. Du hast einen kurzen Einblick bekommen in etwas, das uns wieder begegnen wird. Du hast gesehen, wie dieses Zeug wirkt. Deshalb kannst du dir denken, dass man damit besser gar nicht in Berührung kommt!"
    Hagen blieb kurz stehen und wandte sich dem Schwertkämpfer zu.
    "Auch wenn es dir nicht leicht fällt, so darfst du darüber momentan mit niemandem sprechen!" verdeutlichte Hagen. "Du kannst deine Fähigkeiten dazu verwenden, etwas wie dieses schleimige Zeug von dir und anderen fern zu halten. Und das solltest du möglichst gut trainieren!"


    Hagen wandte sich wieder in die andere Richtung.
    "Trainiere deine unterbewussten Steuerungsmöglichkeiten, um einen, ich nenne ihn mal Windschild, zu erzeugen! Du wirst bald erkennen, dass sich Fähigkeiten und Bewusstsein von mehr als zwei Leuten verbinden und kombinieren lassen. Die Ausbilder nennen es Pentagramm. Dabei verbinden sich insgesamt fünf oder sechs Individuen zu einer Einheit, in der nicht der einzelne zählt. Innerhalb dieser Verbindung verschmelzen die Fähigkeiten miteinander, so dass ein Pentagramm diese alle einsetzen kann. Aus diesem Grunde trainieren wir hier so viel. Alleine haben wir kaum eine Chance gegen das, was uns erwartet!"
    Nach der letzten doch recht kryptischen Anmerkung setzte sich Hagen wieder in Bewegung und lief zum Parcours.