Ich lese da was von einem Ball...
Den gleich zur Einschulung finde ich allerdings nicht so passend...
Nach den Semestern in Japan wäre es ebenfalls verfrüht, da die größeren Schulfeste erst kurz vor den Sommerferien stattfinden.
Beiträge von Soulshadow
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Athena Ravencloud spürte schon auf dem Flughafen die eigenartige Stimmung. Auf Bitten eines Bekannten, der hier auf der Universität ein Lehramt bekleidete, war sie nach Japan gekommen. Sie hatten sich auch nach dem Studium nie ganz aus den Augen verloren, obwohl sie in die Kriminalistik gegangen war. Inzwischen war sie durch Mundpropaganda recht gut im Geschäft, so dass sie sich ihre Jobs auch aussuchen konnte.
Diese "Blutraub" Fälle, von denen Isamu ihr geschrieben hatte, klangen schon sehr merkwürdig. Nach den mangelnden Spuren haftete ihnen schon etwas mystisches an, aber von solchem Unfug wollte Athena nichts hören. Trotzdem nahm sie das unterschwellige Misstrauen der Menschen vor Ort sofort wahr.
Der Zollbeamte musterte sie bei der Passkontrolle etwas länger als notwendig und auch das übrige Personal schien die Neuankömmlinge ständig zu beobachten. Eine Art, die den Japanern sonst eigentlich gar nicht lag.
Ohne groß darauf zu reagieren brachte Athena die Abfertigung hinter sich und nahm sich vor dem Flughafen dann ein Taxi.
Isamu würde sie auf dem Gelände der Universität erwarten, wo sie eines der Gastdozentenzimmer bekommen hatte. -
Keitaro Kanno hatte sich die Rede des Direktors bis zum Schluss angehört, obwohl ihn die Worte selbst nicht sonderlich interessiert hatten. Nachdem er endlich sein Elternhaus und damit die ewigen Streitereien hinter sich lassen konnte, war es ihm eigentlich egal.
Da viele wohl erst einmal das Gelände besichtigten, wandte sich Keitaro dem Wohnheim zu, um dort schon mal sein Zimmer zu beziehen. Zwar hatte der Direktor auch irgendetwas von späteren Wünschen bezüglich der Verteilung in seiner Rede erwähnt, aber Keitaro suchte einfach nur einen ruhigen Ort.
Warum dieses Teil hier am See Sonnenwohnheim hieß, wollte ihm zwar nicht so ganz einleuchten, aber wenn die hier das meinten.
Alleine schon der Eingangsbereich war etwas ganz anderes als der Familienbunker, in dem er bislang hatte verweilen müssen.
Während er über die Brücke gelaufen war, hatte die Uhr am Turm des Hauptgebäudes 11 Uhr geschlagen. Wahrscheinlich würde es bald Mittag geben.
Besonders hungrig war Keitaro zwar nicht, deshalb war erst einmal das Zimmer wichtiger.
Als er eintrat, befand sich schon jemand im Raum. Warum der Kerl so zusammen zuckte, als er eintrat, konnte sich Keitaro zwar nicht erklären. Hatte er Angst, dass man ihm was wegschaute? Die Schuluniform, die der andere bereits angezogen hatte, lag auch auf dem zweiten Bett.
"Hallo, mein Name ist Keitaro Kanno. Wir sind wohl erst einmal Zimmergenossen", stellte er sich mit einer knappen Verbeugung vor. -
[Alex]
Z-Day +1 – 10:50 Uhr – Präfektur Tama, IkutaDie dumpfen Schläge außen ließen teilweise das Blut bis auf die Windschutzscheibe spritzen. Ich musste da wohl mal dringend ein Wörtchen wegen dem Schießen mit einem gewissen jungen Mann reden. Diese ganze Scheiße war gerade mal 24 Stunden alt, aber einige Gewohnheiten ließen sich wohl schwerer als andere verhindern.
Er hatte es bestimmt nicht böse gemeint, aber ein Schuss gefährdete uns inzwischen genau so sehr, wie er uns half.
Als Yui sich bewegte und Kori ansprach, musste ich unwillkürlich grinsen. "Shit!" traf es doch auf den Punkt!
Endlich hatten wir die Ansammlung der Faulenden durchbrochen und ich konnte mehr Gas geben. Natürlich würde der Motor sie auch aus ihren Ecken locken... aber laufen war nun wirklich keine gute Idee.
Die Straße, auf der wir uns gerade befanden, wurde von relativ wenigen Fahrzeugen verstopft. Dafür waren die Parkplätze an den Seiten gut gefüllt. Mit einer sanften Steigung zog der Kitsune bergan. Hier war die Bebauung nicht so stark, da sich wohl zu viele Schrägen im Untergrund befanden. Weiter oben auf dem Hügel war ein recht großes Gebäude zu sehen. Wenn der Plan stimmte, dann musste das ein Krankenhaus sein.
Das Risiko in einem solchen Gebäude war zwar enorm hoch, aber wir würden schon ein paar Medikamente brauchen. Klar, wenn einer gebissen wurde, dann war es aus!
Eine zweite Chance bekam man in diesem Chaos nicht.
Egal wie die Nummer da oben ablaufen würde, wir brauchten bald Munition. Als sah unser Plan nach den Medikamenten einen Besuch auf der uns schon bekannten Militärbasis vor, wo wir wussten, dass es dort Munition gab. Danach brauchten wir weitere Vorräte...
Und dann sollten wir uns in einen sicheren Bereich absetzen.
Möglicherweise erfuhren wir auf der Militärbasis ja etwas Neues. Irgendwo musste ja schließlich noch jemand den Kopf behalten haben und überlegen, was man für die noch Lebenden tun konnte. Falls dem nicht so war, würden wir eben selbst zusehen müssen, wie wir überlebten. -
Tag 29 - 15:59 Uhr - Gelände der Akademie - Schießstand
Thoralf Haegeson blickte von dem Überwachungsmonitor auf, der Mai Tsukamoto bei Schießen zeigte. Sie hatte ihre Trefferquote auf dem Schießstand inzwischen sehr verbessert. Ihr Bruder würde sich freuen, dass zu hören. Auch wenn Senri ihr nichts erzählen konnte, so wollte er doch für seine Schwester so viel Sicherheit, wie sich irgendwie einrichten ließ.
Das kurze Piepen an einer anderen Elektronikanlage des Schießstandes hieß nichts gutes...
"Na, da scheinen einige wohl was Größeres zu erwarten..." murmelte er, nachdem er den Befehlscode eingegeben und die Nachricht so lesbar gemacht hatte. Nach einem weiteren Blick auf den Überwachungsmonitor ging er durch die Panzertür im Hintergrund und bereitete einen bislang ruhenden Teil der Waffenkammer vor. -
Festsitzen nicht, Lardo.
Schreiber Nr. 5 (Tsubaki) hat sich noch nicht an den Start begeben.Außerdem sollte jeder noch einen Menschencharakter als Zweitchar vorbereiten, damit wir eine etwas breitere Handlungsebene bekommen.
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Weiter geht es mit Fairy Tail, Band 18, mit den Kapiteln 144 bis 152.
Jetzt ebenfalls auf dem Markt und im Handel erhältlich. -
Ich schlage vor, dass wir die Synchronsprecher und Anime/Manga-Titel mit den Artikeln in unserer Wiki verlinken.
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19:38 Uhr – Gelände der Schule – Umgebung des Haupttores
Ohne sich noch einmal versammelt zu haben war die Kunde an alle Beteiligten auf dem Gelände der Cross Akademie weiter gegeben worden. Nun, wo der Zeitpunkt der Übergabe eines Schülers an die Beauftragte eines der Reinblüter näher rückte, versammelten sich alle Beteiligten in der Umgebung des Haupttores.
Eigentlich war die Trennung zwischen Day- und NightClass rein zeitlich bereits wieder gekommen und alle mussten sich zusätzlich vor Yuki und Zero verbergen.Yume spürte die Unruhe in ihrem Inneren. Zu viele Fragen kreisten durch ihren Kopf und lenkten sie immer wieder ab. Besonders da auch Samusa in der Nähe war, fand sie es schwer, sich auf den eigentlichen Grund ihres Hierseins zu konzentrieren. Der eine war ohne Abschied verschwunden und hatte ihr nur Fragen hinterlassen und der andere stellte eine ständige Beunruhigung für sie dar. Das Üben mit dem Schwert hatte ihr wenigstens etwas Ruhe gegeben, so dass sie den Vorgängen folgen konnte.
Hikaru blickte zum Haupttor hinüber, wo sich recht bald die Ereignisse abspielen würden. Merkwürdigerweise war dieser Sousuke, den Kohana angesprochen hatte, bislang auf dem gesamten Akademiegelände nicht zu finden gewesen. Ob er wirklich etwas Besonderes in der Stadt besorgte, wie die Mädchen vermuteten?
Wie auch immer es um dessen Umstände stand, sie hatten hier die Möglichkeit, dass Heft des Handelns in die Hand zu bekommen.
Wenn ihr Plan gelang, dann würde an diesem Abend ihr erster Gegner fallen! -
Muss Twinkie dir sagen, Genzo. Sie macht leitet das Ganze ja.
Zur Begutachtung solltest du es ihr schon über PN zuschicken können... -
Tut mir Leid, Renji, aber diese Information ist falsch!!!
Ich habe ihn bereits gestern abgeholt und gelesen!
Wenn du so etwas über den Buchhändler laufen lässt, dann brauchst du keine Verlagsangaben
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Band 2,
ursprünglich mal für November 2011 angekündigt,
verschoben auf Anfang 2012
wurde jetzt auf März 2012 gesetzt. -
Ladies und Gentlemen, verehrte Interessierte...
Band 7 ist erschienen und im Handel erhältlich!
Takashi, Rei, Saeko und die anderen setzen ihren Weg durch die Stadt fort. Ihr nächstes Ziel ist das Polizeirevier auf dem Reis Vater arbeitet.
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Vorname: Ryoko
Nachname: Kamigoro
Alter: 15 Jahre
Geschlecht: weiblich
Rasse: Mensch
Größe: 1,77 m
Haarfarbe: Kastanienbraun (aber schwarz gefärbt)
Gewicht: 58 kg
Aussehen/Kleidung: Trägt meist eine kompliziert geflochtene und gesteckte Frisur, die ihre eigentlich sehr langen Haare kaschiert. Um ihre Augen zu verstecken trägt sie meist eine Brille, wenn möglich eine Sonnenbrille. Trägt in der Freizeit gerne legere Kleidung, die ihr Bewegungsfreiheit geben und die Klingen verbergen.Geschichte: Der Spitzname Odd-Eye, der eine umgangssprachliche Bezeichnung der Iris-Heterochromie ist, wurde ihr auf der Mittelschule angehängt. Sie wählte deshalb eine Oberschule, die möglichst weit von ihrem bisherigen Wohnort entfernt ist.
Sie hofft, hier ein wenig Ruhe zu finden und sich einfach ihrem Kampftraining widmen zu können.Charakter: Hält sich eher von anderen fern, da sie auf der Mittelschule schlechte Erfahrungen wegen ihrer Augen gemacht hat. Hat wenig Erfahrungen mit Freundschaften und bleibt lieber für sich.
Fähigkeiten/Probleme: Fenrisauge, nach der nordischen Mythologie dem Fenriswolf zugeordnet. Soll eventuelle Betrugsabsichten erkennen können. Iris-Heterochromie, linkes Auge haselnussbraun, rechtes Auge gelb. Hat eine ausgezeichnete Auffassungsgabe und besitzt hervorragende Reflexe.
Trainiert seit ihrem sechsten Lebensjahr mit Doppelklingen den Zweihandkampf.Vorname: Keitaro
Nachname: Kanno
Alter: 15 Jahre
Geschlecht: männlich
Rasse: Mensch
Größe: 1,81 m
Haarfarbe: schwarz
Augenfarbe: blaugrau
Gewicht: 75 kg
Aussehen/Kleidung: Trägt meist dunkle, leicht abgetragene Kleidung. Trägt die Haare etwas länger, was wohl mal ein Kriegerzopf gewesen sein könnte.
Geschichte: Keitaro kommt aus einer zerütteten Familie und musste schon früh für sich selbst sorgen.
Charakter: Mischt sich normalerweise nicht ein und hält sich von anderen fern. Trotz seiner Herkunft hat er sich seine Position aus eigener Kraft erkämpft und weiß was er will.
Fähigkeiten/Probleme: Außergewöhnlichen Geruchssinn. Kann pöbelnde und schreiende Menschen nicht ausstehen (Erinnert ihn wohl an den Vater) -
Ryoko Kamigoro schüttelte unwillig ihren Kopf, wobei sich Strähnen ihres Haares aus dem kunstvoll geknüpften Haargebilde lösten. Warum hatte man sie nur an diese komische Schule geschickt? Nachdem die Rede des Direktors beendet war, hatte sie sich erst einmal in das Hauptgebäude begeben, um sich die Klassenräume anzusehen. Einige der Lehrer gaben da auch noch Ratschläge, was man für den Unterricht noch brauchte.
Sie schob ihre Sonnenbrille, die sie kurz zum umschauen gesenkt hatte, wieder auf ihre Nase. Trotzdem hatte eine andere Schülerin wohl ihre Augen bemerkt.
Iris-Heterochromie nannte man es, was ihr immer wieder Probleme bereitete. Ihre Pigmentierung war wohl gründlich gestört gewesen, denn selbst die Ärzte hatten bei einem Menschen noch nie ein gelbes Auge gesehen, wie sie es besaß. Nur das ihr linkes Auge in einem dunklen Haselnussbraun einen extremen Kontrast dazu bildete! Deshalb hatte sie die Sonnenbrille aufbehalten.
Auf ihrer alten Schule hatten die Jungen sie deshalb Odd-Eye genannt, was eigentlich nicht gerade einfallsreich von ihnen gewesen war. Sie hatte deshalb auch mit Flechten ihrer Haare begonnen, so dass jetzt kaum noch auffiel, wie lang sie tatsächlich waren.Ein Wahrsager auf einem Jahrmarkt hatte Ryoko vor einigen Wochen etwas von dem Fenrisauge erzählt, aber sie hatte sich zu dem Zeitpunkt nicht sonderlich für diese Mythologie interessiert. Schließlich war das hier Japan und nicht Europa. Das andere Mädchen wandte sich wieder um und sagte nichts weiter. Wenigstens etwas.
Ryoko hatte nun wirklich keine Lust, gleich am ersten Tag auffällig zu werden. Mit etwas Glück ließ man sie hier ja in Ruhe und sie konnte sich außerhalb der Unterrichtszeiten ihrem Training widmen.
Sie stellte sich an einem Korridorfenster auf und blickte in den Hof hinunter, wo sich die Schülerinnen und Schüler langsam zu verteilen begannen. -
Tag 29 - 15:45 Uhr - Gelände der Akademie - Wachzentrale
Mit einem saugenden Geräusch fiel die Tür hinter Valentina wieder ins Schloss. Der Luftzug eines klimatisierten Raumes verebbte sofort wieder. Steve Walker stand hinter seinem Schreibtisch auf, als er sie sah und kam zu ihr rüber, während die Männer und Frauen der aktuellen Wache die Bildschirme und die anderen Überwachungsanzeigen der Inselumgebung nicht aus den Augen ließen.
"Direktorin?" wandte sich Steve an sie.
"Wir haben eine Warnung bekommen!" antwortete Valentina ohne Umschweife und reichte ihm den Ausdruck. "Es wird weniger Zeit bleiben, als wir ursprünglich veranschlagt haben."
Steve überflog den Text auf dem Ausdruck und sah sie dann wieder an.
"Erhöhen wir die Kontrollstufe der Außenbeobachtung?"
"Ich fürchte, dass alleine wird uns nicht viel helfen", erklärte sie offen. "Wenn ein Konzern aus dem Zusammenschluss ausschert und uns hier als Valuta sieht, dann werden sie auf die eine oder andere Weise herkommen! Dazu stammen auch unsere Leute hier von verschiedenen Parteien, deshalb besteht immer die Möglichkeit..."
Die letzten Worte hatte sie nicht ganz so laut gesprochen und ließ ihre Stimme verebben.
Steve nickte.
"Wir aktivieren ab sofort Plan Jormungand!" fuhr sie nach einem kurzen Moment des Schweigens fort. -
Anfang Oktober - Sonnenuntergang - Kōchi-shi - Stadtzentrum
Masao Ichimura blickte auf die Fotos, auf denen die Fundorte der letzten Opfer zu sehen waren. Die Kochi Shimbun berichtete über die Fälle, ohne die Privatsphäre der Personen zu verletzen. Leider ließ das die Informationen auch recht dürftig aussehen. Die ganze Angelegenheit störte den Nachrichten Redakteur. Schon viel zu oft versuchten Reporter den Begriff „Vampir“ in die Berichterstattung einfließen zu lassen. Aber diesen Mystizismus brauchten diese Fälle nun wirklich nicht auch noch!
Schlimm genug, dass die Personen, die nicht bei einem dieser Blutraub-Angriffe umgekommen waren, sich an nichts erinnern konnten. Es gab an den Tatorten niemals Spuren, was Masao doch ziemlich unverständlich erschien. Niemand konnte einen anderen Menschen angreifen ohne eine Spur zu hinterlassen! Deshalb hatte er sich die Bilder der Tatorte besorgt, um noch einmal selbst ein Auge darauf zu werfen. Nicht das er der Tüchtigkeit der Polizei keinen Glauben schenkte, aber der Reporter in ihm wollte sich einfach selbst überzeugen.
Aus dem oberen Stock des Zeitungsgebäudes, wo er sein Büro hatte, konnte er den Sonnenuntergang sehen. Aber heute hatte er für die Rottöne auf und über dem pazifischen Ozean keine Augen. Stattdessen ging er die Fotos durch.
Plötzlich stockten seine Gedanken...Auf einem der Bilder waren eindeutig noch andere Fußspuren zu sehen! Wieso war das den Beamten nicht aufgefallen? Masao spürte das Feuer der Aufregung durch seine Adern fließen. Es gab also doch Spuren!
Er fand noch drei weitere Bilder, auf denen sich Dinge an den Tatorten befanden, die in keinem der Berichte aufgetaucht waren. Entschlossen schnappte er sich die Bilder und machte sich auf den Weg zum Polizeipräsidium.Beim Verlassen des Zeitungsgebäudes trat jemand plötzlich neben ihn. Noch ehe Masao sich über diesen unhöflichen Menschen ereifern konnte, spürte er einen kurzen Schmerz. Etwas ritzte seine Haut. Ein merkwürdiges lähmendes Gefühl machte sich in ihm breit.
Er fühlte sich wie ein Blatt im Wind, obwohl er seinen Körper noch spüren konnte. Etwas schien an seinem Selbst zu zerren. Masao fühlte sich fortgerissen und glaubte für einen kurzen Augenblick in einer Welt ohne Farben zu sein. Dann umhüllte ihn ein friedliches Licht und besänftigte seine Furcht.
Äußerlich hätte man nur ein kurzes Flackern in seinen Augen gesehen, während der Körper kurz erstarrte. Der innere Gefühlsaufruhr drang nicht nach draußen, denn das Jisaiku neben seinem Ohr entfaltete seine Macht sofort nach der Fertigstellung. Masao Ichimura war zu einer Nashiko geworden. Niemand bemerkte das ausdruckslose Gesicht, als Masao sich wieder umwandte und einem fremden Befehl gehorchend, die Berichterstattung korrigieren ging.Skarm’vat Choa zog den kleinen Finger seiner Hand wieder zurück, mit dem er seiner neuesten Nashiko sein Jisaiku in die Haut geritzt hatte. Dadurch, dass so viele von ihnen an einem Ort versammelt waren, wurden ihre Bedürfnisse doch recht auffällig. Immer wieder musste einer von ihnen eingreifen, um Informationen zu unterdrücken.
Sollte das Experiment im Kleinen hier gelingen, dann wären sie einen großen Schritt weiter! Seine menschliche Erscheinung zeigte ein zufriedenes Lächeln, während seine andere Hand sich in die Tasche der leichten Jacke grub.
In der farblosen Zone, die von den Puppenspielern gerne als „Schnürboden“ oder auch „Bühnen-Himmel“ bezeichnet wurde, war Skarm’vat Choa in seiner wirklichen Gestalt und umklammerte mit der Hand die Kugel, in der Masao Ichimuras Seele gefangen war. Jeder Puppenspieler erzeugte so eine Zone, aus der heraus er sein Spiel betrieb und die Nashikos lenkte.
Der Umstand, dass diese Zonen begrenzt waren, limitierte auch ihre Zeit für die sie eine Seele einsperren konnten. Und genau dieses Problem hatte die sonst so Revier geprägten Puppenspieler zusammen geführt. Sie wollten diese Limitierung ausschalten, so dass die ganze Welt ihre Bühne sein würde. -
16:38 Uhr – Gelände der Schule – Ein ungenutzter Raum im Hauptgebäude
Kanade Asakura hatte eine Kopie der Aufnahme am Abend des Balls vorbereitet, die sie nun den Anwesenden vorspielte. Darin war eine Frau zu sehen, die Kohana erpresste. Die Forderung, jeden abend einen DayClass-Schüler um 20:00 Uhr am Schultor zu übergeben, trieb Kohana wieder die Tränen in die Augen. Sie hatte nicht bemerkt, dass die Tante und sie dabei beobachtet worden waren. Nachdem sie Corvin bereits alles erzählt hatte, musste sie feststellen, dass jemand anders es auch wusste.
Das Kohana Sousuke um 20:00 Uhr zum Schultor bestellt hatte, ließ sich nicht mehr ändern, da der entsprechende Schüler scheinbar nicht auf dem Schulgelände war. Aber mit dem Wissen, wann und wo als nächstes etwas passieren sollte, konnten sie doch etwas anfangen.
Obwohl sich nach wie vor kein wirkliches Vertrauen zwischen den Anwesenden ausbreiten wollte, war ihnen ihre Verbundenheit bewusst.
„Wir hätten dort die Möglichkeit die Initiative zu ergreifen!“ stellte Samusa fest, der sich wie die meisten anwesenden Vampire etwas abseits der Menschen hielt.
„Möglicherweise kommt nur die Tante…“, warf Kohana leise ein.
„Wer auch immer kommt, wird uns dann zu einem der Verschwörer führen!“ erwiderte Hikaru. Bislang waren sie alle einzeln abgepasst worden und jeder hatte selbst versucht sein Problem zu lösen.
„Wir werden niemals gegen alle auf einmal ankommen, egal wie stark wir sind. Deshalb bleibt uns nur die Möglichkeit sie einzeln abzupassen und auszuschalten!“
„Dazu kommt noch, dass es alles Reinblüter sind und wir ihre Fähigkeiten nicht kennen“, sagte Felic in ganz entspanntem Ton.
„Deshalb sollten wir möglichst geballt zuschlagen, um dem Gegner gar keine Zeit zum Reagieren zu geben!“ verdeutlichte Samusa und blickte auffordernd in die Runde. -
11:00 Uhr - Cross Akademie - Hauptgebäude - Büro des Direktors
"Vielen Dank noch einmal für ihre Vermittlung, Direktor Kurosu" verabschiedete sich Kanade Asakura, die bereits ihre Reisekleidung trug. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres verließ sie die Cross Akademie und war heute zum letzten Mal hierher zurück gekehrt. Nach den Abenteuern, die sie hier erlebt hatte... und an die sich außer ein paar wenigen niemand erinnerte, waren ihr die Ziele klar geworden, die es noch zu erreichen galt.
Sie würde noch heute abreisen und nach Wales gehen und dort in die Bibliothek von Catha, wo sie ihre Arbeiten fortsetzen konnte.
Irgendwie war es immer wieder komisch für sie, wenn sie in die Gesichter der Menschen und Vampire hier auf der Akademie geblickt hatte. Niemand von ihnen ahnte, dass sie um das Geheimnis wusste. Außer den wenigen Personen, die von der Rochade-Verschwörung betroffen gewesen waren, würde es auch niemand je erfahren.
Kanade zog die Tür hinter sich ins Schloss und blickte auf die neuen Schülerinnen und Schüler, die ab heute hier in die Oberschule gehen würden.
Was mochten sie hier erleben?
Sie hängte sich die Aktentasche über die Schulter und ging beschwingt zum Haupttor hinaus.
Was auch immer die Neuen hier an der Schule erleben würden, ihre nächsten Abenteuer lagen ganz woanders.
Während hinter ihr die Turmuhr wieder verstummte lief sie die Straße hinunter... -
Anfang Oktober - Kōchi-shi - Hauptbahnhof
In weiteren Durchsagen entschuldigte sich die JR-Line für die Verspätung und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Es war inzwischen schon ziemlich spät geworden.
Der Mann mit den dunkelgrauen Augen blickte sich mit ausdruckslosem Gesicht auf dem Bahnsteig um. Eigentlich hatte er schon vor Stunden hier sein wollen.
Unter der offenen Langlederjacke waren mehrere Gurte zu sehen, die sich über den Schultern kreuzten. Die abgewetzte Sporttasche, die an einem langem Riemen ebenfalls über seiner Schulter hing, machte einen schweren Eindruck.
Die anderen Menschen, die mit in dem Zug gesessen hatten, verteilten sich rasch auf die Ausgänge an dem Bahnsteig, während der Mann langsam hinter ihnen her schlenderte.Die Informationen aus der Presse waren zwar wenig aussagefähig, aber die Fakten, die im Internet kursierten, hatten ihn an diesen Ort gebracht. So eindeutige Spuren hatten diese manipulativen Pretender schon lange nicht mehr hinterlassen!
An diesem Ort musste es einfach mehrere von denen geben, denn anders ließen sich diese Häufung von Blutopfern nicht erklären. Jeden Tag mussten diese Wesen frisches Blut trinken, um ihr Spiel weiter treiben zu können. Und normalerweise kamen sie niemals zu mehreren zusammen, denn sie hassten sich und wollten ihre eigene Bühne.
Also musste hier etwas besonderes abgehen!
Die Lippen teilten sich zu einem freudlosen Grinsen. Diesmal würde er sich diesen Herrschaften in Erinnerung bringen!