Beiträge von Soulshadow

    Wäre zumindest eine Maßnahme ;)
    Überlegt euch die Zusammenhänge und entscheidet dann das Equipment. Gerade bei Seefahrern sollte das Schwimmen hoch im Kurs stehen, denn jede Teufelfrucht macht einen zu einem Senkblei.
    Außerdem ist noch nicht gesagt, dass sich zu einem späteren Zeitpunkt sich etwas entwickeln kann...


    Ihr werdet auch beim Schreiben schnell merken, dass nicht jeder vorne stehen kann, somit wird sich eine Art von Rangordnung entwickeln. Deshalb muss auch nicht jeder für sich alleine gleich eine ganze Armee bekämpfen können ;)

    Wölfe können zwar schwimmen, aber tauchen nicht!
    Wäre also keine Lösung für jemanden, der wie ein Stein Richtung Meeresboden sinkt!
    Heißt nicht, dass du ihn nicht einsetzen kannst, aber für die Rettung unter Wasser ist er nicht zu brauchen ;)


    Vielleicht trefft ihr ja auf einen Fischmenschen? Der könnte diese Lücke schließen...

    Der Grundgedanke von ILoveOnePiece bezog sich auf diese Anzahl... Zum Start des RPG werden ein plus 5 benötigt, die wir ja auch haben.
    Weitere Meldungen habe ich nicht gesehen, könnten später ja noch kommen...
    Wenn ihr den Schwund und die Begeisterung ausnutzen wollt, dann startet es lieber gleich, sonst fehlt nachher wieder die Hälfte der Leute.


    Eine weitere Möglichkeit, für diejenigen, die es sich zutrauen, wäre ein Zweitchar ohne Teufelskräfte... Ein Partner oder Begleiter, der gleich von vorne herein dabei ist.
    Der Hauptchar könnte den anderen genau aus dem Grund zu Beginn mitgenommen haben, aber inzwischen sind sie schon ein eingespieltes Team.
    Es gibt immer Möglichkeiten ^^
    Ihr hättet ja auch einen Char erst einmal ohne Teufelskräfte einbringen können, der erst später eine Frucht findet...
    Noch ist das ganze nicht gestartet, also überlegt euch, was genau ihr euch davon versprecht, dass der Char gleich Teufelskräfte hat. Wie bei den Strohhüten wird der Schwierigkeitsgrad der Herausfforderungen nicht gleich von 0 auf 100 springen.
    Solange alle als Einzelpersonen agieren, wird eine Mannschaft sich nicht durchsetzen können... deshalb wird sich da noch einiges entwickeln, während sie sich auf den Weg machen.

    Mal sehen, ob er dazu Lust hat, oder ob er, wie ihr auch alle, gleich damit loslegen will ^^
    Es ist auf alle Fälle eine interessante Herausforderung, die ihr euch da gestellt habt!
    Da ihr schon so in Fahrt seit, bereitet hier doch schon mal in der Diskussion den Einstieg soweit vor... Dabei solltet ihr nachdem der Startort festgelegt ist, jeder für sich einen Grund für den Char finden, dass er gerade da ist.
    Damit steht alles bereit ;)

    Da, wie eigentlich schon erwartet, alle gleich mit Teufelsfruchtkräften starten, ist das ein Problem, für dass eine Lösung her muss.
    Also müsst ihr euch etwas einfallen lassen, dass niemand ins Wasser fallen kann ;)


    Vielleicht hat das Schiff ein besonders hohes Freibord und Extrarelings und die Mannschaft entert nur über Seile auf andere Schiffe über?
    Ausgesucht habt ihr, jetzt müsst ihr das Riff auch umschiffen ^^

    Jetzt haben alle, außer dem Initialisierer ihren Char eingetragen...
    ILoveOnePiece, jetzt kommt dein Auftritt! ;)


    Einmal gegenchecken, ob das mit den Kräften und den Hintergründen der Leute so passt, dann Start der Handlung einleiten...
    Denk bitte dran, dass sich alle etwas unter dem Startplatz vorstellen können, wenn du nicht jedem einen eigenen Anfang zugestehen willst.


    Sonst ist alles vorbereitet und startklar ;)

    Wäre eben auch schön, wenn Tsubarons Fragen geklärt würden, damit ihr auch das Drumherum besser einschätzen könnt.
    Falls sich die neue Besatzung erst noch zusammenfinden muss, werden ja verschiedene Startpunkte auftauchen... daher ist das wie und wo eine wichtige Grundeinstellung zum Start ;)
    Nicht das ihr plötzlich feststellt, dass ihr in unterschiedlichen Zeitzonen steckt...


    Bislang hat es sich immer als nützlich erwiesen, wenn am Anfang eine etwas ausführlichere Beschreibung der Anfangssituation mit Beschreibung der Umgebung erfolgt, damit die Mitschreiber ein möglichst einheitliches Bild vor Augen haben.

    Hier könnt ihr euch über das RPG, die Hintergründe oder auch alle Fragen drumherum auslassen. Da die Mindestanzahl der Mitschreiber jetzt erfüllt ist, sind alle Fragen zum Ablauf des RPG jetzt hier einzustellen. Um die Übersichtlichkeit im RPG zu behalten, sind im Storythread selber nur Posts zur Geschichte zugelassen. Alle Fragen oder Unklarheiten gehören hier rein.
    Möge die Diskussion fruchtbar und lange sein ^^
    Denkt bitte auch daran, dass beim Schreiben des RPG auf Rechtschreibung zu achten ist! Kleine Fehler werden von mir korrigiert, aber bei massiven Rechtschreibmängeln gibts ne Mahnung, so ka?!
    Vorschlag: Ihr solltet euch einen Ort aus der One Piece Handlung suchen, über den man im Anime reichlich gezeigt bekommt. So hättet ihr eine gute Vorstellung von der Umgebung zu Beginn der Handlung. So wie ihr bislang die Chars vorgestellt habt, gehören sie noch nicht zu einer Mannschaft, sondern sind alle noch in eigenen Dingen unterwegs... Somit wird erst eine Mannschaft mit der Zeit entstehen, die vielleicht aus einer gemeinsamen Bedrohung erwächst, oder auch gemeinsame Ziele aufweist. Die Hintergründe könnten zu einem gewissen Zeitpunkt durchaus wichtig werden, aber zu Beginn eigentlich noch nicht. Jeder braucht für seinen Char schon mal einen Auftritt, bei dem dessen Grundzüge schon mal deutlich werden.

    [INDENT]Dies ist dann der Thread, in dem ihr eure Charaktere vorstellt, die bei Besatzung der One Piece Geschichte von euch geschrieben werden. Bitte wieder die Angaben:
    Vorname
    :
    Nachname:

    Alter
    :
    Geschlecht
    :
    Größe
    :
    Gewicht
    :
    Aussehen/Kleidung
    :
    Geschichte:

    Charakter
    :
    [/INDENT]
    [INDENT]Fähigkeiten/Teufelsfrucht:[/INDENT]
    [INDENT] Dazu dann auch wieder ein Bild, damit man sich den Char besser vorstellen kann. [/INDENT]

    Dazu haben wir hier ja dann die verschiedenen Threads, Never!
    Es gibt einen Diskussions-Thread, wo man sich austauschen kann, einen Charakter-Thread, in dem jeder seinen Char einträgt und den eigentlichen Geschichten-Thread, in der dann nur die Storyline drin steht, die ihr schreibt.
    Sobald ILoveOnePiece sich einen Startpost überlegt hat, in dem er erst einmal die Anfangsposition der Handlung beschreibt, kann es losgehen!


    Charakter-Thread und der Diskussions-Thread sind eingerichtet!

    10. Oktober – 10:15 Uhr - Kōchi Asakura - Kochi Hospital


    Hirake blickte von Cale Thomas zu Lardo.
    "Und ihr solltet begreifen, dass es in der Welt der Menschen noch weitaus mehr Regeln gibt, als ein Einzelner in der Natur zu beachten hat! Nur weil ich euch glauben schenke, heißt das noch lange nicht, dass der gesamte Polizeiapparat hinter euch steht! Ich kann meinem Vorgesetzten nicht einfach ein paar junge Menschen vor die Nase stellen und sagen, diese bekommen alles was sie wollen!" sagte er in schärferem Ton, nachdem er sich überzeugt hatte, dass von Draußen niemand zuhörte.
    "Dann würde man mich nämlich weg sperren und euch wahrscheinlich ebenfalls!"
    Er blickte eindringlich von einem zum nächsten, wobei der Blick jeweils einen längeren Moment verweilte.
    "Auch wenn wir zusammenarbeiten, so heißt das nicht, dass andere Polizisten es auch tun! Diesen Punkt müsst ihr einfach begreifen. Dies ist eben nicht die Natur, sondern die Menschenwelt. Die Menschen sind in ihrem Bestreben weitaus schneller auseinander zu bringen, als das man sie zusammenführt. Solange es nicht etwas Handfestes gibt. Also wird auch niemand helfen, den man nicht vorher von der Gefahr überzeugen konnte!"


    Er holte tief Luft.
    "Wir müssen also, auf uns gestellt andere finden, die ebenfalls Bescheid wissen! Und dabei so unauffällig, wie nur irgend möglich vorgehen. Kein Fordern von irgendetwas auf offener Straße. Das wäre fast so unpassend, als würde sich jemand von euch einen Passanten greifen, sein Tier erscheinen lassen und dann Informationen von diesem zu fordern. Kein Mensch in der Stadt würde eine solche Behandlung positiv aufnehmen! Statt dessen würden sie dann ebenfalls hinter euch her sein. Also begreift, dass wir hier allein auf weiter Flur stehen!"
    Seine Gegenüber waren alle noch so jung, aber Hirake wusste nur zu genau, wie ungerecht das Leben sein konnte.
    "Unsere Gegner haben sich scheinbar schon Zugriff auf wichtige Leute verschafft, jedenfalls werden die Informationen massiv beeinflusst, die noch im Stadtgebiet erhältlich sind. Gestern Abend wurde in der Bibliothek ein Brand gelegt, der ausgerechnet in dem Teil des Archivs ausbrach, in dem man vielleicht relevantes Material finden konnte. Ein Redakteur fand sich selbst dabei, wie er seine Unterlagen vernichtete. Warum er dieses getan hat, weiß er nicht, aber aus irgend einem Grund erwachte er vorher wieder aus dem Wahn, bevor diese Arbeit getan war.
    Ich stimme euch also zu, wohlgemerkt ich, dass der Gegner, den ihr Puppenspieler genannt hat, sich mit dem Wollen und Streben der Menschen bestens auskennen. Deshalb spielen sie derzeit virtuos auf den schon sehr nervösen Menschen. Das macht es für uns noch schwieriger, überhaupt an sie heran zu kommen! Dadurch das ihr einfach herum gewandert seid, habt ihr ihnen die Möglichkeit gegeben, Ort und Zeit für ihr Spiel zu bestimmen!
    Und bei Thomas-san sehe ich zudem noch etwas anderes, da er sich absichtlich von der jungen Dame zurück hält. Auch ihr selbst wollt viele Dinge, die andere vielleicht gar nicht wollen. Also begreift bitte, wo wir stehen! Wir sind keine Heldenparty am Anfang eines Spiels, die sich bewegen kann, wie sie will! Wir sind auf uns gestellt in einer unfreundlichen Umgebung, die voller verängstigter Menschen ist, also müssen wir uns bedeckt halten. Wenn ich euch hier noch einmal einfach so heraus hole, dann könnte ich beim nächsten Mal derjenige sein, der euch endgültig verhaftet. Und nicht unbedingt, weil man mich kontrolliert, sondern weil das System so funktioniert!
    Der einzige Vorteil, den ich bislang finden konnte, ist schlicht der, dass sie nicht alle Menschen gleichzeitig kontrollieren können! Wir können also Hilfe finden, aber das muss leise und unauffällig geschehen. Jede Sichtung von ungewöhnlichen Vorkommnissen wird die Menschen nur noch weiter beunruhigen."

    10. Oktober – 10:14 Uhr - Kōchi Asakura - Kochi Hospital


    Hirake wusste im ersten Moment nicht, ob er belustigt oder eher erschrocken über diese schon an Einfältigkeit grenzende Meinung sein sollte. Alleine schon das Spielchen mit dem Blickkontakt war etwas, was die psychologischen Grundkurse in seiner Ausbildung vor mehr als 20 Jahren behandelt hatten.
    Dieser Cale Thomas sah aus wie 16, aber er führte sich ihm gegenüber auf wie ein bedeutend älterer und lebenserfahrener Mann...
    "Ich kann ihrer Einstellung nicht folgen, Thomas-san. Warum sollte ich irgendetwas mit anderen Leuten absprechen, wo sie gestern gerade mal zugesagt haben, Informationen besorgen zu wollen? Das jemand ihnen hier "Steine" aus dem Weg räumen soll, finde ich derzeit nicht nur fordernd, sondern absolut überzogen!"
    Er musste sich an dieser Stelle das "Kleiner" mit höchster Gewalt verkneifen.
    Wenn jemand, der gerade einmal halb so alt wie er war, ihm etwas über die Härte des Lebens erzählen wollte, dann erschien es ihm wie schierer Hohn. Dieser Bursche wusste nichts von ihm und von seinem Leben, aber er setzte automatisch vorraus, dass er am Allerschlimmsten dran gewesen ist.
    "Einzig bei dem Punkt, dass sie von anderen als Opferlamm vorgeschoben wurden, kann ich eine Wahrheit entdecken. Trotzdem sollten sie sich ihre eigene Situation sehr viel genauer vor Augen führen. Derzeit besteht keinerlei Abmachung, also auch keine Hilfe anderer Dienststellen. So lange ich meinen Vorgesetzten keine handfesten Beweise vorlegen kann, dass sie denen von Nutzen sein könnten, wird es außer mir niemanden geben, der sie überhaupt wahrnimmt!"


    Komm mal lieber von deinem egoistischen Ross herunter! dachte er verärgert. Die Art dieses Mister Thomas brachte ihn auf. Nur weil er nicht innerhalb eines Systems leben wollte, schien er seinen Weg für den härteren zu halten. Wie sollte dann ein einzelner Hauptkommissar sich seiner Hilfe versichern können? Nur weil er gerade mal seine Hilfe angeboten hatte, konnte er doch nicht gleich eine Sonderbehandlung erwarten. Und gerade viel hatte er bislang auch nicht geliefert...
    "Sie wissen vielleicht selbst, dass sie sich mit ihrer Art keinen Gefallen tun, Thomas-san. Sie erwarten Dinge ohne Gegenleistung. Da sie den Kampf auf der Straße nach eigenen Worten ja seit langer Zeit schon kennen, dürfte ihnen gerade dieser Grundsatz eigentlich deutlich besser bekannt sein. Eine Hand wäscht die andere, ist einer der Regeln im täglichen Überleben. Aber eine Hand alleine greift nur fordernd zu... Nachdem sie gestern Zeit für eine Aussprache unter sich hatten, wollten wir uns heute bezüglich ihrer Informationen unterhalten. Nun sagen sie mir noch einmal, wo ich einen Grund haben würde, ihre Daten, die ich noch nicht aufgenommen habe, wie ebenfalls anzumerken ist, bereits an andere Dienststellen weiter zu geben?! Bei einem Spiel auf der Straße erwarten sie doch auch nicht ihren Gewinn, bevor sie das Spiel gewonnen haben, oder?"

    Da der Einsatz ja im Unterbewusstsein von Ryu stattfindet, spricht auch nichts für andere Handlungen auf der Insel.
    Die meisten werden ja im Unterricht sein...
    In der jetzt eingeleiteten Phase wird aber nicht mehr ein säuberliches Nacheinander von den einzelnen Entwicklungssträngen möglich sein, denn jetzt wird es in eine heiße Phase gehen! Die Vorbereitungen sind bereits angelaufen und die Räder einer Maschinerie im Hintergrund kommen in Bewegung.
    Es wird noch bis zum Tag 32 einigermaßen ruhig auf der Insel sein, so dass Nebenhandlungen noch deutlich erscheinen können...


    Also legt euch die Karten und plant die Handlungen... ;)

    Tag 30 - 10:17 Uhr - Ein virtueller Raum


    "Sie dürfen diese Bewusstseins-Insertion nicht mit einem Tiefenscan verwechseln, Miss Yoshida", ging Sean auf die Frage ein. "Es gibt sehr viele Unbekannten, die wir nicht vorhersehen können. Ich kann ihnen nur empfehlen, sich nicht von diesem Ryu zu trennen, wenn sie drin sind. Was passieren könnte, wenn sie getrennt werden? Die Spanne reicht da von gar nicht bis hin zum plötzlichen Tod! Dieser Einsatz ist keine feste Wissenschaft, sondern ein noch ziemlich unerforschtes Gebiet."
    Der neutrale Raum war eine künstliche Projektion für die Anwesenden, um sich an eine andere Umwelt zu gewöhnen. Die virtuelle Umgebung wurde durch einen speziellen Computer geschaffen, aber er war eine mehr als schwache Vorbereitung für ein lebendes Bewusstsein.
    "Wir stoßen hier in das Unterbewusstsein vor, dort gibt es unendlich viele Möglichkeiten... alle Wünsche und Träume sind dort, genauso wie alles Böse, das wir Menschen in uns tragen! Es liegt im Bereich des Möglichen, dass wir eine ganze Menge Ryus dort drinnen vorfinden werden. Je nachdem, wie oft er sich gewünscht hat, jemand anderes zu sein... Unser eigentliches Ziel ist dieser böse Teil, der es schon mehrfach an die Oberfläche des Bewusstseins geschafft hat! Alles andere sollten wir ignorieren, wenn es geht", ergänzte Senry. "Denken sie auch daran, dass wir nur noch ein leitende Stimme zur Verfügung stehen werden, sobald sie drin sind. Ryu-san würde niemals akzeptieren, dass wir sein Innerstes sehen, ganz egal, was sein bewusstes Selbst sagt! Aus diesem Grunde würden wir sie nur zusätzlich gefährden. Er hat sie beide als Begleiterinnen akzeptiert, somit liegt die Hauptlast bei ihnen, meine Damen!"


    An einer Wand des Raumes erschien eine Tür, die sich ganz von selbst öffnete. Dahinter lag ein beängstigender Wirbel in dem verschiedene Rottöne sich vermischten und der von weit gezackten Blitzen durchtost wurde.
    "Das ist der Einstieg", sagte Sean mit einer Bewegung seines Armes. "Und man kann an diesem einladenden Spektakel auch sehen, dass man sie bereits erwartet! Es macht keinen Sinn, noch weiter nach Dingen zu fragen, die wir ihnen nicht sicher beantworten können. Es ist ein Sprung ins kalte Wasser... und wahrscheinlich ein überaus einmaliges Erlebnis! Sie werden das Unterbewusstsein eines anderen Menschen kennen lernen. Etwas, dass nicht vielen Menschen ermöglicht wird."
    "Hals und Beinbruch!" wünschte Senry ihnen, als der Raum bereits zu schrumpfen begann.
    Im nächsten Augenblick stürzten die Drei bereits durch den Wirbel...


    Tag 30 - 10:17 Uhr - Gelände der Akademie - Büro der Direktorin


    Valentina blickte auf den Jungen, der ihr gerade gegenüber saß. Nachdem der Tag schon sehr früh von ihr begonnen worden war, hatte sie eigentlich keine Steigerung mehr erwartet. Als Hagen ihr dann den bereits von ihm entschlüsselten Teil der Übertragung der anderen Yuna Sakaiba erzählte, lief ihr ein kalter Schauer den Rücken runter.
    Bis jetzt hatten sie nichts aus dieser zweiten Yuna heraus bekommen. Sie war fast sofort in ein Koma gefallen und bislang noch nicht wieder erwacht. Innerhalb ihres Spezialanzuges hatten sie einige Erweiterungen gefunden, die bislang noch gar nicht erfunden waren. Von diesen Erkenntnissen hatte sie nichts nach außerhalb verlautbaren lassen, da man dort schon genug zum Nachdenken hatte. Die ganze Angelegenheit betraf eh nur die Akademie hier auf der Insel.
    "Wir brauchen die ganze Nachricht, die diese andere Yuna übermittelt hat", meinte Valentina dann langsam.
    "Leider ist das nicht so einfach zu bewerkstelligen. Durch das Pentagramm wurde wohl ein Teil entschlüsselt, möglicherweise durch die Verbindung beider Pentagramme..." Hagen zuckte zweifelnd in den Schultern.
    "Das ist bislang auch noch nie vorgekommen! Nicht nur, dass ihr eine viel größere Art des Pentagrammes geschaffen habt, sondern auch noch einen Austausch zwischen zwei Pentagrammen", fasste die Direktorin noch einmal für sich zusammen. "Nicht viele haben eine Ahnung, was da draußen außerhalb der Insel vor sich geht..."
    "Es macht einen auch nicht gerade glücklich..." erwiderte Hagen leise.
    "Es wird auch noch schlimmer werden!" orakelte die Direktorin und hielt dabei ihre Gedanken unter Verschluss.

    Tag 30 - 10:10 Uhr - Gelände der Akademie - Krankenhaus

    Sean Cuttlass nickte langsam.
    "Bemerkenswert finde ich, dass ihnen nicht aufgefallen ist, dass wir keineswegs verbal mit ihnen kommunizieren!" Er deutete kurz auf seinen Mund und brachte so den Schülern vor sich in Erinnerung, dass er nicht sprach. Trotzdem vernahmen ihn alle Anwesenden so als ob er laut gesprochen hätte.
    "Diesen Eindruck können sie als Grundlage für den bevorstehenden Ausflug in das Unterbewusstsein dieses jungen Mannes ansehen. Wir bewegen uns nicht wirklich, sondern nur mit Hilfe einer geistigen Projektion des eigenen Selbst. Dabei werden sie feststellen, dass diese Projektion nicht unbedingt ihrem tatsächlichen Äußeren entsprechen muss. Wie schon beim gesprochenen Wort, nehmen wir uns selbst im Inneren anders wahr. Und bei einer geistigen Projektion wird dieses veränderte Selbst dann auch für andere sichtbar!"
    Senri Tsukamoto grinste ein jungenhaftes Lächeln.
    "Um ihnen allen einen Eindruck von der veränderten Wahrnehmung zu geben, haben wir beide nicht verbal mit ihnen gesprochen. Trotzdem habe ich ihnen den Eindruck vermittelt, dass wir es tun würden. Im Unterbewusstsein von Ryu-san wird es ähnlich zugehen. Der Geist projiziert die Umgebung. Wir können also nicht einschätzen, was man uns sehen lassen wird. Da der andere Ryu nicht unbedingt freundlich sein wird, erwarten sie lieber eine eher unerfreuliche Umgebung. Sowas wie eine Trümmerlandschaft, ein Kriegsgebiet oder auch nur ein trostloser Sumpf wäre alles möglich."


    "Ihnen muss immer klar sein, dass alles nicht wirklich ist! So sehr man ihnen Schmerzen zufügen wird, oder so angenehm es erscheinen mag, es ist alles nur eine Projektion! Wir befinden uns im Unterbewusstsein, da muss noch nicht einmal alles verständlich sein, was wir zu sehen bekommen. Genau das macht diese Art des Eindringens in einen anderen Geist so gefährlich! Wir können keine klaren Vorgaben machen, was sie nun tatsächlich dort drinnen erwartet...", Sean deutete auf Ryus Stirn. "...deshalb müssen sie auf alles gefasst sein. Das wir zwei Seiten eines Selbst dort haben, von der eine Seite uns begleiten wird, macht es auch nicht wirklich einfacher. Denn wir werden möglicherweise nicht zwischen ihnen unterscheiden können."
    "Nichts, was sie bislang erlebt haben, wird sich mit dem vergleichen lassen, was wir nun vor uns haben. Und es besteht eine tatsächliche Gefahr! Wenn sie glauben, dass sie sterben, könnte ihr Körper tatsächlich sterben. Also halten sie sich auch das immer vor Augen!" knüpfte Senri nahtlos an.
    "Wir werden für sie nicht sichtbar sein, da wir nur als Begleiter fungieren. Unsere Aufgabe ist es, sie mental stabil zu halten, während sie sich mit der bösen Seite auseinander setzen. Und die tatsächliche Arbeit liegt bei Ryu-san selbst. Nur er kann sich selbst als Ganzes akzeptieren! Sie helfen ihm dabei, den Bruch in seinem Selbst zu finden und sich dann als ganzes zu akzeptieren. Sollten die Seiten sich nicht verschmelzen lassen, wird jede versuchen, die andere zu vernichten. Ob daraus am Ende noch ein denkendes Wesen hervor geht, ist sehr zweifelhaft."


    "Wir werden uns nun in den Einsatzraum begeben und uns an die Liegen anschließen lassen. Nachdem man uns dann miteinander verbunden hat, werden wir uns in einem neutralen Raum, den wir gerne das "Vorzimmer" nennnen, treffen. Dies ist dann bereits eine virtuelle Umgebung in der wir die letzten Vorbereitungen treffen werden. Danach werden sie sich direkt in Ryu-sans Kopf wiederfinden!" schloss Sean die Einweisung ab und machte eine einladende Geste auf die Tür.

    20:02 Uhr – Gelände der Schule – Außerhalb des Haupttores

    Shinji setzte seine besondere Fähigkeit zur Beeinflussung ein, um seine beiden Angreifer abzulenken. Leider konnte er sich nicht voll auf sie konzentrieren, weil er noch die beiden Wachen kontrollieren musste. Aber für ein paar kleine Tricks aus seiner unerschöpflichen Erfahrungswelt war genug Kraft übrig.
    Samusa spürte plötzlich ein Kribbeln und entdeckte eine Horde Speckkäfer, die gerade an seinen Beinen hoch rannten. Diese fleischfressende Insektenspezies wurde in der Wissenschaft zwar gerne eingesetzt, aber warum sie nun gerade hier auftraten wollte ihm nicht einfallen. Seine Aufmerksamkeit wandte sich fast zwangsläufig den widerlichen kleinen Krabbeltieren zu, so dass er Shinji für einen Moment vergaß.
    Dieser nutzte seine frei werdende Aufmerksamkeit um Corvin vermittels einer kleinen, aber unzerreißbaren Kette die Hände zusammen zu binden, damit er die scharfen Dornen nicht noch einmal durch das Gesicht bekam.


    Hikaru hatte sich inzwischen drohend vor Kasumi Saito aufgebaut, die gerade begriffen hatte, das ihre Rückendeckung beschäftigt war.
    "Ich weiß nicht, was sie meinen...", begann sie ausweichend.
    Aber Hikaru hatte derzeit keine Geduld für Spielchen... seine Schwertklinge glitt mit einem Flüstern aus der Scheide und die Spitze kam nur wenige Millimeter vor Kazumis Hals zum Stehen.
    "Was wissen Sie von den Catha? Und ersparen sie mir weitere Ausflüchte!" kam es fast tonlos über seine verkniffenen Lippen. Kasumi Saito hatte zwar gerne die Oberhand, aber sie wusste auch, wann sie lieber einlenken musste.
    "Einer der Herren hat ein besonderes Interesse an der da...", sie deutete mit dem Kinn auf Felic, die wieder näher gekommen war, nachdem sie Sousuke übergeben hatte.
    "Das kann nicht alles sein!" zischte Hikaru.
    "Ich kenne nicht alle Interessen dieser Herren...", setzte Kasumi erneut an, aber die leicht in ihre Haut dringende Klinge ließ sie wieder verstummen.

    10. Oktober – 10:14 Uhr - Kōchi Asakura - Kochi Hospital

    Hirake Togusa blickte die Anwesenden einen Moment lang an.
    "Ich soll was bitteschön aufklären?" stellte er eine Gegenfrage. "Was sie alle hier zum Auslöser einer Massenhysterie gemacht hat? Warum sie in den Straßen mit Waffen angetroffen wurden? Warum Mister Cale Thomas der Meinung zu sein scheint, dass er im besonderen Auftrag handelt?"
    Seine Stimme klang dabei alles andere als begeistert.
    "Das sie mir helfen wollen, ist eine überaus freundliche Geste, aber sie sollten deswegen nicht in die Ansicht verfallen, dass sie Forderungen an Polizisten stellen können!" fuhr er etwas versöhnlicher fort. "Es existiert keinerlei offizielle Vereinbarung, also seien sie bitte so klug und treten nicht wie Beauftragte des Kaisers vor die Leute."


    Auf dem Weg zu diesem Zimmer hatten die Polizisten und deren Vorgesetzter unermüdlich auf ihn eingeredet. Diese jungen Leute hatten sich inzwischen in ernste Schwierigkeiten laviert. Besonders ihre Neigung, einfach irgendwelche Forderungen zu stellen, brachte die Behörden sehr gegen sie auf.
    "Hören sie mir aufmerksam zu. Sie besitzen keinen Sonderstatus oder die besondere Unterstützung irgendwelcher Behörden. Durch ihre letzten Taten haben sie es mir nur noch mehr erschwert, etwas gegenüber meinen Vorgesetzten erreichen zu können. Die Lage ist ernster, als sie es sich vorstellen können!"
    Er blickte von einem zum anderen, bis sein Blick an Emma haften blieb.
    "Sie sind mir noch nicht bekannt, junge Dame. Aber sie scheinen schon länger in unserem Land zu leben, denn die Polizisten äußerten sich positiv über ihr Einwirken auf die anderen. Mein Name ist Hirake Togusa, ich bin Hauptkommissar bei der Präfekturpolizei" stellte er sich ihr gegenüber vor.


    Draußen vor der Tür erschien eine Krankenschwester und machte sich durch leises Klopfen bemerkbar. Hirake ging zur Tür und erkundigte sich nach ihrem Begehren.
    Man hatte die Kugeln bei dem Jungen entfernt und die Wunden so weit behandelt, dass er jetzt erst einmal transportfähig sei.
    Kurz darauf wurde Solon in einem Rollstuhl in den Raum geschoben.

    Tag 30 - 10:10 Uhr - Gelände der Akademie - Krankenhaus


    Sean Cuttlass und Senri Tsukamoto hatten mit Doktor van Hooten die notwendigen Einzelheiten für die Individuum-Trauma-Insertion durchgesprochen und hatten den Raum vorbereitet. Die etwas seltsam anmutenden verstellbaren Liegen sahen mit den vielen Kabeln eher wie eine Folterarmatur aus, als wie ein medizinisches Hilfsmittel. Die ganzen Sondenanschlüsse waren ja auch noch nicht verkabelt.
    Jeder einzelne, der an der IT-Insertion teilnahm, würde in nicht einmal einer halben Stunde komplett verkabelt auf diesen Liegen festgeschnallt sein. Die Körperfunktionen jedes einzelnen wurden auf das Genaueste überwacht. Doktor van Hooten hatte auch eine Art von Notunterbrecher konstruiert, weswegen es etwas später als geplant war.
    Über die holographischen Schrifttafeln waren die übrigen Teilnehmer zum Krankenhaus gerufen worden.


    Ein letzter medizinischer Check hatte die Gesundheit jedes einzelnen bestätigt. Sean und Senry betraten den kleinen Raum, in dem sich nun alle für die Einsatzbesprechung eingefunden hatten.
    "Wir haben nun alles soweit vorbereitet. Sie alle sind noch einmal untersucht worden und für einsatzbereit erklärt", begann Sean nach einem kurzen Nicken in die Runde. "Bevor wir nun mit der eigentlichen Besprechung beginnen, möchte ich jedem Einzelnen hier noch einmal die Gelegenheit geben, von der Mission zurück zu treten. Was wir im Begriff sind durchzuführen, ist ein gewaltsamer Einstieg in das Unterbewusstsein! Und wir wissen, dass dort ein anderes Selbst von ausgesuchter Bösartigkeit auf uns wartet..."
    "Was mein geschätzter Kollege so wortgewaltig ausdrücken möchte ist, dass sie nun eine letzte Gelegenheit haben, die Finger davon zu lassen!" warf Senry mit einem entspannten Grinsen ein.
    Die beiden Lehrer blickten auffordernd in die Runde...

    10. Oktober – 10:04 Uhr - Kōchi Asakura - In den Straßen


    Die letzten Minuten waren schweigend vergangen, während sich die Parteien gegenüber gestanden hatten. Das langsam näher kommende Sirenengeheul hatte den Krankenwagen schon einige Zeit vorher angekündigt, bevor dieser tatsächlich vor Ort eintraf.
    Der Notarzt eilte sofort zu dem verletzten Jungen, noch während die Rettungssanitäter ihr Gerät aus dem Wagen zogen.
    "Legen Sie den Jungen ab!" forderte der Arzt Cale auf und deutete unmissverständlich auf die heran gerollte Trage. Wortlos gehorchte dieser.
    Mit der Schere öffnete der Notarzt die Kleidung, um einen freien Blick auf die Wunden werfen zu können.
    "Eintrittswunden, vier Stück, kleines Kaliber, wahrscheinlich 22ger", stellte er beim ersten Anblick fest. Austrittswunden waren keine festzustellen, also steckten die Kugeln noch in den Gelenkbereichen des Verletzten. "Die starken Blutungen wurden durch das Bewegen des Patienten ausgelöst!"
    Der Arzt runzelte die Stirn, denn eigentlich hätten diese kleinen Wunden nicht zu so viel Blutverlust führen dürfen.
    Ein Blick in die Augen des Patienten zeigte ihn jedoch, dass dieser wohl noch andere Probleme hatte, denn auch der Blutdruck war ungewöhnlich hoch.
    Da Arme und Beine wie verriegelt in ihren Positionen verblieben, sicherten die Rettungssanitäter Solon so gut es ging und schoben ihn dann in den Wagen.
    Mit heulenden Sirenen brauste danach der Krankenwagen wieder los.


    "Sie steigen dann bitte alle hinten in den Streifenwagen, wir werden dem Krankenwagen folgen und dann im Krankenhaus die Umstände aufnehmen!" forderte der erste Streifenpolizist die verbliebenen Gruppenmitglieder auf. Beide Polizisten blieben überaus vorsichtig während die drei hinten ins Fahrzeug stiegen. Erst danach nahmen sie die abgelegten Waffen von der Straße auf und deponierten sie im Kofferraum.
    Über Funk informierten sie die Zentrale über den Fortgang der Aktion und fuhren dann dem Krankenwagen hinterher.


    Etwa 10 Minuten später saßen die Drei in einem gesicherten Bereich der Notaufnahme und warteten auf die weiteren Maßnahmen der Polizei. Draußen vor der Tür hatte sich ein Beamter aufgebaut, der dafür sorgte, dass sie in dem Zimmer blieben.
    Im OP hatte man inzwischen die Kugeln aus den Gelenken entfernt, woraufhin Arme und Beine erst einmal erschlafft zusammensanken. Solon selbst stieß ein erleichtertes Seufzen aus, als endlich eine Lageveränderung der bereits verkrampften Muskulatur möglich war.
    "Eine merkwürde Schussfolge", meinte der behandelnde Arzt. "Die kleinen Kugeln haben ganz präzise neuralgische Punkte in den Arm- und Beingelenken neutralisiert und so zu einer kompletten Lähmung der Extremitäten geführt. Die eigentlichen Verletzungen sind relativ gering geblieben. Das war die Arbeit eines Profis, der nicht töten wollte. Der stark erhöhte Blutdruck und die Bewegung des Patienten haben zwar zu einem verstärkten Blutverlust geführt, aber der Junge ist kräftig, wenn auch etwas unterernährt. Er wird es überstehen!"


    Durch die Hauptzentrale der Stadtpolizei hatte Hirake Togusa von den Ereignissen in der Straße erfahren, nachdem er bereits vor Ort bei der Universität eingetroffen war. Daraufhin war er ebenfalls zum Krankenhaus gefahren und traf nun gerade vor Ort ein. Gegenüber dem Beamten der Stadtpolizei wies er sich mit seinem Dienstausweis als Berechtigt aus und betrat den Raum.