Tag 30 - 14:32 Uhr - Mentaläther Samirall - Dorfplatz voller Menschen
Er versucht es ständig mit bewusster Kontrolle, dachte Hagen seufzend.
Seine Schwertbewegungen macht er doch auch nicht mit einzelnen Gedankenbefehlen.
Da nicht die notwendige Zeit bleiben würde, bis die realen Probleme auftauchten, musste er zu anderen Mitteln greifen.
"Ich zeige dir, was ich meine!" sandte er an Samirall, während dieser gerade seine letzte Idee bezweifelte.
Mit einem kurzen Gedankenbefehl wurde Samirall ein Beobachter seines eigenen Selbst. Hagen hatte die Kontrolle innerhalb dieser vorgestellten Welt übernommen.
Noch während Samirall die letzten Meter auf die Menschen zufiel, wirbelten die Winde wie ein Tornado auf. Die Kleidung der Menschen flatterte knatternd in den plötzlichen Sturmböen. Samirall konnte durch seine Sicht alles genau verfolgen und spürte auch, wie sein Körper reagierte.
"Es ist wie beim Treppen steigen..."
Aus dem brausenden Kreisel lösten sich kleine Drehmomente aus der Windspirale, die wie Krummdolche die hochgereckten Spitzhacken, Speere und Schaufeln zertrennten.
Zu Samiralls Füßen erhöhte sich die Windströmung, ohne dass er etwas bewusstes dazu gedacht hatte. Wie beim Steigen einer Treppe erschufen diese Bodenströmungen einen Widerstand unter seinen Fußsohlen, durch den er seine Sturzgeschwindigkeit abfangen konnte.
Ohne jede Erschütterung gelangte er auf den Boden, während der Windwall die Leute von ihm fern hielt und die Spiralklingen weiterhin Waffen abwehrten.
"An dieser Stelle werde ich deine Kräfte nicht final einsetzen, wie es Lena Kurnikowa vielleicht tun würde. Aber du solltest spüren, dass es keinerlei bewusste Anstrengung bedarf, um diese ganzen Funktionen gleichzeitig auszuführen! Es ist wie bei Schwert-Katas... Du musst nur aufhören dein Gehirn wie eine Einschienenbahn zu benutzen!"
Während sich Samiralls Körper ganz normal vorwärts bewegte, sorgte der Windwall für eine freie Zone um ihn herum. Die Leute wurden einfach weggeschoben.
Aber etwas ließ Samirall auch fühlen, dass diese Anwendung nur eine Basisanwendung war.
Obwohl die Menschen noch immer mit aller Kraft an ihn herankommen wollten, ließ der Windwall sie nicht durch. Gleichzeitig erlaubte seine Sicht es Samirall, das Bedrohungspotential der einzelnen Angreifer einzuschätzen. Jedesmal, wenn jemand eine Waffe einsetzen wollte, entstanden Sichelklingen aus dem Tornado, die diese abwehrten.
"Versuche dir dieses Gefühl einzuprägen und hör auf, alles bewusst erzwingen zu wollen!"
Von einem Augenblick zum nächsten gehörte der Körper wieder Samirall alleine. Aber er spürte immer noch die einzelnen Windfunktionen, die gleichzeitig um ihn aktiv waren.