Beiträge von Soulshadow

    Da wir derzeit nicht wissen, was mit Ren ist, sollten wir langsam fortschreiten.
    Ihr Char Honoka ist eher ein Kumpeltyp und will sich auch nur ungern unterordnen, deshalb wird sie auch nicht zum Unterricht gehen.
    Da die Gespräche weiterhin vor der Tür stattfinden, machen wir in langsamen Schritten weiter.


    Die Gruppe wird sich erst einmal informieren und Ibuki wird wohl alle erst einmal verfluchen ^^
    Nehmen wir Honoka als erst einmal als interessiert zuhörend mit und hoffen, das Ren bald wieder on kommt!
    Honoka könnte etwas nervös wirken, weil sie keine Kopfhörer zur Verfügung hat, die sie eigentlich gewöhnt ist.

    Mit den eingefügten Anmerkungen über die Klassenstufen sind die drei Oberstufen-Schulklassen gemeint.
    Mit 16 Jahren kommt man an die Oberschule und beginnt in der ersten Klassenstufe (1-A, 1-B als Klassenbezeichnungen)
    Mit 17 Jahren dann also in der zweiten Klassenstufe (in Anime und Manga auch oft an den römischen Kragenabzeichen zu sehen.
    Mit 18 Jahren also die Seniorstufe mit Vorbereitung auf den Abschluss.


    Man kann also sehen, dass die Chars nicht in einer Klasse wären ^^
    Nur mal angemerkt, falls es da zu Verständnisproblemen gekommen ist ;)

    08:23 Uhr - Große Treppe - Schulgebäude A
    [Rika Sumiyoshi]


    Nach dem Jungen mit den silbernen Strähnen im Haar hatte ein Mädchen mit hochgebundenem Haar einen Spruch abgelassen, der sie zugleich von anderen abgrenzte.
    "Na wo wohl, du hast es dir doch grade selbst beantwortet, Idiot." sagte sie mit einer ziemlich tiefen Stimme. "Wir sind in der Hölle, so einfach ist das"
    Rika war sich ziemlich sicher, dass dies hier nicht die Hölle war. Aber warum sollte sie ihre Meinung mit den anderen teilen?
    Mit einem schnellen Blick in die spiegelnden Glasflächen der Tür überzeugte sie sich davon, dass ihre Haare am Hinterkopf mit einer Spange hoch gesteckt waren. Obwohl sie ihr langes leicht gewelltes Haar sehr mochte, so stand sie überhaupt nicht auf die Blicke der Typen, die dieses im Zusammenhang mit ihrem Körper auslösten. Deshalb trug sie es in der Öffentlichkeit immer hoch gesteckt, so dass es nicht auffiel, wie lang sie waren. Scheinbar hatte man auf solche persönlichen Bedürfnisse hier Rücksicht genommen. Noch ein weiterer Grund dafür, dass es nicht die Hölle sein konnte.
    Ein drittes Mädchen, das wohl zur ersten Jahrgangsstufe hier gehörte, antwortete etwas schüchtern auf den Spruch mit der Hölle nachdem sie aufgestanden war.
    Die grünen Augen blickten etwas schüchtern, als sie ihre zweite Frage stellte:
    I-ich hoffe, dass ihr das nicht falsch versteht... Seid ihr... Seid ihr auch... ehm, gestorben?
    Der Junge schien eher auf die andere Schülerin zu reagieren:
    "Deine Schlussfolgerung lässt nur darauf deuten...das für dich die Schule wohl die Hölle war. Warum? Hattest du etwa keine Freunde? War es zu anstrengend für dich?" antwortete er in Richtung von dieser. Rika war sich recht sicher, das dieses Mädchen sich selbst immer wieder beweisen wollte. Deshalb sprach sie wohl auch mit einer bewusst tief gehaltenen Stimme. Der Junge selbst wirkte beherrscht und gehörte nach seiner Jacke zur zweiten Jahrgangsstufe auf dieser Schule.
    Der Blick des Jungen hatte sie die Beine anziehen lassen. Er brauchte seine Gedanken nicht aussprechen, denn diese Art Blick war ihr nur zu gut bekannt. Sie hätte jetzt gerne einen verstellbaren Schraubenschlüssel gehabt!
    "Hey Rotschopf! Weißt du vielleicht was hier los ist?"
    Noch so eine Anrede, die sie gar nicht leiden konnte! In einer fließenden Bewegung kam sie vom Boden hoch und strich sich den Rock glatt. Demonstrativ wandte sie sich erst einmal an das jüngere Mädchen mit der schüchternen Stimme.
    "Ich glaube schon, dass wir alle gestorben sind!" beantwortete sie zuerst deren Frage, während ihre Finger in den eng anliegenden Handschuhen sich leicht bewegten. Erst dann wandte sie sich zu dem Jungen.
    "Sollte ich spekulieren, so wäre eine Zwischenwelt oder auch Afterlife ein naheliegender Gedanke", sagte sie langsam. "Keine Geräusche von Autos oder Flugzeugen. Keine Sirenen von Polizei oder Feuerwehr. Ich würde mich nicht wundern, wenn dieses Schulgelände alles ist!"
    In Gedanken hatte sie die vielen kleinen Details bereits analysiert, die ihr hier aufgezeigt wurden. Auch wenn sie nicht gerade viel von Fantasy verstand, so war sie sich ziemlich sicher, dass dieses Schulgelände, obwohl ziemlich weiträumig, keinen Zugang zu einer weiterführenden Umgebung hatte. Am seltsamsten fand sie die Informationen, die in ihrem Kopf aufblitzten. In der einen Richtung war ein Gebäude mit einem verschachtelten Dach, hangabwärts die Treppe runter, bei dem sie sofort wusste, dass es die Bibliothek war. Aber sie wollte nicht zu sehr spekulieren und erst einmal alle Informationen verarbeiten.
    Auf ihrer Armbanduhr veränderte sich das Display und zeigte an, das eine weitere Minute vergangen war.

    [Takeshi Okamura]
    08:23 Uhr - Schulgebäude A - Schuhschränke im Foyer


    Warum? Dieses eine Wort ging Takeshi immer wieder durch den Kopf, während er automatisch von seinen Straßenschuhen in die Hausschuhe wechselte.
    Du bist hier, um anderen Schülern ein sicheres und erfülltes Schulleben zu ermöglichen!
    Dieser Gedanke war nicht von ihm! Ebenso wenig wie das Wissen um die Räumlichkeiten, des Stundenplans und vieler anderer kleiner Dinge des alltäglichen Lebens. Er war hier auf einer großen Treppe wieder zu Bewusstsein gekommen, die er zusammen mit einem Mädchen hinauf stieg. Er wusste sogar ihren Namen, obwohl er sie in diesem Moment zum ersten Mal erblickte.
    Du bist der Präsident des Schülerrates und für die Einhaltungen der Schulordnung und der Hausregeln im Wohnheim verantwortlich!
    Auch diese Information war einfach in seinem Kopf gewesen. Das schlanke Mädchen neben ihm schien sich etwas unwohl zu fühlen. Es war nichts, was man äußerlich sehen konnte, eher etwas, dass man mit anderen Sinnen erfasst.
    Als er oben an der Treppe ankam, waren die meisten der Schülerinnen und Schüler bereits im Gebäude, aber es hockten noch ein paar auf dem Boden verteilt auf der Fläche vor dem Gebäude. Er konnte sein Spiegelbild in der Türfont aus Glas sehen und wusste, dass er diese Schuluniform zum ersten Mal trug.
    "Der Unterricht beginnt in wenigen Minuten", sagte er im Vorbeigehen zu diesen Nachzüglern.
    Sie alle trugen die Last eines kurzen aber entbehrungsreichen Lebens in sich.
    Takeshi war viel zu nachdenklich, um sich länger mit diesen Leuten zu befassen. Damit kamen seine kreisenden Gedanken wieder bei ihm vor den Schuhschränken an.

    In der Klasse kann man das so machen, aber da ist halt noch der Schülerrat...
    Du wirst beim Start wohl die Nennung ihres richtigen Familiennamens hinnehmen müssen, da sich die mitgegebenen Grunddaten, weshalb sich die Schüler dort zurechtfinden, nicht auf Spitznamen und persönliche Befindlichkeiten erstrecken.
    Das sie die Leute, die mit ihr öfter Umgang haben, entweder zu Freunden macht, die sich mit Spitznamen anreden, ist dabei eine Möglichkeit.
    Um den Unterricht würde ich mir nicht so viele Gedanken machen, da dieser ja nicht der Zweck des RPG ist, sondern nur etwas, was auf einer Schule stattfindet.


    Also, nach dem Start kann sie sich langsam von ihrem Namen lösen. Aber am Start muss sie erst einmal damit klar kommen. Wird halt eh nur der Familienname mit dem Anhang -san sein.
    In Japan ist eben ein Spitzname etwas, das man nur unter Freunden verwendet. Der kann nicht einfach im offiziellen Umgang befohlen werden.
    Mach sie doch in ihrer Klasse zur Klassensprecherin, dann benutzen viele "Rep" für Representative=> hier Klassensprecherin (kommt auch oft im Anime / Manga vor).
    Das alle sie Jester nennen, kann nicht sein, da dies ein grober Verstoß gegen die Regeln wäre.


    Die Anwesenheit im Unterricht wird nicht zwingend Teil der Geschichte sein, da dort ja nicht dem Unterricht gefolgt werden will ;)


    Anmerkung:
    Die Fixierung auf Äußerlichkeiten ist eine Stütze, die man nicht zur Krücke machen sollte. Wenn ein Individuum nur besteht, solange seine äußere Schale intakt ist, dann ist die Psyche sehr schwach ausgeprägt. Da es in der Welt von Angel Beats! aber um Seele / Bewusstsein geht, wird der Weg bei einer Fixierung auf Äußerlichkeiten nur um so länger.
    Yurippe hatte auch einmal angemerkt, dass sie mit ihrem Selbst die Probleme lösen wollte, da sie im nächsten Leben ja wieder eine andere Person sein würde (War, wo sie von den Schatten verschlungen wurde) Sie hat sich dagegen erfolgreich aufgelehnt.
    Deshalb ist wohl die innere Stärke einer der Faktoren, die für ein Weiterkommen wichtig sind.

    Accessoires werden schon bald eine ziemlich interessante Beleuchtung erhalten.
    Auch wenn es anfangs etwas umständlich erscheint, so möchte ich ein paar Fragen aus der Originalserie für diesen Reboot beantworten. Auch wenn es dann meine Schlussfolgerungen als Basis nimmt.
    Bei der anfänglichen Überlegung lasse ich mich von dem Gedanken leiten, was Lehrer ignorieren und auf was sie reagieren würden.
    Eine Kette oder ein Halsband wird dabei nach meiner Auffassung nicht zu Nörgeln führen ;) Ebenso wenig wie bunte Fingernägel...
    Ein Schal, der das Gesicht verdeckt mit ziemlicher Sicherheit.


    Das was dann ein Outfit darstellt, wird erst später zum Tragen kommen, obwohl wir es ja im Steckbrief schon mal vorgegeben haben. Also auch sowas wie Kopfhörer oder bemalte / tätowierte Symbole auf den Wangen...

    Die Mechanikerhandschuhe sind ein Accessoire, das nicht besonders auffällt. Da diese Handschuhe hauteng anliegen fallen sie auch bei der Uniform nicht weiter auf, wie man an der Beobachtung deines Chars gemerkt hat.
    Ohrringe, Ringe oder ähnliche ergänzende Accessoires dürfen ja auch zur Schuluniform getragen werden.
    Kleidung ist dabei eine Sache, die Handschuhe sind ja ein Teil das sie wie eine Narbe trägt, welches sie an ihre zerstörten Hände erinnert. Sie trägt also weder Tarnhosen noch eine Taschenweste, weil die Privatkleidung wären. Die Handschuhe sind so etwas wie Yuis Handschellen, nur eben viel unauffälliger ;)


    PS.: Sie hat in ihrer Zeit als Lebende fast nie welche getragen! Diese kommen nur in dieser Welt ins Spiel als Zeichen.

    Schön, dass er wenigstens an die Konsequenzen denkt!
    Zwei testosterongesteuerte Egomanen würde man bestimmt nicht inmitten anderen rumtoben lassen ;)


    Auch wenn sie schon längere Zeit nicht mehr aufgetaucht ist, so gibt es ein Mittel gegen unbändigen Krafteinsatz... und unweigerlich heftige Kopfschmerzen danach.

    Südkoreanische Mediziner haben diesen neuen Begriff geprägt, der ein Defizit bei der Entwicklung des menschlichen Gehirns umschreibt, dass durch zu frühe Nutzung des Computers auftritt.
    Schlicht und ergreifend heißt das: Surfen macht dumm!
    Nun wird diese Aussage erst einmal einen Sturm der Empörung auslösen... aber auch wenn man es nicht gerne hört, gibt es dazu eine Fülle von wissenschaftlichen Hinweisen in Studien und anderem Datenmaterial.


    Was genau wollen uns diese Leute damit sagen?
    Zum einen nehmen sie das sogenannte "Multitasking" dabei auf den Schirm, bei dem mehrere Medien gleichzeitig genutzt werden. Telefonieren beim Computer-Spiel oder auch eine Mail schreiben beim Telefonieren, um mal ganz alltägliches anzuführen. Man packt dabei also eine Nutzung dieser Medien, die einzeln vielleicht 8,5 Stunden in Anspruch nehmen würden in eine geringere Zeitspanne.
    Ist doch voll gut?
    Versuche amerikanischer Wissenschaftler zeigen auf, dass die Probanden insgesamt abgelenkter waren. Multitasking geht also insgesamt auf Kosten der Konzentration. Damit wollen sie auch darauf Aufmerksam machen, dass alles, was der Mensch tut, Spuren in seinem Gehirn hinterlässt. Das Gehirn passt sich also neuen Anforderungen an.


    Aber was, wenn Smartphone, PC un Co. eine digitale Erinnerung darstellen?
    "Tut mir leid, hab deinen Geburtstag vergessen. Habe leider meine Daten nicht auf das neue Telefon übertragen." So, oder auch für ähnliche Anlässe, kommt heutzutage schon mal eine Entschuldigung. Aber was hat das neue Telefon mit dem Geburtstag zu tun? Damit ist einfach die Auslagerung von Erinnerungen aus dem menschlcihen Gehirn in elektronische Geräte aufgezeigt. Ohne dieses "elektronische Gedächtnis" erinnern sie sich gar nicht an Termine!


    Das Abgeben von Fähigkeiten des Gehirns an elektronische Geräte zeigt sich auch bei den Navigationsgeräten, wo man immer wieder von Unfällen hört, bei denen sich Menschen nur auf diesen kleinen Kasten verlassen haben, statt sich selbst zu orientieren.


    Selbst hier im Forum erkennt man oft, dass andere Mitglieder gleichzeitig in anderen Medien unterwegs sind, wobei sich die Zeit schnell vergessen lässt.


    Sind wir bereits an einem Punkt angekommen, wo das selbstständige Denken lieber Computern überlassen wird? Auch im Anime wird oft die Neigung der Menschen, sich auf hilfreiche Elektronik zu verlassen, aufgezeigt. Und auch dort werden die Schattenseiten aufgezeigt, aber meist nur bei Nebenfiguren (Wie z.B. bei Chobits bei der Lehrerin Takako Shimizu, deren Mann sie einfach vergessen hat, weil er sich nur noch auf den Persocom konzentriert).


    In anderen Beiträgen hatten wir ja auch schon die Thematik der kurzen Aufmerksamkeitsspanne angeführt, die sich heutzutage bereits oft zeigen würde.
    Wenn man heutzutage bei Lehrgängen oder Schulungen sieht, wie sich andere auf ihr Smartphone konzentrieren, während vor ihnen jemand etwas zum Thema der Veranstaltung erzählt, macht das schon nachdenklich. Bekommen diese "Fingerspieler" tatsächlich noch mit, was man ihnen erzählen will? Oder ist mit der Nennung des Namens die ganze Veranstaltung bereits langweilig und sie suchen nach neuen Herausforderungen?


    Bücher wie:

    • "Ich bin dann mal offline" von Christoph Koch
    • "Digitale Demenz" von Manfred Spitzer


    befassen sich mit diesen Thematiken.
    Wobei der eine mehr von der "Sucht" der Onlinepräsenz schreibt, während der Neuropsychiater Spitzer den Untertitel "Wie wir unsere Kinder um den Verstand bringen" anführt.

    Zetsuen no Tempest (絶園のテンペスト) - Blast of Tempest: The Civilization Blaster

    Unter der Regie von Masahiro Ando (Sword of the Stranger, Hana-Saku Iroha) entsteht beim Studio Bones die neue Anime-Serie. Mari Okada (Black Butler, AnoHana, Hana-Saku Iroha) ist die leitende Schreiberin im Produktionsstab.
    Der Anime adaptiert den Fantasy Mystery Manga von Kyou Shirodaira, Arihide Sano und Ren Saizaki.


    Die Geschichte dreht sich um Yoshino Takigawa (gesprochen von Kouki Uchiyama), einem ganz normalen Oberschüler, der einen mysteriösen Freund namens Mahiro Fuwa (Toshiyuki Toyonaga) hat. Mahiro hat einen Handel mit der Hexe Hakaze Kusaribe (Miyuki Sawashiro) geschlossen, die auf einer einsamen Insel ausgesetzt wurde, um die Mörder seiner Eltern und seiner Schwester zu fassen. Plötzlich ist Mahiro verschwunden und die Hexe Hakase will etwas von Yoshino. Yoshino findet sich plötzlich inmitten einer Krise, die die gesamte Welt verdammen könnte.


    Auf der offiziellen Webside der Serie wurde inzwischen schon das dritte Werbevideo gestreamt.


    Quelle: [ "]http://www.animenewsnetwork.com/encyclopedia/anime.php?id=14331 ]


    Bislang gefällt mir hier die Storyline am Besten, da sie viele verschiedene Aspekte enthält, die zu einen interessanten Geflecht verwoben wurden. Die Charaktere selbst geben zwar keine großen Überraschungen aus, aber die Mischung macht hier den Wert aus. Obwohl die Ziele der Einzelnen am Anfang so klar erscheinen, zeigt sich doch immer noch etwas anderes.


    Kana Hanazawa, die inzwischen als Stimme von Mahiros Schwester bestätigt wurde, wird auch den Ending Song "happy endings" singen.

    20:05 Uhr - Gelände der Schule - Am Haupttor


    Kasumi Saito keuchte unter dem Griff von Hikaru. Kohana blickte noch einmal enttäuscht auf Sousuke, der von Takeya mit einem Arm im Schwitzkasten gehalten wurde, während seine andere Hand Chinatsus hielt.
    "Sie haben eine Menge schlimmer Dinge getan! Und damit meine ich nicht nur das Füttern von Vampiren", sagte Hikaru mit gefährlich leiser Stimme. Nachdem alle Betroffenen nun am Haupttor den Kampf mit ihren verborgenen Gegnern aufgenommen hatten, brauchten sie unbedingt bessere Informationen.
    Kohanas "Tante" musste einen Beschützer haben, der sie von dem Zauber des Vergessens befreit hatte. Und dieser Gönner musste von hoher Geburt sein! Anderenfalls hätte er niemals den Bann lösen können.
    Trotzdem war Hikaru sich sicher, dass es nicht der Vampir war, der gerade von Corvin und Samusa Prügel bezog.
    "Es sind auf alle Fälle mehrere Reinblüter!" erklang Felics Stimme in seinem Kopf. Sie hatte sich etwas von den anderen zurückgezogen, da sie offenbar ihren Instinkten nicht so ganz traute.
    "Wer ist da noch? Und wo halten sie sich auf?" versuchte Hikaru es erneut.
    Kasumi Saito verzog nur ihr Gesicht. Sie würde ohne den entsprechenden Druck mit Sicherheit nichts sagen.


    Allerdings war Hikaru auch bereit, diesen Druck auszuüben, denn die Gefahr, in der sie sich befanden, hatte sich als sehr real erwiesen. Und auch der Fluch, der alle anderen vergessen ließ, bedeutete eine Bedrohung.
    Sein Schwert war blitzschnell an der Kehle der Frau, deren Sicherheit sofort einen Dämpfer erhielt. Offenbar wurde sie schon länger durch eine machtvolle Person gedeckt, so dass sie sich viel zu sicher geworden war.
    „Sie sollten nicht glauben, dass sie im Augenblick hier Freunde haben!“ erinnerte Hikaru sie. Die Frau zuckte und versuchte von der Klinge weg zu kommen.

    Während des Kampfes hatte sich Tori dem Kampfplatz immer weiter genähert. Sie spürte die Aufwallung ihrer Gefühle, als sie sah, wie der Reinblüter von den Vampirschülern zu Boden geworfen wurde. Eine solche Chance konnte sie sich einfach nicht entgehen lassen!
    Während Corvin und Samusa den sich windenden Reinblüter mit der gebrochenen Nase am Boden festgenagelt hatten, schoss Tori mit einer schnellen Bewegung heran. Der Dolch glitt fast von selbst in ihre Hand.
    „Ihr habt kein Recht, so mit mir umzugehen!“ schrie der Überwältigte am Boden, als er Tori über sich bemerkte. Seine Augen weiteten sich, als er die Hunterin erkannte und den Dolch sah. Aber Tori wollte niemandem eine Chance lassen, sie aufzuhalten. Ehe jemand überhaupt reagieren konnte, stieß sie den Dolch in den Reinblüter und beendete seine Existenz.

    Corvin und Samusa waren für einen Augenblick entsetzt. Hatten sie tatsächlich einem Hunter geholfen, einen Vampir zu töten?
    Chinatsu hatte eine Hand vor ihren Mund gehoben, als ihr Peiniger verging. Der kurze Schreck ob der raschen Handlung der Hunterin folgte ein Gefühl der Erleichterung. Eine Last schien von ihr genommen zu sein und sie spürte den Druck von Takeyas Hand. Obwohl ihre Erinnerung noch immer nicht zurückgekehrt waren, so bestand nun keine direkte Bedrohung für sie mehr.

    Hikaru nutzte den Tod des Reinblüters für seine Zwecke.
    „Du siehst, dass auch deine Vampirfreunde dir nicht helfen können!“ sagte er und erhöhte nur leicht den Druck der Klinge. Kasumi Saito ließ ihren Widerstand fahren. Sie konnte hier und jetzt nicht gewinnen. Mit angstvoller Stimme nannte sie Hikaru eine Adresse, an der er finden würde, was er suchte. Der nickte Felic kurz zu.

    „Benutze uns nicht noch einmal, Hunterin!“ zischte Corvin böse. Er fühlte sich ausgenutzt, obwohl er ja nicht absichtlich der Hunterin geholfen hatte. Tori verzog nur die Lippen und zog sich von den beiden zurück. Samusa war ebenfalls verärgert über diese eigenmächtige Tat. Sie hatte dem Vertrauen innerhalb dieser bunten Gruppe nicht gerade einen Gefallen getan.
    „Wir können euch sowieso nicht helfen!“ sagte Takeya in diesem Moment. Er wollte nicht weiter mit diesen Kreaturen zusammen arbeiten, nachdem die Bedrohung für Chinatsu nicht mehr bestand.
    „Deshalb werden wir unseren Freund Sousuke hier bewachen und hier zurück bleiben!“

    Hikaru hatte mit einer ähnlichen Reaktion des Jungen bereits gerechnet. Er hatte nur einer Zusammenarbeit zugestimmt, um das Mädchen zu beschützen. Somit bestand jetzt auch für ihn kein Grund mehr, länger bei den anderen zu bleiben. Immerhin wollte er sich um den Helfer von Kasumi Saito kümmern.
    „Einverstanden!“ gab er kurz zurück. „Wir anderen haben ein neues Ziel!“
    Während die Wachen am Tor langsam wieder zu sich kamen und Takeya mit dem festgehaltenen Sousuke und Chinatsu wieder auf das Gelände lief, machte sich der Rest auf den Weg in die Stadt.

    Alte Regel der Religionen...
    Wer sich selbst der Prüfung seines Lebens entzieht, wird weder die Gnade noch das wie auch immer geartete himmlische Reich zu sehen kriegen!
    Damit schießt man sich in so ziemlich jeder Religion in die Kelleregion, ob nun stark geheizt oder nicht...


    Die Welt dort soll ja Jugendlichen, die ein ziemlich mieses Leben hinter sich haben, eine Chance auf ein geregeltes Leben an der Schule geben.
    Sehen wir also, was an Alternative dazu kommt.


    Ach ja, das mit den Spitznamen wird auch nicht sofort jeder wissen, da ja die Welt erst einmal auf Basisparameter ansetzt.
    Elogan: Also wird Jester ihren Vornamen wohl zu hören bekommen, da Familien- und Vorname halt eingetragen sind. Also nicht gleich durch die Decke gehen ;)

    Tag 30 - 18:00 Uhr
    Irgendwo im europäischen Luftraum - Ortszeit 11:00 Uhr


    "Nach dem Anschlag von 2006 in Alaska sollten wir doch wohl gelernt haben, dass die GLA zu weitaus mehr imstande ist, als ihren "Großen Bruder" anzubeten! Dass wir inzwischen eine Menge an ausgesuchten Probanden durch diese Gruppierung verloren haben, ist weitaus mehr, als nur unangenehm!" Das hagere Gesicht des Mannes mit der Gleitsichtbrille starrte auf den Bildschirm, der vor ihm an der Wand des Jets angebracht war.
    Dort waren auf der gesplitteten Ansicht einige der führenden Köpfe von Geheimdiensten zu sehen.
    "Wir wurden nun auch noch informiert, dass sämtliche Nachschubwege geschlossen wurden. Dabei verloren wir ganze Gruppen von Probanden! Damit hat die Auseinandersetzung eine andere Stufe erreicht. Es ist doch wohl klar ersichtlich, dass wir verraten oder unterwandert wurden!"
    Die kleinen Gesichter der anderen Teilnehmer dieser Videokonferenz wurden unruhig.


    "Wie steht es um die Insel?" stellte jemand die Frage, die eigentlich die Meisten bewegte.
    "Sie ist trotz des Anschlagversuches der GLA intakt geblieben. Die getroffenen Abwehrmaßnahmen konnten den Angriff zwar nicht verhindern, aber einige der Probanden haben den Anschlag vereitelt. Die Ausbildung der PSI-Truppen hat ein paar Fortschritte gemacht. Leider sind die erforderlichen Bindungen für Pentagramme bislang nicht erzielt worden. Es sind zu viele individuelle Ausrichtungen vorhanden."
    "Warum erstattet Major Amasowa nicht selbst Bericht?"
    "Der Major hat sich hinter die Abschirmfelder zurückgezogen und hält Funkstille."
    "Hat man ihr denn nicht eindringlich klar gemacht, dass die Ausbildung unbedingt voran getrieben werden muss?"
    "Meiner Meinung nach hat sie genau deswegen diese Funkstille begonnen. Ihr waren die dringenden Bitten um Beschleunigung vorher schon zuwider!"
    "Wollen Sie damit sagen, dass sie direkte Befehle ignoriert?"
    "Sie hat wahrscheinlich sogar Jormungand ausgerufen und die Insel abgeschottet."
    "Das würde bedeuten, dass sie unsere einzige Aktiva für sich beansprucht! Wir benötigen dieses neue PSI-Korps so schnell wie möglich!"
    "Soweit würde ich nun nicht gehen, aber sie will keine forcierten Mittel einsetzen!"
    "Sie kann doch nicht einfach alleine entscheiden, wenn das Gremium eine neue Ausbildungsdirektive festgelegt hat! Das grenzt ja schon am Meuterei!"


    Der Mann mit der Gleitsichtbrille warf einen Blick aus dem kleinen Fenster der Gulfstream. Die anderen Teilnehmer waren viel zu nervös und neigten bereits zu schnellen Urteilen.
    Das Gremium verlor scheinbar die gemeinsame Sicht. Eine so komplizierte Verbindung, wie die von verschiedenen Geheimdiensten war schon immer etwas anfällig gewesen. Aber nun schien der Egoismus und der blanke Eigennutz dieses fragile Gebilde zu erschüttern.
    "Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wir sollten doch nun wirklich nicht das gemeinsame Ziel aus den Augen verlieren!" ermahnte er die anderen Teilnehmer.
    "Wenn man uns den Zugriff auf diese Aktiva verweigert, dann frage ich mich, wo die Gemeinsamkeiten liegen" knurrte jemand.
    "Uneinigkeit spielt doch nur der GLA in die Hand!" warnte der Mann und schob die Gleitsichtbrille die Nase hoch.
    Ein kurzes Aufblitzen außerhalb des Flugzeuges lenkte ihn in diesem Moment ab.
    "Oh, mein Gott!" stöhnte er auf.


    Aus dem Fenster konnte er den schlanken Körper einer Drohne sehen, die gerade zwei Raketen auf die Gulfstream abgefeuert hatte! Das kurze Aufblitzen waren die zündenden Triebwerke gewesen. Die Raketen waren in Nahdistanz abgefeuert worden, so dass dem Piloten nur Bruchteile einer Sekunde blieben.
    Im nächsten Augenblick zerplatzte der Privatjet unter den Einschlägen der beiden Raketen. Zwei weitere Raketen sorgten dafür, das nur sehr kleine Reste des Flugzeuges auf den Boden herab fallen würden.

    [Rikas Prolog]


    Das Zimmer roch nach Desinfektionsmittel. Ein leises Murmeln zeigte ihr an, das außerhalb des Raumes andere Leute waren. Ihre Augen versuchten die Umgebung genauer zu erfassen, aber irgendwie lag ein Schleier über ihrem Blick.
    "Das ist doch alles nur ein schlechter Scherz!" dachte sie verbittert. Obwohl ihre Arme sich bewegten, konnte sie ihre Hände nicht fühlen.
    Verlust der sensorischen Wahrnehmung hatte es wohl der Arzt genannt. Obwohl sich ihre Finger bewegen ließen, war durch den Unfall das Gewebe so stark beschädigt worden, dass sie sich wie Fremdkörper ausmachten. Tote Gegenstände, die sich bewegen ließen...
    Damit konnte sie doch keine Maschinen mehr auseinander und wieder zusammen bauen!


    Aber das hatte Gott nicht gereicht! Nein, er musste auch noch eins oben drauf legen!
    Ein Blutgerinnsel, oder so etwas hatte sich in ihrem Kopf gebildet. Der Arzt hatte nach ihrer Einlieferung eine Menge medizinischer Ausdrücke verwendet, aber so wirklich hatte sie es nicht verstanden.
    Aber dass ihr Sehvermögen beeinträchtigt war und ihr Kopf sich merkwürdig taub anfühlte, das begriff sie noch.
    Eine einzelne Träne rollte aus ihrem linken Augen. Diese ganze Welt war nur eine einzige Qual! Ihr Leben war irgendwie sinnlos...
    Ein kurzer scharfer Schmerz ließ ihr Blickfeld in Schwärze zurück und ein komisches schrilles Piepen erklang... aber weit weg...
    "Dieses Leben war Scheiße!" dachte sie mit ihrem letzten Atemzug.


    08:23 Uhr - Große Treppe - Schulgebäude A


    Rika zuckte hoch. War das gerade eine Schulglocke gewesen?
    Verwirrt blickte sie sich um. Warum saß sie vor einem Gebäude am Boden? War sie nicht gestorben?
    Um sie herum liefen andere Schüler, die durch die großen Türen im Gebäude verschwanden. Es war wohl tatsächlich eine Schulglocke gewesen...
    Sonnenstrahlen fielen auf das Gebäude und ein leichter Luftzug wehte. Diese anderen Schüler umgingen sie zwar, aber nahmen sie kaum zur Kenntnis.
    Ihr Blick wanderte an sich herunter und sie stellte fest, dass sie eine Schuluniform trug. Nur die dünnen Mechanikerhandschuhe an ihren Händen passten nicht ganz dazu.
    Erst jetzt wurde ihr klar, dass sie wieder Gefühl in ihren Händen hatte. War sie nicht eigentlich gestorben?
    Zwei weitere Personen kamen an ihnen vorbei und der hochgewachsene Junge erinnerte sie daran, das der Unterricht gleich begann. Sie konnte sich nicht erinnern diesen Jungen mit den kurzen silbernen Haaren jemals vorher gesehen zu haben.
    Rika kannte weder ihn noch die Umgebung... An diesem Ort war sie mit Sicherheit noch niemals vorher gewesen! Trotzdem wusste sie irgend woher, dass vor ihr das Gebäude A des Schultraktes war. Ihr Klassenzimmer befand sich im ersten Stock, Klasse 3-2.


    Ein eisiger Schreck durchfuhr sie. Diese Informationen stammten nicht aus ihrer Erinnerung! Sollte das etwa das Leben nach dem Tod sein?
    "Weiß einer, wo zur Hölle wir hier sind?" fragte jemand in ihrer Nähe.

    Eine Welt, die geschaffen wurde, um jungen Seelen, die ein unerfülltes Leben geführt haben, eine Möglichkeit zu geben, ihre Jugend auf der Schule zu genießen. Ohne eigene Schuld in jungen Jahren nach so viel Leid und Schmerz bereits wieder in den Kreislauf des Lebens zurückzukehren, würde ihnen die Last der Qualen nicht nehmen. Deshalb landen sie in dieser Welt, wo sie ein normales Schulleben führen können. Die Seele wandert auf der Suche in diese Welt hinein und nimmt dort Gestalt an.
    Normalerweise soll ihnen dort ein unbeschwertes Schulleben mit Klubaktivitäten geboten werden, dass ihnen ein sicheres Umfeld bietet. Die Last des Lebens davor wird dabei leichter und die Seele kann sich reinigen. Die Wünsche und Sehnsüchte aus dem letzten Leben enthalten oft noch Dinge, die einmal erlebt werden wollen. Manchmal geht es auch nur um das Akzeptieren dessen, was man ist oder tatsächlich will.


    ***REBOOT***ANGEL PLAYER 2.1.7. wird geladen***


    Der blaue Himmel wurde von Wolken durchzogen und eine leichte Brise wehte über die Fläche der Schulakademie. Auf der Anlage befanden sich alle für den Schulbetrieb notwendigen Gebäude bis hin zum Wohnheim. Die Natur war nach dem Winter wieder erwacht und zeigte in ihren Farben den eingetroffenen Frühling an. Die Sonne beschien die Gebäudefront, deren Backsteinfassade von Betonplatten unterbrochen wurde, die als Geländer der Balkone dienten. Das Plätschern von Wasser war zu hören, aber die Quelle wurde von Pflanzkästen aus Beton mit grünen Heckengewächsen verdeckt. Direkt gegenüber dem Haupteingang führte eine breite Treppe mit Mittelgeländer die am Hügel liegende Anlage hinunter zu einem Sportplatz mit Aschenbahn. Außer dem leisen Plätschern, das von Wasservorhängen rechts und links der Treppe kam, war kein Geräusch zu vernehmen.


    Wie ein Regen von Glühwürmchen sanken kleine Leuchtfunken aus dem Himmel auf das Gelände herunter. Kurz über dem Boden nahmen sie plötzlich die Gestalt von Mädchen und Jungen an, die mit einem verträumten Gesichtsausdruck auf der Stelle stehen blieben. Immer mehr Schülerinnen und Schüler in passenden Schuluniformen füllten die Flächen rechts und links neben dem gestaffelt gebauten Schulgebäude, das sich der Steigung des Hügels anpasste.
    Auf der einen Seite reichten sie bis zur Turnhalle, während sie auf der anderen Seite sich über beide Brücken, die einen Bach überspannten, und den Platz um die Cafeteria erstreckten. Aber nicht alle Leuchtfunken wurden zu stehenden Menschen…
    Direkt vor dem breiten Haupteingang des Gebäudes lagen mehrere Gestalten regungslos am Boden. Keine der Personen berührte eine der anderen, so als wäre jede für sich dort platziert worden.
    Die einzelnen Personen trugen ebenfalls alle die Uniform der Schule. Sie lagen mit dem typisch entspannten Gesichtsausdruck auf dem Rücken, der nur bei einem nicht aktiven Bewusstsein eintrat.


    Die Szenerie erschien wie das Standbild eines Filmes, der nur darauf wartete fortgesetzt zu werden.
    Wie auf ein verabredetes Zeichen schnellten plötzlich die liegenden Personen zu einer sitzenden Position hoch, während sich ihre Augen in einem kurzen Schrecken öffneten. Nach dem ersten Lidschlag blickte sich jede der nun sitzenden Personen mit neugierigen Augen um.
    Gleichzeitig ertönte die Schulglocke über ihren Köpfen und die übrigen Schülerinnen und Schüler begannen sich zu begrüßen und bewegten sich auf den Haupteingang des Schulgebäudes zu.
    Dort saßen noch immer die gerade erwachten Jugendlichen, die von der Bewegungslosigkeit der anderen nichts mitbekommen hatten.


    Mit Entschuldigungen schoben sich die Massen an ihnen vorbei, so als wäre es völlig normal, dass Personen vor dem Eingang am Boden saßen.
    Die Vorbeiströmenden unterhielten sich dabei über irgendwelche Erlebnisse oder fragten nach Hausaufgaben. Während sich die wenigen Personen am Boden verblüfft musterten wurde der Strom der Schüler bereits geringer. Das Signal der Schulglocke hatte ja angezeigt, dass der Unterricht bald beginnen würde.
    Schließlich waren alle anderen an den sitzenden Personen vorbei gelaufen, ohne ihnen mehr als eine knappe Entschuldigung zu widmen. Aber niemand hatte ihnen auf die Hände getreten oder sie sonst wie berührt. Mit einem leisen Schwappen fiel die Tür hinter der letzten Schülerin zu und ließ die anderen draußen alleine zurück.


    Auf der Treppe kamen jetzt noch zwei weitere Personen die Stufen hoch gelaufen. Eine war ein gertenschlankes Mädchen, die eindeutig keine Japanerin war. Ihre Bewegungen kopierten die der zweiten Person. Der Schüler mit den kurz geschnittenen silbergrauen Haaren bewegte sich mit kraft sparenden Schritten die Stufen zum Schulgebäude hoch. Die Uniform saß geradezu tadellos an dem hochgewachsenen Schüler. Seine grünen Augen wirkten konzentriert, als er von den anderen näher betrachtet werden konnte. Als er die oberste Stufe erreichte musterte er kurz die am Boden sitzenden.
    „Der Unterricht beginnt in wenigen Minuten“, sagte er im Vorbeigehen zu den Sitzenden, dann ging er durch die Tür zu den Schuhschränken, um aus den Straßenschuhen zu wechseln.