Beiträge von Soulshadow

    20:45 Uhr - Irgendwo in der Stadt – Ort des Hinterhalts

    Yume hatte von dem Getümmel nicht viel mitbekommen. Sie konzentrierte sich auf Tian Li, der vor ihr stand. Die Sicherheit in seinem Blick und der spöttische Zug um seinen Mundwinkel waren inzwischen ein gewohnter Anblick für sie. Seine Familie war es schon sehr lange gewohnt, dass ihrem Willen entsprochen wurde. Yume war davor weggelaufen.
    Doch jetzt, nachdem sie ein anderes Leben in der Akademie geführt hatte, und besonders nachdem sie aus ihrer eigenen Welt herausgetreten war, wollte sie ganz bewusst ihre eigenen Ziele verwirklichen. Dazu gehörte nicht, an der Seite von Tian Li die stille Gattin zu spielen!
    Ihre blauen Augen bekamen ein inneres Leuchten. Schon oft hatte sie in die Träume von anderen schauen können, doch nun hatte sie ihren eigenen Traum. Und sie würde ihn nicht kampflos aufgeben. Die Klinge ihres Schwertes hob sich und ihre Beine gingen in die Ausgangsstellung.

    Aus dem Augenwinkel nahm sie Samusa wahr, der ihr mit Interesse zusah. Wieder spürte sie die leichte Verwirrung, die sein Verhalten oft bei ihr auslöste. Aber jetzt war nicht die Zeit, sich damit zu beschäftigen. Tian Li hatte den Moment genutzt und einen Angriff gestartet, den Yume nur mit Mühe abwehren konnte. Aber ihr Training machte sich schon bezahlt, denn früher hätte sie die Attacke nicht parieren können.
    Ihre schmale Klinge schlängelte sich an der anderen entlang und die Spitze verursachte einen Kratzer an der Parierstange. Tian Li verlor für einen kurzen Moment das spöttische Lächeln. Das war ihr bisher noch nie gelungen. Yume bemerkte diesen kurzen Augenblick und er gab ihr neue Zuversicht. Zum ersten Mal konnte sie einen eigenen Angriff auf Tian Li starten.
    Ihr Herzschlag beschleunigte sich und ihre Wangen leuchteten vor Freude über diesen Erfolg auf. Dabei ließ ihre Aufmerksamkeit aber keine Sekunde nach.

    Hikaru fühlte sich empor gerissen und nutzte das Bewegungsmoment. Während Felic sich direkt auf ihren Widersacher stürzte, zerstörte er den Bogen bevor auch er auf dem Dach landete. Er hatte jetzt die Gelegenheit, sich den Widersacher einmal anzusehen. Bislang hatte er nur die Auswirkungen seines Tuns zu spüren bekommen, aber der Vampir selbst hatte sich im Hintergrund gehalten. Er wirkte ziemlich altenglisch… eine hagere Gestalt in einem maßgeschneiderten Anzug. Das Gesicht war eher länglich, und wirkte gerade mit dem aufgerissenen Mund überlang.
    Die Überraschung über den vereitelten Angriff hatte er noch nicht ganz verwunden. Hikaru sah Tori auf der Straße wieder in die Schatten zu tauchen. Trotz ihres Misstrauens hatte sie nicht zugelassen, dass ein Vampir ihnen schaden konnte.

    Unten auf der Straße waren die Menschen größtenteils zu Boden gegangen, als ihr Druckpunkt so plötzlich verschwunden war. Aus dem so entstandenen wilden Knäuel stieg ein Wutschrei auf. Die wenigen, die auf den Beinen geblieben waren, hatten sie auf dem Dach entdeckt. Die Menge schien zu brodeln, während die Menschen wieder auf die Beine kamen.
    In der Ferne erklang eine Sirene. Jemand hatte offenbar die Polizei von der Auseinandersetzung benachrichtigt. Aus der Höhe sah die Straße noch schlimmer aus, denn das Blut hatte den Untergrund rutschig gemacht und war deutlich zu sehen. Wenigstens kümmerten sich einige um die Verletzten, die nicht länger am Angriff teilnehmen konnten. Alle übrigen richteten ihre Wut wieder auf die Personen oben auf dem Dach. Da sie nicht einfach hinaufspringen konnten suchten sie einen anderen Weg. Dröhnende Schläge erklangen, als sie gegen die Tür des Hauses stürmten.

    Corvin vibrierte schon fast, da durch den Geruch des Blutes seine Kampfbereitschaft voll erwacht war. Aber die Menschen griffen weder ihn noch Kohana an, deshalb verhielt er sich ebenfalls ruhig. Es fiel ihm alles andere als leicht.
    „Warum hassen diese Menschen so sehr?“ fragte Kohana, die sich in Corvins Mantel klammerte. Sie hatte eine solche Wut noch niemals vorher gesehen. Die Kaltblütigkeit ihrer Tante und deren Skrupellosigkeit bei der Wahl ihrer Mittel hatte sie am eigenen Leib erfahren, aber dies war etwas anderes. Die Menschen erinnerten sie so eher an den Angriff der Level E. War das etwa der Grund, warum die Verwandelten so zügellos wurden? Kannte das Huntermädchen Tori dieses Verhalten so gut, dass es ihr nichts mehr ausmachte?

    Du hast hier ja gesehen (hoffentlich) das wir auch eine Fansup-Gruppe als Partner haben xD


    Dort gibt es auch schon einiges an Serien mit deutschen Subs.
    Deadmen Wonderland wäre eher in die Richtung Action
    Gosick ist immer zu empfehlen, wenn du es noch nicht kennst ;)

    Hehe, willkommen beim AFB ;)
    Für Tipps wäre es noch gut, wenn du deine bevorzugte Richtung im Bereich Anime / Manga schon weißt.
    Ansonsten müsstest du dich halt einschließen und die Fülle an möglichen Anime konsumieren ^^


    Es wäre auch gleich gut zu wissen, ob du auch mit englischen Untertiteln klar kommst, da ja eine Menge an Anime hierzulande nicht zur Verfügung steht.


    Falls du sonst Fragen haben solltest... einfach stellen ;)


    Und bei den Fehlern müsstest du dir nur Sorgen machen, wenn du in ein RPG einsteigst *eg*

    20:44 Uhr - Irgendwo in der Stadt - Nebenstraße

    Yume fühlte sich irgendwie anders, nachdem sie das Schwert gezogen hatte. Ihre Zweifel und alle Zögerlichkeit waren aus ihr gewichen. Sie hatte sich endlich entschieden! Tian Li würde sie nicht bekommen, denn sie wollte selbst über ihre Zukunft entscheiden. Ihre Hand umschloss den Griff des Schwertes mit neuer Kraft. Auch wenn sie ihre eigenen Träume nicht beeinflussen konnte, so würde sie zumindest ihre Zukunft beeinflussen.
    „Willst du wirklich gegen mich kämpfen, kleine Yume-san?“ fragte Tian Li mit leichtem Spott in der Stimme. Keiner von den anderen Vampiren aus der Gruppe machte Anstalten, ihn anzugreifen. Deshalb sah er auch keinen Grund, seine Macht zu entfesseln. Auch wenn Yume schon lange mit dem Schwert trainierte, er hatte seine Fähigkeiten in unzähligen Kämpfen verfeinert. Mit einer eleganten Bewegung zog er seine eigene Waffe. Es war wohl an der Zeit, Yume-san ihren Platz in der Welt zu zeigen.

    Hikaru spürte das Blut, das in Spritzern sein Gesicht bedeckte, wie es dort verlief. Die Menge vor ihm stieß immer wieder mit Klingen nach ihm, während er Felics Rücken deckte. Der Fanatismus in den Gesichtern hatte ihn diesmal nicht mehr so heftig getroffen, wie beim ersten Zusammentreffen. Diese Menschen waren in ihrem Glauben verblendet. Sie hielten Felic für eine Hexe, obwohl sie diesen Leuten noch niemals vorher begegnet war. Nach den Informationen des Priesters hatte der andere Clan die Leiden selbst verursacht, die Schuld aber auf den Catha-Clan geschoben. Die Pein dieser Leute war in religiösen Eifer umgeschlagen. Nun war er das pure Böse, weil er Felic beschützte. Würde er diesen Menschen die Gelegenheit geben, dann würden sie ihn in Stücke reißen.
    Aber durch seinen Widerstand wurde viel Blut vergossen, das wiederum die Vampire beeinflusste. Felic hatte ihre Fangzähne beim Kämpfen bereits entblößt, da sie ebenfalls von Blut bespritzt wurde.

    Corvin sog die Luft tief ein, denn der Geruch von Blut war fast schon übermächtig geworden. Sein eigenes Blut begann schneller durch seine Adern zu fließen. Er hatte seine Faustbewehrung nach dem ersten Kampf wieder hergerichtet und sich drohend aufgebaut. Aber die Menschen hatten bislang alle anderen außer dem Menschenjungen mit den Schwertern und Felic ignoriert. Zu seinen Füßen lag Kasumi Saito, so dass er fast den Eindruck eines Jägers über seiner Beute machte.
    „Aber… aber warum…?“ Kohana wusste nicht, wie sie die Szenerie deuten sollte, die sich direkt vor ihren Augen abspielte.
    „Das hat nichts mit Erklärbarem zu tun!“ sagte Corvin gerade laut genug, dass sie ihn hören konnte.

    Die schiere Menge der Leute drängte Felic und Hikaru zusammen und umschloss sie wie eine lebendige Mauer. Einzig dass die Leute sich damit selbst behinderten, verhinderte dass sie einfach überrollt wurden. Auf diesen Moment schien ihr Gegenspieler gewartet zu haben, denn er erschien auf dem Dach eines Gebäudes und hob einen englischen Langbogen.
    „Diesmal entkommst du nicht, Mhairi Yelva Catha!“ rief er nach unten, während er einen speziellen Pfeil an die Sehne setzte. Ein widerliches Grinsen zog den Mund des hageren Vampirs in die Breite. Da sein Opfer sich nicht mehr bewegen konnte, nahm er sich die Zeit den Augenblick zu genießen. Dabei achtete er nicht auf seine Umgebung, als sich eine andere Gestalt aus den Schatten löste.

    Tori wollte nicht gegen normale Menschen kämpfen, wie es der Junge mit der Narbe tat. Aber als der Vampir auf dem Dach auftauchte, war es eine ganz andere Sache. Tori schob den Dolch erst einmal in den Gürtel zurück und nahm stattdessen zwei Wurfmesser. Sie ließ dem Vampir die Zeit, den Bogen zu spannen, dann schoss sie aus dem Schatten hervor und warf beide Dolche synchron. Als ob dieses teuflische Wesen sie gewittert hatte, bewegte sich der Vampir im letzten Augenblick, so dass ein Dolch nur die Bogensehne durchtrennte und der andere im linken Unterarm stecken blieb. Tori stieß einen unschönen, wenn auch zutreffenden Fluch aus.
    Der Vampir auf dem Dach fauchte in ihre Richtung. In diesem Augenblick katapultierte sich Felic zusammen mit Hikaru aus der Menge hinaus und fiel den Vampir an.

    Titel:
    Jormungand

    Genre:
    Action
    Publisher:
    White Fox
    Erscheinungsjahr:
    2012 (11.04. bis 27.06.2012)
    Volumes/DVD's/Packs:
    Staffel 1: 12 Folgen

    Sprachoptionen:

    Staffel 1: Japanisch mit Untertiteln

    Hauptcharaktere:


    Koko Hekmatyar:
    Eine junge Waffenhändlerin, die mit ihrem Team aus Bodyguards durch die Welt zieht, während sie ihren Geschäften nachgeht. Sie und ihr Bruder wurden auf einem Containerschiff geboren und gehören keinem Staat an. Ihr Vater hat ein Handelsimperium mit diesem Job errichtet. In einer Welt voller Auseinandersetzungen und kleinerer Kriege (also ähnlich wie jetzt) werden Waffen und Munition immer benötigt. Aber Koko macht deshalb nicht gleich Geschäfte mit beiden Seiten. Sie hat ihre eigenen Ansichten in dieser Welt.

    Eigene Beschreibung:

    Eine Welt, die einige Jahre von heute existieren könnte... Der Waffenhandel ist zu einem legalen Geschäft geworden. Aber nicht jeder verkauft an jeden. Koko Hekmatyar gehört zu diesen Waffenhändlern, aber sie schließt nicht mit jedem Geschäfte ab. Ihre Instinkte, wenn es zu Geschäftsdingen kommt, sind ausgezeichnet. Für die mit diesem Beruf zusammenhängende Zielscheibe vor der Brust hat sie ein Team von Bodyguards zusammengestellt. Ihr neuester Zugang in dieser Truppe ist Jonah, ein Kindersoldat.

    Meinung:

    Wem "Black Lagoon" gefallen hat, der wird sich auch hier gut aufgehoben fühlen.

    Sonstige Informationen:

    Jormungand ist der nordische Name der Midgardschlange, oder auch Weltenschlange.

    Ich hoffe doch, dass nicht jedes Mal auf eine direkte Ansprache gewartet wird, um einen neuen Post zu starten ;)


    Im Zuge dessen, das wir innerhalb dessen eine Geschichte erzählen wollen, können wir nicht nur mit Dialogen arbeiten.
    Um und in einer neuen Welt zu bewegen, sind nicht nur Fragen wichtig sondern auch das Bewegen von Charakteren auf dem Gelände.
    Im Gegensatz zu einem Bühnenspiel können wir uns auf dem Gelände bewegen, ohne etwas umbauen zu müssen ^^


    Ein Dialog ist zwar ein wichtiger Bestandteil, kann aber nicht alles ersetzen.
    Alle Charaktere haben zwar eine Erinnerung an ihr früheres Leben, aber keine Ahnung, warum sie dort auf der Schule gelandet sind. Da dies für alle gilt, haben Fragen keinen Sinn!
    Entsprechend der Originalhandlung von Angel Beats! gab es dort keine Informationsquelle, so ist es auch diesmal. Also werden die Informationen selbst gesammelt werden müssen.
    Durch die Interpretation dieser Informationen lässt sich dann wieder ein entsprechendes Missverständnis der Situation erzeugen. Genügend streitbare Charaktere dazu haben wir ja ;)


    Wie können sie z.B. feststellen, dass man in dieser Welt nicht sterben kann? Ein kleiner Fehltritt, ein Sturz von der Brücke... den krassen Fall, dass jemand absichtlich getötet werden soll, sollten wir dabei vielleicht auslassen. Da könnte das Kontrollprogramm etwas dagegen haben ^^
    Diese Intentionen verlegen wir lieber auf die späteren Kampfgegner als festgelegte Gruppen.


    Da wir also ohne "Quelle der Weisheit" vorgehen müssen, bleibt nur das Ausprobieren ;)
    Rika hab ich erst einmal abgespalten, damit sie das mit dem Herstellen von Gegenständen entdecken kann, die sie versteht. Damit ist dieser Informationspunkt geklärt.
    Die anderen werden nun wohl auf der Suche nach Antworten umher streifen... also keine Angst, es lauern keine Monster im Dunklen ^^

    Ano...
    Daten von deinen Festplatten kannst du nicht so ins Internet linken. Und deinen Rechner wirst du wohl auch nicht für alle freigeben wollen, oder? ;)
    Lade das Bild mit "Anhänge verwalten" in der erweiterten bearbeiten-Funktion hoch, dann kann man es auch hier sehen.


    *Eigentlich gehören solche Anfragen nicht in den News Sektor, dazu gibt es einen anderen Bereich für Benutzer*

    Titel:
    Denpa teki na kanojo

    Genre:
    Psycho, Thrill
    Publisher:
    Brain's Base
    Erscheinungsjahr:
    2009
    Volumes/DVD's/Packs:
    2 Folgen OVA (41 min je Folge)
    Sprachoptionen:
    Japanisch mit Untertiteln
    Hauptcharaktere:
    Jū Jūzawa: Ein Schüler, der lieber für sich bleibt. Trotzdem wird er oft von anderen herausgefordert und von den Ordnungsliebenden wegen seiner blond gefärbten Haare verurteilt. Er lebt alleine.
    Ame Ochibana: Ein junges Mädchen, das behauptet, durch ein Band aus einem früheren Leben mit Jū verbunden zu sein.
    Eigene Beschreibung:
    Die erste Folge nimmt verschiedene Aspekte des Alltags auf einmal und beginnt verschiedene Ereignisse miteinander zu verknüpfen. Jū Jūzawa, der von der Eröffnung Ames ziemlich durcheinander ist, nimmt die Nachrichten erst gar nicht wahr. Erst als ein Mädchen aus seiner Klasse ebenfalls umgebracht wird, richtet sich seine Aufmerksamkeit auf diese Ereignisse. Ist Ame die Mörderin?
    In der zweiten Folge geht es um das Terrorisieren von Schülern. Die an verschiedenen Schülen stattfindenden Ereignisse scheinen erst einmal keine Gemeinsamkeiten zu besitzen. Aber als Jū Jūzawa von einem Mädchen beschuldigt wird, ihr im Zug an den Hintern gefasst zu haben, beginnt man auch ihn zu terrorisieren. Zusammen mit Ame nimmt er den Kampf auf.
    Meinung:
    Wie weit gehen Menschen für die Erfüllung ihrer Wünsche? Hier wird dieses Thema einmal im Besonderen betrachtet. Wer also auf etwas Wühlarbeit im Kopf steht, wird hier gut unterhalten.
    Sonstige Informationen:
    In dieser OVA wurden Handlungen aus dem ersten und dritten Band der Light Novel von Kentarō Katayama verarbeitet.

    20:43 Uhr - Irgendwo in der Stadt - Nebenstraße


    Yume Tsuyu blieb mit einem Mal stehen. Sie hatte zusammen mit den anderen die Schule verlassen, um die übrigen Verursacher des Bannes zu finden.
    Jetzt verspürte sie eine Aura, die ihre Kraft schlagartig versiegen ließ. Oh nein! dachte sie. Nicht er!
    Aber die Ausstrahlung von Autorität und Kraft war ihr einfach zu vertraut, als das sie sich irren würde. Tian Li war hier!
    Samusa Mayakashi stoppte ebenfalls seine Lauf, als er merkte, das Yume angehalten hatte. Corvin Vrajescu hielt noch immer Kasumi Saito fest, die er vor der Schule in seine Obhut übernommen hatte. Kohana hielt sich die ganze Zeit an seiner Seite und vermied es, die Tante anzuschauen.


    Felic spürte die starke Ausstrahlung des Reinblüters ebenfalls und stoppte Hikaru mit einem gedanklichen Zuruf. Dieser reagierte bei ihrem warnenden Gedanken und zog sein Schwert. Da zu ihrer gedanklichen Übermittlung eine Richtungsangabe gehörte, stellte er sich entsprechend auf.
    Ai Minamoto und Tendam Nagoya hatten sich ihnen vor der Schule angeschlossen und hielten nun ebenfalls an.
    Tori war in den Schatten eines Gebäudes geglitten und hatte die Hand um "Ryu no Yami" gelegt


    "Willst du mit dieser Gruppe von Verlorenen irgendwohin, Yume-san?" erklang Tian Lis kräftige Stimme und er trat aus den Schatten einer kleinen Gasse.
    "Ich habe dir doch gesagt, das es keinen anderen Weg gibt!" Seine Stimme klang ein wenig verstimmt und in seinem Gesicht zeigte sich ein abfälliger Ausdruck.
    "Sogar mit Menschen hast du dich zusammen geschlossen, Yume-san. Wie kannst du nur in der Nähe solcher Armseeligen Kreaturen sein?"
    Yume spürte, wie ihren Wangen erröteten. Das Gefühl der Unterlegenheit, dass sie in seiner Nähe immer übermannt hatte, war seit dem Kampf von Kaito nicht mehr so überwältigend. Tatsächlich vermochte sie sich weiterhin zu bewegen.


    "Wer ist dieser Vampir?" fragte Hikaru. Die Bewegungen des Reinblüters verrieten absolute Sicherheit.
    "Er muss zu einer sehr alten Familie gehören, denn seine Aura ist unglaublich!" sandte Felic ihm zu. Ihre grünen Augen leuchteten auf, denn dieser Gegner würde ein harter aber überaus würdiger Gegner sein.
    "Sein Name ist Tian Li", presste Yume hervor und ihre Hand schloss sich um den Griff des Schwertes, dass sie zu ihrem Kleid trug.
    "Wir sind durch unsere Eltern verlobt, also habt ihr unwürdigen Gestalten euch nicht einzumischen. Auch wenn das Spiel etwas anders verläuft, als es geplant war, so werde ich meinen Preis bekommen!"
    "Deine Familie war schon immer so unglaublich eingebildet!" rief Felic ihm entgegen. Tian Li hob eine Augenbraue und wandte sich nach diesen Worten ihr zu.
    "Du bist eine Cinneath Catha", stellte er dann fest. "Für dich ist jemand anderes in unserem Spiel!"


    Yume starrte ihn an. Ihre Gefühle wirbelten durcheinander, aber der Anblick Samusas, der sich von der Seite in ihr Blickfeld schob, ließ die Wogen abflachen. Ihre blauen Augen verengten sich entschlossen und sie zog ihre Waffe. Diesmal würde sie diesen Kampf selbst bestreiten!
    Felic spürte einen unangenehmen Stich, denn sie wusste sofort, worauf Tian Li anspielte. Der Tod von Shinji Toyotami war nur ein Auftakt gewesen.
    So wie sie alle hier auf der Straße standen, waren sie offensichtlich bereits umzingelt.
    Da Tian Li eine so starke Ausstrahlung hatte, wurde die schwächere des anderen Reinblüters fast überdeckt. Aber noch bevor er zu sehen war, tauchten die menschlichen Kräfte des feindlichen Clans auf.


    Kohana stieß einen spitzen Laut der Überraschung aus, als plötzlich aus Häusern und Gassen fremde Menschen auf die Straße traten und einen drohenden Ring um die Schüler schlossen. Was ging hier nur vor? Menschen, die den Vampiren zu Willen waren?
    "Es war zumindest der richtige Weg!" brummte Corvin und schlug die Tante mit einem kurzen Schlag bewusstlos. Wie alle anderen machte er sich kampfbereit.
    Tori war von den Menschen noch nicht bemerkt worden, da sie sich rief im Schatten gehalten hatte.
    "Das ist die Hexe!" schrie einer der Menschen und im nächsten Augenblick brach das Chaos auf der Straße aus...
    Hikaru blickte kurz vorher zu Yume Tsuyu, die ihm entschlossen zunickte. Ihre Gegner hatten sich offenbar zusammengeschlossen. Hikaru sah sich zum zweiten Mal Menschen gegenüber, die von Vampiren beeinflusst gegen andere Vampire vorgingen. Damit umgingen diese Vampire den Kodex, weil die Menschen ja nicht gebissen worden waren. Sie waren eher wie eine Sekte, die einen Vampir verehrte und andere verabscheute.
    Hikaru wusste bereits, dass diese Menschen nicht mit Worten zu stoppen waren. Yume hatte ihm zu verstehen gegeben, dass sie sich um Tian Li kümmern würde. Er selbst würde genug mit den anderen zu tun haben.
    Mit dem ihm schon bekannten Schrei stürmten die Menschen, die sie umzingelt hatten, auf sie los. Kohana blickte aus aufgerissenen Augen auf die tobenden Menschen. Sie konnte nicht verstehen, warum diese Menschen so außer sich waren.


    Ai und Tendam stellten sich kampfbereit auf, aber vorerst ignorierten die fremden Menschen sie. Die Massen drängen sich ausschließlich auf Felic und Hikaru.
    Tian Li musterte Yume und ignorierte die anderen Geschehnisse vollkommen. Ihr Widerstand reizte ihn noch mehr, sie zu besitzen. Samusa behielt die beiden im Auge, während Corvin sich vor Kohana stellte.
    Hikaru hatte beide Schwerter in Bewegung versetzt, so dass sie wie Propeller vor ihm kreisten. Aber die Menschen waren jenseits von Angst oder Furcht. Die von ihrem Glauben ausgelöste Raserei ließ sie in die rotierenden Klingen laufen. Blut spritzte auf.
    „Das ist nicht gut!“ murmelte Hikaru mit zusammen gebissenen Zähnen. Dieser Geruch würde die Situation nur noch weiter komplizieren.
    Felic witterte den Geruch von Blut sofort, als die ersten Menschen auf Hikarus Abwehr trafen. Auch sie erkannte sofort die Gefahr. Wenn Vampire auf etwas stark reagierten, dann war das der Duft von Blut!

    Ein neuer Anime aus dem Hause Madhouse, der im Oktober in Japan gestartet wird.

    Die Geschichte dreht sich um Ryōta Sakamoto (Kanata Hongou), einem jungen Mann der als Neet keiner Beschäftigung nachgeht. Dafür gehört er aber zu den obersten Top Rängen in dem Online Spiel "BTOOOM!" Eines Tages erwacht er auf einer tropischen Insel, ohne jede Erinnerung, wie er dorthin gekommen ist. Als er in einiger Entfernung jemanden sieht, fragt er diesen, wo er hier eigentlich ist. Aber statt einer Antwort wirft der andere etwas auf Ryōta - etwas, das er als eine "BIM" Bombe erkennt!


    Wer schon mal einen Blick riskieren möchte... es sind drei Werbespots zu der neuen Serie erschienen.
    Quelle: [ http://www.animenewsnetwork.co…ion-anime-tv-ads-streamed ]


    Cast:

    • Kanata Hongou als Ryūta Sakamoto
    • Suzuko Mimori als Himiko
    • Toru Ohkawa als Taira
    • Miyuki Sawashiro als Kōsuke Kira
    • Yūichi Nakamura als Oda


    Das Opening "No Pain, No game" wird von Nano gesungen und das Ending "Aozora" (Blue Skies) wird von May'n gesungen.

    10. Oktober – 10:25 Uhr - Kōchi-shi – Haus der Tokumos

    Athena war den Vormittag im Haus der Tokumos geblieben und hatte sich mit dem von Isamu zusammengetragenen Material beschäftigt. Auch die Unterlagen von Yoko hatte sie noch einmal gesichtet.
    Ayatsuri ningyō-shi - Diejenigen, die Menschen zu Marionetten machen
    Zusammen mit den Ausführungen des Mädchens von gestern Abend konnte man diese These nicht einfach als unglaubwürdig verwerfen. Sie hatte bislang noch nie etwas von diesen Puppenspielern gehört, aber deshalb mussten diese nicht automatisch ins Reich der Einbildung gehören.
    Die Vorfälle mit den an Blutmangel verstorbenen Menschen in der Stadt stellten nicht nur eine bizarre Form des Verbrechens dar, sondern passten auf schauerliche Weise zu den Beschreibungen dieser Puppenspieler.

    Isamu hatte ihr am Abend bestätigt, dass seine Informationen ihn bereits vorher in diese Richtung gebracht hatten. Er hatte Athena aber seine Schlüsse nicht mitgeteilt, um ihr erst einmal eine unabhängige Meinung zu ermöglichen. Außerdem wollte er sicherstellen, dass sie auch herkam. Bei der Erwähnung von Dämonen hätte sie möglicherweise gepasst.
    Athena blätterte noch einmal durch die Abschriften von geschichtlichen Dokumenten, die sie von Yoko bekommen hatte.
    Durch den Brand in der Bibliothek waren genau diese gelagerten Dokumente beschädigt oder zerstört worden, was auf eine gezielte Aktion deutete.

    Meldungen von einem Mob, der einige Studenten bei der Universität gejagt hatten, waren in den offiziellen Kanälen noch nicht behandelt worden, aber Isamu hatte ihr bei einem Anruf davon erzählt. Die junge Emma Dahlström studierte auf genau dieser Universität.
    Sie hatte gestern von Menschen gesprochen, die von diesen Puppenspielern nur in größerer Zahl überhaupt beeinflusst werden konnten.
    Hatten die Puppenspieler also eine Menschenmenge benutzt?
    Auch wenn Athena bis jetzt keine genaueren Informationen zu diesem Vorfall besaß, so bestand die Möglichkeit, dass die gejagten Studenten zu diesen besonderen Menschen gehörten. Möglicherweise war Emma Dahlström ja ebenfalls betroffen gewesen.

    Ohne genaue Informationen konnte sie aber die Fakten nicht von der Fiction scheiden, so dass sie wieder zu den Informationen zurück kehrte, die sie bereits als gesichert ansehen konnte. Das die Medien keine Meldungen zu den Vorfällen brachten, ließ den Schluss zu, dass jemand den Datenfluss überwachte.
    Die geschichtlichen Aufzeichnungen wiesen ebenfalls auf Verschleierung und Geheimhaltung hin. Athena setzte sich an ihr Laptop und begann eine Recherche nach Ähnlichkeiten. Dazu konnte sie auf verschiedene Behörden- und Polizeidatenbanken zugreifen, da sie entsprechende Entschlüsselungs-und Zugriffsrechte hatte.

    [Takeshi Okamura]
    08:25 Uhr - Schulgebäude A - Schuhschränke im Foyer


    Takeshi hatte den Beginn der Szene nicht mitbekommen, da er sich bereits der Treppe zugewandt hatte.
    Als er sich nach Lacrime-sans ersten Worten wieder umwandte, hielt sie die eine Hand einer Schülerin mit beiden Händen umschlossen. Der Ausrichtung der Hand-Arm Haltung nach zu urteilen, hatte die Schülerin versucht, nach seiner Schulter zu greifen.
    Sie gehörte zu der Gruppe, die draußen vor dem Eingang am Boden gesessen hatten. Ihre dunkelbraunen Augen zeigten eine gewisse Ungeduld, obwohl sie sich im nächsten Augenblick weiteten.
    "Ich werde dir wirklich bei all deinen Problemen behilflich sein, das verspreche ich."
    Die auf diese Worte folgende Reaktion der Schülerin zeigte eine bestimmte Implikation an, die sie wohl aus der Gestik seiner Stellvertreterin getroffen hatte. Offensichtlich fand sie die Situation verstörend genug, dass die Schülerin versuchte, beide Personen im Auge zu behalten.
    Ihre Frage nach dem Direktor überraschte Takeshi ein wenig.


    'Normalerweise wandte sich eine Schülerin nicht direkt an den Direktor einer Schule', war sein erster Gedanke. Dann fiel ihm auf, dass bei Direktor keine Informationen in seinem Kopf auftauchten. Bislang waren alle erforderlichen Namen und Positionen doch zur Verfügung gestellt worden. Sollte es in dieser Welt tatsächlich einige Dinge nicht geben?
    Eigentlich war der Direktor einer Schule nicht zwingend für deren täglichen Ablauf erforderlich...
    Bei dem Gedanken an das entsprechende Büro erschienen wieder die schon bekannten Informationen. Takeshi dachte absichtlich an die Berichterstattung des Schülerratspräsidenten an den Direktor, aber wieder geschah nichts.
    Durch seine kleinen Gedankenspiele war er der Szenerie vor sich nicht mehr aufmerksam gefolgt. Durch den Schrei der Schülerin blickte er wieder auf. Da sie ihn nun wieder anblickte, sah sie nicht das Lächeln auf dem gesicht von Lacrime-san. Ihr schien die kleine Szene Freude zu bereiten.


    "Das Büro des Direktors findest du im Lehrerwohnheim. Wenn du das Gebäude wieder verlässt, links rum und am Schulgebäude vorbei", erklärte er ihr mit freundlicher Stimme.
    Bislang hatte sie ihm keinen Grund gegeben, dass er ihr diese Information nicht geben sollte. Allerdings müsste sie diese Fakten doch genauso wie er wissen. Nach dem Kragenspiegel war sie ebenfalls Schülerin im letzten Jahr.
    "Ob der Direktor dort ist, kann ich dir nicht sagen. Im normalen Schulbetrieb handelt der Schülerrat eigentlich ohne Kontakt mit dem Direktor!" schob er noch als Erklärung hinterher. "Du musst uns nun entschuldigen, denn eigentlich wollen wir noch vor dem Unterricht im Schülerratsbüro vorbei gehen."
    Er nickte in Richtung von Lacrime-san, um ihr anzuzeigen, dass sie nun gehen wollten und wandte sich wieder der Treppe zu.
    Nach dem Unterricht würde er sich mit den Ungereimtheiten befassen, die ihm seit seinem Erwachen aufgefallen waren.

    08:25 Uhr - Große Treppe - Schulgebäude A
    [Rika Sumiyoshi]

    Rika überlegte, wie sich am einfachsten Informationen beschaffen lassen würden. Hayato und Yukiko schienen sich da auf die Werte einer Welt zu verlassen, in der sie davor gelebt hatten. Ein anderes Mädchen mit blondgefärbten Haaren und braunen Augen stand neben ihnen und verfolgte die Worte jedes einzelnen.
    Rika war sich absolut nicht sicher, was sie von den anderen Leuten hier halten sollte. Aber umso sicherer war sie, dass man sich den Weg zum Direktor sparen könnte. Allerdings wurden von den anderen Aussagen zu schnell vermischt, so dass sich ein dagegen anreden nicht lohnen würde. Sie blickte an dem Schulgebäude hoch, ohne das eine Information in ihrem Kopf auftauchte. Nach links sah sie ein kleines Gebäude und dahinter, fast von der Hausecke verdeckt…
    Turnhalle
    Da war wieder eine Information! Rika wandte sich in die andere Richtung, um es dort ebenso zu versuchen. An der rechten Gebäudeseite konnte sie nicht nichts sehen, dahinter kam eine Brücke. Langsam schritt sie rückwärts, bis sich der Zipfel eines anderen Gebäudes zeigte.
    Lehrerwohnheim
    Dieses obskure Orientierungswissen erschien tatsächlich, wenn man etwas zum ersten Mal anschaute und legte sich dabei im Gedächtnis ab. Die Information für die Bibliothek erschien nicht noch einmal, als sie erneut darauf blickte. Allerdings wusste sie nun ja auch, was in dem Gebäude war. Eine effektive Methode um ein unbekanntes Gebiet schnell bekannt erscheinen zu lassen. Das Interesse in ihr, dieses Phänomen noch genauer zu erforschen, erwachte.

    Hayato und Yukiko hatten ihre Meinung bereits kund getan. Das andere Mädchen musste im gleichen Alter wie Yukiko sein. Ihre braunen Augen wirkten unschlüssig. Aber alleine dass sie weiterhin hier draußen stand, zeigte an, dass sie keine Lust auf Unterricht hatte. Scheinbar neigte sie auch nicht zu vorschnellen Äußerungen und hörte erst einmal zu.
    Rika trat noch zwei Schritte zu Seite und deutete auf das Lehrerwohnheim.
    „Das Büro des Direktors findet ihr dort drinnen, zweiter Stock, auf der rechten Seite, nach vorne raus gelegen“, nutzte sie die Informationen, die inzwischen in ihrem Gedächtnis verankert waren. „Schaut einfach auf neue Gebäude, dann bekommt ihr weitere Informationen dazu.“
    Nach dem Ratschlag setzte sie sich in Bewegung und ging am Lehrerwohnheim vorbei auf die Brücke. Unter ihr floss ein breiter Wasserstrom und hangaufwärts gab es noch eine weitere Brücke. Dort lag ein weiteres großes Gebäude.
    Cafeteria
    Mit diesem Begriff tauchten gleichzeitig die grundlegenden Informationen in ihrem Kopf auf. Getränkeautomaten, Essenausgabe über Automaten mit Essensmarken, wie Schatten blitzten die Fragmente auf. Die Schulglocke erklang zum zweiten Mal.

    [Takeshi Okamura]
    Takeshi hatte die Schuhe für das Gebäude angezogen und stand bereits auf dem etwas erhöhten Flurweg, der zu den Treppen und Korridoren führte. Irgendwie waren die Bewegungen ganz automatisch erfolgt. Seine Stellvertreterin war noch nicht ganz so weit.
    Es war ihm aufgefallen, dass sie sich selbst gemustert hatte. Auch sie schien nicht mit einer Schuluniform gerechnet zu haben und war wohl ein anderes Äußeres gewöhnt. Obwohl Takeshi ihren Namen wusste, wie viele andere Dinge hier ebenfalls, hatte er ihn noch nicht ausgesprochen. Die Violett und Türkis eingefärbten Strähnen, passend dazu die Ohranhänger, sie waren aus einem bestimmten Grund bei ihr vorhanden. Takeshi wusste nur nicht, welcher das war.
    „Wir sollten erst noch einmal ins Büro des Schülerrates gehen, falls dort noch etwas abgegeben wurde“, schlug er vor und umging dabei die Nennung ihres Namens.

    Die anderen Schüler draußen waren inzwischen aufgestanden, schienen sich aber noch immer über etwas zu unterhalten. Die Schulglocke schlug zum zweiten Mal. Automatisch blickte Takeshi auf seine Armbanduhr. In fünf Minuten würde der Unterricht beginnen!
    Da er es zur Genüge gewohnt war, den Erwartungen der Familie zu entsprechen, bewegte er sich, ohne seine Gedanken darauf auszurichten. Lacrime-san sollte ja nicht unter Druck gesetzt werden, weil er plötzlich losrannte, deshalb schlenderte er gemächlich in Richtung der Treppe.
    Die Eingangstür hatte er gehört. Jemand von der Gruppe draußen war wohl doch noch reingegangen.

    08:24 Uhr - Große Treppe - Schulgebäude A
    [Rika Sumiyoshi]


    Nachdem das Mädchen mit den braun-schwarzen Haaren ihre Meinung kund getan hatte, wobei sie Rikas Aussage ziemlich weitläufig interpretierte, setzte sie sich in Richtung Tür in Bewegung. Das andere Mädchen mit der schüchternen Stimme stellte sich ebenfalls vor.
    'Seltsam, alle Informationen sind uns also nicht eingepflanzt worden' dachte Rika, da ihr deren Name nicht bekannt war.
    "Sumiyoshi Rika", stellte sie sich vor, wobei ihre Verbeugung sehr viel knapper ausfiel, da sie den Sitz dieser Kleidung noch nicht kannte.
    "Ich würde mir nicht zu viele Gedanken machen, denn die Vorstellungskraft geht da schnell mit einem durch."
    Allerdings empfand Rika keinerlei Lust, jetzt am Unterricht teilzunehmen. Außerdem war eine andere Möglichkeit von Sakamato-san nicht bedacht worden.


    "Wir werden bestimmt nicht aufgrund einer bestimmten Religion hier sein, also sollte das vorerst nicht so wichtig sein. Aber ich möchte euch eine andere Frage stellen... Diese anderen Schüler... was wenn sie nicht alles gerade Verstorbene sind? Es mag vielleicht etwas weit hergeholt klingen, aber in einem künstlichen Umfeld wird immer eine bestimmte Ausstaffierung und schmückendes Beiwerk eingesetzt, um das Wohlbefinden zu verbessern..."
    Sie unterbrach ihre Ausführung, als ihr wieder die Gesichter der vorbeiströmenden Schüler vor dem inneren Auge erschienen. Wegen ihrer Begabung bei mechanischen Dingen hatte sie sich eine Beobachtungsgabe antrainiert, durch die sie Dinge wieder vor das innere Auge holen konnte.
    "Es besteht die Möglichkeit, dass die meisten Schüler und auch die Lehrer etwas in der Art sind?"
    Sie hatte den Gedanken ausgesprochen... Eigentlich waren die Informationen und die Fakten noch lange nicht ausreichend, um eine solche Behauptung aufzustellen. Aber andererseits war dies hier keine normale Welt.
    "Der Punkt mit dem Wächter erscheint mir gar nicht so unplausibel, da unsere Anwesenheit hier ja einen Zweck haben wird. Um uns diesen Zweck erfüllen zu lassen, wäre eine Schutzfunktion eine logische Ergänzung."
    Rika hatte bereits jetzt das Gefühl, dass Informationen hier nicht in den Klassenräumen zu finden waren. Zumindest keine, nach denen sie jetzt suchte!
    "Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich werde nicht in die Klasse gehen!"

    Die Damen und Herren Verweigerer werden früh genug auf eine Schlüsselproblem stoßen, das wir ja schon aus dem Original-Anime kennen ;)
    Ohne Klassenbesuch keine Essensmarken - also auch kein Essen.
    Das Problem beim Erschaffen ist ja, dass man das Ganze begreifen muss... und wer kennt schon die Struktur eines Burgers, um ihn erschaffen zu können? ^^


    Beim Büro des Direktors wissen wir ja schon, das dort niemand ist. Und auch erst einmal kein Verbannungshammer in der Decke ;)
    Ein paar Tunnel werden wohl schon vorhanden sein, da niemand die ganze Welt umschreiben würde, um die loszuwerden.

    Muss man nicht machen, wird aber gerne als Trennungsmittel genommen ;)
    Ich persönlich ziehe eigentlich einen Zusatz zur wörtlichen Rede vor, in der die jeweils sprechende Person genannt wird.
    Aber einige mögen es halt bunt ;)
    Bei zu viel Farbe schmerzen mir die Augen, warten wir also erst einmal ab xD


    Gedanken aber bitte immer kursiv setzen, auch in Anführungszeichen.