Beiträge von Soulshadow

    "Hey du!" erklang eine Stimme.
    Hagen blickte auf und sah einen anderen Jungen in Schuluniform in der Tür stehen.
    Der leicht aufgebläht wirkenden Haltung nach zu urteilen, wollte er wohl einen auf wichtig machen. Hagen hatte das Gesicht noch nicht gesehen, es musste wohl einer von den Neuzugängen sein. Da alleine die Haltung schon auf Stress schliessen ließ, scheute sich Hagen auch nicht, eine oberflächliche Gedankenabtastung zu machen.


    "Der Typ mit der Lederjacke ist bestimmt nen Außenseiter! An dem kann ich doch gleich mal meine Kräfte vor den Mädchen demonstrieren." Das war der vordergründigste Gedankenkomplex im Kopf des Jungen. Hagen schätzte ihn auf 19 oder 20 Jahre.
    Plötzlich bekam dieser von hinten einen Stoß und fiel lang hin. Hinter ihm trat Tabetha Ravenwood dann über ihn hinweg und kam zu Hagens Tisch.
    "Ich kann mich ja immer noch nicht mit den anderen unterhalten, daher dachte ich, wir könnten zusammen etwas essen!" erfasste Hagen ihre Gedanken.


    Das sie den Typen mal eben lang auf die Bretter geschickt hatte, schien sie nicht weiter zu beschäftigen. Dem aus dem umliegenden Bereich des Speisesaals kommende Gelächter nach zu urteilen, hatten es aber genügend Andere mitbekommen! Es ließ den Jungen mit hochrotem Kopf wieder auf die Füße springen.
    Während Hagen mit dem rechten Fuß einen Stuhl zurückschob, damit Tabetha sich setzen konnte, musterte er den Burschen.
    Aber seine ursprüngliche Idee war aus dessen Kopf verschwunden! Das Auftauchen der großen Indianerin hatte ihn wohl aus dem Konzept gebracht.


    "Man darf auch Bier trinken?" erkundigte sich Tabetha, nachdem sie mit ihrem Tablett Plattz genommen hatte.
    "Die Direktorin hält es etwas internationaler, aber mehr als eins ist nicht! Normal trinke ich auch nicht oft Alkohol, aber heute war ja einiges außer der Reihe los, da war mir einfach danach!" erklärte er ihr telepathisch.
    Sie lächelte nur und prostete ihm mit einem Glas kalter Milch zu.

    Tag 2 - 18:18 Uhr - Gelände der Akademie - Speisesaal


    Hagen schaute sich kurz um. Die angenehmen Düfte der verschiedenen Speisen stiegen ihm in die Nase und ließen seinen Magen knurren.
    Der erste Ansturm auf die Essenausgabe war wohl schon abgefertigt, dafür waren die Tische auch alle besetzt.
    Da jetzt auch die heute Angekommenen mit den übrigen Schülern hier waren, sah es kaum nach einem freien Platz aus.
    "Das Wichtigste zuerst!" wischte er diese Gedanken weg und ließ sich ein Steak geben, als ihm der unverwechselbare Geruch in die Nase stieg. Dazu nahm er zwei Süßkartoffeln in Folie und einen Rohkostsalat.


    Die Küchenhilfe schaute ihn etwas zweifelnd an, als er ihr zwei kleine Fische im Rohzustand von einem Zubereitungsbrettchen nahm.
    "Für meine Katze!" erklärte er und schob sein Tablett weiter. An der Kühlbox für Getränke nahm er sich ein Bier und eine Flasche Pocari Sweat für später.
    Da er sich zur Mittagszeit schon etwas genauer umgesehen hatte, fand er die Tür in der Fensterfront problemlos wieder. Vor den verdutzten Gesichtern einiger Schüler in Uniform trat er durch diese hindurch in die kleine Außenanlage, wo ebenfalls ein paar kleine Tische standen.


    Da niemand von den Schülerinnen und Schülern diesen Biergarten unter den Bäumen bewusst wahrgenommen hatte, war er hier ganz allein. Einer der Tische weiter hinten stand so, dass er sich mit dem Rücken zu einem großen Laubbaum setzen konnte. Zufrieden begann er an dem Steak zu schneiden, das richtig schön saftete. Neben ihm maunzte es und Milani sprang auf einen der anderen Stühle.
    "Da bist du ja wieder!" begrüßte Hagen die Katze und setzte ihr die beiden Fische auf einem kleinen Teller vor. Während sie sich über den Fisch hermachte, kaute Hagen genußvoll das erste Stück Fleisch. Die Süßkartoffel packte er an der oberen Ecke aus und zog die Schale ab. Danach biss er ein Stück heraus. Danach nahm er einen Schluck von Asahi-Bier.
    Das war doch etwas anderes, als das Essen im Bunker!

    "Meinst du immer noch, das alle dir zu Diensten sein müssen, Ryu?" erklang die Stimme von Valentina Amasowa direkt hinter ihm. Und sie klang alles andere als begeistert.
    Hanagata Kanazawa hatte sie direkt hierher teleportiert und stand ohne ein Wort neben der Direktorin.
    Ohne auf eine Antwort von Ryu zu warten packte sie mit ihren telekinetischen Sinnen zu und hob ihn einfach von der Ausgabe weg.
    "Dieses Verhalten nützt mir in keiner Weise, sondern bereitet mir nur noch mehr Arbeit!" fauchte sie ihn an.

    Ohne auf die Umstehenden weiter zu achten trug sie ihn eingehüllt in ihre Kraft aus dem Speisesaal hinaus. MIt einer knappen Handbewegung scheuchte sie Rika aus dem Weg, die durch die Schreie aus ihrem Büro gelockt worden war.
    "Ryu, ich hatte dir gesagt, dass du die anderen Schüler in Ruhe lassen sollst!" die Stimme der Direktorin war leise und trotzdem überaus deutlich. Der Blick ihres einen Auges verströmte eine arktische Kälte.
    "Einmal gegen ihn vorzugehen, weil er dich mißachtet hat, gut... aber dein Verhalten ist mehr als unwürdig gewesen! Wenn er es nicht wert ist, warum schlägst du ihn dann weiter? Gibt es deinem kleinlichen Selbst Befriedigung?"

    Sie hatte mit ihm längst das Gebäude verlassen, so dass niemand sonst ihnen zuhören könnte.
    "Du wolltest mit doch helfen, oder? So hilfst du mir aber nicht! Willst du, dass ich dich wieder von der Insel bringen lasse? Ist es das?"
    Ihre telekinetischen Kräfte pressten stärker zu und nahmen ihm den Atem.
    "Du wirst ab sofort nur noch in meinem Haus essen, damit du nicht noch einmal einen solchen unwürdigen Blödsinn durchziehen musst. Du kannst es dir in dieser Zeit ja überlegen, ob du nicht vielleicht doch mit anderen zusammen arbeiten kannst." ihr Auge glühte wie ein Tor zur Hölle.

    Ohne eine sichtbare Anstrengung knallte sie ihn auf den Boden, was auch die letzte Luft aus seiner Lunge trieb und löste dann ihren Griff.
    "Ich glaube, du brauchst kein Essen. Geh und denk darüber nach, warum du der Meinung bist, besser als diese Schüler zu sein! Und denk auch darüber nach, was heute auf dem Sniper-Stand passiert ist!" Mit diesen Worten wandte sie sich um und ließ ihn dort liegen, wo er war.

    Hallo lottchen,

    herzlich Willkommen beim AFB.
    Ich denke, mit den Wünschen lässt sich was machen ;)

    Das du clamp am Liebsten magst, hast du bereits geschrieben. Was steht denn noch so auf deiner Liste?

    Titel:
    Planetes (プラネテス</SPAN>)
    Genre:
    Science Fiction
    Publisher:
    Studio Sunrise, Produktion Japan
    Beez Entertainment
    Erscheinungsjahr:
    2003 bis 2004 Ausstrahlung in Japan auf NHK
    2005 bis 2006 DVD Release in Deutschland
    Volumes/DVD's/Packs:
    6 DVDs mit vier bis fünf Folgen
    2 Sammelboxen mit je 3 DVDs
    Sprachoptionen:
    Sprache: Japanisch, deutsch, französisch, englisch, italienisch (alle Dolby Digital 2.0)
    Untertitel: deutsch, französisch, englisch, italienisch, polnisch, niederländisch
    FSK:
    6 Jahre (bis DVD 3), 12 Jahre
    Hüllenrückseite:
    Hauptcharaktere:
    Hachirota „Hachimaki“ Hoshino - Astronaut
    Tanabe Ai – das jüngste Mitglied der Abteilung
    Eigene Beschreibung:
    Im Jahre 2075 gehört die bemannte Raumfahrt zum täglichen Leben. Aber die typische Wegwerfmentalität der Menschen hat eine neue Gefahr erzeugt: Weltraummüll! Der gesamte Erdorbit wurde über die Zeit immer mehr verschmutzt, so dass dieser Weltraumschrott zu einer Gefahr wurde. Nach einem Unglück, bei dem ein Passagiershuttle durch eine Schraube getroffen wurde und viele Passagiere starben, hat man begonnen, gegen die Verschmutzung vorzugehen.
    Trümmerbeseitigungsabteilungen, sogenannte Debris Sections, werden in den im Weltraum tätigen Firmen gegründet. Bei der Technora Corporation hat sich diese Abteilung zu einem Sammelbecken von scheinbar völlig inkompetenten Mitarbeitern entwickelt. In Wirklichkeit ist die abfällig „Sektion Halb“ genannte Abteilung ein hochspezialisiertes Team von Piloten und Astronauten, die immer wieder ihr Bestes geben, um das Weltall zu einem sichereren Ort zu machen.
    In diese Abteilung wird Tanabe Ai als Neuling für EVA versetzt.
    Meinung:
    Eine sehr wahrscheinliche Zukunft wird hier als Hintergrund für Abenteuer im erdnahen Weltraum aufgezeigt. Die sich entwickelnde Beziehung zwischen Tanabe und Hachimaki führt immer wieder zu amüsanten Situationen. Gleichzeitig ist auch die Weiterentwicklung der übrigen Charaktere mit einbezogen. Für jemanden, der auch realistische SF mag, auf alle Fälle sehenwert!
    Sonstige Informationen:
    Planetes (ΠΛΑΝΗΤΕΣ) ist das griechische Wort für Wanderer, von dem sich auch das Wort Planet ableitet.


    Zum Wiki-Artikel:


    [WIKI]Planetes[/WIKI]

    Titel:
    Cyborg 009 (サイボーグ009 saibōgu 009)

    Sprache:
    Japanisch und englisch
    Genre:
    Science Fiction
    Verlag:
    Akita-Shonen Verlag, Japan
    Tokyopop, USA
    Erscheinungsjahr:
    Von 1964 bis 1986
    Volumes/Bände:
    Einzelkapitel in verschiedenen Manga Magazinen. Veröffentlichung in 36 Sammelbänden beim Akita-Shonen Verlag
    ISBN:
    Buchrückseite:
    Hauptcharaktere:
    Eigene Beschreibung:
    Menschen werden von einer Geheimorganisation, die sich Black Ghost nennt, gefangen genommen und gegen ihren Willen in Cyborgs mit Superkräften umgewandelt. Diese Cyborgs versuchen dann ihre Freiheit wieder zu erlangen und gleichzeitig Black Ghost davon abzuhalten, einen neuen Weltkrieg zu beginnen. Die neun Menschen stammen aus unterschiedlichen Ländern der Erde, wobei Joe Shimamura aus Japan im Mittelpunkt der Handlung steht.
    Meinung:
    Sonstige Informationen:
    Toei Animation hat die Manga Reihe auch als Zeichentrickfilm 1966 umgesetzt, dem weitere Filme folgten. 1968 folgte die erste Anime-Reihe, die wie die vorhergehenden Filme sind bisher auf deutsch erschienen. Von 1979 bis 1980 als 50 teilige Anime-Reihe erneut umgesetzt

    „Es ist jetzt bestimmt 20 Jahre her, deine Mutter war damals 21 Jahre alt. Sie gehörte zu den Überlebenden von Bystraya, genau wie Direktorin Amasowa, die da in deinem Alter war. Deine Mutter hatte ihre Energieblitze umwandeln und daraus einen Schild erzeugen können, deshalb überlebten in ihrem Abschnitt mehr Leute als anderswo!
    Ich war damals als Chirurg in dem Feldlazarett eingesetzt, in das die Überlebenden als erstes gebracht wurden. Über die Hintergründe darf ich nicht weiter sprechen, deshalb fragt bitte nicht danach. Obwohl ich damals schon fast 30 Jahre alt war, hatte ich solche Verletzungen noch nie vorher gesehen!
    Deine Mutter war schon damals eine sehr starke Frau, sie hatte zu dem Zeitpunkt bereits zwei Kinder und war trotzdem dem Ruf der PSI-Truppen gefolgt. Sie gehörte zu den wenigen Leichtverletzten!“ erzählte Joost van Hooten mit einem leicht fernen Blick.

    Mit einem leichten Ruck zwang er seine Gedanken aus der Vergangenheit zurück in die Gegenwart.
    Seine Augen fokussierten auf Mai Tsukamoto, als er auf ihre leise Äußerung reagierte.
    „Der Begriff „Vampir“ wäre in diesem Fall in mehrfacher Hinsicht falsch, Tsukamoto-san. Abgesehen davon, dass es keinerlei Beweise für blutsaugende Spezies unter den Humanoiden gibt, ist deine Fähigkeit zur Energieabsorption scheinbar eine biologische Ergänzung. Ohne die Daten ausgewertet zu haben, kann ich dazu nicht viel sagen, aber es sieht danach aus, als hätte dein Körper den immensen Energieverlust dadurch kompensiert, dass du jetzt andere Quellen anzapfen kannst. Nach dem kurzen Blick benötigst du dazu aber Menschen mit besonderen Fähigkeiten… Wie gesagt, ohne eine Auswertung kann ich dazu nicht mehr sagen!“ schloss er seine Ausführungen ab.
    Mit dem Hinweis, dass er noch viel zu tun habe, schickte er die beiden Mädchen zurück zur Simulationskuppel.

    17:00 Uhr – Gelände der Akademie
    Die Führung der neu eingetroffenen Schülerinnen und Schüler wurde pünktlich gestartet und war wegen des nahen Zeitpunktes für das Abendbrot straffer organisiert. Alle Neuzugänge hatten nach der Zimmerzuweisung gleich auch ihre Schuluniformen erhalten, so dass auch diesmal bereits die meisten entsprechend gekleidet waren.
    Als Berücksichtigung der Erfahrungen vom Vortag wurden diesmal keine langen Erklärungen abgegeben, sondern immer nur kurz die Funktionen erklärt. Dadurch konnte die Besichtigung doch recht zügig verlaufen, so dass alle pünktlich um 18:00 Uhr wieder am Verwaltungsgebäude ankamen.

    Tag 2 – 16:20 Uhr – Kontrollraum der Simulationskuppel

    „Die GLA hat also unsere Spur aufgenommen und den ersten Versuch gestartet, ihre Leute hier hinein zu bringen!“ sinnierte Hagen. „Sie werden versuchen, ein zweites Yakutat Bay auszulösen!“
    Valentina Amasowa blickte ihn erstaunt an.
    „Dieser Vorfall ist nur sehr wenigen bekannt!“ erwiderte sie.
    Hagen verzog seine Lippen zu einem freudlosen Lächeln.
    „Es ist nicht gerade einfach, etwas vor einem Telepathen geheim zu halten! Das amerikanische Akademieexperiment auf einer namenlosen vorgelagerten Insel. Die Anlage war noch nicht einmal komplett errichtet, als die GLA sie bereits aufgespürt hatte. Wenigstens haben sie nur eine kleine Bombe benutzt!“
    Die Direktorin musterte die grauen Augen des jungen Mannes. Er sprach bereits jetzt mit einer unbeteiligten Stimme, was viel über sein bisheriges Leben aussagte.
    „Dabei wurden 143 Leben ausgelöscht, darunter die meisten noch lebenden PSI-Truppen Angehörigen der USA. Die Mini-A-Bombe hat die Insel von der Landkarte getilgt. Die Stadt Yakutat und deren Flughafen hat ebenfalls was abbekommen. Trotzdem war es den Behörden gelungen, auf der Angelegenheit den Deckel zu halten!“ fuhr Hagen fort.

    „Aus diesem Grund sind die Sicherheitsmaßnahmen für die Abunai auch so stark ausgelegt! Etwas wie Yakutat darf nicht noch einmal passieren. Deshalb steht diese Anlage auch nicht unter der Kontrolle einer Regierung!“ stimmt sie ihm zu. „Aber eigentlich wurdest du nicht deshalb hierher gebracht, Ookami. Wir haben im Augenblick kaum Suggestoren hier auf der Insel. Nach den Unterlagen sind gerade noch welche eingetroffen, aber an dem Vorfall gerade lässt sich erkennen, dass wir dort eine offene Flanke haben.“
    „Die Heiler waren jedenfalls teilweise zutiefst erschrocken, da ihre Kräfte nichts bewirken konnten!“ stimmte Hagen ihr zu.
    „Unser Krankenhaus ist im Augenblick noch unterbesetzt. Außerdem wurden solche geistigen Kontaminationen nicht in die Überlegungen mit einbezogen. Da haben wir wohl selber nicht weit genug gedacht!“ meinte Valentina.

    Krankenhaus
    Auf die Frage von Haruka musste Dr. van Hooten unwillkürlich grinsen.
    „Komm mal hier zu dem Monitor!“ forderte er sie auf. Auch Mai trat mit zu dem Monitor und blickte neugierig auf die Darstellung.
    „Innerhalb deines Körpers befinden sich einige Nervenknoten, die normalerweise nicht dort sind. Keine Angst, das hat nichts mit Erkrankung oder sowas zu tun! Es ist eine biologisch nachvollziehbare Änderung, die deine Körperzellen in Reaktion auf den erhöhten Energiebedarf vollzogen haben! Dein Körper hat sich sozusagen eigene Energiespeicher geschaffen, damit deine Energieplasmastrahlen erzeugt werden können!“ erklärte er den beiden, was er aus der Darstellung herauslesen konnte. „Bei der Anzahl der Speicher kann ich zurzeit nur raten, aber ich denke, dass deine Mutter dir bereits gewisse Verbesserungen mitgegeben hat und dein Körper zusätzlich noch eigene geschaffen hat.“

    In der Simulationskuppel
    Akim Sokolow blickte auf den Energiewürfel. Inzwischen hatten die jungen Leute begriffen, um was es dabei ging, so dass er sich etwas zurückhalten konnte. Sein Blick wanderte etwas umher.
    Es waren immer noch Schüler da, die nicht einer Trainingsgruppe zugeteilt waren. Dazu waren wohl auch die Fähigkeiten zu vielfältig! Jede individuelle Fähigkeit ließ sich nicht zusammenfassen, aber es waren andererseits nicht genug Ausbilder auf der Insel, um jeden Einzelnen zu unterrichten!
    Seiner Meinung nach würde nur eine entsprechende Aufstockung des Lehrpersonals da Abhilfe schaffen, aber das war nicht ohne weiteres möglich.
    Auch wenn die Kunde der Abunai Akademie sich ausbreitete, war ihr genauer Standort noch längst keine öffentliche Information!

    Möchten ist das Eine...
    Frühestens nach Tag 3 und spätstens nach Tag 4 möchte ich den Sprung machen, allerdings soll der grundsätzliche Aufbau vorher klar sein, damit nach dem Sprung nicht dazu noch erklärt werden muss.

    Jeder sollte sich zu seinem Char auch schon ein paar Gedanken machen, wie die Entwicklung etwa vier Wochen später aussieht.
    Dann sollte auch schon Clubs da sein, so ihr denn welche bilden möchtet. Von Seiten der NPC werde ich da keine Clubaktivitäten starten.

    Ebenso kann man sich zur weiteren Entwicklung der Freundschaften schon mal ein paar Gedanken machen.
    Da hat Terades ja schon seinen Fahrplan...

    Ein elektronisches Signal zeigte das Ende des Scanvorganges an. Doktor van Hooten blickte noch einmal kurz auf den Monitor, auf dem mehrere leuchtende Gebilde zu sehen waren, wo bei herkömmlichen Menschen nichts war.
    "Erstaunlich!" murmelte er, während der Scanner sich wieder öffnete.um Mai heraus zu lassen.


    "Einen Augenblick noch, Mai Tsukamoto. Deine Freundin ist auch sofort fertig!" rief er in den sich öffenden Scanner. Sein Blick war bereits auf den Monitoren, die bereits erste Ergebnisse anzeigten.
    "Die Möglichkeiten des menschlichen Körpers erstaunen mich immer wieder!" sagte er wieder mehr im Selbstgespräch.


    Eine halbe Minute später war auch der Erfassungsstrahl in dem anderen Gerät fertig und Haruka konnte wieder aus dem sich jetzt automatisch öffnenden Bügel heraustreten.
    "Das wäre erst einmal alles, meine Damen. Die Ergebnisse der gerade gewonnenen Daten werden etwas Zeit brauchen. Man wird sie jetzt erst einmal wieder zur Kuppel zurückbringen. Oder fehlt ihnen noch etwas?"

    Mit einem leisen singenden Ton begann das Innere des Scanners in einem sanften Licht zu leuchten, während bläuliche Wellen über die innere Wandung liefen.
    "Nur keine Angst!" drang die Stimme von Dr. van Hooten gedämpft herein.


    Draußen überzeugte sich der Arzt davon, dass die Datenaufzeichnungen des Scanners alle liefen, dann wandte er sich zu Haruka um, die inzwischen im Erfassungsmodul stand und den Bügel heruntergezogen hatte.
    Joost van Hooten blickte kurz auf das Kontrollpanel und überprüfte die Einstellungen, die er bereits vorher vorgenommen hatte noch einmal. Als er keinen Fehler finden konnte, aktivierte er die Maschine.


    Mit einem leisen Brummen erwachte das Erfassungsmodul zu rascher Aktivität. In der Bodenplatte bildete sich ein schimmernder Lichtkreis, der dann langsam aufsstieg.
    Dabei erschien auf einem Monitor ein Umrissbild von Haruka, auf dem man die Knotenpunkte der Nerven als leuchtende Pfade erkennen konnte.
    "Einen erstaunlichen Energiehaushalt hast du da, Takahashi-san. Ich wette, du kannst alles essen, ohne je ein Gramm zuzunehmen!"

    Er hatte es oben hingeschrieben, dass es am Besten deutsch sein sollte.


    Einen vergleichbaren Ablauf wie bei Chobits oder DearS kann man da nicht bieten.
    Love Hina ist auf alle Fälle sehenswert, auch mehrfach.
    Vielleicht auch Planetes, oder Tenchi Muyo, da dieses OVA auch ger Dub hat.
    Oh! My Goddess könnte auch passen...

    Tag 2 - 16:16 Uhr - Gelände der Akademie - Krankenhaus


    Nein, kleine Lady, es wird nicht weh tun!" versicherte Dr. Van Hooten Mai und blickte ihr dabei direkt in die Augen. Er konnte sich aus langjähriger Erfahrung denken, warum ihn das Mädchen so direkt angeschaut hatte.
    Die medizinische Apparatur, die er als Scannergerät bezeichnet hatte, wirkte auf Außenstehende immer etwas beunruhigend, da sie verschließbar wie eine eiserne Jungfrau war. Allerdings beherrbergte ihr Inneres keine Dornen oder Stacheln, sondern nur unzählige Rezeptoren, die auf die unterschiedlichsten Arten Messungen am menschlichen Körper vornahmen.


    "Takahashi-san, das Gerät mit der dunkelgrauen Platte und dem gebogenen Überrollbügel ist das Erfassungsmodul. Tritt einfach auf die kleine kreisförmige Plattform und ziehe dann den Bügel herunter. Das Gerät wird die Energieflüsse deines Körpers erfassen, um uns einen Hinweis auf das Geschehen eben in der Kuppel zu geben!" sagte er etwas lauter, nachdem Haruka ihre Frage gestellt hatte.


    "Sei so lieb und tritt einfach hinein, der Scanner wird sich automatisch schließen, aber du musst davor keine Angst haben!" wandte er sich dann wieder an Mai, die ihn mit ihren momentan zweifarbigen Augen noch immer anstarrte.


    Südstrand der Insel
    Am Strand erschienen kurz darauf die ebenfalls verständigten Sanitäter und transportierten das Mädchen zum Krankenhaus. Die immer noch verwirrten Schüler waren im Augenblick kaum für weitere Übungen zu gebrauchen, daher brachte Franka sie wieder zur Simulationskuppel. Da die neuen Schüler ja bald ihren Rundgang machen sollten, war es notwendig, die anderen Schülerinnen und Schüler erst einmal irgendwor zu versammeln.


    Kontrollraum der Simulationskuppel
    Hanagata Kanazawa teleportierte Hagen direkt in den Kontrollraum, wo er bereits von der Direktorin erwartet wurde.
    "Der Tag heute ist voller merkwürdiger Ereignisse, Ookami. Es war gut, dass du dem Mädchen helfen konntest!" begrüßte Valentina Amasowa ihn dort.
    Hagen war nicht überrascht, dass sie den Kodenamen wusste, den man ihm auf den Einsätzen gegeben hatte.
    "Es war ganz schön knapp!" meinte Hagen leise. "Ich habe dadurch gesehen, was heute am Anleger passiert ist. Es ist die GLA gewesen, nicht wahr?!"
    Die Direktorin nickte langsam.

    Wenn man etwas weiter zurück schaut, dann wurde Appleseed bereits vorher einmal umgesetzt.
    "Appleseed - Kampf um die Freiheit"

    Tag 2 - 16:16 Uhr - Gelände der Akademie - Strand

    Franka Milagrosso blickte aus ihren Gedanken wieder auf, als Mamoru etwas sagte.
    „Da kann ich mir gut vorstellen, denn deine Sinne müssen sich erst einmal in einem anderen Medium zurecht finden!“ meinte sie lächelnd. „Wir haben diese Übung dafür ausgewählt, da sich eure Wahrnehmung dadurch verstärken lässt. Wenn ihr die Lebewesen im Wasser unterscheiden könnt, wird euch das an Land um ein Vielfaches einfacher fallen!“
    Ein Mädchen in der Nähe von Mamoru schluchzte auf und sank in den Sand.
    „Ich kann gar nichts spüren… nichts!“ flüsterte sie, während Tränen über ihr Gesicht liefen. „Da ist nur dieser kurze grelle Schmerz und der Sturz in ein unendlich tiefes Loch!“ Ruckartig warf sie den Kopf in den Nacken und schrie wie eine gequälte Seele.

    Hanagata teleportierte mit Sean Cuttlass direkt an den Strand.
    „Psychoemotionale Rückkopplung!“ rief er Franka zu, die immer noch erschrocken auf ihrem Platz stand. „Das Mädchen hat latente telepathische Kräfte und hat offenbar den Tod des GLA-Agenten memorisiert“
    Sean Cuttlass lief direkt zu dem Mädchen und nahm ihren Kopf zwischen seine Hände. Seine blauen Augen versuchten ihren wild rollenden Blick einzufangen. Der Schrei des Mädchens wurde immer schriller. Die anderen Heiler hatten versucht etwas für sie zu tun, aber dies war keine körperliche Verletzung! Sean blickte zu den beiden anderen Lehrern und schüttelte den Kopf.

    „Er kommt nicht zu ihr durch!“ gab Hanagata die Gedanken des blonden Lehrers weiter. „Er sagt, wir brauchen einen Suggestor! Ich kenne derzeit nur einen!“ Mit diesen Worten dematerialisierte er.
    Gleich darauf erschien er mit einem verdutzten Hagen Kosaka wieder am Strand auf.
    „Was…?“ begann Hagen, aber der Schrei des Mädchens, der immer noch nicht abgebrochen war, erübrigte alle Fragen. Mit zwei schnellen Schritten war Hagen bei dem Mädchen.
    „Sie hängt direkt im Todeszeitpunkt des Agenten fest und ihre Psyche verflüchtigt sich bereits!“ kamen die telepathischen Informationen von Sean Cuttlass bei ihm an.

    „Sperrblock oder Schichtmethode?“ fragte Hagen in Gedanken zurück, während er bereits das Gesicht des Mädchens zwischen seine Hände nahm.
    „Schichtmethode! Alles andere würde zu diesem Zeitpunkt bleibende Schäden verursachen!“ kam direkt die Antwort. Hagen griff mit seinen Gedanken in den Geist des Mädchens hinein. Die Bilder aus dem Geist des Gestorbenen wirbelten wie eine Endlosschleife durch den Verstand des Mädchens. Ihre eigene Psyche begann bereits zu zerfasern. Hagen fasste die aufgenommenen Gedankenbilder des Toten zusammen und setzte diese in einem ersten Layer als gesehene Bilder um. Die Emotionen wandelte er Stück um Stück in eigenes Erschrecken um.
    Der schrille Schrei des Mädchens verebbte, aber ihre Augen rollten immer noch wild.

    Sean Cuttlass assistierte seinen Bemühungen mit beruhigender Ausstrahlung. Gemeinsam lullten sie die wirren Gedanken des Mädchens ein und zwangen sie in ruhigere Bahnen. Je mehr Schichten an kleinen Beeinflussungen er im Geist verankerte, desto mehr glaubte das Mädchen an eine traumatische Filmsequenz, die sie zutiefst erschreckt hatte. Mit einem letzten Layer ließ er das Mädchen einschlafen und löste sich aus ihrem Geist.
    Franka Milagrosso und Hanagata Kanazawa starrten ihn an.
    „Wir haben ihren Geist zusammenflicken können!“ teile Hagen ihnen mit und ließ sich müde auf den Hosenboden sinken. „Es sollten noch ein paar Folgebehandlungen gemacht werden, um den Tiefeneffekt zu stabilisieren!“

    "Nun, es ist wohl nichts, wofür du dich entschuldigen müsstest, junge Dame. Bitte komm hier an das Scannergerät, damit wir mal deinen Energielevel prüfen können.
    Deine Freundin kann schon mal dort drüben zu dem Erfassungsmodul gehen!" antwortete Joost van Hooten beruhigend.
    Es schien ein Phänomen zu sein, dass sich vorher noch nicht gezeigt hatte.
    "Dann werden wir uns jetzt mal genauer anschauen, womit wir es zu tun haben!"

    Tag 2 - 16:15 Uhr - Gelände der Akademie - Krankenhaus


    Hanagata Kanazawa hatte die beiden Mädchen auf direktem Weg zum Krankenhaus gebracht, wo Dr. van Hooten bereits durch die Direktorin informiert worden war. Da Tannabe bei den Trainings in der Simulationskuppel half, hatte er selber die Untersuchungsgeräte vorbereitet.


    Als Mai in den Raum trat, zuckte der Doktor zusammen.
    "Was ist denn mit deinen Augen, junge Dame?" fragte er sie und deutete auf einen Spiegel, damit sie sich selbst überzeugen konnte.


    Am Strand
    Franka Milagrosso blickte einen Augenblick auf das Meer hinaus und atmete tief durch. Manchmal konnte der Job auch seine Vorteile haben!
    "Ich möchte euch nun erst einmal bitten, dass ihr versucht die Tiere im Wasser zu spüren. Ist euch möglich sie da anhand ihrer Ausstrahlung zu erfassen?"