Beiträge von Soulshadow

    "Ich bin Telepath und Reika ist ein eigenständiges Lebewesen!" antwortete Hagen und entspannte sich leicht. "Wie kommt es, dass in deinem Körper zwei Seelen stecken?"
    Er vereinfachte die Wirklichkeit damit, aber das Mädchen sah eh mitgenommen genug aus!
    "Ich bin mir sicher, das andere Telepathen sie auch spüren können, wenn sie an die Oberfläche gelangen kann!" ergänzte er. Diese Reika war voller Wut gewesen, aber nicht aus schierer Bosheit. Es hatte ein deutliches Gefühl von Verlust gegeben!

    Ein wildes Klopfen und Trommeln drang langsam durch den Schild der Stille. Kaname Kuran blickte überrascht auf, da diese magische Absicherung nicht so ohne weiteres zu durchdringen war.
    "Was ist denn da los?" wunderte sich Kaien Cross und erhob sich hinter seinem Schreibtisch.
    Hikaru nahm rasch den jetzt offenen Brief wieder an sich und stellte sich vor Felic, die eher interessiert zur Tür blickte.
    Erst als alles bereit war und der Direktor bestätigend genickt hatte, ließ Kaname den Zauber verschwinden. Sofort wurde das Klopfen sehr viel lauter!
    "Vater! Es ist etwas passiert! So hör doch endlich!" drang nun auch die Stimme von Yuki durch.


    Mit dem Verschwinden des Privatsphäre-Zaubers ließ sich jetzt auch die Tür wieder öffnen und Yuki fiel fast in das Zimmer hinein. Im letzten Augenblick stützte sie sich an der Tür ab. Als sie Kaname erblickte, schoß ihr das Blut in die Wangen.
    "Tori Yamada wurde gebissen, Vater! Takuma hat sie hierher gebracht. Kain und Aido sind hinter dem Schuldigen her!" quoll es aus ihr hervor.
    Sie hatte keinen Blick für Hikaru und Felic übrig, sondern war ganz Vertrauensschüler und Guardian in diesem Moment.
    Kaien Cross riss die Augen auf.
    "Es hat jemand die Regeln übertreten?" erwiderte er und warf seine Arme empört hoch. Kaname Kuran zuckte ebenfalls zusammen.
    "Geht vor, meine Tochter! Wir folgen dir!" forderte Kaien Cross Yuki dann auf.
    Alle zusammen verließen das Büro des Direktors.

    Hagen blieb wie angewurzelt stehen, als er plötzlich angerufen wurde. Gleichzeitig nahm er eine dritte Präsenz im mentalen Äther wahr.
    "Was zum...?" entfuhr es ihm, während er sich umdrehte. Seine Gedankenfühler erfassten einen dritten Intellekt, der scheinbar auch in Renas Körper steckte!
    Eine latente Gefahr ging von diesem dritten Geist aus.
    "Opfer?" sandte er seine Gedanken an den dritten Geist, der gerade dabei war die eigentliche Rena zu verdrängen. "Das du dich da mal nicht irrst... Reika!"
    Jetzt kannte er auch den Namen der anderen Präsenz und sie war keine Projektion verdrängter Gefühle oder Ängste. Es gab in diesem Körper tatsächlich zwei eigenständige Intelligenzen, obwohl diese Reika scheinbar von Rena verdrängt wurde. In diesem Augenblick überschwemmte aber der andere Geist den des ewig lächelnden Mädchens und nahm daraufhin einen anderen Gesichtsausdruck an.
    Hagens Lippen verzogen sich zu einem freudlosen Grinsen und seine grauen Augen wirkten wie der stürmische Herbsthimmel.

    Hagen war immer noch erschöpft von dem erfolgreichen Experiment. Um sich etwas Zeit zu geben, war er, nachdem er sich von den Mädchen verabschiedet hatte, einfach in die Klippen gelaufen und schlenderte nun langsam an der Steilküste entlang.
    Plötzlich nahm er eine merkwürdige Präsenz im mentalen Äther wahr! Überrascht blickte er sich um.
    In einiger Entfernung entdeckte er das Mädchen, das sich aus dem Himmel hatte fallen lassen. Sie hockte zusammengekauert an einem Baum und weinte.
    Bislang hatte sie immer nur ein Lächeln gezeigt, auch wenn es Hagen nicht immer echt vorgekommen war. Viele Menschen versteckten sich hinter Masken, warum also nicht auch dieses Mädchen?


    Wie hatte sie noch geheißen? Rena... an den Nachnamen konnte er sich nicht erinnern.
    Aber an ihre Gedankenlosigkeit... und wie sauer sie ihn gemacht hatte! Also entschloß er sich, sie zu ignorieren und einfach weiter zu gehen.

    Nein, hatte ich nicht. Bei Wiki war ja der andere Meldeschirm aufgetaucht ;)
    Ich bekam die Meldung dreimal, jeweils nachdem ich die Seite aufgerufen hatte. Und ja, CMS Portal ist gemeint.
    Ich wechsel jetzt vor dem Anmelden erst einmal, dann kommt auch keine Meldung.

    Ich gehe ganz normal auf den Link und komme zum Startbildschirm. Die Fehlermeldung tritt nur auf, wenn ich mich direkt im Startbildschirm anmelde. Bin ich auf dem Forum-Register und melde mich da an, kommt keine Meldung.
    ...könnte mit einer nicht stattfindenden Weiterleitung zusammenhängen, da die Meldung auch unter dem Startbildschirm erscheint.

    Nach der Anmeldung beim Animefanboard erscheint die Meldung:
    "Die abgeschickten Daten konnten nicht verarbeitet werden, da du dich angemeldet hast, nachdem die Seite geladen wurde.\n\ Bitte klicke auf 'Zurück' und lade die vorherige Seite neu."

    Bei der Anmeldung auf der Wiki kommt nach dem Weiterleitungsbildschirm:
    "404 ZOMG IT'S TEH FOUR-OH-FOUR ERROR
    11oneoneone
    ...Okay, sorry about the sentimental outburst.
    You've reached this page because the page you are trying to lokate could not be found. Please try something else. We apologize for the inconvenience."

    Moody hatte schon geschrieben, das "Animefanboard.de" nur noch weiterleitet, daher nur als Reminder mit aufgeführt.

    Titel:
    Geneshaft
    Genre:
    Science Fiction, Mecha
    Publisher:
    Bandai Visual
    Erscheinungsjahr:
    2001
    Volumes/DVD's/Packs:
    13 Folgen / 4 DVDs/ Sammelbox erhältlich
    Sprachoptionen:
    Japanisch, englisch
    FSK:
    Hauptcharaktere:
    Mika Saido, der Hauptcharakter der Geschichte.
    Hiroto Amagiwa, der Commander der Bilkis
    Eigene Beschreibung:
    Die menschliche Gesellschaft hat sich vollkommen geändert. Menschen werden genetisch konstruiert und auf ihre Funktion innerhalb der Gesellschaft eingepasst. Das Verhältnis von Männern zu Frauen in dieser Welt 1:9. Wegen der Aggressivität, die man nicht vollständig aus den Genen der Männer entfernen kann, werden sie begrenzt. Das Lebensalter in dieser Gesellschaft beträgt 45 Jahre.
    Nach dem Auftauchen einer ringförmigen Struktur im erdnahen Raum, die durch einen unbekannten Energiestrahl eine Verwüstung auf der Erde und eine komplette Raumstation zerstört hat, wird das Raumschiff Bilkis mit seiner speziell zusammengestellten Crew ausgeschickt, um die Herkunft der Struktur und deren Technik zu erforschen. Während der Reise stoßen sie auf verschiedene Entwicklungen der fremden Technik, die von der Besatzung mit einem Mecha, genannt „Shaft“ bekämpft.
    Meinung:
    Während der Reise wird die Perfektion ihrer Gesellschaft durch verschiedene Begegnungen in Frage gestellt. Interessante Betrachtung einer Gesellschaftsform, die sich gegenüber heutigen Gesellschaften als überlegen sieht. Ist der Mensch tatsächlich dafür geschaffen, ohne familiäre Bindungen zu existieren?
    Sonstige Informationen:
    Soundtrack komponiert von Akira Takasaki


    Zum Wiki-Artikel: [WIKI]Geneshaft[/WIKI]

    Tag 2 – 19:10 Uhr – Südstrand der Insel


    Drei Gestalten saßen sich im immer noch warmen Sand gegenüber ohne ein Wort zu sagen. Der Junge und die beiden Mädchen hatten die Augen geschlossen und saßen ganz entspannt da.
    Nichts wies äußerlich auf die starke telepathische Aktivität hin, die von dem Jungen ausging.
    Hagen hatte den beiden dieses Experiment selbst vorgeschlagen, dass er nun durchführte. Da er anderen Menschen fremde Gedanken eingeben konnte, musste es ihm doch auch möglich sein, Sprachkenntnisse weiterzugeben!
    Tabetha und Marcella hatten beide keine Lust mehr, von den anderen durch sprachliche Barrieren getrennt zu sein und hatten ihn aufgefordert, es zu versuchen.


    Suggestive Kräfte drängten in den beiden Gehirnen dem Sprachzentrum und dem Langzeitgedächtnis neue Informationen auf. Kleine Schweißtropfen bildeten sich auf Hagens Stirn. Er durfte nicht die Konzentration verlieren!
    Vorsichtig legte er sein Japanisch im Gedächtnis der Mädchen ab. Die Verknüpfung mit dem Sprechzentrum war dabei noch etwas schwieriger, als er angenommen hatte. Im Trockenkurs Sprachkenntnisse einzupflanzen erforderte viel mehr Verbindungen, als er erwartet hatte. Schließlich lehnte er sich erschöpft zurück.
    „Hat es geklappt?“ fragte Marcella sofort.
    „Ich kann sie plötzlich verstehen“, sagte Tabetha in ihrer langsamen Sprechweise.
    Hagen öffnete die Augen und grinste beide an.
    „Ihr habt beide japanisch gesprochen, demnach hat es geklappt!“ erwiderte er müde.

    Soll jetzt nicht so abgewürgt werden, Sayuri. Vielleicht gefällt den anderen die japanische Schreibweise ja auch besser ;)
    Hast du die Gegenüberstellung der Schreibweisen vielleicht zur Hand?

    Einmal eine grundsätzliche Frage:
    Die Namen in Anime und Manga unterscheiden sich bei einigen Figuren, und wir benutzen die verschiedenen Formen.
    Sollte man sich hier auf eine Schreibweise festlegen?

    „Sehen kann ich dich nicht, aber deine Gedanken kann ich auffangen!“ erklang wieder die Stimme in ihrem Kopf, ohne dass sich die Lippen bei dem jungen Mann bewegten. Marcella hätte fast ihr Essen fallen lassen.
    „Du hast noch nicht mit Telepathen zu tun gehabt, da ist es nur verständlich, dass es dich etwas erschreckt!“ antwortete die Stimme auf ihre erschrockenen Gedanken. Marcella ließ ihren Körper wieder sichtbar werden und trat näher an den Tisch heran.
    „Das ist Tabetha Ravenwood, sie hat auch gewisse Sprachprobleme. Mein Name ist Hagen Kosaka!“ stellte die Stimme in ihrem Kopf die Sitzenden vor. „Setz dich doch.“
    Marcella ließ sich in einen der freien Stühle sinken und legte die Lebensmittel vor sich auf den Tisch.

    Der junge Mann mit den grauen Augen grinste sie an.
    „Es ist eigentlich nicht nötig, dass man sich das Essen stibitzen muss. Aber ich erkenne schon, dass niemand dir bislang bei den Sprachproblemen helfen konnte. Aus ähnlichen Gründen hatte ich gerade mit Tabetha eine andere Art der Schulung diskutiert. Dabei geht es um eine Art von gedankeninduziertem Wissen, dass direkt eingepflanzt wird!“ fuhr dabei die Stimme in ihrem Kopf fort. Konnte es so einfach gehen? Ließ sich ein solches Wissen einfach bei einem Menschen einpflanzen?
    „Es ist zumindest einen Versuch wert, oder nicht?!“

    Jetzt bemerkte Marcella die Katze, deren zweifärbige Ohren unruhig zuckten, während sie den Blick direkt auf die Italienerin gerichtet hatte. Goldgelbe Augen musterten sie und fast kam es Marcella so vor, als stünde eine wirkliche Absicht hinter dieses Augen.
    Sie drängte diesen Gedanken beiseite. Sprachen einfach beherrschen, ohne lange dafür büffeln zu müssen? Klang doch irgendwie verlockend!
    „Ich bin dabei!“ dachte sie konzentriert. „Sich endlich ohne Hilfe mit den anderen unterhalten zu können, ist echte Lebensqualität!“

    Krankenhaus, Büro von Dr. van Hooten
    „Die Entwicklung solcher biologischer Energieerzeuger wurde zwar vor zehn Jahren durch ein Forschungsinstitut als wahrscheinlich proklamiert, aber es hat bislang keine tatsächliche Entwicklung gegeben. Haruka ist somit die Erste!“ erklärte der Arzt die vorliegenden Ergebnisse Valentina Amasowa.
    „Ich verstehe!“ sagte sie und nickte langsam. Ihre gerade noch entspannt klingende Stimme bekam übergangslos wieder einen energischen Unterton. „Diese Ergebnisse sind ab sofort Verschlusssache, Doktor! Sie wissen so gut wie ich, was passiert, wenn die Sponsoren davon Wind bekommen!“
    Joost van Hooten nickte. Das Mädchen würde für immer in irgendeiner Forschungsanlage verschwinden!
    „Verstanden!“ bestätigte er.

    „Was ist mit der kleinen Schwester von Tsukamoto?“ fuhr sie nach einem kurzen Nicken fort.
    „Ihr Nervensystem hat sich auf größere elektrische Energien umgestellt. Sie kann mit etwas Übung wahrscheinlich sogar elektromagnetische Impulse erzeugen! Der Schwachpunkt ist bei ihr nur die normale Energieversorgung ihres Körpers. Er baut die Energie nur langsam auf. Jetzt hat sie deshalb die Fähigkeit entwickelt, Energie aus anderen Quellen zu beziehen. Die Messungen haben den oberen Rand der Skala überschritten. Eines ihrer Augen verändert bei dieser Art von Ladung die Farbe und zeigt, wie bei einem Ladegerät, den Füllungsgrad an!“ erklärte Joost van Hooten weiter.
    Die Direktorin nickte wieder. Damit hatten sich die ersten Vermutungen nach dem Eingang der Messwerte aus den Anzügen bestätigt.

    „Damit tritt schon jetzt der Fall ein, warum ich die Leute für die Akademie selbst ausgesucht habe!“ sinnierte Valentina. „Die Entwicklung der Fähigkeiten ist in eine neue Phase getreten, die von den Wissenschaftlern bereits vorhergesehen wurde. Aber wir wollen diese Kinder nicht diesen skrupelosen Menschen überlassen, die alles mit dem Wohl der Menschheit rechtfertigen wollen!“

    Marcella blickte sich suchend nach Victor um, da sie mit ihrem Sprachproblem nicht alleine in den Speisessal hinein wollte. Inzwischen war es aber schon 20 Minuten nach 18 Uhr und es gab keine Spur von ihm.
    "Ich habe aber jetzt Hunger!" murmelte Marcella ärgerlich auf Italienisch.
    Also würde sie es wohl auf die gute alte Art und Weise machen müssen! Mit einem kurzen Schließen der Augen unterstützte sie ihre Konzentration und wurde für alle anderen um sie herum unsichtbar!

    Vorsichtig schlängelte sie sich durch die Tür und nahm sich ein paar Lebensmittel aus der Auslage. Alles was sie berührte wurde ebenfalls sofort unsichtbar. Schließlich lief sie vorsichtig durch den Raum, da sie weiter hinten eine offenstehende Tür gesehen hatte. Durch diese huschte sie wieder aus dem Speisesaal heraus.

    Titel:
    Abenteuer in der Elfenwelt
    Sprache:
    deutsch, übersetzt von Wolfgang E.Hohlbein
    Genre:
    Fantasy
    Verlag:
    Bastei Verlag Gustav H. Lübbe GmbH & Co
    Erscheinungsjahr:
    Copyright 1981 by Wendi und Richard Pini
    1984 beim Bastei verlag
    Volumes/Bände:
    37 Bände erschienen
    Hauptcharaktere:
    Schnitter, Häuptling des Wolfreiter-Stammes
    Himmelweis, Freund und Berater des Häuptlings
    Leetah, die Heilerin der Elfen vom Sonnental
    Eigene Beschreibung:
    In der Welt der menschen waren die Elfen erschienen. Ihr Gefährt, das sie aus den Himmeln herab gebracht hatte entließ sie in eine Welt, die sie nicht verstanden.
    Schnitter, der Häuptling des Stammes der Wolf-Elfen macht sich gezwungenermaßen mit seinem Stamm auf den Weg. Sie entdecken dabei, dass sie nicht die einzigen Elfen auf der Welt sind, sondern es verschiedene weit verteilte Stämme von Elfen gibt, die sich den jeweiligen Lebensbedingungen angepasst haben.
    Dem jungen Häuptling ist nun das Schicksal beschieden, die Elfenstämme zusammenzuführen und hinter das Geheimnis ihrer Herkunft zu gelangen.
    Meinung:
    Sonstige Informationen:
    Nach einem gleichnamigen Roman des Ehepaares.

    Die Direktorin hatte sich, nachdem sie Ryu zurückgelassen hatte, hinunter an den Strand begeben und saß dort nun im Sand und blickte über das Meer. Die sanfte Brandung beruhigte ihre zornigen Gedanken. Heute war einfach zu viel auf einmal passiert! Die Sache mit dem Agenten der GLA, die Rückkopplung bei dem Mädchen, die neuen Kräfte bei einigen der Schülerinnen und dann auch noch Ryus Ausraster!
    Sie stützte sich nach hinten ab und legte den Kopf in den Nacken. Tief und gleichmäßig atmete sie die Seeluft ein und zwang ihre Gedanken in ruhigere Bahnen. Eines der Mädchen war Haruka Takahashi gewesen, eine Tochter von Lala... Valentina dachte zurück an den Augenblick, an dem sie Lala Takahashi zum ersten Mal getroffen hatte...

    1990 Bystraya, Republik Sacha, Russland

    Die junge Frau saß mit dem blutdurchtränkten Verband still neben dem Lazarettzelt aus dessen Inneren die Schreie der Verwundeten drangen. Die ehemalige Uniform, die sie trug, war an der linken Seite völlig zerrissen. Sie erinnerte sich an einen gewaltigen Schlag, der ihren Körper durch die Luft wirbeln ließ. Ihr linker Arm und ihr Bein waren ebenfalls von Verbandsstoff umhüllt. Durch die Schmerzmittel spürte sie kaum etwas von den Verbrennungen und den übrigen Wunden. Nur ihr Sehvermögen störte sie. Ihre ganze linke Körperhälfte fühlte sich taub an, aber der Teil ihres Gesichts brannte trotz der Schmerzmittel, als hätten die Ärzte Phosphor unter die Haut gespritzt. Trotzdem kam kein Laut über ihre Lippen.
    Ihr gutes Auge suchte nach weiteren Mitgliedern ihres Pentagramms, aber sie konnte keine finden!

    Überhaupt waren nur wenige Spezialisten der PSI-Truppen zu sehen. Da sie erst hier im Lazarett wieder zu Bewusstsein gekommen war, wusste sie nicht, was nach dem letzten Schlag passiert war.
    Da sie an der rechten Seite ihres Pentagramms positioniert gewesen war, konnte sie von ihren Verletzungen auf den Zustand der anderen Teammitglieder schließen. In einiger Entfernung entstanden lange Reihen mit Leichensäcken, die ein überaus deutliches Signal gaben.
    „Wir haben es eingedämmt!" sagte eine Stimme neben ihr. Normal hätte Valentina die Bewegung wahrgenommen, aber ihre linke Seite stellte jetzt einen toten Winkel dar. Sie musste den Kopf drehen, um den Besitzer der Stimme zu sehen.

    Die junge Frau trug auch die Uniform der PSI-Truppen, aber auf ihrem Ärmel war die aufgehende Sonne zu sehen.
    "Was haben sie gesagt?" fragte Valentina nach.
    "Es ist uns gelungen, es einzudämmen! Leider war der Preis dafür sehr hoch!" antwortete die junge Frau und setzte sich neben sie.
    Valentina musterte sie mit ihrem gesunden Auge. Auch bei der jungen Frau war die Uniform und die Schutzweste mit Spuren des Kampfes gezeichnet, aber sie hatte nur ein paar oberflächliche Kratzer und Beulen. Den Inhalt und die Bedeutung des eben gesagten, hatte Valentina sofort erfasst. Aus diesem Grund waren auch keine Spezialisten hier im Lazarettlager zu sehen... sie waren alle tot!

    "Ich bin Lala... Takahashi. Es tut mir leid, dass der Schirm sie nur teilweise mit beschützen konnte!" sagte die PSI Spezialistin leise.
    "Ich bin nicht tot!" gab Valentina zurück. "Also hat es schon geholfen! Mein Name ist Valentina Amasowa, Lieutenant im russischen PSI Kontingent." Sie streckte der anderen Frau ihre Hand entgegen. Lala nahm sie und schüttelte sie kurz.

    ...das Piepen des Kommunikators riß sie aus ihren Erinnerungen in die Gegenwart zurück.
    "Ja?" meldete sie sich.
    "Die Ergebnisse der Untersuchungen sind eingetroffen, Frau Direktor!" meldete sich Joost van Hooten.
    "Ich bin gleich bei ihnen!" erwiderte sie und schaltete ab. Nach einem letzten Blick über das Meer stand sie auf und ging los.