Teil 5: Tokyo
Nun wurde ich doch so langsam kribbelig und wollte mit dem Einkaufen beginnen. Also ging es wieder nach Shin-Osaka und dann mit dem Hikaru-Shinkansen Richtung Tokyo. Da dieser über Kyoto fährt, ist es auch der, den die meisten Schulklassen in den Anime benutzen werden, da die Kodama-Shinkansen an jedem Bahnhof halten. Wie ihr euch sicher denken könnt, muss man da sehen, dass man auf der richtigen Seiten einen Fensterplatz bekommt 
Wie sollte man sonst den Fuji-san in Ruhe anschauen können?
Und er war mir auch wohlgesonnen, wie er im Sonnenlicht mit seiner weißen Kuppe da in den Himmel aufragte. Ein wirklich majestätischer Anblick, selbst wenn man ihn nur aus dem Zug sieht. Das einige junge Amerikaner dabei lieber schliefen... Na ja, da hat wohl jeder seine Prioritäten.
Da der Hikari nicht so viel langsamer ist, man braucht nur 15-20 Minuten länger für die Strecke, kann ihn aber mit dem Rail Pass benutzen, im Gegensatz zu den Nozomi-Shinkansen.
Auf dem Hauptbahnhof von Tokyo angekommen steckt man erst einmal in einer großen Menschenmenge, während man sich versucht zu orientieren. Da ich eh beschlossen hatte, die U-Bahn zu nehmen, und die Ginza-Linie nicht über den Hauptbahnhof läuft, bin ich also raus auf die Straße und einfach Richtung Ginza gelaufen, bis die erste U-Bahnstation der Linie auftauchte. Rasch am Automaten eine Karte gekauft und rein.
Am anderen Ende, in Asakusa, fühlte ich mich sofort wieder zuhause. Von meiner ersten Reise war mir dieser Stadtteil am Besten bekannt, so dass ich mich Problemlos zurecht fand. Die erste Veränderung, die einem sofort ins Auge fiel, war der SKYTREE auf der anderen Seite in Sumida. Erst im Mai diesen Jahres eröffnet worden war er noch eine richtig neue Attraktion. Und nicht einmal weit weg.
Durch meine flexible Planung war ich nun ja einen Tag zu früh für meine einzige Hotelbuchung in Tokyo angekommen. Aber dank meines Reiseführers hatte ich ein Ryokan gefunden, das ebenfalls hier im Stadtteil war. Durch meine Ortskenntnis war es auch schnell gefunden.
An der Rezepzion fragte man, ob ich ein westliches oder ein japanisches Zimmer haben wollte. Wenn man schon im Lande ist, so sollte man zumindest einmal eines ausprobieren, also nahm ich ein japanisches.
Nach der Zimmertür hat man dort seinen eigenen Absatz, an dem die Schuhe bleiben. Eine echte Schiebetür führte in den eigentlichen Raum. Draußen im Flur gab es noch ein kleines Bad, aber das Haus hatte auch ein Gemeinschaftsbad. Nachdem ich dann einen ersten Erkundungszug zum Auffrischen der Umgebungskenntnisse unternommen hatte und in einem der kleinen Nudelsuppenläden etwas gegessen hatte, nutzte ich das Gemeinschaftsbad. Während man dort im heißen Wasser liegt, kann man aus dem Fenster den nächtlich beleuchteten SKYTREE sehen.
Mandarake
Shibuya, das Modeviertel von Tokyo, hat auch noch andere Dinge zu bieten. Ganz in der Nähe des Tokyu Hands gibt es Mandarake. Von außen in der Gebäudezeile ist nur der Eingang zu sehen, der in die Tiefe führt. Bei den Öffnungszeiten von 12 - 20 Uhr muss man nicht zu früh am Morgen dort aufschlagen. Die Türen werden wirklich pünktlich geöffnet und vorher kontrllieren Sicherheitskräfte, ob sie auch wirklich noch zu sind.
Nach dem Eingang geht es über Betontreppen über mehrere Etagen in die Tiefe. Einige Münzautomaten und Schaufensterpuppen geben nicht wirklich einen Hinweis 
Wenn man schließlich auf der Ebene des eigentlichen Geschäftes ankommt, sieht man sofort Regalreihen vor sich. Figuren, DVDs und Mangabände in langen Regalreihen. Einiges offen zugänglich zum schauen, anderes in Glasvitrinen verschlossen. Hier kann man noch so manchen Schatz finden, der in den anderen Läden gar nicht mehr auf Lager ist. Die Gänge zwischen den Regalen sind schmal, so dass man kaum alleine durchkommt.
Akihabara:
Tja, am nächsten Tag wurde es dann Zeit für Akihabara und seine vielfältigen Angebote im Bereich Manga, Anime und Merchandising. Ganze Batterien von Glasvitrinen mit Figuren und das auch noch über mehrere Stockwerke!
Wenn man auch dem Bahnhofsgebäude aus dem entsprechenden Ausgang kommt, dann sieht man schon direkt auf Cafés, die man an anderen Orten nicht findet. Mit dem Strom der Menschen geht es durch die Straßen, vorbei an Auslagen mit technischen Artikeln und Computerzubehör. Oben an den Gebäuden sieht man allerdings schon Werbungen zu neuen Spielen. DVD-Läden und Spielsalons mischen sich dazwischen und dann natürlich der Grund des Kommens…
Obwohl ich schon einmal hier gewesen bin, hat sich die Optik der Umgebung geändert, aber die meisten Gebäude findet man noch da, wo sie auf Ikuharas Karte zu sehen sind.
Wie bereits im Mandarake sind die Freiräume zwischen den Regalen und Auslagen eher schmal bemessen. Aber es gibt so viel zu sehen, dass man an einigen Regalen länger stehen könnte, wenn sie einen lassen würden.
Hinter einem Regal, wo man hier höchstens noch einen Pfeiler finden würde, finde ich die schmale Rolltreppe wieder, die einen in das nächste Stockwerk trägt.
Da in Japan der Platz knapper bemessen ist, als hier bei uns, gibt es keine Riesenräume, wie man sie von Baumärkten und Supermärkten hier kennt. Dafür werden die Flächen der Räume maximal genutzt! Wenn eine Ecke für den einen Artikel zu klein ist, dann finden sich dort andere, wie zum Beispiel Unmengen an Tütchen mit Mechateilen und Zubehör, Schlüssel- und Mobilphoneanhänger oder Gashopon-Maschinen. In die kleineren Ecken sind dann auch die Mitarbeiter gezwängt, die bei den Vitrinen zum Öffnen benötigt werden.
Dass der neue One Piece Film gerade kurz vor seiner Premiere stand, konnte ich an der Unzahl an neuen Artikeln zur Serie sehen. Wo an den Wänden sich noch Platz findet, sind Werbeplakate für neue Spiele und Serien zu finden.
Auch der Bereich der Spielkarten hatte sich sehr erweitert, wobei man viel Werbung zu Vanguard Cardfight sah. Im nächsten Aufgang dann Werbung zum neuen Evangelion 3.0 Film. Insgesamt also ein Ort, an dem Fans zu jedem Gebiet einmal sattsehen können.
Davon, wie viel Geld man dort lassen kann, wollen wir an dieser Stelle nicht reden 
Mein erster Besuch war an einem Wochenendtag, wo dann auch die Hauptstraße für den Verkehr gesperrt wird, so dass man sich vollkommen frei im Bezirk bewegen kann. In der Ginza haben dann sogar Cafés ihre Tische und Stühle bei gutem Wetter draußen stehen.