Beiträge von Soulshadow

    [Hikaru Khanzu]
    09:02 Uhr – Akademiegelände – Irgendwo unter den Bäumen


    "Ich verstehe, was sie meinen, Tsuyu-san. Möglicherweise sogar besser, als sie vermuten!" erwiderte er, ohne näher darauf einzugehen. Normalerweise interessierte es Vampire nicht, wenn sie von Menschen beobachtet wurden, da sie unliebsame Erinnerungen ja einfach bei denen löschen konnten. Deshalb waren ihre Treffen mit dem kürzlich verschwundenen Schüler durchaus aufgefallen.
    Aber das war nicht sein Problem. Andererseits war sie länger hier, als Felic und hatte möglicherweise etwas mehr Hintergrund zu diesen Level E Massierungen. Soweit Hikaru in Erfahrung bringen konnte, waren niemals vorher so viele von denen auf einmal aufgetaucht. Er konnte sich nicht sicher sein, ob es vielleicht mit seinen Bedrohungen zusammen hing, aber völlig außer acht lassen durfte er diese Ereignisse auch nicht!
    "Aber ich würde ihnen gerne eine andere Frage stellen, wenn sie erlauben?"

    [Hikaru Khanzu]
    09:00 Uhr – Akademiegelände – Irgendwo unter den Bäumen

    Als sie sich langsam erhob, war die beginnende Erkenntnis in ihrem Gesicht deutlich wahrnehmbar.
    „Mein Name ist Khanzu Hikaru“, erwiderte er mit einer Verbeugung. Diese Geschichte musste den Unsterblichen wirklich Kopfzerbrechen bereiten.
    „Es ist mir nicht gestattet, über unsere Familieninterna zu sprechen. Aber sie werden sich denken können, das es kompliziert ist!“ meinte er dann mit einem Blinzeln.

    „Darf man fragen, was eine Unsterbliche so sehr bewegt, das sie einen Ausdruck menschlicher Verzweiflung ausstrahlt?“

    [Hikaru Khanzu]
    09:00 Uhr – Akademiegelände – Irgendwo unter den Bäumen


    Hikaru grinste die Vampirin an.
    "Nicht das es dich etwas anginge, Vampir. Aber ich bin auf dem Weg zu meiner Schwester!" meinte er dann. "Und die Guardians wissen, dass ich mich auch hier aufhalten darf. Ich fürchte, du hast dich zu lange nicht informiert!"
    Eigentlich schade, dachte er dabei. Sie ist auch nur so ein hochmütiger Unsterblicher.

    [Hikaru Khanzu]
    08:50 Uhr – Akademiegelände – Irgendwo unter den Bäumen


    Hikaru hatte sich leise aus dem Sonnenwohnheim entfernt, da er keine große Lust auf die Aufräumarbeiten hatte. Gut, die Ärztin würde ihn bestimmt freistellen! Aber damit würden nur wieder Fragen aufkommen, warum sie ihn befreit hatte. Und zu dem Thema konnte er nicht viel sagen! Kaum jemand hier an der Schule wusste Bescheid, wenn es auch in den letzten Tagen ein paar mehr geworden waren. Aber jeder war in seinen eigenen Problemen und Sorgen gefangen...
    Mit der langen Tasche wie üblich über die Schulter gehängt schlenderte er unter den Bäumen lang und näherte sich langsam dem Mondwohnheim.


    Unter einem der größeren Bäume mit schattensspendender Laubkrone hockte eine NightClass Schülerin. Sie hatte die Beine angezogen und ihre Arme darum gelegt. Obwohl sie die Haare zu einem Zopf gebunden hatte, erkannte Hikaru sie. Yume, die Eisblume, wie sie ein Mitschüler einmal bezeichnet hatte, Sie hatte eigentlich keinen Kontakt zu anderen und blieb meist für sich. Dann war da dieser andere Vampir gewesen... Danach hatte sie sich wohl verändert, trotz das Kaito ohne Begründung von der Schule verschwunden war.
    Sie wirkte irgendwie unentschlossen.


    Da er spüren konnte, das Felic noch immer schlief, blieb er stehen.
    "Was geht einer Unsterblichen an einem solchen Morgen durch den Kopf?" sprach er sie an, da sie ihn wohl nicht bemerkt hatte.

    Sei herzlich willkommen beim AFB!


    Es gibt eigentlich immer was zu schauen oder zu lesen. Wenn man Lust dazu hat, so braucht die Wiki auch immer Leute die gerne mal einen Artikel schreiben ;)


    Tja, sonst hast du vielleicht von der Runeko gelesen...

    Tag 3 – 19:10 Uhr - Verwaltungsgebäude – Büro der Direktorin


    Bei dem plötzlichen Temperaturabfall hatte Valentina bereits die Betäubungspistole unter ihrem Schreibtischstuhl erfasst. Die Subpressordroge würde in kürzester Zeit wirken, falls es notwendig sein sollte, diese gegen Lena Kurnikowa einzusetzen.
    Aber das Mädchen merkte selbst, wie ihre Kontrolle langsam verloren ging. Als sie aufsprang und ihre Verabschiedung zusammenstammelte, begannen sich schon Atemwölkchen zu bilden. Sie verabschiedete sich und verließ hastig den Raum. Mit ihr ging auch der Einfluss auf die Temperatur.

    Valentina blickte noch immer auf die bereits geschlossene Tür und ließ dabei die Betäubungspistole los.
    Das rote Blinken der Direktverbindung zur Kontrollzentrale nahm sie aus dem Augenwinkel wahr.
    Ohne den Blick von der Tür zu lassen, nahm sie den Hörer auf.
    „Es ist alles in Ordnung. Lena Kurnikowa hat nur kurz die Kontrolle verloren, hat aber selbst den Raum verlassen!“ sagte sie, nachdem die beunruhigte Stimme am anderen Ende schwieg. Es würde nicht einfach werden, mit diesem Mädchen! Obwohl ihre Probleme anders lagen, als die von dem jungen Schwertkämpfer Satoshi.

    Langsam legte sie den Hörer wieder auf und zog das Geschenkkörbchen zu sich heran. Sie müsste sich schon sehr irren, wenn sich darin nicht eine Nachricht von Leutnant Molotow befinden würde. Er war zu lange Offizier gewesen, um so eine Zeitbombe ohne Erklärung hierher zu schicken! Sie legte den Inhalt vorsichtig auf den freien Bereich des Schreibtisches. Das eingelegte Tuch wirkte am Boden etwas zu dick. Dort fand sie einen sorgfältig eingenähten Brief, den man ohne danach zu suchen dort nicht gefunden hätte.

    Tag 3 – 19:09 Uhr - Verwaltungsgebäude – Büro der Direktorin

    Valentina achtete sehr genau auf die Worte, die Lena Kurnikowa aussprach. Besonders darauf, wie sie diese Worte aussprach. Bei dem "Verehrt und lobt" klang sie ziemlich erstickt, obwohl es ihr bestimmt nicht aufgefallen war. Das Gesicht des Mädchens blieb eine kühle Maske, aber ihre Stimme hatte diesen Vorzug nicht.
    Akim hatte ihr nach dem Einstufungstest auch seinen persönlichen Eindruck übermittelt.
    Nach dem, was Valentina nun hier selbst zu sehen und zu hören bekam, war Akim sehr akkurat in seiner Beurteilung gewesen! Dieses Mädchen war in ihren Lehrmeister verliebt und sah in ihr eine Rivalin!
    Sie war viel zu jung, um die Hintergründe zu begreifen. Bestimmt hatte sie eine harte Ausbildung absolviert, aber damit wusste sie noch immer nichts darüber, womit sie es einmal zu tun bekamen! Sergey hatte, wie alle anderen auch, sein Schweigen niemals gebrochen!

    "Hier in die Abunai Akademie kommen Ausbilder aus vielen Ländern der Welt, um jungen Menschen wie Ihnen den perfekten Umgang mit ihren Fähigkeiten beizubringen, Lena Kurnikowa! Nichts davon hängt nur an einer einzelnen Person. Zu dem, was viele unter ihnen bereits beherrschen, kommt eine weitere höhere Stufe hinzu, der Zusammenschluss zu einem Pentagramm. Dies wird auch einer der Gründe sein, warum Leutnant Molotow sie hierher geschickt hat!" sprach Valentina mit ihrer ruhigen Stimme weiter.
    Die Hände des Mädchens waren noch immer verkrampft. Würde sie sich unter Kontrolle halten? Oder kam es zu einem weiteren unkontrollierten PSI-Ausbruch ihrer Kräfte?
    "Das ihnen das derzeitige Klima etwas zusetzt, wird sich in den nächsten Wochen etwas geben. Es wird nicht ganz verschwinden, aber sie werden besser zurecht kommen!" fuhr sie während der Überlegungen fort.

    "Haben sie bereits versucht, ihre Fähigkeit zu mehr als dem waffenbasierenden Nahkampf zu verwenden?"

    Tag 3 – 19:08 Uhr - Verwaltungsgebäude – Büro der Direktorin

    Valentina musterte das Mädchen mit ihrem einen Auge. Auch wenn ihre Stimme kalt klang, so war sie doch nervös. Nach der Musterung des Mädchens blickte sie auf den Geschenkkorb.
    „Das ist wirklich sehr freundlich von Leutnant Molotow und Ihnen, Lena Kurnikowa!“ antwortete sie dann in einem ruhigen Tonfall und sah das Mädchen wieder an.
    Ihre Stimme hatte einen anderen Klang bei der Aussprache des Namens von Leutnant Molotow. Da steckte noch einiges mehr dahinter, als das Mädchen ihr hier erzählen konnte.

    „Nehmen sie doch Platz.“ Sie deutete auf einen der drei Besucherstühle und lehnte sich etwas zurück, um anzudeuten, dass eine etwas ungezwungenere Gesprächsform folgen würde. Dabei ging sie gedanklich noch einmal die Daten über das Mädchen durch. Die Auswertung ihres kleinen Ausbruches war auch schon erfolgt, so dass sich das Potential ihrer Fähigkeit schon bestimmen ließ.
    „Hat Ihnen Leutnant Molotow gesagt, was man hier von ihnen erwartet, Lena Kurnikowa?“ wandte sie sich dann direkt an das Mädchen.

    08:25 Uhr – Außerhalb des Schulgeländes
    Als das Mädchen in den am Sonntagmorgen nicht ganz so vollen Straßen einfach losflog verzog einer der Beobachter verärgert das Gesicht.
    Als Vampir empfand er es als Strafe, hier als Beobachter eingesetzt zu sein. Ohne jede Hast trat er auf die Straße und löschte rasch die Erinnerung der Menschen, die das Mädchen hatten fliegen sehen.
    Der Richtung nach zu urteilen, war sie auf dem Weg zum Haus ihrer Großmutter.
    Nachdem alle Spuren dieses unverantwortlichen Tuns des Mädchens aus dem Gedächtnis der Leute gestrichen waren, meldete er den Vorfall weiter.

    Da die Großmutter trotz ihres Alters noch eine ernstzunehmende Bedrohung darstellte, waren in der Nähe ihres Hauses nur menschliche Beobachter eingesetzt. Diese würden jetzt wohl ein Auge auf das Mädchen haben.

    Tag 3 – 19:06 Uhr - Verwaltungsgebäude – Haupthalle - Rezeption

    Rika blickte von den Bildschirmen auf, als sie angesprochen wurde. Das Mädchen von heute Morgen stand vor ihr und sie sprach diesmal Japanisch und blickte sie dabei mit einer Kühle an, die an der professionellen Verwaltungsfachfrau einfach abprallte.
    „Der Termin ist um 19:10 Uhr. Begeben sie sich in den ersten Stock. An der Treppe oben links rum und die Tür am Ende des Korridors. Klopfen sie dort an und warten sie auf die Eintrittserlaubnis!“ erwiderte sie mit einem Geschäftslächeln.

    Innerlich musste sie beinahe Lachen. Sie kam sich hier schon vor wie am Hotelempfang, wo die Gäste in ihrer Wichtigkeit zu konkurrieren gedachten. Aber nichts von ihrem Amüsement drang durch die professionelle Schale nach außen.
    Sie wandte sich leicht zur Seite und deutete auf die Treppenaufgänge rechts und links. Ob Lena Kurnikowa wohl erwartete, dorthin geleitet zu werden? Aber sie waren hier schließlich nicht in einer Militäranlage. Dann wandte sie sich wieder den Bildschirmen zu und korrigierte den Status des Termins.

    Tag 3 – 16:25 Uhr – Gelände der Akademie – Schießstand


    "Okay, junge Dame", Thoralf nahm alles entgegen und warf einen schnellen Blick auf die Waffe, ob sie auch entsprechend gesichert war. Aber Mai Tsukamoto hatte daran gedacht, die Waffe zu entspannen und wieder zu sichern.
    "Ich werde nach der Auswertung eine Zusammenfassung der Einstufung schriftlich zustellen. Das wird dann in deinem Postfach liegen, ok?" er blinzelte ihr zu und wandte sich dann dem nächsten Kandidaten zu, der seine Ausrüstung zurück brachte.

    Tag 3 – 16:18 Uhr – Gelände der Akademie – Schießstand


    "Sehr schön!" erwiderte Thoralf und nickte langsam. Sie hatte sogar daran gedacht, die Waffe so abzulegen, das der Sicherheitsstift zu sehen war, der anzeigte, das sich eine Patrone bereits im Patronenlager befand.
    "Du wirst vorerst in der Stellung schießen, wie du es gestern bereits mit deinem Bruder geübt hast!" fuhr er dann fort. "Diesmal feuerst du fünf Schuss auf die erste Karte ab. Danach sicherst du die Waffe, legst sie wieder so ab und holst den Schlitten mit der Karte rein. Nachdem du eine neue Karte eingesteckt und ausgefahren hast, feuerst du die restlichen Zehn Patronen auf diese Karte ab. Nach einem letzten Wechsel der Karte lädst du die Pisstole mit dem zweiten Magazin und feuerst dann alle Patronen auf diese Karte ab. Danach kommst du mit der Waffe, den leeren Magazinen und den drei Karten wieder rein."
    Sein Blick wurde ernst.
    "Keine Spielereien hier, das weißt du ja. Und sollte deine Waffe nicht auf Sicherheit geprüft sein, wenn du mit ihr wieder reinkommst, hast du den Test nicht bestanden! Da es wohl keine weiteren Fragen gibt, kannst du jetzt anfangen."

    Tag 3 – 16:17 Uhr – Gelände der Akademie – Schießstand


    Thoralf blickte auf die Karten und verzog seine Lippen zu einem schmalen Lächeln.
    "So, so. Ihr Jungs haltet euch alle schon für die echten Cracks auf dem Gebiet?" sagte er mit gedehntem Tonfall. "Die junge Dame war sich nicht zu schade zu sagen, dass sie gerade erst angefangen hat! Nun gut, wir werden sehen, ob eure Behauptungen mit euren Leistungen mithalten können."
    Er schob den anderen jetzt auch jeweils zwei Magazine zu.
    "Jeder nimmt sich drei Zielkarten mit!" ordnete er an und ging dann mit ihnen auf die Schießbahn.
    "Verteilt euch auf die Bahnen. Und wehe einer beginnt, ohne dass er von mir das OK bekommen hat!" fügte er hinzu.


    Mai Tsukamoto hatte sich schon auf eine Bahn gestellt, es war die gleiche, die sie gestern Abend schon benutzt hatte. Thoralf ging in ihre Box hinein, in der schon die Schutzbrille und der Gehörschutz bereit lagen.
    "Funktion und Umgang mit der Waffe sind dir noch bekannt, junge Dame?" fragte er sie.

    Tag 3 – 16:15 Uhr – Gelände der Akademie – Schießstand


    Thoralf blickte auf die jungen Schüler, die sich vor dem Tresen eingefunden hatten. In diesem Augenblick kam noch jemand hereingestürmt und lehnte sich schwer atmend am Tresen ab. Die bereits anwesenden Jungen starrten das Mädchen überrascht an.
    "Nun, die Dame und die Herren", begann Thoralf, da nach seiner Liste alle gemeldeten Kandidaten anwesend waren. "Sie alle sind zum Schießen hergekommen, deshalb wollen wir auch möglichst schnell damit anfangen! Jeder von ihnen füllt erst einmal einen der Zettel hier aus!"
    Dabei hob er die entsprechenden Zettel kurz an und legte sie dann nach vorne auf den Tresen.
    "Auf dieser Schießanlage können neben dem normalen Scheibenschießenauch verschiedene andere Anlage, wie z.B. Reaktionsschießen oder auch Kampfbahnen benutzt werden. Aber um jedem Irrtum vorzubeugen... Hier bin ich derjenige, der entscheidet, wer wozu fähig ist! Ihre Aufgabe ist es, mich zu überzeugen wozu sie meinen fähig zu sein!" Thoralf erlaubte sich ein schmales Lächeln. "Sie alle haben sich angemeldet und werden nun erst einmal von mir in ihren Fertigkeiten eingeschätzt. Sehe ich jemanden mit einer Waffe herumspielen, gibt das Punktabzug. Ist es sogar eine geladene Waffe, verweise ich ihn von dieser Anlage! Und jammern an anderer Stelle bringt ihnen da dann auch nichts mehr!"
    Da die beiden anderen jungen Männer, Ryu und Hagen bereits ihre Tests erledigt hatten, waren ihm die vor ihm stehenden Schüler unbekannt. Nur das Mädchen kannte er bereits von gestern Abend. Mai Tsukamoto! Sie hatte mit ihrem Bruder die neue Pistole eingeweiht.


    Mit fließenden Bewegungen nahm er für die Schüler Pistolen aus dem Regal und legte sie auf den Tresen, während diese noch beim Ausfüllen der Zettel waren. Danach holte er bereits Magazine für die Waffen, aber diese blieben noch hinter dem Tresen. Geduldig stellte Thoralf sich hin und wartete auf die Zettel. Die bisherigen Erfahrungen im Umgang mit Waffen darauf aufzuführen, dauerte eben seine Zeit, da man die verschiedenen Fragen ja auch verstehen musste.

    Tag 3 – 14:52 Uhr – Gelände der Akademie – Simulationskuppel


    "Habt ihr gesehen, wie er kurz verschwunden ist? Da war eindeutig Luftbeherrschung im Spiel!" meinte Kayalyn leise. Sean Cuttlass nickte bestätigend.
    Franka trat einen Schritt vor, um Samiralls Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
    "Es wurden ausreichend Daten gesammelt, Samirall Satoshi. Damit ist die Erfordernis einer Einstufungsuntersuchung erfüllt!" sagte sie laut zu ihm.
    Die beiden Drohnen erhoben sich vom Boden und grüßten noch einmal, bevor sie wieder verschwanden.
    "Ausbilderin Rivet wird dich nun zum Ausdauertraining zurück bringen, damit du deine Trainingseinheiten abschließen kannst!" fuhr Franka fort. "Du hast deinem Meister Ehre bereitet!" Mit einer förmlichen Verbeugung verabschiedete sie sich und verließ dann mit Sean die Kuppel.
    "Wenn du dann wieder mitkommen würdest?" Kayalyn setzte sich bereits in Bewegung. Ohne Umwege brachte sie den Jungen wieder zurück zum Freigelände.


    Nachdem sie Samirall wieder dort abgesetzt hatte, ging sie auf ein anderes Mädchen zu.
    "Funiko Yoshida? Ich bin Kayalyn Rivet und werde dich zu deinem Einstufungstest bringen. Folge mir bitte!" wandte sie sich an das Mädchen und ging mit ihr zurück zur Simulationskuppel.

    Tag 3 – 14:50 Uhr – Gelände der Akademie – Simulationskuppel


    "Ich bin bereit!" rief der Junge zu ihnen hinüber. Sean Cuttlass hatte verfolgt, wie er die geistige Kampfdisziplin durchführte und den Geist leerte. Ganz auf den bevorstehenden Kampf ausgerichtet wartete er nun auf der vorgesehenen Position.
    "Er hat bereits eine Vorstufe aktiviert, ohne sie bewusst wahrzunehmen!" teilte Sean telepathisch Franka mit,
    Diese nickte langsam.
    "Kampfsimulation Nahkampf. Waffe: Katana. Gegnerkonfiguration plus drei. Reaktionsvermögen auf 120 Prozent. Gegnertyp: humanoider Golem", flüsterte sie in schneller Folge in das Mikrofon. "Simulation Eins, zwei Gegner. Unterstützender Angriff!"


    In knapp zwei Meter Entfernung von Samirall flimmerte die Luft und zwei menschenähnliche Drohnenkörper nahmen Gestalt an. Einer der beiden führte ebenfalls ein Schwert, während der zweite mit gebogenen Langdolchen ausgerüstet war. Die beiden Drohnen gingen in eine klassische Ausgangshaltung und grüssten den Jungen kurz mit ihren Waffen. Wer auch immer gerade im Kontrollraum am Hauptpult saß, der hatte wohl selbst einige Ahnung von dieser Art zu kämpfen.
    Die beiden Drohnen spreizten die Arme leicht ab und begannen den Jungen zu umkreisen. Dabei blieb der Zweite immer leicht versetzt hinter dem Ersten. Die Bewegungen wirkten täuschend langsam, während sie den Jungen einmal umkreisten.
    Dann griffen sie plötzlich an, wobei der Zweite weiterhin mehr im Hintergrund blieb!

    Tag 3 – 14:50 Uhr – Gelände der Akademie – Simulationskuppel

    "Es sind keine lebenden Wesen, da wir ohne Vorkenntnisse der Kräfte keine Kämpfe gegen andere zulassen!" erwiderte Franka mit ruhigem Gesicht. "Und auf Verbrecher wirst du hier nicht treffen, Samirall Satoshi. Hier sind wir auf einer Insel und ein Gefangenenlager gibt es hier nicht!"
    Sie deutete auf den leuchtenden Ring in der Luft.
    "Begib dich dorthin und wehre die Angriffe ab!"

    Tag 3 – 14:50 Uhr – Gelände der Akademie – Simulationskuppel


    Kayalyn hatte Samirall dann ohne viel zu sagen zur Simulationskuppel geführt und wartete nun vor der großen Doppelschleuse auf das Signal zum Eintreten.
    Die Direktorin hatte angeordnet, dass man den Jungen nicht wegen PSI-Kräften direkt ansprechen durfte, da er sich deren Anwendung noch gar nicht klar war.
    Eine etwas seltsame Situation, wie Kayalyn fand. Schließlich waren fast alle Personen auf dieser Insel PSI-Begabte!
    Aber wenn man dem Jungen etwas Zeit für die Erkenntnis einräumen wollte, dann sollte es nicht an ihr liegen.


    Das grüne Signal kam und die Doppeltür schwang auf. Da sie schon gemerkt hatte, dass der Junge nur ungern jemanden in seinem Rücken hatte, ging sie einfach vor und verließ sich darauf dass er ihr folgte.
    Sean Cuttlass und Franka Milagrosso waren noch an der Position, wo kurz vorher Lena Kurnikowa geprüft worden war.
    "Dies ist Samirall Satoshi", stellte sie den Jungen den beiden anderen Ausbildern vor.
    "Würdest du bitte auf die dort vorne angezeigte Position gehen?" forderte Franka ihn auf und deutete auf den Lichtkreis, der über einer kleinen Anhöhe aufleuchtete. "Man wird dir automatische Gegner schicken, die du abzuwehren hast. Dabei wird deine Kampfstärke bestimmt! Hast du noch Fragen?"